Das Wichtigste in Kürze
- Eine Berufsausbildung setzt die Arbeit als Küchenhilfe laut BERUFENET nicht voraus. Der Abschnitt „Berufserfahrung“ hat im Lebenslauf deshalb mehr Gewicht als der Abschnitt „Ausbildung“.
- Jeder Stichpunkt steht im Substantivstil und enthält eine Größe aus der Küche: Essen pro Tag, Kilogramm Gemüse, Gedecke am Abend oder Tabletts pro Mahlzeit.
- Nennen Sie bei jeder Küchenstelle die Art der Küche, denn Spülküche im Restaurant, Bandportionierung in der Klinik und Ausgabe in der Kantine sind 3 verschiedene Arbeitsplätze.
- Die Bescheinigung über die Belehrung nach § 43 Infektionsschutzgesetz tragen Sie einmal mit dem Jahr unter „Kenntnisse“ ein. Als Weiterbildung zählt sie nicht.
- Minijobs und Saisonaushilfen stehen als eigene Einträge mit Monat und Jahr im Lebenslauf; zu jeder Pause von mehr als 2 Monaten gehört eine Zeile mit dem, was Sie in dieser Zeit gemacht haben.
- Nach 3 Jahren Arbeit in der Küche können Sie bei der IHK die Zulassung zur Abschlussprüfung im Ausbildungsberuf Fachkraft Küche beantragen; ob Ihre Tätigkeit dafür ausreicht, entscheidet die Kammer.
Lebenslauf als Küchenhilfe: Was hineingehört und in welcher Reihenfolge
Laut BERUFENET, der Berufsdatenbank der Bundesagentur für Arbeit, unterstützen Helfer und Helferinnen in der Küche die Fachkräfte bei der Herstellung von Speisen. Eine abgeschlossene Berufsausbildung ist demnach nicht vorausgesetzt, und eingewiesen wird in der Regel am Arbeitsplatz. Ihr Lebenslauf muss deshalb vor allem zeigen, in welchen Küchen Sie schon gearbeitet haben und was Sie dort ohne Anleitung erledigen.
Geordnet wird in jedem Abschnitt rückwärts: Ihre heutige Stelle steht ganz oben, die erste ganz unten. Für eine Bewerbung in Restaurant, Kantine oder Heimküche passen die Abschnitte in dieser Abfolge:
- Persönliche Daten mit Anschrift, Telefon, E-Mail und Geburtsdatum
- Kurzprofil mit Küchenart und Berufsjahren, sofern Sie eines schreiben
- Berufserfahrung, jede Küche mit Ort und Zeitraum
- Ausbildung mit Schulabschluss und, falls vorhanden, einem erlernten Beruf
- Weiterbildung, etwa eine Hygieneschulung oder ein Deutschkurs mit Prüfung
- Kenntnisse mit der Belehrung nach § 43 Infektionsschutzgesetz, dazu EDV-Kenntnisse und Sprachkenntnisse
- Ehrenamt und Interessen, wenn Platz bleibt
- Ort, Datum und Unterschrift
Das Geburtsdatum steht bei der Bundesagentur für Arbeit in der Liste der persönlichen Daten. Eine Vorschrift ist das nicht: Ein Lebenslauf ohne dieses Datum ist genauso vollständig. Familienstand, Kinder und Religion lassen Sie weg.
Kurzprofil für Küchenhilfen: Küchenart, Berufsjahre und Pensum
Auf ein Kurzprofil können Sie in Deutschland verzichten, und viele Lebensläufe für Hilfstätigkeiten kommen ohne aus. Es lohnt sich, sobald Sie mehr als eine Küche kennen: Dann fassen 3 bis 4 Zeilen zusammen, was die Küchenleitung sonst aus mehreren Einträgen zusammensuchen müsste.
Formel für das Kurzprofil
Bezeichnung mit Zahl Berufsjahren in Küchenart. Zurzeit Arbeitsbereich für Größenordnung: Essen, Gäste oder Tabletts. Geräte oder Aufgaben, die Sie ohne Anleitung übernehmen. Belehrung nach § 43 IfSG mit Jahr, auf Wunsch mögliche Dienste.
Beispiel
Küchenhilfe mit 9 Berufsjahren in Betriebsrestaurants und Kantinen. Zurzeit in der kalten Küche und an der Ausgabe eines Betriebsrestaurants mit täglich rund 480 Mittagsgästen. Selbstständige Arbeit an Aufschnittmaschine, Gemüseschneider und Bandspülmaschine. Belehrung nach § 43 IfSG (2017), Einsatz im Frühdienst ab 6 Uhr möglich.
Fleißig, sauber und teamfähig nennen sich fast alle, die sich in einer Küche bewerben. Unterscheiden können Sie sich nur durch Angaben, die sich beim Probearbeiten bestätigen: Küchenart, Mengen und Geräte.
Falsch
Motivierte Küchenhilfe, belastbar, teamfähig und flexibel, mit Freude an der Arbeit in einem netten Team.
Richtig
Küchenhilfe mit 4 Berufsjahren in der Spülküche und am Gemüseposten eines Hotelrestaurants mit 110 Plätzen, an Bankettabenden im Einsatz für bis zu 260 Gäste.
Arbeitsbereich, Platzzahl und Bankettgröße lassen sich nachprüfen, Motivation und Belastbarkeit erst beim Probearbeiten.
In einer Heim- oder Klinikküche zählen andere Größen als im Restaurant, nämlich Bewohner, Kostformen und Essenszeiten:
Kurzprofil
Küchenhilfe, seit 2016 in der Zentralküche einer Seniorenresidenz mit 3 Wohnbereichen. Portionierung von täglich 3 Mahlzeiten für 96 Bewohnerinnen und Bewohner nach Kostformplan, auch als pürierte Kost und Wunschkost. Bedienung von Heißluftdämpfer und Haubenspülmaschine. Früh- und Spätdienst im Wechsel, jedes 2. Wochenende. Belehrung nach § 43 IfSG (2016).
Berufserfahrung als Küchenhilfe: Stellen mit Mengen und Arbeitsbereichen
Zu jeder Stelle gehören die Bezeichnung, der Betrieb mit Ort und der Zeitraum mit Monat und Jahr. Darunter stehen Stichpunkte zu Ihren Aufgaben, laut Bundesagentur für Arbeit 3 bis 5 pro Eintrag. Bei älteren Stellen dürfen es weniger sein.
Formuliert wird im Substantivstil: kein „ich“, kein gebeugtes Verb, die Tätigkeit steht als Substantiv da, etwa „Vorbereitung von“, „Portionierung für“ oder „Reinigung der“. Zu jedem Stichpunkt gehört eine Mengenangabe, denn „Mithilfe in der Küche“ trifft auf jede Küchenhilfe in jeder Küche zu.
Falsch
Mithilfe bei der Zubereitung der Speisen sowie Spül- und Reinigungsarbeiten.
Richtig
Vorbereitung von täglich rund 45 kg Gemüse und Salat für das Buffet und 2 Beilagen, anschließend Bedienung der Bandspülmaschine im Mittagsgeschäft mit 480 Gästen.
Kilogramm und Gästezahl zeigen der Küchenleitung, welches Tempo Sie gewohnt sind.
So sehen die Stichpunkte einer Küchenhilfe in einem Osnabrücker Betriebsrestaurant aus:
Berufserfahrung
- Aufbau des Salatbuffets mit 12 Komponenten und Herstellung von 3 Dressings vor Öffnung des Betriebsrestaurants um 11:30 Uhr.
- Essensausgabe an einer von 3 Theken, in der Stoßzeit rund 130 Teller pro Stunde.
- Einlagerung von wöchentlich 4 Lieferungen in Kühlhaus und Trockenlager, Kontrolle der Mindesthaltbarkeitsdaten.
- Seit 2022 Einweisung von 6 neuen Aushilfen an der Bandspülmaschine und in den Reinigungsplan.
Mengen gibt es in jeder Küche, nur schreibt sie selten jemand auf. Zählen Sie eine Woche lang mit, dann haben Sie die Größen für Ihren Lebenslauf:
| Arbeitsbereich | So kann der Stichpunkt lauten |
|---|---|
| Spülküche | Spülen von Geschirr, Besteck und Gläsern für bis zu 140 Gedecke am Abend an der Haubenspülmaschine, dazu Töpfe und Bleche von 4 Posten. |
| Vorbereitung | Putzen und Schneiden von rund 30 kg Gemüse pro Schicht nach Vorgabe der Köche. |
| Kalte Küche | Belegen von 120 Brötchen und Anrichten von 6 kalten Platten für das Frühstücksbuffet eines Hotels mit 85 Zimmern. |
| Bandportionierung | Portionierung von Beilagen und Desserts am Speisenverteilband für 310 Tabletts pro Mahlzeit. |
| Ausgabe | Ausgabe von 2 Hauptgerichten an täglich rund 220 Schülerinnen und Schüler in der Mensa einer Gesamtschule, Kassieren per Chipkarte. |
Restaurant, Kantine, Klinik oder Heim: Den Lebenslauf auf die Küche abstimmen
Beschäftigt werden Küchenhilfen laut BERUFENET in erster Linie in Restaurants, Kantinen und Hotels sowie in den Küchen von Krankenhäusern, Heimen und Tagesstätten. Die Arbeit unterscheidet sich von Küche zu Küche stark. Nennen Sie deshalb bei jeder Küchenstelle die Art des Betriebs, und rücken Sie den Stichpunkt nach oben, der zur ausgeschriebenen Stelle passt.
| Küche | Worauf die Küchenleitung achtet |
|---|---|
| Restaurant | Spülküche im Abendgeschäft, Zuarbeit für die Posten, Platzzahl und Gedecke, Dienste abends und am Wochenende. |
| Hotel | Frühstücksbuffet, Bankette mit Gästezahl, früher Dienstbeginn. |
| Betriebsrestaurant und Mensa | Kalte Küche, Ausgabe und Kasse, Zahl der Mittagsgäste, Arbeit an der Bandspülmaschine. |
| Krankenhaus | Bandportionierung nach Tablettkarten, Kostformen, Zahl der Tabletts pro Mahlzeit. |
| Seniorenheim und Kita | Portionieren für Wohnbereiche oder Gruppen, Allergene und Sonderkost, feste Essenszeiten. |
| Catering | Verpacken und Verladen, Auf- und Abbau am Veranstaltungsort, Führerschein Klasse B. |
Den Führerschein Klasse B tragen Sie unter „Persönliche Daten“ ein, falls vorhanden. Er zählt bei Caterern und bei Küchen, die Essen ausliefern, außerdem bei Frühdiensten, zu denen noch kein Bus fährt.
Kenntnisse, EDV-Kenntnisse und Sprachkenntnisse im Lebenslauf als Küchenhilfe
Zu den Kernkompetenzen von Helfern und Helferinnen in der Küche zählt BERUFENET unter anderem Gemüse- und Salatzubereitung, Beilagenzubereitung, Anrichten, Garnieren, Spülen, Reinigen, Vorratshaltung und Lebensmittelhygiene. Übernehmen Sie unter „Kenntnisse“ nur, was Sie in einer Ihrer Stellen wirklich getan haben, und nennen Sie Geräte beim Namen.
| Kenntnis | Art | Wo der Beleg steht |
|---|---|---|
| Gemüse- und Salatzubereitung | fachlich | Menge pro Schicht im Stichpunkt, etwa Kilogramm oder Zahl der Buffetkomponenten |
| Spülküche und Gerätereinigung | fachlich | Maschinentyp und Pensum, etwa Haubenspülmaschine und Zahl der Gedecke im Abendgeschäft |
| Lebensmittelhygiene | fachlich | Reinigungsplan und Temperaturkontrollen im Stichpunkt, die Belehrung nach § 43 IfSG mit Jahr unter „Kenntnisse“ |
| Verlässlichkeit | persönlich | Dauer Ihrer Stellen, dazu Dienste, die Sie allein abdecken, etwa der Frühdienst am Wochenende |
| Kasse und digitale Checklisten | EDV | Unter „EDV-Kenntnisse“, falls Sie damit gearbeitet haben: Kantinenkasse, digitale Hygienecheckliste |
Unter „Sprachkenntnisse“ erhält jede Sprache eine Einstufung und, außer bei der Muttersprache, die Stufe des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens (GER). In der Küche kommt es darauf an, Anweisungen, Allergenlisten und den Reinigungsplan sicher zu verstehen. Stufen Sie Ihr Deutsch deshalb so ein, wie es beim Probearbeiten zu hören sein wird.
Kenntnisse
Gemüse- und Salatzubereitung · Kalte Platten und belegte Brötchen · Essensausgabe · Bandspülmaschine · Arbeit nach Reinigungsplan · Belehrung nach § 43 IfSG (2017)
EDV-Kenntnisse: Kantinenkasse mit Chipkarte · digitale Hygienecheckliste
Sprachkenntnisse:
Polnisch: Muttersprache
Deutsch: fließend (B2)
Englisch: Grundkenntnisse (A2)
Belehrung nach § 43 Infektionsschutzgesetz: Das Gesundheitszeugnis im Lebenslauf richtig angeben
Wer zum ersten Mal gewerbsmäßig in der Küche einer Gaststätte oder einer Einrichtung mit Gemeinschaftsverpflegung arbeitet, braucht nach § 43 Infektionsschutzgesetz eine Bescheinigung über eine Belehrung. Ausgestellt wird sie vom Gesundheitsamt oder von einem Arzt, den das Gesundheitsamt beauftragt hat, und beim ersten Arbeitsantritt darf sie nicht älter als 3 Monate sein.
Im Alltag heißt das Papier noch „Gesundheitszeugnis“, und viele Stellenanzeigen verlangen es unter diesem Namen. Im Lebenslauf verwenden Sie den Titel, der auf Ihrer Bescheinigung steht, einmal und mit dem Jahr unter „Kenntnisse“. Ein Nachweis aus der Zeit vor 2001 wurde noch nach dem Bundes-Seuchengesetz ausgestellt und trägt tatsächlich den Titel „Gesundheitszeugnis“; in diesem Fall übernehmen Sie ihn so.
Falsch
Gesundheitszeugnis vorhanden.
Richtig
Belehrung nach § 43 IfSG (2017).
Rechtsgrundlage und Jahr beantworten die Frage, die jede Küchenleitung vor dem ersten Arbeitstag stellt.
Die späteren Belehrungen übernimmt der Arbeitgeber: nach Aufnahme der Tätigkeit und danach alle 2 Jahre, so verlangt es derselbe Paragraf. Eigene Zeilen im Lebenslauf sind das nicht. Die Bescheinigung selbst liegt während der Beschäftigung beim Arbeitgeber, denn er muss sie aufbewahren. Machen Sie sich deshalb vorher eine Kopie für Ihre Bewerbungsunterlagen.
Schulabschluss, Weiterbildung und der Weg zur Fachkraft Küche
Unter „Ausbildung“ steht Ihr Schulabschluss mit Schule, Ort und Jahr, benannt wie auf dem Zeugnis. Haben Sie einen Beruf gelernt, auch einen ganz anderen, steht dieser Abschluss darüber. Noten nennen Sie nur, wenn seit dem Abschluss höchstens 10 Jahre vergangen sind, und dann bei allen aus dieser Zeit.
Unter „Weiterbildung“ gehören Kurse mit Nachweis, jeweils mit Veranstalter und Jahr: eine Hygieneschulung, ein Erste-Hilfe-Kurs, ein Deutschkurs mit Prüfung.
Wer aus der Hilfstätigkeit einen Berufsabschluss machen will, hat seit August 2022 einen kurzen Weg: die 2-jährige Ausbildung zur Fachkraft Küche, die mit einer Abschlussprüfung vor der IHK endet.
Auch ohne Ausbildungsvertrag ist diese Prüfung möglich. Nach § 45 Absatz 2 Berufsbildungsgesetz ist zur Abschlussprüfung zuzulassen, wer nachweist, mindestens das Eineinhalbfache der Ausbildungsdauer in dem Beruf gearbeitet zu haben. Bei der Fachkraft Küche sind das 3 Jahre, beim Koch 4,5 Jahre. Ob Ihre Arbeit als Küchenhilfe dafür anerkannt wird, entscheidet die Kammer anhand Ihrer Nachweise.
Als Nachweise dienen Arbeitszeugnisse mit Aufgabenbeschreibung und ein Lebenslauf, der jede Stelle mit Monat und Jahr nennt. Solange die Prüfung nicht bestanden ist, bleibt Ihre Bezeichnung die aus dem Arbeitsvertrag, etwa „Küchenhilfe“ oder „Küchenmitarbeiterin“.
Lebenslauf als Küchenhilfe ohne Erfahrung: Aushilfsjob, Minijob und Quereinstieg
Praktische Erfahrung führt BERUFENET als möglichen Vorteil auf; eine Bedingung ist sie nicht. Wer noch in keiner gewerblichen Küche gearbeitet hat, trägt ein, was dem am nächsten kommt: den Ferienjob im Imbiss, das Schülerpraktikum in der Kita-Küche, den Thekendienst im Vereinsheim, die Essensausgabe bei einer Tafel. Bezahlte Arbeit und Praktika gehören unter „Berufserfahrung“, unbezahlte Einsätze unter „Ehrenamt“.
Minijobs und Aushilfstätigkeiten sind vollwertige Einträge mit Monat und Jahr. Den Umfang können Sie in Klammern hinter die Bezeichnung setzen. Bei 2 Jobs nebeneinander dürfen sich die Zeiträume überschneiden.
Berufserfahrung
- Spülen von Geschirr und Gläsern freitags und samstags im Abendgeschäft eines Gasthauses mit 70 Innen- und 40 Biergartenplätzen.
- Vorbereitung von Salatbeilagen und Kartoffeln für durchschnittlich 90 Essen pro Abend nach Anweisung des Kochs.
Zwischen 2 Saisonstellen oder nach einer Familienzeit bleibt im Lebenslauf kein Zeitraum offen. Die Bundesagentur für Arbeit zieht die Grenze bei 2 Monaten: Dauert eine Pause länger, gehört sie mit Zeitraum und Inhalt hinein, etwa als Familienzeit, Arbeitssuche oder Sprachkurs.
Kommen Sie aus einem anderen Beruf, etwa aus dem Verkauf, der Reinigung oder der Pflege, rücken Sie bei jeder früheren Stelle den Stichpunkt nach oben, der zur Küche passt: Umgang mit Lebensmitteln, Hygienevorschriften, Arbeit im Stehen und im Schichtdienst.
Häufige Fragen zum Lebenslauf als Küchenhilfe
Gehört ein Foto in den Lebenslauf als Küchenhilfe?
Das bleibt Ihre Entscheidung: Vorgeschrieben ist ein Foto nicht, und kein Betrieb darf eines verlangen. Bei der Bundesagentur für Arbeit lesen Sie dazu Unterschiedliches: Die Seite zum Lebenslauf bezeichnet das Bild als „kein Muss mehr“, während das Bewerbungstraining den Lebenslauf ohne Deckblatt weiterhin mit Foto vorsieht. In der Gastronomie ist ein Foto nach wie vor verbreitet. Verwenden Sie eines, sollte es von einer Fotografin oder einem Fotografen stammen und nicht aus der Handykamera.
Wie lang sollte der Lebenslauf einer Küchenhilfe sein?
Meist reicht 1 Seite, weil Helferstellen wenige Zeilen brauchen. Die Bundesagentur für Arbeit nennt höchstens 2 DIN-A4-Seiten, und wer in 15 Jahren viele Küchen, Saisonstellen und Minijobs gesammelt hat, darf die zweite Seite ohne Nachteil füllen.
Wo steht das Gesundheitszeugnis im Lebenslauf?
Unter „Kenntnisse“, als eine Zeile mit Jahr, zum Beispiel „Belehrung nach § 43 IfSG (2023)“. Maßgeblich ist der Titel Ihrer Bescheinigung; „Gesundheitszeugnis“ heißt nur der Nachweis aus der Zeit vor 2001. Die Wiederholungen beim Arbeitgeber alle 2 Jahre lassen Sie weg.
Kann ich meinen früheren Chef als Referenz angeben?
Im Lebenslauf nicht. Namen und Telefonnummern früherer Vorgesetzter sind in Deutschland unüblich, weil jede Küche, die Sie verlassen, Ihnen nach § 109 Gewerbeordnung ein schriftliches Zeugnis ausstellen muss, auch nach einem Minijob. Legen Sie die neuesten 2 bis 4 Arbeitszeugnisse in Kopie bei, das aktuelle obenauf.
Muss der Lebenslauf unterschrieben sein?
Nein, eine Pflicht besteht nicht; die Bundesagentur für Arbeit schreibt lediglich, eine Unterschrift könne ein Vorteil sein. Wer unterschreibt, setzt Ort und Tagesdatum davor, etwa „Osnabrück, 12.10.2026“, und fügt bei einer Bewerbung per E-Mail die eingescannte Unterschrift ein.
Sollte ich schreiben, zu welchen Zeiten ich arbeiten kann?
Ja, wenn die Anzeige Schichten, Wochenenden oder Teilzeit nennt. Der passende Ort ist die letzte Zeile des Kurzprofils, zum Beispiel „Einsatz im Frühdienst und an Wochenenden möglich“. Ausführliche Erklärungen, etwa zu Kinderbetreuung oder Fahrzeiten, gehören ins Anschreiben oder ins Gespräch.
Fazit
Ein Lebenslauf als Küchenhilfe braucht keine langen Abschnitte, aber genaue: die Art jeder Küche, Mengen in jedem Stichpunkt und die Belehrung nach § 43 Infektionsschutzgesetz mit Jahr. Aushilfsjobs und Pausen stehen mit Monat und Jahr darin; die Arbeitszeugnisse liegen bei. Wer später die Prüfung zur Fachkraft Küche anstrebt, hat damit die Nachweise schon geordnet.


