Das Wichtigste in Kürze
- Unter „Ausbildung“ steht die Prüfung, die zu Ihrem Ausbildungsbetrieb gehört: die Gesellenprüfung vor der Handwerkskammer nach der Ausbildung in einer Handwerksbäckerei, die Abschlussprüfung vor der IHK nach der Ausbildung in einer Großbäckerei.
- Die Note übernehmen Sie in der Schreibweise des Prüfungszeugnisses, in Worten mit Punkten und nie als Dezimalzahl.
- Jeder Stichpunkt nennt einen Posten und eine Menge: 900 Brote je Schicht, 3 Öfen, 6 Filialen.
- Die Belehrung nach § 43 IfSG ist eine Voraussetzung für die Arbeit mit Lebensmitteln und steht unter „Kenntnisse“, nicht unter „Weiterbildung“.
- Den Titel Bäckermeister führen Sie erst nach allen 4 Teilen der Meisterprüfung. Einzelne bestandene Teile stehen mit Kammer und Jahr unter „Weiterbildung“.
- Die Bundesagentur für Arbeit nennt bis zu 2 DIN-A4-Seiten als Rahmen. Arbeitszeugnisse in den Anlagen treten an die Stelle von Referenzen.
Lebenslauf als Bäcker: Aufbau und Reihenfolge der Abschnitte
Ein Lebenslauf für die Backstube ist eine Tabelle und kein Fließtext: links die Zeiträume, rechts Bezeichnung, Betrieb und Ort, die jüngste Stelle ganz oben. Als Obergrenze nennt die Bundesagentur für Arbeit 2 DIN-A4-Seiten. Ein Geselle mit 3 oder 4 Betrieben darf sie ausschöpfen, für die Bewerbung um einen Ausbildungsplatz reicht 1 Seite.
Diese Reihenfolge passt für die Handwerksbäckerei ebenso wie für die Großbäckerei:
- Persönliche Daten mit Anschrift, Telefon, E-Mail, Geburtsdatum und Führerschein
- Kurzprofil, falls Sie eines voranstellen
- Berufserfahrung
- Ausbildung
- Weiterbildung
- Kenntnisse, EDV-Kenntnisse und Sprachkenntnisse
- Ehrenamt und Interessen
- Ort, Datum und Unterschrift
Die Bundesagentur für Arbeit zählt das Geburtsdatum zu den Angaben, die in den Lebenslauf gehören. Vorgeschrieben ist es nicht, und Sie dürfen es weglassen. Familienstand und Konfession haben im Lebenslauf nichts mehr zu suchen.
Zwischen 2 Betrieben sollte keine unerklärte Zeit von mehr als 2 Monaten liegen. Die Bundesagentur für Arbeit rät, solche Unterbrechungen anzugeben und dazuzuschreiben, was Sie in der Zeit gemacht haben. Eine Zeile mit Zeitraum genügt, etwa für die Pflege eines Angehörigen oder eine Saison in einem Hotel im Ausland.
Kurzprofil für Bäcker: Posten, Berufsjahre und Stückzahlen
Ein deutscher Lebenslauf kommt ohne Kurzprofil aus. Stellen Sie eines voran, beantwortet es in 3 bis 4 Zeilen, was der Backstubenleiter als Erstes wissen will: gelernt oder angelernt, wie viele Jahre seit der Prüfung, welcher Posten und welche Menge je Schicht.
Formel für das Kurzprofil
Berufsbezeichnung, Prüfung mit Jahr, seit Zahl Jahren in Art des Betriebs. Posten mit Menge je Schicht. Fertigkeit oder Verantwortung, die die Anzeige verlangt. Nächstes Ziel: Art der Stelle im Raum Ort.
Beispiel
Bäcker, Gesellenprüfung 2015, seit 11 Jahren in einer Lübecker Handwerksbäckerei mit 6 Filialen. Ofenposten in der Frühschicht mit rund 900 Broten und 6.000 Brötchen je Schicht. Pflege von 38 Backprogrammen, Einarbeitung von 3 Auszubildenden. Nächstes Ziel: Schichtführer im Raum Lübeck.
Dass Sie nachts pünktlich am Kneter stehen, setzt jeder Betrieb voraus. Ins Kurzprofil gehört deshalb, was sich nachzählen lässt: Posten, Mengen, Teige, Auszubildende.
Falsch
Zuverlässiger und motivierter Bäcker mit Leidenschaft für das Handwerk und Freude an frischen Backwaren.
Richtig
Bäcker mit 6 Berufsjahren, davon 4 am Posten Feinbackwaren: je Schicht rund 70 Bleche Hefe- und Mürbeteiggebäck für 14 Filialen.
Posten, Bleche und Filialen lassen sich im Vorstellungsgespräch überprüfen, die Leidenschaft nicht.
In einer Großbäckerei treten Linie und Schichtmodell an die Stelle der Posten:
Kurzprofil
Bäckerin, 2019 Abschlussprüfung vor der IHK, seit 2021 Anlagenführerin an einer Brötchenlinie mit 18.000 Stück je Stunde im 3-Schicht-Betrieb. Rezepturwechsel, Gärraumsteuerung und Qualitätskontrolle für 9 Sorten. Seit 2024 stellvertretende Schichtführerin für 11 Beschäftigte.
Berufserfahrung als Bäcker: Posten, Schicht und Mengen angeben
Zu jeder Stelle gehören die Bezeichnung aus dem Arbeitsvertrag, der Betrieb mit Ort und der Zeitraum mit Monat und Jahr. Darunter folgen 3 bis 5 Stichpunkte im Substantivstil, also mit Hauptwörtern wie Herstellung, Führung, Bedienung oder Anleitung, ohne ich und ohne gebeugtes Verb. In jedem steht eine Zahl, an der sich die Größe der Aufgabe ablesen lässt.
Falsch
Zuständig für die Herstellung von Brot und Brötchen.
Richtig
Aufarbeitung von täglich rund 4.500 Brötchen und 600 Stück Laugengebäck an der Brötchenanlage, dazu 12 Blätterteiggebäcke in Handarbeit.
Menge, Maschine und Handarbeit zeigen, welchen Posten Sie ausfüllen.
Berufserfahrung
- Ofenführung in der Frühschicht für rund 900 Brote und 6.000 Brötchen, verteilt auf 6 Filialen.
- Pflege von 38 Backprogrammen an 3 Stikkenöfen und 1 Etagenofen mit 4 Herden.
- Anpassung der Backzettel an die Filialbestellungen, Retourenquote 9 % gegenüber 14 % im Vorjahr.
- Seit 2021 Einarbeitung von 3 Auszubildenden am Ofen.
Zählen lässt sich in der Backstube fast alles. An diesen Stellen finden Sie Ihre Zahlen:
| Bereich | So kann es im Lebenslauf stehen |
|---|---|
| Teig | Kneten von 38 Kesseln Teig je Schicht an 2 Hubknetern, dazu 5 Vorteige vom Vortag. |
| Ofen | Ofenarbeit für 22 Brotsorten an 1 Thermoölofen mit 6 Herden, 14 Ofenfüllungen je Schicht. |
| Feinbackwaren | Herstellung von 16 Blechkuchen und 30 Torten pro Woche, in der Adventszeit zusätzlich 1.200 Stollen. |
| Snacks | Belegen von 350 Brötchen und Zubereitung von 6 warmen Snacks täglich für 4 Filialen. |
| Ausbildung | Betreuung von 3 Auszubildenden vom 1. Lehrjahr bis zur Gesellenprüfung, alle 3 erfolgreich. |
| Hygiene | Führung der HACCP-Dokumentation mit 9 Lenkungspunkten, 2 amtliche Betriebskontrollen ohne Beanstandung. |
Kenntnisse für die Backstube: Teige, Öfen, Hygiene und EDV-Kenntnisse
Unter „Kenntnisse“ steht, was die Stellenanzeige nennt und was Sie an anderer Stelle Ihres Lebenslaufs nachweisen können. Laut BERUFENET, der Berufsdatenbank der Bundesagentur für Arbeit, setzen Bäcker unter anderem Vorteige und Sauerteige an, überwachen Gärungs- und Backprozesse, bedienen und warten Backöfen und stellen Torten, Backwarensnacks und kleine Gerichte her.
| Kenntnis oder Stärke | So weisen Sie sie nach |
|---|---|
| Sauerteig und Teigführung | Zahl der geführten Sauerteige und der Brotsorten in einem Stichpunkt zur Stelle. |
| Feinbackwaren und Torten | Stückzahlen pro Woche und Saisonware wie Stollen oder Lebkuchen. |
| Ofenarbeit | Ofentypen mit der Zahl der Herde oder Stikken, dazu die Sorten, die Sie abbacken. |
| Lebensmittelhygiene | HACCP-Dokumentation in einem Stichpunkt und die Belehrung nach § 43 IfSG mit dem Jahr der Erstbelehrung. |
| Belastbarkeit im Schichtdienst | Nachtschicht, Wochenend- und Feiertagsarbeit bei der Stelle, mit der Dauer in Jahren. |
| Anleitung | Zahl der Auszubildenden oder Helfer, die Sie einarbeiten. |
| EDV-Kenntnisse | Die Programme mit Namen, etwa WinBack für Rezepturen und Backzettel, dazu die Ofensteuerung, die Sie programmieren. |
Ausbildung zum Bäcker: Gesellenprüfung oder Abschlussprüfung richtig angeben
Bäcker ist ein anerkannter Ausbildungsberuf mit 3 Jahren Lehrzeit, im Handwerk wie in der Industrie. Welche Prüfung am Ende steht, hängt vom Ausbildungsbetrieb ab, und genau diese nennen Sie im Lebenslauf.
| Weg in den Beruf | Prüfung | So steht es im Lebenslauf |
|---|---|---|
| Ausbildung in einer Handwerksbäckerei | Gesellenprüfung vor der Handwerkskammer oder dem Prüfungsausschuss der Innung | Ausbildung zum Bäcker. Gesellenprüfung vor der Handwerkskammer, mit Ort und Note |
| Ausbildung in einer Großbäckerei der Backindustrie | Abschlussprüfung vor der IHK | Ausbildung zur Bäckerin. Abschlussprüfung vor der IHK, mit Ort und Note |
| Berufspraxis im Handwerk ohne Ausbildung | Gesellenprüfung als externer Prüfling nach § 37 Abs. 2 der Handwerksordnung | Gesellenprüfung zum Bäcker als externer Prüfling, mit Kammer, Jahr und Note |
Die Berufsbezeichnung lautet auf beiden Ausbildungswegen Bäcker oder Bäckerin. Übernehmen Sie Bezeichnung und Note so, wie das Prüfungszeugnis sie ausweist: Die Kammern vergeben Punkte und eine Note in Worten, etwa „befriedigend (71 Punkte)“, und keine Dezimalnote.
Falsch
Lehre als Bäcker, Abschluss mit 2,3.
Richtig
Ausbildung zum Bäcker. Gesellenprüfung vor der Handwerkskammer Erfurt, Note: befriedigend (78 Punkte).
Prüfung, Kammer und die Note in der Schreibweise des Zeugnisses ersparen dem Betrieb die Rückfrage.
Die Ausbildungsordnung von 2004 gliedert die Prüfung in einen praktischen Teil A mit 4 Arbeitsaufgaben, darunter das Herstellen von Sauerteigbrot, in höchstens 8 Stunden und einen schriftlichen Teil B. In den Lebenslauf gehört davon nichts: Dort steht die Prüfung als Ganzes mit Kammer und Note. Die Zwischenprüfung erwähnen Sie nicht.
In die Zeile unter der Berufsbezeichnung gehört der Ausbildungsbetrieb mit Ort, auf Wunsch ergänzt um die Berufsschule. Danach folgen Prüfung, Kammer und Note:
Ausbildung
Gesellenprüfung vor der Handwerkskammer Lübeck, Note: gut (90 Punkte).
Weiterbildung für Bäcker: Meisterprüfung, Schulungen und Führerschein
Unter „Weiterbildung“ stehen Prüfungen und Lehrgänge mit Anbieter und Jahr, der jüngste Eintrag zuerst. Als naheliegenden Aufstieg nennt BERUFENET die Prüfung zum Bäckermeister. Weitere Wege sind die Fachschule für Lebensmitteltechnik mit dem Schwerpunkt Bäckereitechnik und die Fortbildung zum Verkaufsleiter im Lebensmittelhandwerk.
Die Meisterprüfung im Bäcker-Handwerk besteht aus 4 Teilen. Teil I verlangt nach der Bäckermeisterverordnung eine Meisterprüfungsarbeit und eine Arbeitsprobe, Teil II prüft die Fachtheorie, Teil III Betriebswirtschaft und Recht, Teil IV die Berufs- und Arbeitspädagogik. Den Titel Bäckermeister verwenden Sie erst, wenn alle 4 Teile bestanden sind. Mit ihm dürfen Sie nach § 51 der Handwerksordnung zusätzlich die Bezeichnung „Bachelor Professional im Bäcker-Handwerk“ führen.
| Nachweis | So steht es im Lebenslauf |
|---|---|
| Meisterprüfung, alle 4 Teile bestanden | Meisterprüfung im Bäcker-Handwerk, mit Handwerkskammer und Jahr, unter „Weiterbildung“. |
| Einzelne Teile bestanden | Meisterprüfung im Bäcker-Handwerk, Teil IV, mit Handwerkskammer und Jahr. |
| Meisterkurs läuft noch | Vorbereitung auf die Meisterprüfung im Bäcker-Handwerk, mit Schule und Beginn, etwa „seit 09/2026“. |
| Schulung zu Hygiene oder Allergenkennzeichnung | Titel der Schulung, Anbieter und Jahr. |
| Belehrung nach § 43 IfSG | Unter „Kenntnisse“, mit dem Jahr der Erstbelehrung. |
Den Führerschein Klasse B tragen Sie unter „Persönliche Daten“ ein. Die Schicht in der Backstube beginnt, bevor der erste Bus fährt, und viele Betriebe lassen ihre Bäcker die Filialen beliefern. Fahren Sie die Tour selbst, gehört sie mit der Zahl der Filialen in einen Stichpunkt.
Handwerksbäckerei, Großbäckerei oder Gastronomie: den Lebenslauf auf die Stelle abstimmen
Bäcker arbeiten laut BERUFENET in handwerklichen Bäckereien, in industriellen Großbäckereien, in Fachgeschäften wie Spezial- und Diät-Bäckereien sowie in Gastronomie und Catering. Jeder dieser Betriebe liest Ihren Lebenslauf mit einem anderen Maßstab. Rücken Sie deshalb den Stichpunkt nach oben, der zum ausgeschriebenen Arbeitsplatz passt.
| Betrieb | Was ganz oben stehen sollte |
|---|---|
| Handwerksbäckerei | Posten, selbst geführte Sauerteige, Sortenzahl und die Zahl der Filialen, für die Sie backen. |
| Großbäckerei | Linie mit Stückzahl je Stunde, Schichtmodell, Rezepturwechsel und Qualitätskontrollen. |
| Bio- oder Spezialbäckerei | Vollkorn- und Dinkelteige, lange Teigführung und Rezepturen für besondere Ernährungsformen. |
| Hotel und Gastronomie | Frühstücksgebäck, Desserts und Torten in kleinen Mengen, Arbeit nach Veranstaltungsplan. |
| Backstation im Lebensmittelhandel | Abbacken von Teiglingen nach Backplan, Warenpräsentation und Kundenkontakt. |
Lebenslauf für die Ausbildung zum Bäcker und für Quereinsteiger
Ein bestimmter Schulabschluss ist für die Bäckerausbildung rechtlich nicht vorgeschrieben. BERUFENET zählt für 2024 insgesamt 1.899 Ausbildungsanfänger im Handwerk sowie in Industrie und Handel: 33 % mit Hauptschulabschluss, 26 % mit mittlerem Bildungsabschluss, 14 % mit Hochschulreife und 9 % ohne Hauptschulabschluss.
Unter „Ausbildung“ steht bei Schülern die Schule mit Zeitraum, Schulart, Ort und dem erreichten oder angestrebten Abschluss. Nennen Sie dazu Ihre Noten in Mathematik, Deutsch und Chemie. Vertiefte Kenntnisse in diesen 3 Fächern führt BERUFENET als gute Voraussetzung für die Ausbildung an, in Mathematik etwa für das Umrechnen von Gewichtsangaben.
Ein Praktikum oder ein Ferienjob in einer Backstube gehört unter „Berufserfahrung“, auch bei nur 1 Woche Dauer. Halten Sie fest, welche Handgriffe Sie selbst übernommen haben:
Berufserfahrung
- 2 Wochen Mitarbeit in der Backstube, Arbeitsbeginn täglich um 6 Uhr.
- Abwiegen der Zutaten für 3 Brotteige und Formen von rund 200 Brötchen pro Tag unter Anleitung eines Gesellen.
Arbeiten Sie seit Jahren als Helfer in der Backstube, ohne den Beruf gelernt zu haben, ist diese Zeit zugleich Ihr Weg zur Prüfung. Nach § 37 Abs. 2 der Handwerksordnung wird zur Gesellenprüfung auch zugelassen, wer mindestens das Eineinhalbfache der Ausbildungsdauer im Beruf tätig war, bei Bäckern 4,5 Jahre. Köche und Konditoren, die in die Backstube wechseln, stellen die Stichpunkte nach vorn, die Teigarbeit zeigen.
Häufige Fragen zum Lebenslauf als Bäcker
Gehört ein Bewerbungsfoto in den Lebenslauf als Bäcker?
Ein Foto ist freiwillig: Kein Betrieb darf eines verlangen, und ob Sie eines verwenden, entscheiden Sie. Bei der Bundesagentur für Arbeit finden sich beide Haltungen: Auf der Seite zum Lebenslauf heißt es, ein Foto sei kein Muss mehr; das Bewerbungstraining derselben Behörde rechnet es weiterhin zur Mappe. In Handwerksbäckereien ist es nach wie vor verbreitet. Soll eines hinein, dann ein Bild vom Fotografen und kein Selfie aus der Backstube.
Wie viele Seiten darf der Lebenslauf als Bäcker haben?
Bis zu 2 DIN-A4-Seiten, diese Grenze nennt die Bundesagentur für Arbeit. Wer nach der Gesellenprüfung in mehreren Betrieben gearbeitet und die Meisterprüfung abgelegt hat, braucht den Platz, und niemand legt ihm die 2. Seite als Schwäche aus. Schüler und frisch ausgelernte Gesellen kommen mit 1 Seite aus.
Sollte ich die Note der Gesellenprüfung angeben?
Bei einer Prüfung aus den letzten rund 10 Jahren erwartet der Betrieb die Note. Schreiben Sie sie so, wie das Prüfungszeugnis sie ausweist, in Worten mit Punkten. Liegt die Prüfung Jahrzehnte zurück, wie bei einem Backstubenleiter mit 30 Berufsjahren, genügen Prüfung, Kammer und Jahr.
Schreibe ich Geselle, Gesellenbrief oder Gesellenprüfung?
Unter „Ausbildung“ schreiben Sie „Gesellenprüfung“, denn so heißt die Prüfung in der Handwerksordnung. „Gesellenbrief“ ist im Handwerk als Alltagswort verbreitet und kein Fehler, genauer ist die Prüfung mit Kammer und Note. In der Zeile der Stelle steht die Bezeichnung aus dem Arbeitsvertrag, also „Bäcker“ oder „Bäckergeselle“. Nach einer Ausbildung in der Backindustrie lautet der Eintrag „Abschlussprüfung vor der IHK“.
Brauche ich Referenzen im Lebenslauf?
Nein, Namen und Telefonnummern früherer Chefs sind in Deutschland unüblich. Beim Ausscheiden aus einem Betrieb haben Sie nach § 109 der Gewerbeordnung Anspruch auf ein schriftliches Arbeitszeugnis, und diese Zeugnisse machen eine Referenz überflüssig. Als Anlagen gehören Kopien Ihrer letzten 2 bis 4 Arbeitszeugnisse dazu, das jüngste zuerst, außerdem das Zeugnis der Gesellenprüfung.
Wie gebe ich Nachtarbeit und Wochenenddienste an?
In einem Stichpunkt zur Stelle, mit Schicht und Umfang, etwa „Nachtschicht an 5 Tagen pro Woche“ oder „Sonntagsdienst jede 3. Woche“. Ein eigener Abschnitt ist dafür nicht nötig. Wechseln Sie aus der Nachtschicht in eine Tagschicht oder umgekehrt, zeigt die Angabe dem Betrieb, dass Sie den Rhythmus kennen.
Sollte ich den Lebenslauf unterschreiben?
Zwingend ist die Unterschrift nicht, die Bundesagentur für Arbeit sieht in ihr aber einen möglichen Vorteil. Zur Unterschrift gehören Ort und vollständiges Datum mit Punkten, etwa „Lübeck, 12.10.2026“; darunter unterschreiben Sie mit Vor- und Nachnamen. Für die Bewerbung per E-Mail fügen Sie die eingescannte Unterschrift ein.
Fazit
Ein Lebenslauf als Bäcker zeigt, an welchem Posten Sie stehen, welche Mengen Sie je Schicht bewältigen und welche Prüfung Sie vor welcher Kammer abgelegt haben. Stehen dazu Sauerteige, Öfen und Auszubildende mit Zahlen in den Stichpunkten, weiß der Betrieb nach einer Minute, in welche Schicht Sie passen.


