Das Wichtigste in Kürze
- „Webdesigner“ ist laut BERUFENET die Abschlussbezeichnung einer Weiterbildung, die jede Bildungseinrichtung selbst regelt; unter „Ausbildung“ steht deshalb Ihr Berufs- oder Studienabschluss, der Lehrgang unter „Weiterbildung“.
- Das Kurzprofil trennt Gestaltung und Umsetzung: Entwurf im Designwerkzeug, Umsetzung im CMS, eigener Code in HTML und CSS.
- Stichpunkte stehen im Substantivstil und nennen die Art der Website, Ihren Anteil und eine Zahl, etwa Seitentypen, Komponenten oder eine Anfragequote.
- Unter „EDV-Kenntnisse“ stehen Designwerkzeuge, Systeme und Code in 3 getrennten Gruppen, jeweils mit Einsatzzweck statt Balken oder Prozentwert.
- Bei der Ausbildung zum Mediengestalter Digital und Print gehört die Fachrichtung aus dem Prüfungszeugnis in die Zeile; in den rund 10 Jahren nach dem Abschluss steht das Prüfungsergebnis in Punkten und als Note in Worten dabei.
- Das Portfolio zeigt 4 bis 6 Arbeiten mit Aufgabe, Ihrem Anteil und Stand; Referenzen fehlen im Lebenslauf, weil die Arbeitszeugnisse in den Anlagen als Nachweis dienen.
Aufbau: Abschnitte und Reihenfolge im Lebenslauf eines Webdesigners
In der Datenbank BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit ist der Webdesigner ein Weiterbildungsberuf: Die Lehrgänge sind durch interne Vorschriften der Bildungseinrichtungen geregelt, und Dauer wie Abschlussbezeichnung können sich von Anbieter zu Anbieter unterscheiden. Einen staatlich geordneten Ausbildungsberuf dieses Namens gibt es nicht.
Für den Lebenslauf folgt daraus, dass die Bezeichnung allein wenig belegt. Es zählt, was Sie gestaltet haben, was Sie davon selbst umgesetzt haben und für wen.
Der Lebenslauf ist eine Tabelle mit dem Zeitraum links und dem Inhalt rechts, und jeder Abschnitt läuft von heute rückwärts. Diese Abschnitte gehören hinein:
- Persönliche Daten mit Anschrift, Telefon und E-Mail, wahlweise mit Geburtsdatum
- Kurzprofil mit Ihrem Anteil an Gestaltung und Umsetzung
- Berufserfahrung mit Websites, Seitentypen und Ergebnissen
- Ausbildung: Berufsabschluss oder Studium, zuletzt der Schulabschluss
- Weiterbildung mit Lehrgängen und Zertifikaten
- Kenntnisse, EDV-Kenntnisse und Sprachkenntnisse
- Ort, Datum, Unterschrift
Geburtsdatum und Geburtsort stehen in der Liste, die die Bundesagentur für Arbeit für die persönlichen Daten angibt. Vorgeschrieben ist keines von beiden, und ein Lebenslauf ohne diese Angaben ist vollständig. Als Umfang gibt die Bundesagentur höchstens 2 DIN-A4-Seiten an. Mit mehreren Stationen in Agenturen füllen Sie auch die zweite Seite; direkt nach Ausbildung oder Studium ist der Lebenslauf meist nach 1 Seite zu Ende.
Kurzprofil für Webdesigner: Gestaltung, Umsetzung und Art der Websites
Ein Kurzprofil gehört in Deutschland nicht zum Pflichtumfang; viele Lebensläufe haben keines. Bei Webdesignern erspart es dem Leser eine Rückfrage, denn hinter derselben Bezeichnung stehen 3 verschiedene Profile: reines Screendesign, Gestaltung mit Umsetzung im CMS und Gestaltung mit eigenem Frontend-Code.
Formel für das Kurzprofil
Bezeichnung laut Arbeitsvertrag in welcher Art von Unternehmen, Zahl Berufsjahre. Ihr Anteil: Entwurf, Umsetzung im CMS, eigener Code. Art der Websites mit Größenordnung. Berufs- oder Studienabschluss.
Beispiel
Webdesigner in der Marketingabteilung eines Möbelhändlers, 9 Berufsjahre. Entwurf in Figma und Umsetzung in Shopify, ohne eigene Programmierung. Onlineshop mit 6 Seitentypen und jährlich rund 40 Kampagnenseiten. Bachelor of Arts im Studiengang Mediendesign.
Wörter wie kreativ, pixelgenau oder nutzerzentriert sind Selbsteinschätzungen. Belegen lassen sich dagegen das Werkzeug, das System und die Zahl der Websites, und alle 3 tauchen in den Stationen wieder auf.
Falsch
Webdesigner mit Leidenschaft für ästhetische und nutzerfreundliche Websites, ausgeprägtem Trendgespür und Hands-on-Mentalität.
Richtig
Webdesignerin für Praxis- und Kanzleiwebsites, 5 Berufsjahre in einer Internetagentur, Entwurf in Figma und Umsetzung in WordPress, bisher 38 veröffentlichte Websites.
Kundengruppe, Werkzeug, System und Anzahl ersetzen 3 Eigenschaften, die jeder von sich behaupten kann.
Die folgenden Textbeispiele stammen aus dem Lebenslauf einer Webdesignerin aus Erfurt. Im Kurzprofil steht der eigene Anteil im zweiten Satz:
Kurzprofil
Webdesignerin mit 7 Berufsjahren, seit 2021 in einer Digitalagentur für Kunden aus Handwerk, Gesundheitswesen und Tourismus. Entwurf in Figma, Umsetzung in WordPress mit eigenen Themes in HTML und CSS. Neben den Kundenprojekten Pflege des Designsystems der Agentur. Mediengestalterin Digital und Print, Fachrichtung Gestaltung und Technik.
Berufserfahrung als Webdesigner: Websites, Seitentypen und Ergebnisse beziffern
Über jeder Station stehen die Bezeichnung aus dem Arbeitsvertrag, der Arbeitgeber mit Ort sowie Anfangs- und Endmonat. Lautet der Vertrag auf „UI Designer“ oder „Digital Designer“, übernehmen Sie das unverändert.
3 bis 5 kurze Stichpunkte je Station sind das Maß, das die Bundesagentur für Arbeit angibt. Bei länger zurückliegenden Stellen genügen 1 oder 2. Geschrieben werden sie im Substantivstil, ohne „ich“ und ohne gebeugtes Verb: „Entwurf von“, „Umsetzung in“, „Neugestaltung der“. In jeden gehören die Art der Website, Ihr Anteil daran und eine Zahl.
Falsch
Zuständig für Webdesign, Bildbearbeitung und Content-Pflege.
Richtig
Entwurf und WordPress-Umsetzung von 9 Websites für Steuerkanzleien mit je 12 bis 30 Seiten, einschließlich Bildauswahl und Einpflegen der Texte.
Anzahl, System, Kundengruppe und Umfang machen aus 3 Schlagwörtern eine Leistung, die sich überprüfen lässt.
Zahlen liefert im Webdesign schon das Projekt, bevor jemand etwas misst: Seitentypen, Komponenten, Sprachversionen, Korrekturrunden. Messwerte nach der Veröffentlichung kommen aus der Webanalyse und aus Nutzertests.
| Was Sie zählen | Stichpunkt im Lebenslauf |
|---|---|
| Umfang des Entwurfs | Screendesign für das Kundenportal eines Energieversorgers: 17 Seitentypen in je 3 Bildschirmbreiten, Abnahme nach 2 Korrekturrunden. |
| Designsystem | Überführung von 6 Hotelwebsites einer Gruppe in ein gemeinsames Designsystem mit 58 Komponenten und 4 Farbthemen. |
| Anfragen und Bestellungen | Neugestaltung des Kontaktformulars einer Fahrschule mit 5 Standorten, Anstieg der Anfragequote von 1,8 auf 3,1 %. |
| Nutzertests | Durchführung von 2 Testrunden mit je 8 Personen am Klickprototyp, Überarbeitung der Navigation nach 11 Befunden. |
| Barrierefreiheit | Prüfung von 240 Farbkombinationen eines Designsystems auf ausreichenden Kontrast nach WCAG, Korrektur in 37 Fällen. |
Schreiben Sie bei Agenturprojekten dazu, wo Ihre Arbeit endete: beim abgenommenen Entwurf, bei der Übergabe an die Entwicklung oder mit der Veröffentlichung. Den Kunden beschreiben Sie über Branche und Größe; sein Name gehört nur hinein, wenn die Agentur das Projekt selbst öffentlich zeigt. So sieht die aktuelle Station der Erfurter Webdesignerin aus:
Berufserfahrung
- Entwurf und Umsetzung von 23 WordPress-Websites für Handwerksbetriebe, Arztpraxen und Pensionen, jeweils mit eigenem Theme in HTML und CSS.
- 2023 Aufbau eines Designsystems in Figma mit 46 Komponenten, seither Grundlage aller Neuprojekte der Agentur.
- Neugestaltung der Objektseiten eines Ferienhausvermittlers mit 310 Unterkünften, Anstieg der Buchungsanfragen je 100 Besuche von 2,4 auf 3,6.
- Seit 2024 Kontrastprüfung aller Entwürfe nach WCAG und fachliche Anleitung von 2 Auszubildenden.
Kenntnisse und EDV-Kenntnisse für Webdesigner: Designwerkzeuge, CMS und Code
Unter „EDV-Kenntnisse“ erwartet der Leser bei Webdesignern 3 Gruppen: Programme für Entwurf und Bildbearbeitung, die Systeme, in denen Sie Websites umsetzen, und die Sprachen, in denen Sie selbst Code schreiben. Getrennt aufgeführt, beantworten sie die Frage nach Ihrem Anteil ein zweites Mal.
Balken und Prozentwerte neben den Programmnamen helfen dabei nicht, weil niemand weiß, woran sie gemessen sind. Beim Code führt eine bloße Aufzählung sogar in die Irre: Wer 6 Sprachen nennt, wird für einen Entwickler gehalten. Schreiben Sie deshalb dazu, wofür Sie die Sprache einsetzen.
Falsch
HTML, CSS, JavaScript, PHP, React, SQL.
Richtig
HTML und CSS für eigene WordPress-Themes, JavaScript für Menüs und Formularprüfung, PHP nur zur Anpassung bestehender Templates.
Der Einsatzzweck zeigt, wo Ihr Code endet, und bewahrt Sie vor einem Fachgespräch für eine Entwicklerstelle.
| Kenntnis | Abschnitt | Beleg in der Station |
|---|---|---|
| Screendesign und Layout | Kenntnisse | Zahl der Seitentypen und Bildschirmbreiten je Entwurf |
| Navigationsstruktur und Nutzerführung | Kenntnisse | Umfang der Website in Seiten oder das Ergebnis eines Nutzertests |
| Figma, Adobe Photoshop, Adobe Illustrator | EDV-Kenntnisse | Komponenten der Bibliothek oder die Zahl der bearbeiteten Bildstrecken |
| WordPress, TYPO3, Shopify oder Webflow | EDV-Kenntnisse | Zahl der Websites, die Sie in dem System umgesetzt haben |
| HTML, CSS, JavaScript | EDV-Kenntnisse | Eigene Themes oder Templates und der Zusatz, wie weit Ihr Code reicht |
Eine brauchbare Stichwortliste sind die Inhalte der Webdesign-Weiterbildungen, die BERUFENET aufführt: Navigation, Layout, Farben und Schriften, Bildbearbeitung, die Optimierung von Websites für Smartphones, Suchmaschinenoptimierung, Animationen sowie Urheber- und Domainrecht. Wählen Sie daraus aus, was die Stellenanzeige nennt und was sich mit einer Ihrer Stationen belegen lässt.
Kenntnisse
Screendesign · Designsysteme · Nutzerführung · Kontrastprüfung nach WCAG · Anleitung von Auszubildenden
EDV-Kenntnisse:
Entwurf: Figma, Adobe Photoshop
Systeme: WordPress
Code: HTML und CSS für eigene Themes
Sprachkenntnisse:
Deutsch: Muttersprache
Englisch: gute Kenntnisse (B2)
Ausbildung und Weiterbildung: Mediengestalter, Studium oder Webdesign-Lehrgang richtig eintragen
Unter „Ausbildung“ steht ein Berufs- oder Studienabschluss im Wortlaut des Zeugnisses. Der Webdesign-Lehrgang eines Bildungsträgers ist laut BERUFENET eine Weiterbildung; zugelassen wird demnach in der Regel, wer eine einschlägige Ausbildung oder Berufspraxis mitbringt. Der Lehrgang gehört deshalb unter „Weiterbildung“.
| Weg | Abschnitt | So steht es da |
|---|---|---|
| Ausbildung zum Mediengestalter Digital und Print | Ausbildung | Mit der Fachrichtung aus dem Prüfungszeugnis, dem Ausbildungsbetrieb und dem Ergebnis der Abschlussprüfung |
| Studium, etwa Mediendesign oder Kommunikationsdesign | Ausbildung | Grad und Studiengang wie auf der Urkunde, dazu Hochschule, Ort und Note |
| Schulische Ausbildung an einer Berufsfachschule | Ausbildung | Die Bezeichnung aus dem Abschlusszeugnis, die sich von Bundesland zu Bundesland unterscheidet |
| Webdesign-Lehrgang bei einer Kammer oder einem privaten Bildungsträger | Weiterbildung | Abschlussbezeichnung laut Zertifikat, Anbieter, Dauer und Jahr |
| Einzelne Kurse, etwa zu Figma oder zur Barrierefreiheit | Weiterbildung | Kurstitel, Veranstalter und Jahr |
Welche Fachrichtung ein Mediengestalter hat, hängt von der Ausbildungsordnung ab, nach der er gelernt hat. Die Verordnung von 2023, in Kraft seit August 2023, kennt Projektmanagement, Designkonzeption, Printmedien und Digitalmedien. Davor hießen die Fachrichtungen seit 2007 Beratung und Planung, Konzeption und Visualisierung sowie Gestaltung und Technik. Maßgeblich ist Ihr Prüfungszeugnis: Übertragen Sie eine ältere Fachrichtung nicht in die heutige Benennung, auch wenn „Digitalmedien“ besser zur Stelle passen würde.
Das Prüfungszeugnis der Kammer weist Punkte und eine Note in Worten aus; Hochschulen vergeben Dezimalnoten. Beides gehört in den rund 10 Jahren nach dem Abschluss in den Lebenslauf, und das bei jedem Abschluss aus dieser Zeit. Die Erfurter Webdesignerin hat die Prüfung 2019 abgelegt; das Ergebnis steht deshalb in der Zeile:
Ausbildung
Abschlussprüfung vor der IHK Erfurt, Note: gut (88 Punkte).
Portfolio-Website und Arbeitsproben: Angaben im Lebenslauf und im Portfolio
Bei Webdesignern lässt sich die Bewerbung sofort gegenprüfen: Die eigene Portfolio-Website ist selbst eine Arbeitsprobe, einschließlich Ladezeit und Darstellung auf dem Smartphone. Die Adresse nennen Sie im Anschreiben; im Lebenslauf kann sie neben E-Mail und Telefon stehen. Verschickt wird die Bewerbung als ein einziges PDF aus Anschreiben, Lebenslauf und Zeugnissen.
Der Lebenslauf zählt auf, das Portfolio zeigt. Beide sollten deshalb dieselben Projekte unter denselben Bezeichnungen führen: Wer im Lebenslauf die Objektseiten eines Ferienhausvermittlers nennt, zeigt im Portfolio genau dieses Projekt. Zu jeder Arbeit gehören dort 4 Angaben:
- Aufgabe und Branche des Kunden
- Ihr Anteil: Konzept, Entwurf, Umsetzung
- Jahr und Stand, etwa „online seit 2024“ oder „Entwurf, nicht umgesetzt“
- Ergebnis, soweit der Kunde der Nennung zugestimmt hat
Wählen Sie 4 bis 6 Arbeiten aus, und rufen Sie vor dem Versand jede verlinkte Website auf. Kunden bauen um, und ein Link auf eine Seite, die Ihrem Entwurf nicht mehr entspricht, schadet Ihnen. Ein Bildschirmfoto mit Jahreszahl ist in diesem Fall die bessere Wahl. Arbeiten aus einer Agentur zeigen Sie nur mit deren Einverständnis.
Lebenslauf als Webdesigner ohne Berufserfahrung oder als Quereinsteiger
Nach Ausbildung, Studium oder Lehrgang besteht die Berufserfahrung aus Praktika, Werkstudentenstellen und ersten Aufträgen. Auch die Website für einen Sportverein zählt, wenn sie online ist und Sie Umfang, System und Jahr dazuschreiben. Ohne Arbeitgeber gehört sie unter „Erfolge“ oder ins Kurzprofil, aber nicht als erfundene Station unter „Berufserfahrung“.
Falsch
Erstellung diverser Websites im privaten Umfeld.
Richtig
2025 Entwurf und Umsetzung der Website eines Ruderclubs mit 14 Seiten in WordPress, einschließlich Terminkalender und Anmeldeformular für 3 Kurse.
Auftraggeber, Umfang, System und Jahr machen aus einem Hobby eine Arbeit, die sich aufrufen lässt.
Wer höchstens 2 Jahre im Beruf ist, darf „Ausbildung“ im eigenen Lebenslauf über „Berufserfahrung“ setzen. Studienprojekte für einen echten Auftraggeber stehen mit Thema und Semester in der Zeile des Studiums.
Kommen Sie als Quereinsteiger aus dem Grafikdesign, aus der Druckvorstufe oder aus dem Marketing, bleibt der erste Beruf vollständig im Lebenslauf. Stellen Sie in dessen Stichpunkten voran, was mit Bildschirmmedien zu tun hatte: Newsletter-Vorlagen, Bannerserien, die Pflege der Firmenwebsite. Der Webdesign-Lehrgang steht mit Anbieter, Dauer und Jahr unter „Weiterbildung“ und deckt die Monate ab, in denen Sie umgelernt haben.
Mehr als 2 Monate ohne Eintrag bleiben in einem deutschen Lebenslauf nicht offen: Die Bundesagentur für Arbeit empfiehlt, solche Unterbrechungen anzugeben und dazuzuschreiben, was in der Zeit geschah. Für die Monate der Stellensuche genügt eine Zeile mit Zeitraum und Inhalt, etwa „Aufbau des Portfolios, 3 Websites für Vereine“.
Häufige Fragen zum Lebenslauf als Webdesigner
Gehört ein Foto in den Lebenslauf eines Webdesigners?
Eine Pflicht gibt es nicht, verlangen darf es kein Arbeitgeber, und die Entscheidung liegt bei Ihnen. Die Bundesagentur für Arbeit bezeichnet das Bild in den Hinweisen zum Lebenslauf als „kein Muss mehr“, während im Bewerbungstraining der Bundesagentur der Lebenslauf ohne Deckblatt weiterhin ein Foto enthält. In Internetagenturen und Start-ups fehlt es häufiger als im Mittelstand oder in der Verwaltung. Selfies und Ausschnitte aus Urlaubsfotos scheiden für jede Bewerbung aus.
Brauche ich eine Ausbildung oder ein Studium, um mich als Webdesigner zu bewerben?
Einen gesetzlich vorgeschriebenen Abschluss gibt es nicht. BERUFENET führt den Webdesigner als Weiterbildung nach internen Regelungen der Bildungseinrichtungen; vorausgesetzt wird in der Regel eine einschlägige Ausbildung oder Berufspraxis. Im Lebenslauf zählen deshalb der Abschluss, den Sie tatsächlich haben, und Websites, die sich aufrufen lassen.
Wie gebe ich freiberufliche Webdesign-Aufträge im Lebenslauf an?
Als eine Station mit der Bezeichnung „Webdesigner (freiberuflich)“, Ihrem Ort und dem Zeitraum, bei Aufträgen neben einer Festanstellung mit dem Zusatz „nebenberuflich“. Darunter stehen die Zahl der Aufträge, die Branchen und laufende Pflegeverträge. Ein Auftraggeber kann als Referenz im Anschreiben oder in einer eigenen Anlage genannt werden, sofern er vorher zugestimmt hat; im Lebenslauf selbst steht er nicht.
Gehören Arbeitszeugnisse zur Bewerbung als Webdesigner?
Ja, als Kopien in den Anlagen, in der Regel die letzten 2 bis 4 mit dem jüngsten vorn. Grundlage ist § 109 der Gewerbeordnung: Endet ein Arbeitsverhältnis, haben Sie Anspruch auf ein schriftliches Zeugnis, auch nach wenigen Monaten in einer Agentur. Namentliche Referenzen im Lebenslauf sind deshalb in Deutschland nicht üblich.
Sollte ich den Lebenslauf unterschreiben?
Notwendig ist die Unterschrift nach den Hinweisen der Bundesagentur für Arbeit nicht unbedingt; ein Vorteil kann sie dennoch sein. Zur Unterschrift gehören der Ort und das Tagesdatum mit Punkten, etwa „Erfurt, 12.10.2026“; darunter steht der Namenszug. In einem PDF genügt die eingescannte Fassung.
Fazit
Der Lebenslauf eines Webdesigners klärt vor allem anderen, wo Ihre Arbeit beginnt und wo sie endet: beim Entwurf, im CMS oder im eigenen Code. Dazu kommen Websites mit Umfang und Ergebnis, der Abschluss im Wortlaut des Zeugnisses und der Lehrgang unter „Weiterbildung“. Alles Weitere zeigt das Portfolio, und warum es genau diese Stelle sein soll, steht im Anschreiben.


