Das Wichtigste in Kürze
- Unter „Ausbildung“ steht die Bezeichnung Ihrer Urkunde: Altenpflegerin oder Altenpfleger nach einer bis Ende 2019 begonnenen Ausbildung, danach in der Regel Pflegefachfrau oder Pflegefachmann.
- Die Erlaubnis zum Führen der Berufsbezeichnung gehört mit Monat und Jahr in die Zeile unter der Ausbildung, die Urkunde in Kopie in die Anlagen.
- Zu jeder Einrichtung nennen Sie Art und Größe, etwa Pflegeheim mit 120 Plätzen oder Pflegedienst mit 140 Kundinnen und Kunden.
- Stichpunkte stehen im Substantivstil und enthalten je eine Zahl: Plätze im Wohnbereich, Einsätze pro Tour, Nachtdienste, Auszubildende.
- Pflegeplanung und Steuerung des Pflegeprozesses sind nach § 4 des Pflegeberufegesetzes Personen mit Berufserlaubnis vorbehalten und gehören deshalb ausdrücklich in Ihre Einträge.
- Für den ambulanten Dienst steht der Führerschein Klasse B unter „Persönliche Daten“. Referenzen entfallen, weil Arbeitszeugnisse beiliegen.
Lebenslauf als Altenpfleger: Aufbau und Reihenfolge der Abschnitte
In der Altenpflege liest meist die Pflegedienstleitung oder die Einrichtungsleitung Ihre Bewerbung. Geprüft wird, ob die Erlaubnis zum Führen der Berufsbezeichnung vorliegt, wie groß Ihre Wohnbereiche oder Touren waren und welche Dienste Sie eigenverantwortlich übernommen haben.
Üblich ist die tabellarische Form mit der jüngsten Stelle am Anfang, und diese Reihenfolge gilt für jeden Abschnitt. Länger als 2 DIN-A4-Seiten sollte der Lebenslauf laut Bundesagentur für Arbeit nicht sein. Nach 15 Jahren in mehreren Einrichtungen brauchen Sie die zweite Seite, und niemand wertet sie als Schwäche.
- Persönliche Daten mit Anschrift, Telefon, E-Mail und Geburtsdatum
- Kurzprofil, falls Sie eines schreiben
- Berufserfahrung mit Art und Größe jeder Einrichtung
- Ausbildung mit staatlicher Prüfung, Erlaubnis und Schulabschluss
- Weiterbildung, etwa Praxisanleitung oder Gerontopsychiatrie
- Kenntnisse, EDV-Kenntnisse und Sprachkenntnisse
- Ehrenamt, etwa im Besuchsdienst oder im Hospizverein
- Ort, Datum und Unterschrift
Geburtsdatum und Geburtsort zählt die Bundesagentur für Arbeit zu den persönlichen Daten. Vorgeschrieben ist beides nicht, und ein Lebenslauf ohne Geburtsdatum ist vollständig. Familienstand, Konfession und Kinder lassen Sie weg.
Altenpfleger, Pflegefachmann oder Altenpflegefachperson: die richtige Berufsbezeichnung
Welche Bezeichnung unter „Ausbildung“ steht, hängt in der Altenpflege vom Beginn der Ausbildung ab. Eine bis Ende 2019 begonnene Ausbildung nach dem Altenpflegegesetz konnte nach § 66 des Pflegeberufegesetzes noch bis zum 31. Dezember 2024 abgeschlossen werden und führte zur Berufsbezeichnung Altenpflegerin oder Altenpfleger.
Die 2020 eingeführte generalistische Ausbildung endet in der Regel mit dem Abschluss Pflegefachfrau oder Pflegefachmann. Die Bezeichnung Altenpfleger wird trotzdem weiter vergeben: Wer im Ausbildungsvertrag einen Vertiefungseinsatz in der stationären oder der ambulanten Langzeitpflege vereinbart hat, kann sich nach § 59 des Pflegeberufegesetzes dafür entscheiden, das letzte Ausbildungsdrittel als Ausbildung zur Altenpflegerin oder zum Altenpfleger zu durchlaufen.
| Ihre Ausbildung | So steht es im Lebenslauf |
|---|---|
| Abschluss nach Landesrecht vor 08/2003 | Die Bezeichnung auf der Urkunde Ihres Bundeslandes, etwa Ausbildung zur staatlich anerkannten Altenpflegerin |
| Altenpflegegesetz, Beginn bis 12/2019 | Ausbildung zur Altenpflegerin oder zum Altenpfleger, in der Zeile darunter die Erlaubnis mit Monat und Jahr |
| Beginn ab 01/2020, Wahlrecht ausgeübt | Ausbildung zur Altenpflegerin oder zum Altenpfleger nach dem Pflegeberufegesetz |
| Beginn ab 01/2020, generalistischer Abschluss | Ausbildung zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann, dazu der Vertiefungseinsatz laut Zeugnis, etwa allgemeine Langzeitpflege in stationären Einrichtungen |
| Erlaubnis auf Antrag, frühestens 12/2023 | Altenpflegefachperson, wenn es so auf Ihrer Urkunde steht |
Unter „Berufserfahrung“ gilt dagegen die Bezeichnung aus dem Arbeitsvertrag, etwa Pflegefachkraft, Altenpflegerin oder Wohnbereichsleitung.
Kurzprofil für Altenpfleger: Bereich, Berufsjahre, Verantwortung
Ein deutscher Lebenslauf kommt ohne Kurzprofil aus. Nützlich ist es, wenn Sie den Bereich wechseln möchten, etwa vom Pflegeheim in den ambulanten Dienst, oder wenn Leitungsaufgaben sonst erst weit unten in einem Eintrag auftauchen. Mehr als 4 Zeilen braucht es nicht.
Formel für das Kurzprofil
Berufsbezeichnung mit Zahl Jahren Berufserfahrung in stationärer Langzeitpflege, ambulanter Pflege oder Tagespflege, seit Jahr in Wohnbereich oder Tour mit Größe. Zusatzaufgabe mit Zahl. Ziel: Stelle im Raum Ort.
Beispiel
Altenpflegerin mit 11 Jahren Berufserfahrung in der stationären Langzeitpflege, seit 2019 in einem Wohnbereich für 32 Menschen mit Demenz. Praxisanleiterin für 3 Auszubildende pro Jahr und stellvertretende Wohnbereichsleitung. Ziel: Wohnbereichsleitung im Raum Aschaffenburg.
Wörter wie einfühlsam und geduldig beschreiben, was jede Einrichtung von jeder Pflegekraft erwartet. Unterscheiden können Sie sich durch den Bereich, die Zahl der Plätze und die Aufgaben, die Ihnen übertragen wurden.
Falsch
Einfühlsamer und geduldiger Altenpfleger, teamfähig, flexibel einsetzbar und mit viel Freude an der Arbeit mit Senioren.
Richtig
Altenpfleger mit 7 Jahren Berufserfahrung in der stationären Langzeitpflege, Schichtleitung in einem Wohnbereich mit 36 Plätzen, seit 2024 Wundbeauftragter für 3 Wohnbereiche.
Wohnbereich, Schichtleitung und Zusatzaufgabe kann die Pflegedienstleitung im Arbeitszeugnis nachlesen, Geduld und Freude nicht.
Wer bei einem Pflegedienst arbeitet, nennt statt des Wohnbereichs die Tour und ihre Einsätze:
Kurzprofil
Altenpfleger, seit 2018 in der ambulanten Pflege, davor 4 Jahre im Pflegeheim. Frühtouren mit 16 bis 19 Einsätzen im Stadtgebiet und in 5 Umlandgemeinden, Schwerpunkt Behandlungspflege nach ärztlicher Verordnung. Seit 2023 Tourenplanung für 9 Fahrzeuge und Einarbeitung neuer Kolleginnen und Kollegen.
Berufserfahrung in der Altenpflege: Wohnbereich, Bewohnerzahl und Dienste
Jeder Eintrag beginnt mit der Position, dem Zeitraum (Monat und Jahr) sowie Einrichtung und Ort. Ergänzen Sie, um welche Art von Einrichtung es sich handelt und wie groß sie ist: ein Pflegeheim mit 120 Plätzen, eine Tagespflege für 18 Gäste oder ein Pflegedienst mit 140 Kundinnen und Kunden.
Darunter folgen 3 bis 5 kurze Stichpunkte je Arbeitgeber, so sieht es die Bundesagentur für Arbeit vor. Üblich ist der Substantivstil: „Pflege von“, „Anleitung von“, „Übernahme der“, ohne „ich“ und ohne gebeugtes Verb. In jeden Stichpunkt gehört eine Zahl mit Bezugsgröße, etwa Plätze, Dienste, Einsätze oder Auszubildende.
Falsch
Mitarbeit bei der Pflegeplanung und Pflegedokumentation.
Richtig
Pflegeplanung und Dokumentation für 12 Bewohnerinnen und Bewohner als Bezugspflegekraft, 2025 Vorbereitung von 4 Anträgen auf einen höheren Pflegegrad.
„Mitarbeit bei“ lässt offen, ob Sie selbst geplant haben; die Zahl der eigenen Planungen beantwortet das.
So sieht ein Eintrag aus einem Wohnbereich für Menschen mit Demenz in Aschaffenburg aus:
Berufserfahrung
- Pflege und Betreuung von 32 Bewohnerinnen und Bewohnern eines Wohnbereichs für Menschen mit Demenz, im Frühdienst Anleitung von 3 Pflegehilfskräften.
- Pflegeplanung für 16 Bewohnerinnen und Bewohner als Bezugspflegekraft, einschließlich Evaluation alle 3 Monate.
- Seit 2022 Praxisanleitung für jährlich 3 Auszubildende zur Pflegefachfrau und zum Pflegefachmann.
Die passenden Zahlen finden Sie im Dienstplan, in der Pflegedokumentation und im Tourenplan:
| Bereich | So kann es im Lebenslauf stehen |
|---|---|
| Wohnbereich | Pflege von 28 Bewohnerinnen und Bewohnern im Spätdienst, davon 9 in Pflegegrad 4 oder 5. |
| Nachtdienst | Verantwortung für 74 Plätze in 3 Wohnbereichen als einzige Pflegefachkraft im Nachtdienst, jede 4. Woche. |
| Behandlungspflege | Medikamentengabe für 30 Bewohnerinnen und Bewohner sowie Versorgung von durchschnittlich 5 chronischen Wunden pro Woche nach ärztlicher Anordnung. |
| Ambulante Tour | Frühtour mit 18 Einsätzen, davon 7 zur Behandlungspflege wie Insulininjektionen und Kompressionsverbände. |
| Einarbeitung | 2025 Einarbeitung von 6 neuen Pflegehilfskräften je 4 Wochen nach festem Ablauf. |
| Qualität | Schulung von 22 Kolleginnen und Kollegen zum Expertenstandard „Dekubitusprophylaxe in der Pflege“ an 3 Terminen. |
Kenntnisse und EDV-Kenntnisse im Lebenslauf für Altenpfleger
Laut BERUFENET, der Berufsdatenbank der Bundesagentur für Arbeit, ermitteln Pflegefachleute den Pflegebedarf, planen und dokumentieren die Pflege, setzen ärztliche Anordnungen um, beraten Pflegebedürftige und Angehörige und leiten Pflegehilfskräfte an. Wählen Sie für den Abschnitt „Kenntnisse“ aus, was die Stellenanzeige nennt. Jede Angabe sollte in einem Eintrag oder unter „Weiterbildung“ wieder auftauchen.
| Kenntnis oder Stärke | Beleg im Lebenslauf |
|---|---|
| Pflegeplanung und Dokumentation | Zahl der Bewohnerinnen und Bewohner, deren Pflege Sie als Bezugspflegekraft planen. |
| Behandlungspflege | Wundversorgung, Injektionen oder Medikamentengabe im Stichpunkt, jeweils mit Zahl pro Dienst oder Woche. |
| Pflege von Menschen mit Demenz | Der Wohnbereich mit Platzzahl, dazu eine gerontopsychiatrische Weiterbildung mit Jahr. |
| Begleitung am Lebensende | Zahl der Begleitungen pro Jahr und die Zusammenarbeit mit Hausarztpraxen oder einem Hospizdienst. |
| Beratung von Angehörigen | Angehörigengespräche oder Pflegevisiten pro Monat, im ambulanten Dienst Beratungsbesuche. |
| Anleitung | Zahl der Auszubildenden und Pflegehilfskräfte, dazu die Qualifikation zur Praxisanleitung. |
| EDV-Kenntnisse | Das Dokumentationssystem mit Namen, etwa Vivendi PD, im ambulanten Dienst zusätzlich die Tourenplanung. |
Unter „Sprachkenntnisse“ steht jede Sprache mit Einstufung und GER-Stufe, etwa „Polnisch: fließend (C1)“. Nennen Sie auch eine Sprache, die Sie nur im Alltag sprechen, wenn Bewohnerinnen, Bewohner oder Angehörige sie verstehen.
Ausbildung, staatliche Prüfung und Erlaubnis als Altenpfleger angeben
Der Eintrag nennt die Berufsbezeichnung, die Schule mit Ort und den Zeitraum. In der Zeile darunter stehen die staatliche Prüfung und die Erlaubnis zum Führen der Berufsbezeichnung mit Monat und Jahr, denn ohne diese Erlaubnis darf sich nach § 58 des Pflegeberufegesetzes niemand Altenpflegerin oder Altenpfleger nennen.
Die Schulen für Altenpflege trugen je nach Bundesland verschiedene Namen, in Bayern etwa Berufsfachschule für Altenpflege. Übernehmen Sie den Namen vom Zeugnis, auch wenn die Schule inzwischen Pflegeschule heißt.
Ausbildung
Staatliche Prüfung bestanden. Erlaubnis zum Führen der Berufsbezeichnung „Altenpflegerin“ seit 09/2015.
Eine Prüfungsnote geben Sie in der Form an, die Ihr Zeugnis verwendet, und rechnen nichts um. Liegt die Prüfung wie hier über 10 Jahre zurück, kann die Note entfallen. Den Abschnitt schließt Ihr Schulabschluss ab, benannt wie in Ihrem Bundesland.
Haben Sie zuerst Altenpflegehelferin oder Altenpflegehelfer gelernt und die Fachkraftausbildung danach verkürzt, bekommt die Helferausbildung einen eigenen Eintrag. Bei der zweiten Ausbildung ergänzen Sie den Grund für die kürzere Dauer, etwa „2 Jahre, Helferausbildung angerechnet“.
Weiterbildung für Altenpfleger: Praxisanleitung, Gerontopsychiatrie, Leitung
Unter „Weiterbildung“ stehen Lehrgänge mit Umfang und Jahr, der jüngste oben. Naheliegend sind in der Altenpflege 3 Wege: die Praxisanleitung, eine Fachweiterbildung und die Qualifikation für Leitungsaufgaben.
Fachweiterbildungen sind landesrechtlich, durch Landespflegekammern oder durch Empfehlungen der Deutschen Krankenhausgesellschaft geregelt, und der Abschluss heißt je nach Bundesland anders, in Baden-Württemberg etwa „Altenpflegerin für Gerontopsychiatrie“. Maßgeblich ist die Bezeichnung auf Ihrer Urkunde.
| Weiterbildung | Grundlage | So steht es im Lebenslauf |
|---|---|---|
| Praxisanleitung, Lehrgang ab 2020 | § 4 PflAPrV: mindestens 300 Stunden, dazu jedes Jahr mindestens 24 Stunden Fortbildung | Weiterbildung zur Praxisanleiterin nach § 4 PflAPrV, 300 Stunden, 2021 |
| Praxisanleitung, Qualifikation bis 12/2019 | nach § 4 PflAPrV der neuen Zusatzqualifikation gleichgestellt | Die Bezeichnung Ihres Zertifikats mit Jahr, eine Stundenzahl nur, wenn das Zertifikat sie nennt |
| Gerontopsychiatrie | Landesrecht oder Landespflegekammer | Die Bezeichnung Ihrer Urkunde mit Bundesland und Jahr |
| Pflegedienstleitung | § 71 SGB XI: Weiterbildung für leitende Funktionen, die 460 Stunden nicht unterschreiten soll, und 2 Jahre Berufspraxis innerhalb der letzten 8 Jahre | Weiterbildung zur Pflegedienstleitung nach § 71 SGB XI, 460 Stunden, 2025 |
Kurze Pflichtunterweisungen wie Brandschutz oder Hygiene füllen den Abschnitt nur auf. Nennen Sie davon höchstens, was die Stelle verlangt.
Weiterbildung
- Berufspädagogische Fortbildung für Praxisanleitende, 24 Stunden, 2026
- Fortbildung zum Expertenstandard „Dekubitusprophylaxe in der Pflege“, 8 Stunden, 2025
- Weiterbildung zur Praxisanleiterin nach § 4 PflAPrV, 300 Stunden, 2021
Pflegeheim, ambulanter Dienst oder Tagespflege: Lebenslauf auf die Stelle abstimmen
Nach der Ausbildung arbeiten Pflegefachleute unter anderem in Alten- und Pflegeheimen und bei ambulanten Pflegediensten. Welcher Stichpunkt in Ihren Einträgen oben steht, richtet sich nach der Stelle, auf die Sie sich bewerben.
| Stelle | Das gehört nach oben |
|---|---|
| Pflegeheim, Wohnbereich | Plätze, Pflegegrade, Schichtleitung und Nachtdienste als verantwortliche Fachkraft. |
| Wohnbereich für Menschen mit Demenz | Platzzahl, Betreuungskonzept des Hauses und Ihre gerontopsychiatrische Weiterbildung. |
| Ambulanter Pflegedienst | Einsätze pro Tour, Behandlungspflege nach ärztlicher Verordnung, Rufbereitschaft und der Führerschein Klasse B. |
| Tagespflege | Gäste pro Tag, Aktivierungsangebote und die Abstimmung mit Angehörigen und Fahrdienst. |
| Wohnbereichsleitung | Größe des Teams, Dienstplanung, Pflegevisiten und die Weiterbildung für Leitungsaufgaben. |
| Pflegedienstleitung | Zahl der Plätze oder Kundinnen und Kunden, Personalverantwortung und die Weiterbildung nach § 71 SGB XI. |
Für den ambulanten Dienst gehört der Führerschein Klasse B unter „Persönliche Daten“, denn die Tour fahren Sie selbst. Bewerben Sie sich bei einem Pflegeheim, schadet die Angabe nicht, sie entscheidet dort aber nichts.
Lebenslauf für die Pflegeausbildung, Berufseinsteiger und Quereinsteiger
Für die Ausbildung wird in der Regel ein mittlerer Bildungsabschluss verlangt. Als Schulfächer, die den Einstieg erleichtern, nennt die Berufsdatenbank Ethik, Biologie, Deutsch und Wirtschaft/Recht. Führen Sie Ihre Noten in diesen Fächern neben dem Schulabschluss auf.
Praktikum, Freiwilliges Soziales Jahr oder Bundesfreiwilligendienst in einer Pflegeeinrichtung stehen unter „Berufserfahrung“. Beschreiben Sie, was Sie selbst getan haben, auch hier mit Zahlen:
Berufserfahrung
- Begleitung von 8 Gästen der Tagespflege bei Mahlzeiten, Spaziergängen und Gedächtnistraining an 5 Tagen pro Woche.
- Gestaltung einer wöchentlichen Vorleserunde für 10 bis 12 Bewohnerinnen und Bewohner des Pflegeheims.
Kommen Sie aus einem anderen Beruf, bleibt dieser als Eintrag stehen, gekürzt auf 1 oder 2 Stichpunkte, die zur Pflege passen: Umgang mit Kundschaft, Schichtarbeit, Verantwortung für andere. Zeiten als Pflegehilfskraft oder Betreuungskraft stehen darüber, jeweils mit Wohnbereich und Platzzahl.
Haben Sie einen Angehörigen gepflegt, nennen Sie das mit Zeitraum in einer eigenen Zeile. Die Bundesagentur für Arbeit rät, Unterbrechungen von mehr als 2 Monaten anzugeben und zu erklären.
Häufige Fragen zum Lebenslauf als Altenpfleger
Darf ich im Lebenslauf „examinierter Altenpfleger“ schreiben?
Im Kurzprofil ja, denn Stellenanzeigen suchen häufig „examinierte Pflegefachkräfte“ und jede Einrichtung versteht den Zusatz. Eine amtliche Bezeichnung ist er nicht. Unter „Ausbildung“ steht deshalb „Ausbildung zum Altenpfleger“ und darunter die Erlaubnis zum Führen der Berufsbezeichnung mit Monat und Jahr.
Gehört ein Foto in den Lebenslauf als Altenpfleger?
Das entscheiden Sie: Ein Foto ist nicht vorgeschrieben, und ein Arbeitgeber darf keines verlangen. Bei der Bundesagentur für Arbeit finden sich beide Haltungen, denn ihre Lebenslauf-Seite nennt das Foto „kein Muss mehr“, während ihr Bewerbungstraining den Lebenslauf ohne Deckblatt weiter mit Foto vorsieht. Wenn Sie eines verwenden, dann ein Bewerbungsfoto vom Fotografen, kein Bild in Dienstkleidung aus dem Wohnbereich.
Wie lang darf der Lebenslauf in der Altenpflege sein?
Die Bundesagentur für Arbeit setzt 2 DIN-A4-Seiten als Grenze. Wer mehrere Einrichtungen, eine Praxisanleitung und eine Leitungsweiterbildung unterbringen muss, nutzt beide Seiten. Für die Bewerbung um einen Ausbildungsplatz oder die erste Stelle nach der Prüfung reicht 1 Seite.
Sollte ich die Note der staatlichen Prüfung nennen?
In den ersten rund 10 Jahren nach der Prüfung ist das üblich, vor allem bei einer guten Note. Schreiben Sie die Note so ab, wie das Zeugnis sie ausweist, und bilden Sie keinen eigenen Durchschnitt aus den Prüfungsteilen. Steht bei der Ausbildung eine Note, gehört auch zum Schulabschluss aus derselben Zeit eine.
Muss ich Referenzen in den Lebenslauf schreiben?
Nein, frühere Vorgesetzte mit Telefonnummer sind in einem deutschen Lebenslauf nicht vorgesehen. Den Nachweis liefert das Arbeitszeugnis, auf das Sie nach § 109 der Gewerbeordnung am Ende jedes Arbeitsverhältnisses Anspruch haben. In die Anlagen kommen Kopien der Erlaubnisurkunde, des Prüfungszeugnisses und Ihrer letzten 2 bis 4 Arbeitszeugnisse, das neueste zuerst.
Wie gebe ich eine Pause vom Pflegeberuf an?
Mit Zeitraum und einem Stichwort dazu, was Sie in der Zeit gemacht haben, etwa „Elternzeit“ oder „Tätigkeit im Einzelhandel“. Lücken von mehr als 2 Monaten sollten laut Bundesagentur für Arbeit nicht unerklärt bleiben. Kehren Sie in die Pflege zurück, stellen Sie eine Fortbildung aus dem laufenden Jahr unter „Weiterbildung“ an die erste Stelle, damit sichtbar wird, dass Ihr Wissen auf dem neuesten Stand ist.
Gehört der Stellenumfang in den Lebenslauf?
Er ist freiwillig, in der Pflege aber hilfreich, weil Einrichtungen mit Wochenstunden planen. Schreiben Sie ihn hinter die Position, etwa „Altenpflegerin, Teilzeit mit 30 Wochenstunden“. Welche Dienste Sie künftig übernehmen können, gehört dagegen ins Anschreiben.
Fazit
Ein Lebenslauf als Altenpfleger überzeugt, wenn die Berufsbezeichnung mit der Urkunde übereinstimmt und jeder Eintrag die Art der Einrichtung nennt und ihre Größe, den Wohnbereich oder die Tour und Ihre Dienste beziffert. Pflegeplanung, Anleitung und Weiterbildungen zeigen, dass Sie als Fachkraft Verantwortung tragen, und die Belege dafür liegen in den Anlagen.


