Lebenslauf als Polizist: 3 Beispiele und Anleitung (2026)

Einen Lebenslauf für die Polizei schreiben Sie in 2 Situationen: vor der Einstellung, wenn Schulzeugnis, Sport und Schwimmabzeichen zählen, und im Dienst, wenn es um einen Dienstposten, eine Fachverwendung oder einen anderen Dienstherrn geht. Für beide Fälle lesen Sie hier Abschnitt für Abschnitt, welche Angaben erwartet werden und wie sie lauten.

Aktualisiert am 12 Min. Lesezeit

Lebenslauf-Beispiel: Polizeikommissarin im Einsatzdienst

Das Wichtigste in Kürze

  • Über jedem Eintrag aus dem Dienst steht Ihre Amtsbezeichnung laut Ernennungsurkunde, etwa Polizeiobermeister oder Polizeikommissarin; „Polizist“ ist das Wort für Anschreiben und Gespräch.
  • Als Arbeitgeber nennen Sie den Dienstherrn mit dem Dienstort, also die Polizei Ihres Landes oder die Bundespolizei, und keine einzelne Dienststelle.
  • Der mittlere Dienst der Länder beginnt laut BERUFENET mit einem Vorbereitungsdienst von 2 bis 3 Jahren; der gehobene Dienst in der Regel mit einem 3-jährigen Bachelorstudium.
  • Stichpunkte stehen im Substantivstil und enthalten eine Zahl aus dem eigenen Dienst: 6 Nachtdienste im Monat, 140 Unfallaufnahmen im Jahr, 3 angeleitete Studierende.
  • Vor der Einstellung gehören Schwimmabzeichen, Führerschein Klasse B sowie die Noten in Deutsch und Sport in den Lebenslauf, weil mehrere Länder und die Bundespolizei solche Nachweise verlangen.
  • Einzelne Fälle, Namen und Einsatztaktik haben im Lebenslauf keinen Platz: Über dienstliche Angelegenheiten ist Verschwiegenheit zu bewahren, in den Ländern nach § 37 des Beamtenstatusgesetzes, bei der Bundespolizei nach § 67 des Bundesbeamtengesetzes.

Lebenslauf als Polizist: Aufbau vor der Einstellung und im Dienst

Vor der Einstellung liest eine Einstellungsbehörde des Landes oder der Bundespolizei Ihren Lebenslauf und prüft formale Voraussetzungen: Schulabschluss, Alter, Sport, Schwimmen, Fahrerlaubnis. Im Dienst liest ihn eine Behörde, die für einen ausgeschriebenen Dienstposten wissen will, welche Verwendungen Sie hinter sich haben.

In beiden Fällen ist der Lebenslauf eine Tabelle, die beim jüngsten Eintrag anfängt und zeitlich rückwärts läuft. Nach 20 Dienstjahren mit Bereitschaftspolizei, Streifendienst und Ermittlungsdienst füllen Sie ohne Mühe die 2 DIN-A4-Seiten, bei denen die Bundesagentur für Arbeit die Grenze zieht; vor der Einstellung kommen die meisten mit 1 Seite aus.

Von oben nach unten stehen die Abschnitte so:

  1. Persönliche Daten: Name, Anschrift, Telefon, E-Mail, Geburtsdatum, Führerschein
  2. Kurzprofil, sofern Sie eines voranstellen möchten
  3. Berufserfahrung: Ihre Verwendungen im Polizeidienst, davor erlernter Beruf oder Freiwilligendienst
  4. Ausbildung: Vorbereitungsdienst oder Studium, Schulabschluss
  5. Weiterbildung: Lehrgänge und Abzeichen mit Jahr
  6. Kenntnisse, EDV-Kenntnisse und Sprachkenntnisse
  7. Ehrenamt und Interessen
  8. Ort, Datum und Unterschrift

Das Geburtsdatum zählt für die Bundesagentur für Arbeit zu den persönlichen Daten. Eine Pflichtangabe ist es nicht. Bei der Polizei erspart das Datum eine Rückfrage, denn die Einstellung ist an Altersgrenzen gebunden: Für den mittleren Dienst nennt BERUFENET, die Berufsdatenbank der Bundesagentur, als Höchstalter in der Regel 32 Jahre in Baden-Württemberg, 40 Jahre in Berlin und 27 Jahre bei der Bundespolizei.

Dienstherr, Amtsbezeichnung und Laufbahn: So steht die Polizei im Lebenslauf

„Polizist“ steht in keiner Urkunde. BERUFENET führt den Beruf als „Polizeivollzugsbeamter/Polizeivollzugsbeamtin im mittleren nichttechnischen Dienst“ und hat eigene Einträge für den gehobenen Dienst der Länder und für die Bundespolizei. Ihr Lebenslauf braucht 3 genauere Angaben: Dienstherr, Amtsbezeichnung und Laufbahn.

Ihr Dienstverhältnis besteht mit einem Land oder mit dem Bund und nicht mit Ihrer Inspektion oder Ihrem Revier. In die Arbeitgeberzeile gehört deshalb der Dienstherr mit dem Dienstort: „Polizei Niedersachsen, Oldenburg“ oder „Bundespolizei, Rostock“. Welcher Art die Dienststelle ist, zeigen die Stichpunkte, etwa mit „Einsatz- und Streifendienst“.

Die Amtsbezeichnung ist an die Besoldungsgruppe gebunden. Für den Bund stehen die Ämter des Polizeivollzugsdienstes in der Bundesbesoldungsordnung A, einer Anlage zum Bundesbesoldungsgesetz:

Amtsbezeichnungen im Polizeivollzugsdienst nach der Bundesbesoldungsordnung A
BesoldungsgruppeAmtsbezeichnung
A 7Polizeimeister
A 8Polizeiobermeister
A 9Polizeihauptmeister; Polizeikommissar, Kriminalkommissar
A 10Polizeioberkommissar, Kriminaloberkommissar
A 11 und A 12Polizeihauptkommissar, Kriminalhauptkommissar
A 13Erster Polizeihauptkommissar, Erster Kriminalhauptkommissar

Jedes Land hat seine eigene Besoldungsordnung; für Sie gilt deshalb der Wortlaut Ihrer letzten Ernennungsurkunde, bei einer Beamtin etwa „Polizeikommissarin“. Auch die Laufbahnen heißen verschieden: Der mittlere Dienst des einen Landes ist anderswo die „Laufbahngruppe 1, zweites Einstiegsamt“ oder die „zweite Qualifikationsebene“. Wer sich bei einem anderen Dienstherrn bewirbt, übernimmt beide Angaben wörtlich aus den eigenen Urkunden.

Kurzprofil für Polizisten: Amt, Verwendung, Dienstjahre

Ein Kurzprofil ist kein Pflichtbestandteil des deutschen Lebenslaufs. Nützlich ist es, wenn Sie sich bei einer anderen Behörde bewerben, in der niemand Ihre Personalakte kennt: 3 bis 4 Zeilen nennen Amt, Dienstherrn, heutige Verwendung und Abschluss.

Formel für das Kurzprofil

Amtsbezeichnung und Dienstherr, seit Jahr im Polizeivollzugsdienst. Heutige Verwendung mit Ort und einer Zahl; davor frühere Verwendung mit Dauer. Abschluss mit Jahr. Zusatzaufgabe oder Fortbildung.

Beispiel

Polizeikommissarin der Polizei Niedersachsen, seit 2019 im Polizeivollzugsdienst. Seit Oktober 2024 im Einsatz- und Streifendienst in Oldenburg, monatlich 6 Nachtdienste; davor 2 Jahre in einer Einsatzhundertschaft der Bereitschaftspolizei. Bachelor of Arts (Polizeivollzugsdienst) 2022. Seit 2025 Anleitung von Studierenden der Polizeiakademie im Praktikum.

Belastbarkeit, Teamfähigkeit und Verantwortungsbewusstsein verlangt der Beruf von allen, die ihn ausüben. Von anderen unterscheiden Sie sich durch Amt, Verwendung und Dienstjahre.

Falsch

Engagierter und belastbarer Polizist mit ausgeprägtem Verantwortungsbewusstsein und hoher Teamfähigkeit.

Richtig

Polizeiobermeister der Bundespolizei mit 9 Dienstjahren, davon 5 im bahnpolizeilichen Streifendienst an einem Großstadtbahnhof, seit 2023 Diensthundeführer.

Amt, Aufgabenbereich und Fachverwendung stehen in Urkunden und Beurteilungen, Engagement steht dort nicht.

Berufserfahrung im Polizeidienst: Verwendungen mit Zahlen statt Dienststellen

Legen Sie für jede Verwendung einen eigenen Eintrag an: Amtsbezeichnung, Beginn und Ende jeweils mit Monat und Jahr, Dienstherr und Dienstort. Die Bundesagentur für Arbeit rät zu 3 bis 5 kurzen Stichpunkten je Eintrag. Bei der heutigen Verwendung schöpfen Sie das aus; für frühere sind 1 oder 2 genug.

Die Stichpunkte sind Substantivgruppen ohne „ich“ und ohne Verb in Personalform: „Aufnahme von“, „Sachbearbeitung von“, „Anleitung von“. Zu jedem gehört eine Zahl aus Ihrem eigenen Dienst, nie eine über die Dienststelle oder die Kriminalitätslage in deren Bereich.

Falsch

Zuständig für Streifendienst, Unfallaufnahme und Anzeigenbearbeitung.

Richtig

Sachbearbeitung von jährlich rund 190 Strafanzeigen, überwiegend wegen Diebstahls und Körperverletzung, jeweils bis zur Abgabe an die Staatsanwaltschaft.

Menge, Deliktsart und Endpunkt der Bearbeitung beschreiben die Routine, ohne dass ein einzelner Vorgang erkennbar wird.

Zahlen gibt es in jeder Verwendung, auch dort, wo keine Statistik geführt wird:

Verwendungen bei der Polizei und Zahlen, die dazu passen
VerwendungSo kann der Stichpunkt lauten
Einsatz- und StreifendienstStreifenfahrten im Funkstreifenwagen, monatlich 7 Nachtdienste und 2 Wochenenden.
BereitschaftspolizeiJährlich rund 60 geschlossene Einsätze bei Großveranstaltungen und Kundgebungen, 15 davon in anderen Bundesländern.
Verkehrsüberwachung2025 Teilnahme an 30 Schwerpunktkontrollen des gewerblichen Güterverkehrs, Auswertung von je 15 bis 20 Fahrtenschreibern.
ErmittlungsdienstRund 110 Ermittlungsvorgänge der Eigentumskriminalität pro Jahr in eigener Sachbearbeitung.
Bundespolizei am FlughafenSchichtdienst in der grenzpolizeilichen Kontrolle, täglich rund 400 Reisende am eigenen Schalter.

Die folgenden Textbeispiele gehören zu einer Polizeikommissarin aus Oldenburg, die nach dem Studium zunächst zur Bereitschaftspolizei kam:

So sieht es im Lebenslauf aus

Berufserfahrung

Polizeikommissarin10/2024 – heute
Polizei Niedersachsen, Oldenburg
  • Einsatz- und Streifendienst in Wechselschicht, monatlich 6 Nachtdienste.
  • Aufnahme von jährlich rund 140 Verkehrsunfällen einschließlich Unfallskizze und Anzeige.
  • Seit 2025 Anleitung von insgesamt 3 Studierenden der Polizeiakademie in deren Praktikum.
Polizeikommissarin10/2022 – 09/2024
Polizei Niedersachsen, Oldenburg
  • Dienst in einer Einsatzhundertschaft der Bereitschaftspolizei, jährlich rund 50 Einsatztage bei Versammlungen und Konzerten.
  • Unterstützung des Einsatz- und Streifendienstes an durchschnittlich 4 Tagen pro Monat.

Kenntnisse, EDV-Kenntnisse und Sprachen im Lebenslauf für die Polizei

Unter „Kenntnisse“ gehören in Stichworten die Fachgebiete, die Sie im Dienst anwenden. BERUFENET nennt als Ausbildungsinhalte unter anderem Eingriffsrecht, Verkehrsrecht, Kriminalistik, Kriminaltechnik, Führungs- und Einsatzlehre sowie Psychologie. Schreiben Sie nur auf, was eine Verwendung, ein Abschluss oder ein Lehrgang weiter oben stützt.

Kenntnisse im Polizeidienst und woran man sie erkennt
KenntnisWoran man sie im Lebenslauf erkennt
VerkehrsunfallaufnahmeStichpunkt mit der Zahl der Aufnahmen pro Jahr
Anzeigenaufnahme und VernehmungZahl der bearbeiteten Vorgänge; eine Fortbildung mit Titel und Jahr, falls Sie eine besucht haben
Eingriffsrecht und StrafverfahrensrechtLaufbahnprüfung oder Bachelor unter „Ausbildung“
Einsatztraining und Erste HilfeLehrgang oder letzte Auffrischung mit Jahr unter „Weiterbildung“, falls Sie eine Bescheinigung darüber haben
Vorgangsbearbeitung und TextverarbeitungUnter „EDV-Kenntnisse“, etwa als „Vorgangsbearbeitungssystem der Polizei“

Wer auf der Straße oder an der Grenze kontrolliert, braucht Fremdsprachen; Schleswig-Holstein setzt laut BERUFENET schon für die Einstellung Kenntnisse in Englisch oder einer anderen Fremdsprache voraus. Geben Sie jede Sprache mit Einstufung und Niveau des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens an.

So sieht es im Lebenslauf aus

Kenntnisse

Einsatz- und Streifendienst · Verkehrsunfallaufnahme · Geschlossene Einsätze · Eingriffsrecht · Anleitung von Studierenden

EDV-Kenntnisse: Vorgangsbearbeitungssystem der Polizei · Textverarbeitung · Tabellenkalkulation

Sprachkenntnisse:
Deutsch: Muttersprache
Englisch: fließend (B2)
Russisch: Grundkenntnisse (A2)

Ausbildung bei der Polizei: Vorbereitungsdienst, Bachelor und Note im Lebenslauf

Der Weg in den Beruf ist ein Vorbereitungsdienst, geregelt durch Verordnungen des Landes oder des Bundes. Wie lange er dauert und womit er endet, hängt von der Laufbahn ab. Die Angaben der Tabelle stammen aus BERUFENET.

Wege in den Polizeivollzugsdienst und ihr Abschluss
LaufbahnDauer und FormAbschluss im Lebenslauf
Mittlerer Dienst der Länder2 bis 3 Jahre Vorbereitungsdienst an Bildungseinrichtungen der Landespolizei und in PolizeidienststellenLaufbahnprüfung, in Bayern Qualifikationsprüfung; bezeichnet wie in Ihrem Prüfungszeugnis
Mittlerer Dienst der Bundespolizei2,5 Jahre VorbereitungsdienstLaufbahnprüfung
Gehobener Dienst der LänderIn der Regel 3 Jahre, als Bachelorstudium organisiertLaufbahn- und Bachelorprüfung, etwa „Bachelor of Arts (Polizeivollzugsdienst)“; in Bayern und im Saarland ein Diplom

Nicht jedes Land hat beide Wege: Für Bremen, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz verzeichnet BERUFENET keine Laufbahn des mittleren Polizeivollzugsdienstes, und das Saarland bietet den Vorbereitungsdienst dafür derzeit nicht an. Ihr Eintrag nennt deshalb immer Laufbahn und Dienstherrn mit, dazu den Zeitraum und die Hochschule oder Schule unter dem Namen aus dem Zeugnis.

Falsch

2019 – 2022 Polizeiausbildung, Abschluss Kommissar.

Richtig

Bachelorstudium für den Polizeivollzugsdienst (Laufbahngruppe 2, erstes Einstiegsamt), 10/2019 – 09/2022. Abschluss: Bachelor of Arts (Polizeivollzugsdienst), Note: 2,1.

Kommissar ist ein Amt und kein Abschluss; der Abschluss ist der Bachelor, und mit ihm erwerben Sie die Befähigung für die Laufbahn.

Die Note geben Sie in der Form Ihres Zeugnisses an: beim Bachelor als Dezimalnote wie „2,1“, bei einer Laufbahnprüfung oder der bayerischen Qualifikationsprüfung mit dem Prädikat oder der Punktzahl, die dort eingetragen ist. Nach etwa 10 Dienstjahren darf sie wegfallen, weil dann Beurteilungen und Verwendungen mehr aussagen. Bis dahin steht sie bei jedem Abschluss aus dieser Zeit oder bei keinem.

Bei der Polizeikommissarin aus Oldenburg lautet der Eintrag:

So sieht es im Lebenslauf aus

Ausbildung

Bachelorstudium für den Polizeivollzugsdienst (Laufbahngruppe 2, erstes Einstiegsamt)10/2019 – 09/2022
Polizeiakademie Niedersachsen, Oldenburg

Abschluss: Bachelor of Arts (Polizeivollzugsdienst), Note: 2,1. 2 Praktika von je 3 Monaten im 2. Studienjahr.

Lehrgänge der dienstlichen Fortbildung stehen unter „Weiterbildung“ mit dem Titel aus der Bescheinigung, dem Veranstalter und dem Jahr. Ein Aufstieg in die nächsthöhere Laufbahn bringt dagegen einen neuen Abschluss und bekommt einen eigenen Eintrag unter „Ausbildung“, oberhalb des früheren Vorbereitungsdienstes.

Lebenslauf für die Bewerbung bei der Polizei: Schulabgänger und Berufserfahrene

Für den mittleren Dienst erwarten die Länder in der Regel einen mittleren Bildungsabschluss oder einen Hauptschulabschluss zusammen mit einer förderlichen abgeschlossenen Berufsausbildung. Für den gehobenen Dienst ist es in der Regel die Fachhochschulreife oder die allgemeine Hochschulreife. Den Schulabschluss nennen Sie so, wie das Zeugnis ihn bezeichnet, dazu Schule, Ort und Durchschnittsnote.

Hinzu kommen Einstellungsvoraussetzungen, nach denen in anderen Berufen niemand fragt. BERUFENET führt sie für jedes Land einzeln auf:

Einstellungsvoraussetzungen im mittleren Dienst und ihr Platz im Lebenslauf
VoraussetzungBeispielePlatz im Lebenslauf
Deutsches Schwimmabzeichen in BronzeBerlin, Hamburg, Thüringen, BundespolizeiUnter „Weiterbildung“ mit Stufe und Jahr
Fahrerlaubnis der Klasse BBaden-Württemberg und Berlin; in Hamburg bis zum Ende des Vorbereitungsdienstes nachzureichenAls „Führerschein Klasse B“ bei den persönlichen Daten
HöchstalterIn der Regel 30 Jahre in Bayern, 34 in Sachsen und Thüringen, 36 in HamburgGeburtsdatum bei den persönlichen Daten
SchulnotenBundespolizei: in Deutsch und Englisch mindestens die Note 4, in Sport mindestens die Note 3In der Zeile zum Schulabschluss, hinter der Durchschnittsnote

Zum Auswahlverfahren für den mittleren Dienst der Länder gehören zum Beispiel ein Diktat, ein psychologischer Leistungstest, ein Kurzreferat mit Vorstellungsgespräch, eine sportliche Leistungsprüfung und die polizeiärztliche Untersuchung. Vereinssport, ein Sportabzeichen oder der Wachdienst bei der DLRG sind in diesem Lebenslauf deshalb mehr als Füllstoff. Schreiben Sie dazu, seit wann Sie dabei sind und wie oft Sie trainieren.

Falsch

Interessen: Sport, Schwimmen, Freunde treffen.

Richtig

Schwimmen im Verein seit 2018, 3 Trainingseinheiten pro Woche; Deutsches Rettungsschwimmabzeichen in Silber 2025.

Dauer, Umfang und ein Abzeichen mit Jahr zeigen einen Trainingsstand, den der Sporttest bestätigen kann.

Ein Kurzprofil für die Bewerbung um die Einstellung in Thüringen kann so aussehen:

So sieht es im Lebenslauf aus

Kurzprofil

Realschulabschluss 2026 an einer Erfurter Regelschule, Durchschnitt 2,3, Deutsch 2 und Sport 1. Seit September 2026 Bundesfreiwilligendienst in einem Sportverein, wöchentlich 39 Stunden im Trainings- und Platzbetrieb. Deutsches Schwimmabzeichen in Silber 2025, Deutsches Sportabzeichen in Gold 2026, Leichtathletik im Verein seit 2019. Ziel: Einstellung in den mittleren Polizeivollzugsdienst.

Wer aus einem erlernten Beruf kommt, lässt ihn mit Prüfung und Jahr unter „Ausbildung“ stehen. In den Stichpunkten der bisherigen Arbeit rückt nach vorn, was dem Polizeidienst ähnelt: Schichtarbeit, der Umgang mit aufgebrachten Menschen, schriftliche Berichte.

Häufige Fragen zum Lebenslauf als Polizist

Gehört ein Foto in den Lebenslauf für die Polizei?

Keine Einstellungsbehörde darf ein Foto verlangen; ob Ihr Lebenslauf eines enthält, liegt bei Ihnen. Die Bundesagentur für Arbeit bezeichnet das Foto in ihren Hinweisen zum Lebenslauf als „kein Muss mehr“. Das Bewerbungstraining der Bundesagentur beschreibt den Lebenslauf ohne Deckblatt dagegen weiterhin mit Foto. Im öffentlichen Dienst sind Bewerbungen mit Foto bis heute häufig. Gibt das Bewerbungsportal der Einstellungsbehörde eine Liste der Unterlagen vor, halten Sie sich an diese Liste.

Wie lang darf ein Lebenslauf für die Polizei sein?

Die Bundesagentur für Arbeit lässt 2 DIN-A4-Seiten zu, und nach vielen Dienstjahren mit mehreren Verwendungen und Lehrgängen brauchen Sie beide. Vor der Einstellung füllen Schule, Freiwilligendienst und Sport selten mehr als 1 Seite. Die Vorlagen zu diesem Beruf umfassen 1 Seite; eine Vorgabe für Sie ist das nicht.

Welche Bezeichnung steht über den Einträgen: Polizist oder Polizeikommissar?

Die Amtsbezeichnung aus Ihrer letzten Ernennungsurkunde, zum Beispiel Polizeiobermeisterin oder Polizeikommissar. An ihr lässt sich die Besoldungsgruppe ablesen. „Polizist“ und „Polizeibeamter“ sind richtig, aber ungenau, und passen besser ins Anschreiben. Während der Ausbildung verwenden Sie die Anwärterbezeichnung, die Ihre Urkunde nennt.

Wie gebe ich die Zeit zwischen Schule und Einstellung an?

Mit je einem Eintrag für Freiwilligendienst, Aushilfsjob, Auslandsaufenthalt oder die Monate der Arbeitsuche, immer mit Anfangs- und Endmonat. Die Bundesagentur für Arbeit erwartet zu jeder Pause von über 2 Monaten eine Angabe, was Sie in der Zeit gemacht haben.

Unterschreibe ich den Lebenslauf bei einer Bewerbung um einen Dienstposten?

Im öffentlichen Dienst ist das üblich. Die Bundesagentur für Arbeit hält fest, dass die Unterschrift nicht unbedingt notwendig ist, aber ein Vorteil sein kann. Ans Ende gehören Ort und Datum in der Form „Oldenburg, 12.10.2026“ und darunter Ihr Vor- und Nachname von Hand. Für ein Bewerbungsportal scannen Sie die Unterschrift ein und fügen sie in die PDF-Datei ein.

Was ersetzt bei Polizeibeamten das Arbeitszeugnis?

Das Dienstzeugnis. Bei der Bundespolizei erhalten Sie es nach § 85 des Bundesbeamtengesetzes auf Antrag, wenn Sie ein berechtigtes Interesse haben oder das Beamtenverhältnis beendet ist; auf Verlangen enthält es auch Angaben zu Tätigkeit und Leistungen. Beamtinnen und Beamte der Länder stellen den Antrag bei ihrem Dienstherrn. Ein Arbeitszeugnis nach § 109 der Gewerbeordnung legen Sie nur für frühere Arbeitsverhältnisse bei. Namen und Telefonnummern von Vorgesetzten stehen in keinem deutschen Lebenslauf.

Fazit

Ein Lebenslauf als Polizist nennt die Amtsbezeichnung statt des Alltagsworts, den Dienstherrn statt der Dienststelle und zu jeder Verwendung Zahlen aus dem eigenen Dienst. Vor der Einstellung übernehmen Schulnoten, Schwimmabzeichen, Fahrerlaubnis und Sport diese Aufgabe. Einzelne Fälle und Einsatzdetails bleiben in beiden Situationen ungenannt.

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