Das Wichtigste in Kürze
- Unter „Ausbildung“ steht Ausbildung zum Pflegefachmann im Wortlaut der Urkunde, ohne Vergleich mit einem älteren Abschluss und ohne das Wort aus der Stellenanzeige.
- In die Zeilen unter der Pflegeschule gehören die Gesamtnote der staatlichen Prüfung, der Vertiefungseinsatz und die Erlaubnis zum Führen der Berufsbezeichnung mit Monat und Jahr.
- Mindestens eine der Aufgaben, die § 4 des Pflegeberufegesetzes Personen mit der Erlaubnis nach § 1 vorbehält, steht mit einer Zahl in den Stichpunkten zur aktuellen Stelle.
- Alle Stichpunkte sind im Substantivstil gehalten und nennen eine Größe: Patientinnen und Patienten je Dienst, Betten, Plätze, Hausbesuche oder angeleitete Auszubildende.
- Im ersten Jahr nach dem Examen zählen die Praxiseinsätze der Ausbildung als Nachweis, genannt mit Fachbereich und Stunden.
- Jahre als Pflegehelfer und ein früherer Beruf bleiben mit der damaligen Bezeichnung stehen, getrennt von der Zeit seit der Erlaubnis.
Lebenslauf als Pflegefachmann: Abschnitte, Reihenfolge und Länge
Pflegedienst- und Stationsleitungen prüfen bei einem Pflegefachmann 3 Dinge: ob die Erlaubnis vorliegt, in welchem Versorgungsbereich der Vertiefungseinsatz lag und wo Sie seit der Prüfung gearbeitet haben. Der Lebenslauf beantwortet das als Tabelle, in der jeder Abschnitt mit dem neuesten Eintrag beginnt. Für Klinik, Pflegeheim und ambulanten Dienst passt dieselbe Gliederung:
- Persönliche Daten: Name, Anschrift, Telefon, E-Mail, Geburtsdatum
- Kurzprofil, vor allem beim Wechsel in einen anderen Versorgungsbereich
- Berufserfahrung mit Fachbereich, Diensten und Größe der Station oder Tour
- Ausbildung mit Pflegeschule, staatlicher Prüfung, Vertiefungseinsatz und Erlaubnis
- Weiterbildung mit Umfang und Jahr
- Kenntnisse, EDV-Kenntnisse und Sprachkenntnisse
- Führerschein, vor allem für den ambulanten Dienst
- Ort, Datum und Unterschrift
Das Geburtsdatum steht bei der Bundesagentur für Arbeit in der Liste der persönlichen Daten. Eine Pflicht, es anzugeben, gibt es nicht. Familienstand, Konfession und Kinder bleiben in jedem Fall weg.
Für die Länge setzt die Bundesagentur 2 DIN-A4-Seiten als Grenze; mit wenigen Berufsjahren füllen Sie meist nur die erste.
Pflegefachmann, Pflegefachkraft oder Pflegefachperson: Welche Bezeichnung wohin gehört
Pflegefachmann und Pflegefachfrau sind geschützte Berufsbezeichnungen: Nach § 1 des Pflegeberufegesetzes braucht eine Erlaubnis, wer sie führen will. Dahinter steht in der Regel eine Ausbildung, die 2020 oder später begonnen hat. In Vollzeit dauert sie laut BERUFENET, der Berufsdatenbank der Bundesagentur für Arbeit, 3 Jahre, in Teilzeit höchstens 5.
Im Alltag begegnen Ihnen daneben 2 weitere Wörter. „Pflegefachkraft“ steht in vielen Arbeitsverträgen und Stellenanzeigen und bezeichnet dort die Stelle, nicht Ihren Abschluss. „Pflegefachperson“ ist die geschlechtsneutrale Berufsbezeichnung, die sich seit Dezember 2023 auf Antrag anstelle von Pflegefachmann oder Pflegefachfrau führen lässt.
| Bezeichnung | Was sie ist | Wo sie steht |
|---|---|---|
| Pflegefachmann, Pflegefachfrau | Berufsbezeichnung nach § 1 des Pflegeberufegesetzes | Unter „Ausbildung“ und im Kurzprofil |
| Pflegefachperson | Geschlechtsneutrale Berufsbezeichnung, nur auf Antrag | Unter „Ausbildung“, wenn Ihre Urkunde so lautet |
| Pflegefachkraft | Bezeichnung der Stelle in Vertrag oder Anzeige | Unter „Berufserfahrung“, wenn Ihr Arbeitsvertrag so lautet |
| Altenpfleger, Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger | Eigene Abschlüsse nach ausgeübtem Wahlrecht für das letzte Ausbildungsdrittel | Nur, wenn Ihre Erlaubnis darauf lautet |
| Pflegefachmann mit Bachelorgrad | Abschluss des Pflegestudiums nach dem Pflegeberufegesetz | Eine Zeile mit Hochschule, akademischem Grad und Berufsbezeichnung |
Erläutern Sie die Bezeichnung nicht, und ersetzen Sie diese nicht durch eine vertrautere. Ein Zusatz, der auf keiner Urkunde steht, lenkt von dem ab, was Ihr Zeugnis tatsächlich ausweist:
Falsch
Ausbildung zum Krankenpfleger (generalistisch), Examen 2024.
Richtig
Ausbildung zum Pflegefachmann, 04/2021 – 03/2024, Vertiefungseinsatz: allgemeine Akutpflege in stationären Einrichtungen.
Der Vertiefungseinsatz beschreibt Ihren Bereich genauer, als es ein selbst gewählter Zusatz könnte.
Kurzprofil für Pflegefachmänner: Bereich, Vertiefungseinsatz, Verantwortung
Auf ein Kurzprofil können Sie in Deutschland verzichten. Es hilft, wenn Ihr jetziger Bereich und die ausgeschriebene Stelle nicht übereinstimmen, etwa beim Wechsel aus der Langzeitpflege ins Krankenhaus. Dann nennt es in wenigen Zeilen Bezeichnung, Bereich und eine nachprüfbare Aufgabe:
Formel für das Kurzprofil
Berufsbezeichnung laut Urkunde, seit Zeitspanne in welchem Bereich und bei welcher Art von Einrichtung. Vertiefungseinsatz oder Zusatzqualifikation. Aufgabe mit Zahl aus Ihrem Dienst. Gesucht: Art der Stelle und Bereich in welcher Region.
Beispiel
Pflegefachmann, seit 14 Monaten in der ambulanten Pflege bei einem Pflegedienst mit 3 Touren. Vertiefungseinsatz in der ambulanten Akut- und Langzeitpflege. Auf der Frühtour 17 Hausbesuche für Injektionen, Portversorgung und Wundverbände. Gesucht: Vollzeitstelle in der außerklinischen Intensivpflege im Raum Kassel.
Keinen Platz haben dort Selbstbeschreibungen, die sich weder im Gespräch noch anhand eines Zeugnisses nachprüfen lassen.
Falsch
Engagierter Pflegefachmann mit großem Einfühlungsvermögen, teamfähig, zuverlässig und offen für neue Herausforderungen.
Richtig
Pflegefachmann mit Vertiefungseinsatz in der stationären Langzeitpflege, seit 2023 auf einem Wohnbereich mit 28 Plätzen, dort als Bezugspflegekraft Pflegeplanung für 9 Bewohnerinnen und Bewohner.
Wohnbereich, Plätze und Bezugspflege stehen später auch im Arbeitszeugnis, Einfühlungsvermögen nicht.
Die folgenden Muster gehören zu einem Pflegefachmann aus Berlin, der seit seiner Prüfung in der neurologischen Frührehabilitation arbeitet:
Kurzprofil
Pflegefachmann, seit April 2024 in der neurologischen Frührehabilitation einer Fachklinik in Berlin, dort im Früh-, Spät- und Nachtdienst. Vertiefungseinsatz in der stationären Akutpflege, staatliche Prüfung 2024, Gesamtnote: sehr gut (1). Seit 2026 Praxisanleiter für 3 Auszubildende. Nächster Schritt: Wechsel auf eine Stroke Unit.
Berufserfahrung als Pflegefachmann: Fachbereich, Größe und vorbehaltene Aufgaben
Über jedem Eintrag stehen Ihre Bezeichnung laut Arbeitsvertrag, der Zeitraum und der Arbeitgeber mit Ort. Die Bundesagentur für Arbeit rät zu 3 bis 5 kurzen Stichpunkten; diesen Rahmen schöpfen Sie bei der aktuellen Stelle aus und beschränken sich bei früheren Einträgen auf die wichtigsten.
Die Stichpunkte stehen im Substantivstil: „Pflegeplanung für 4 Neuaufnahmen pro Woche“ statt „Ich plante die Pflege“. Zu jedem gehört eine Zahl, an der die Leitung ablesen kann, wie groß Ihre Station, Ihr Wohnbereich oder Ihre Tour ist.
Falsch
Verantwortlich für die Pflege und Betreuung der Patienten sowie die Dokumentation.
Richtig
Spätdienst auf einer pneumologischen Station mit 32 Betten, im eigenen Bereich 10 Patientinnen und Patienten, davon 3 bis 4 mit Sauerstofftherapie.
Fachbereich, Bettenzahl und der eigene Bereich zeigen, wofür Sie in einem Dienst einstehen.
Was Sie von Pflegehilfskräften unterscheidet, regelt § 4 des Pflegeberufegesetzes. Demnach sind Personen mit der Erlaubnis nach § 1 vorbehalten: die Erhebung und Feststellung des individuellen Pflegebedarfs und die Planung der Pflege, die Organisation, Gestaltung und Steuerung des Pflegeprozesses sowie die Analyse, Evaluation, Sicherung und Entwicklung der Qualität der Pflege. Mindestens ein Stichpunkt zu Ihrer aktuellen Stelle sollte eine dieser Aufgaben mit einer Zahl nennen.
Berufserfahrung
- Aktivierend-therapeutische Pflege von 5 bis 6 Patientinnen und Patienten je Frühdienst auf einer Station der neurologischen Frührehabilitation mit 22 Betten.
- Erhebung des Pflegebedarfs und Pflegeplanung bei wöchentlich 3 bis 4 Neuaufnahmen, Evaluation der Planung nach 14 Tagen.
- Monatlich 4 bis 5 Nachtdienste, zu zweit für die gesamte Station.
- Seit 2026 Praxisanleitung in den Pflichteinsätzen der stationären Akutpflege, jeweils 40 geplante Stunden.
Welche Zahl passt, hängt vom Versorgungsbereich und von der Aufgabe ab:
| Bereich oder Aufgabe | So kann ein Stichpunkt lauten |
|---|---|
| Krankenhaus | Frühdienst auf einer viszeralchirurgischen Station mit 30 Betten, täglich 3 bis 5 postoperative Aufnahmen aus dem Aufwachraum. |
| Stationäre Langzeitpflege | Schichtleitung im Spätdienst auf einem Wohnbereich mit 26 Plätzen, Anleitung von 2 Pflegehilfskräften. |
| Ambulanter Dienst | Behandlungspflege auf einer Abendtour mit 12 Hausbesuchen, überwiegend für Insulingaben und Kompressionsverbände. |
| Psychiatrie | Bezugspflege für 4 Patientinnen und Patienten einer gerontopsychiatrischen Station mit 20 Betten. |
| Steuerung des Pflegeprozesses | Pflegeplanung und halbjährliche Evaluation für 7 Bewohnerinnen und Bewohner als Bezugspflegekraft. |
| Pflegequalität | Auswertung von 38 Wunddokumentationen des Jahres 2025 für den Qualitätszirkel Dekubitusprophylaxe. |
Kenntnisse für Pflegefachmänner: Pflegetechniken, EDV-Kenntnisse, Sprachen
Unter „Kenntnisse“ gehören Tätigkeiten, die die Anzeige nennt und die Ihr Lebenslauf in einem anderen Abschnitt belegt. BERUFENET führt als Aufgaben von Pflegefachleuten unter anderem auf: Wundversorgung, Infusionen, Blutentnahmen, die Gabe ärztlich verordneter Medikamente sowie Planung und Dokumentation der Pflege.
| Kenntnis | Beleg |
|---|---|
| Behandlungspflege | Die Maßnahmen im Stichpunkt, etwa Injektionen, Infusionen oder Wundversorgung, mit der Häufigkeit pro Dienst oder Tour. |
| Pflegeprozess und Pflegeplanung | Zahl der Menschen, für die Sie als Bezugspflegekraft planen, dazu das Dokumentationssystem unter „EDV-Kenntnisse“. |
| Anleitung | Zahl der Auszubildenden oder Pflegehilfskräfte und die Zusatzqualifikation zur Praxisanleitung unter „Weiterbildung“. |
| Beratung von Angehörigen | Anlass und Häufigkeit, etwa Entlassgespräche oder Schulungen zu Pflegetechniken. |
| EDV-Kenntnisse | Programme mit Namen, etwa ORBIS oder MEDICO im Krankenhaus und Vivendi PD in der Langzeitpflege. |
Sprachen stehen mit Einstufung und GER-Stufe, etwa „Arabisch: fließend (C1)“. Eine Sprache, in der Sie Aufnahme- und Beratungsgespräche führen können, ist in der Pflege ein handfester Vorteil und gehört ausdrücklich hinein.
Kenntnisse
Aktivierend-therapeutische Pflege · Trachealkanülenmanagement · Dysphagiemanagement · Pflegeplanung · Praxisanleitung
EDV-Kenntnisse: MEDICO · MS Office
Sprachkenntnisse:
Deutsch: Muttersprache
Kroatisch: Muttersprache
Englisch: gute Kenntnisse (B2)
Ausbildung zum Pflegefachmann angeben: Prüfung, Note, Vertiefungseinsatz, Erlaubnis
Die Ausbildungszeile nennt die Berufsbezeichnung, die Pflegeschule samt Ort und den Zeitraum. Darunter folgen die staatliche Prüfung mit Gesamtnote, der Vertiefungseinsatz und die Erlaubnis zum Führen der Berufsbezeichnung mit Monat und Jahr.
Die Pflegeberufe-Ausbildungs- und -Prüfungsverordnung sieht in § 17 die Noten „sehr gut (1)“ bis „ungenügend (6)“ vor; die Gesamtnote ergibt sich aus dem schriftlichen, dem mündlichen und dem praktischen Teil der Prüfung. Geben Sie die Gesamtnote so an, wie Ihr Zeugnis sie ausweist. Wer die Prüfungsnote nennt, nennt auch die Note jedes anderen Abschlusses aus den vergangenen 10 Jahren.
Ausbildung
Staatliche Prüfung im März 2024, Gesamtnote: sehr gut (1). Vertiefungseinsatz: allgemeine Akutpflege in stationären Einrichtungen. Erlaubnis zum Führen der Berufsbezeichnung: 04/2024.
Der Schulabschluss bildet die letzte Zeile des Abschnitts, bezeichnet wie im Zeugnis Ihres Bundeslandes. Wer nicht 3 Jahre in Vollzeit an einer Pflegeschule gelernt hat, findet die passende Schreibweise in der Tabelle:
| Ihr Weg | Rechtlicher Rahmen | So steht es im Lebenslauf |
|---|---|---|
| Verkürzung nach einer Helfer- oder Assistenzausbildung in der Pflege | § 12 des Pflegeberufegesetzes: Anrechnung auf ein Drittel der Ausbildungsdauer | Ausbildung zum Pflegefachmann (verkürzt), die Helferausbildung als eigene Zeile darunter |
| Anrechnung einer anderen Ausbildung | § 12 des Pflegeberufegesetzes: auf Antrag bis zu 2 Drittel der Dauer | Zusatz „(verkürzt)“, die angerechnete Ausbildung als eigene Zeile |
| Ausbildung in Teilzeit | Laut BERUFENET höchstens 5 Jahre | Zusatz „in Teilzeit“ hinter der Berufsbezeichnung |
| Umschulung | Dieselbe staatliche Prüfung, dieselbe Erlaubnis | Ausbildung zum Pflegefachmann, der erste Beruf als eigener Eintrag |
| Pflegestudium | § 1 des Pflegeberufegesetzes: Berufsbezeichnung mit akademischem Grad | Bachelorgrad und Hochschule, dazu die Berufsbezeichnung Pflegefachmann |
Weiterbildung im Lebenslauf: Praxisanleitung, Fachweiterbildung und Schulungen
Lehrgänge stehen unter „Weiterbildung“ mit Titel, Umfang und Jahr, der zuletzt besuchte oben. Für die Praxisanleitung verlangt § 4 der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung eine berufspädagogische Zusatzqualifikation von mindestens 300 Stunden und danach jährlich mindestens 24 Stunden Fortbildung. In den Pflichteinsätzen und im Vertiefungseinsatz darf anleiten, wer außerdem mindestens 1 Jahr Berufserfahrung aus den letzten 5 Jahren mitbringt.
Bei einer Fachweiterbildung richtet sich der Titel nach der Urkunde. Die Deutsche Krankenhausgesellschaft bildet ihn aus Ihrer Berufsbezeichnung, etwa „Pflegefachmann für Intensiv- und Anästhesiepflege (DKG)“. Weiterbildungen nach Landesrecht heißen anders, in Bremen zum Beispiel „Pflegefachperson für Intensivpflege und Anästhesie“.
Weiterbildung
- Weiterbildung zum Praxisanleiter, berufspädagogische Zusatzqualifikation nach § 4 PflAPrV, 300 Stunden, 2026
- Interne Schulung Dysphagie und Kostaufbau, Klinik Fährglocke, 8 Stunden, 2025
- Interne Fortbildung Trachealkanülenmanagement, Klinik Fährglocke, 16 Stunden, 2024
Berufseinsteiger nach dem Examen: Praxiseinsätze der Ausbildung als Erfahrung nennen
Im ersten Jahr nach der Prüfung ist die Ausbildung selbst Ihr stärkster Nachweis. Die Verordnung schreibt mindestens 2.500 Stunden praktische Ausbildung vor und verteilt sie auf feste Einsätze:
- Orientierungseinsatz beim Träger der praktischen Ausbildung
- 3 Pflichteinsätze von je 400 Stunden: stationäre Akutpflege, stationäre Langzeitpflege sowie ambulante Akut- und Langzeitpflege
- Pflichteinsatz in der pädiatrischen Versorgung
- Pflichteinsatz in der psychiatrischen Versorgung mit 120 Stunden
- Vertiefungseinsatz mit 500 Stunden
- Weiterer Einsatz mit 80 Stunden, etwa in Pflegeberatung, Rehabilitation oder Palliation, dazu 80 Stunden zur freien Verteilung
In den Lebenslauf gehören davon der Vertiefungseinsatz und höchstens 2 weitere Einsätze, die zur Stelle passen, jeweils mit Art der Einrichtung, Fachbereich und Stunden. Die vollständige Liste kennt jede Leitung aus der Verordnung.
Falsch
Praxiseinsätze in verschiedenen Bereichen der Pflege.
Richtig
Vertiefungseinsatz: 500 Stunden auf einer unfallchirurgischen Station mit 28 Betten. Pflichteinsatz Psychiatrie: 120 Stunden in einer gerontopsychiatrischen Tagesklinik.
Durch Stunden und Fachbereich wird aus dem Pflichtprogramm eine Angabe, nach der die Leitung im Gespräch fragen kann.
Helferjahre und ein erster Beruf vor der Ausbildung
Wer vor der Ausbildung als Pflegehelfer gearbeitet oder einen anderen Beruf gelernt hat, lässt diese Jahre unter „Berufserfahrung“ stehen und übernimmt die Bezeichnung aus dem damaligen Arbeitsvertrag. Dasselbe gilt für ein Freiwilliges Soziales Jahr oder einen Bundesfreiwilligendienst in der Pflege.
Zur Berufserfahrung als Pflegefachmann zählen nur die Jahre seit der Erlaubnis. Im Kurzprofil stehen beide Zeiten deshalb getrennt, etwa „seit 2023 Pflegefachmann, davor 9 Jahre Pflegehelfer in der stationären Langzeitpflege“.
Häufige Fragen zum Lebenslauf als Pflegefachmann
Darf ich im Lebenslauf „examinierter Pflegefachmann“ schreiben?
Im Kurzprofil schadet das Wort nicht, nötig ist es aber nie: Die Berufsbezeichnung darf ohnehin nur führen, wer die staatliche Prüfung bestanden und die Erlaubnis erhalten hat. Unter „Ausbildung“ steht die Bezeichnung ohne Zusatz, so wie auf der Urkunde.
Gehört die Erlaubnisurkunde in die Bewerbung?
Ja, als Kopie in den Anlagen, zusammen mit dem Zeugnis über die staatliche Prüfung. Im Lebenslauf selbst reicht die Zeile mit Monat und Jahr der Erlaubnis. Arbeitszeugnisse kommen hinzu, sobald Sie welche haben: Nach § 109 der Gewerbeordnung muss Ihnen jede Klinik und jeder Pflegedienst beim Ausscheiden ein schriftliches Zeugnis ausstellen. Die Telefonnummer einer früheren Stationsleitung enthält ein deutscher Lebenslauf deshalb nicht.
Brauche ich als Pflegefachmann ein Foto im Lebenslauf?
Nein, verpflichtend ist ein Foto nicht, und ein Arbeitgeber darf es nicht verlangen; ob Sie eines verwenden, bleibt Ihre Sache. Die Bundesagentur für Arbeit schreibt in ihren Hinweisen zum Lebenslauf, ein Foto sei „kein Muss mehr“, während im Bewerbungstraining, das die Agentur ebenfalls veröffentlicht, der Lebenslauf ohne Deckblatt weiterhin ein Foto enthält. Für die Aufnahme gehen Sie ins Studio; ein Selfie oder ein Passbild taugt nicht.
Wie viele Seiten hat der Lebenslauf eines Pflegefachmanns?
Höchstens 2: Länger als 2 DIN-A4-Seiten sollte er den Hinweisen der Bundesagentur für Arbeit zufolge nicht werden. Wenige Jahre nach dem Examen füllen Sie meist 1 Seite, und daran ist nichts auszusetzen. Nach einem ersten Beruf, mehreren Helferjahren und einer Weiterbildung ist die volle Länge ebenso üblich.
Sollte die Gesamtnote der staatlichen Prüfung im Lebenslauf stehen?
Ja, bei einer Prüfung aus den letzten Jahren ist das üblich, und bei Pflegefachleuten liegt sie nie lange zurück. Übernehmen Sie die Gesamtnote vom Zeugnis, etwa „befriedigend (3)“, und geben Sie dann auch die Note eines Schulabschlusses an, der ähnlich kurz zurückliegt, damit die Angaben einheitlich bleiben.
Wie gebe ich eine Pause nach dem Examen an?
Als Eintrag mit Zeitraum und einem Stichwort, etwa „Elternzeit“ oder „Pflege der Mutter“. Laut Bundesagentur für Arbeit gehört jede Pause, die 2 Monate überschreitet, in den Lebenslauf, samt der Angabe, was Sie in dieser Zeit gemacht haben.
Gehört eine Unterschrift unter den Lebenslauf eines Pflegefachmanns?
Das steht Ihnen frei. Laut Bundesagentur für Arbeit kann die Unterschrift von Vorteil sein; unbedingt notwendig ist sie nicht. Davor stehen der Ort und das Datum in der Form „Berlin, 12.10.2026“. Geht die Bewerbung per E-Mail an die Pflegedienstleitung, setzen Sie einen Scan der Unterschrift in die Datei.
Fazit
Bezeichnung laut Urkunde, Vertiefungseinsatz und Erlaubnis in der Ausbildungszeile, dazu Stichpunkte mit Fachbereich, Größe und den vorbehaltenen Aufgaben: Mehr braucht ein Lebenslauf als Pflegefachmann nicht, um einer Leitung die wichtigen Fragen zu beantworten. Prüfungszeugnis, Erlaubnisurkunde und Arbeitszeugnisse belegen es in den Anlagen.


