Lebenslauf als Bäckereifachverkäufer: 3 Beispiele und Anleitung (2026)

Eine Bäckerei liest Ihren Lebenslauf mit einer praktischen Frage: Können Sie die Theke im Frühdienst allein führen, von der Auslage bis zur Kassenabrechnung? Hier finden Sie für jeden Abschnitt, was hineingehört, vom amtlichen Titel Ihrer Ausbildung bis zu den Zahlen, mit denen Sie Verkauf, Café und Filialleitung belegen.

Aktualisiert am 11 Min. Lesezeit

Lebenslauf-Beispiel: Bäckereifachverkäuferin, Café-Filiale

Das Wichtigste in Kürze

  • Unter „Ausbildung“ steht seit dem Ausbildungsjahrgang 2006 der amtliche Titel Fachverkäufer im Lebensmittelhandwerk, Schwerpunkt Bäckerei, während Bäckereifachverkäuferin als Position unter „Berufserfahrung“ passt.
  • Die Ausbildung dauert 3 Jahre und endet meist mit der Abschlussprüfung vor der Handwerkskammer, deren Note Sie in Worten mit Punkten übernehmen.
  • Jeder Stichpunkt steht im Substantivstil und nennt eine Zahl, etwa Bons pro Frühdienst, belegte Brötchen am Samstag oder die Retourenquote der Filiale.
  • Die Belehrung nach § 43 Infektionsschutzgesetz gehört mit dem Jahr der Erstbelehrung unter „Kenntnisse“ und nicht unter „Weiterbildung“.
  • Für den Weg in die Filial- oder Bezirksleitung zählt vor allem der Fortbildungsabschluss Geprüfter Verkaufsleiter im Lebensmittelhandwerk.
  • Arbeitszeugnisse und das Prüfungszeugnis kommen in die Anlagen, Referenzen mit Telefonnummer dagegen gar nicht in die Bewerbung.

Lebenslauf als Bäckereifachverkäufer: Aufbau und Reihenfolge

Wer in einer Bäckerei Personal einstellt, liest mit Blick auf den Thekenalltag: Wie groß war die Filiale, haben Sie morgens allein geöffnet, und kennen Sie Snacks, Kaffee und Tortenbestellungen? Ein tabellarischer Lebenslauf mit der neuesten Station oben beantwortet das auf den ersten Blick.

Für eine Stelle an der Bäckereitheke hat sich diese Gliederung bewährt:

  1. Persönliche Daten mit Anschrift, Telefon, E-Mail und Geburtsdatum
  2. Kurzprofil, falls Sie eines verwenden
  3. Berufserfahrung
  4. Ausbildung, am Ende mit dem Schulabschluss
  5. Weiterbildung
  6. Kenntnisse, EDV-Kenntnisse und Sprachkenntnisse
  7. Ehrenamt und Interessen, soweit sie etwas über Ihre Arbeit mit Menschen sagen
  8. Ort, Datum und Unterschrift

Das Geburtsdatum führt die Bundesagentur für Arbeit bei den persönlichen Angaben auf. Vorgeschrieben ist es nicht, und ein Lebenslauf ohne Geburtsdatum bleibt vollständig. Familienstand, Religion und Kinder lassen Sie weg.

Kurzprofil für Bäckereifachverkäufer: Betrieb, Berufsjahre, Schwerpunkt

Ein Kurzprofil ist in Deutschland freiwillig. Verwenden Sie eines, nennen Sie darin in 3 bis 4 Zeilen die Art des Betriebs, Ihre Berufsjahre und den Bereich, in dem Sie an der Theke am stärksten sind, jeweils mit einer Zahl.

Formel für das Kurzprofil

Berufsbezeichnung seit Jahr in Art und Größe des Betriebs. Schwerpunkt Bereich: eine Zahl mit Bezugsgröße. Aufgabe mit Verantwortung. Nächstes Ziel: Art der Stelle.

Beispiel

Bäckereifachverkäufer seit 2021 in einer Landbäckerei mit 4 Filialen. Schwerpunkt Snack und Frühstück: rund 180 belegte Brötchen pro Werktag. Vertretung der Filialleitung bei Kassenabrechnung und Tagesbestellung. Nächstes Ziel: Filialleitung in einer Handwerksbäckerei.

Freundlichkeit setzt jede Bäckerei voraus, deshalb hebt Sie das Wort von niemandem ab. Eine Filialleitung will stattdessen wissen, welchen Umfang Ihre Arbeit hatte und was Sie ohne Aufsicht erledigen.

Falsch

Freundliche und flexible Bäckereifachverkäuferin mit Spaß am Kundenkontakt und Erfahrung im Verkauf.

Richtig

Bäckereifachverkäuferin mit 6 Berufsjahren in einer Filiale mit 5 Beschäftigten, dort Kassenabrechnung, Tagesbestellung und die Einarbeitung von 2 Aushilfen pro Jahr.

Filialgröße, Aufgaben und Zahlen zeigen, was Sie an der Theke tatsächlich tragen.

Arbeiten Sie in einer Bäckerei mit Café, gehören Kaffee und Gäste ins Kurzprofil:

So sieht es im Lebenslauf aus

Kurzprofil

Fachverkäuferin im Lebensmittelhandwerk, Schwerpunkt Bäckerei, seit 2020 in einer Café-Filiale mit 30 Sitzplätzen in Hannover. Pro Frühdienst rund 250 Gäste an Theke und Tischen, dazu Kaffeespezialitäten am Siebträger und Frühstücksservice. Seit 2024 stellvertretende Filialleiterin mit Dienstplanung für 7 Beschäftigte.

Berufserfahrung als Bäckereifachverkäufer: Stationen mit Zahlen

Jede Station nennt Position, Betrieb mit Ort und den Zeitraum mit Monat und Jahr. Darunter folgen 3 bis 5 Stichpunkte im Substantivstil, also ohne ich und ohne gebeugtes Verb, und jeder enthält eine Zahl mit Bezugsgröße.

Falsch

Zuständig für Verkauf, Kasse und Sauberkeit im Laden.

Richtig

Verkauf und Beratung im Frühdienst ab 5:30 Uhr mit rund 280 Bons pro Schicht, einschließlich Kassenabrechnung und Übergabe an den Spätdienst.

Uhrzeit, Bons und Abrechnung zeigen, dass Sie eine Filiale morgens allein öffnen können.

So sieht es im Lebenslauf aus

Berufserfahrung

Bäckereifachverkäuferin07/2020 – heute
Backhaus Dinkelähre GmbH, Hannover
  • Seit 2024 stellvertretende Filialleitung einer Café-Filiale mit 7 Beschäftigten, einschließlich Dienstplan und Tagesbestellung.
  • Senkung der Retourenquote von 9 % auf 6 % innerhalb eines Jahres durch eine Bestellplanung nach Wochentag und Wetterlage.
  • Zubereitung von rund 140 belegten Brötchen und 60 Frühstückstellern pro Samstag.

An der Theke lässt sich fast jede Aufgabe beziffern. Diese Bereiche liefern die meisten Zahlen:

Zahlen, die Ihre Arbeit an der Bäckereitheke sichtbar machen
BereichSo kann es im Lebenslauf stehen
VerkaufBedienung von durchschnittlich 300 Kunden pro Frühdienst an einer Theke mit 2 Kassen.
CaféZubereitung von täglich rund 120 Kaffeespezialitäten in einer Filiale mit 20 Sitzplätzen.
BestellungenAnnahme von rund 40 Tortenbestellungen im Monat, davon etwa 10 mit Beschriftung nach Kundenwunsch.
WarenwirtschaftTagesbestellung für 90 Artikel per MDE-Gerät, Retourenquote dauerhaft unter 7 %.
BüfettZusammenstellung von 25 Frühstücksbüfetts pro Jahr für Firmenkunden mit bis zu 60 Personen.
EinarbeitungAnleitung von 2 Auszubildenden pro Jahrgang an der Kasse und an der Snacktheke.

Kenntnisse und EDV-Kenntnisse für Bäckereifachverkäufer

Unter „Kenntnisse“ gehört, was die Stellenanzeige verlangt und was Sie an anderer Stelle im Lebenslauf belegen. Laut BERUFENET, der Berufsdatenbank der Bundesagentur für Arbeit, beraten Fachverkäuferinnen und Fachverkäufer über Inhaltsstoffe, schneiden Brot und Kuchen auf, belegen Brötchen und bereiten Snacks und kleine Mahlzeiten zu.

Fachliche Kenntnisse und persönliche Stärken mit Beleg
Kenntnis oder StärkeSo belegen Sie sie
Warenkunde und BeratungBeratung zu Brotsorten, Inhaltsstoffen und Allergenen als Stichpunkt, dazu die Größe des Sortiments.
Snack und FrühstückDie Zahl der belegten Brötchen oder Frühstücksteller pro Tag in der Station.
KaffeeSiebträger oder Vollautomat und die Zahl der Getränke pro Schicht.
HygieneDie Belehrung nach § 43 IfSG mit Jahr und die HACCP-Dokumentation als Aufgabe in der Station.
Kasse und AbrechnungDie Kassenabrechnung als Stichpunkt, das Kassensystem unter „EDV-Kenntnisse“.
Belastbarkeit im StoßgeschäftKunden pro Stunde am Samstagmorgen oder die Zahl der Schichten, die Sie allein führen.

Unter „EDV-Kenntnisse“ nennen Sie die Programme mit Namen: das Kassensystem, etwa Vectron, die Bestellung per MDE-Gerät und, wenn Sie Dienstpläne schreiben, die Software dafür. Ein Eintrag wie „MS Office“ sagt einer Bäckerei wenig.

Ausbildung zum Fachverkäufer im Lebensmittelhandwerk richtig angeben

Bäckereifachverkäuferin ist das Wort aus dem Alltag und passt als Position unter „Berufserfahrung“. Unter „Ausbildung“ steht dagegen die Bezeichnung von Ihrem Prüfungszeugnis, und die hängt vom Beginn Ihrer Ausbildung ab, nicht vom Jahr der Prüfung.

Welche Bezeichnung unter „Ausbildung“ steht
Beginn der AusbildungSo steht es im Lebenslauf
Ab 08/2006Ausbildung zum Fachverkäufer im Lebensmittelhandwerk, Schwerpunkt Bäckerei
Etwa 1986 bis 07/2006Ausbildung zum Fachverkäufer im Nahrungsmittelhandwerk, Schwerpunkt Bäckerei/Konditorei
Vor etwa 1986Die Bezeichnung auf Ihrem Zeugnis, etwa Gewerbegehilfe im Bäckerhandwerk
Schwerpunkt Konditorei ab 08/2006Ausbildung zum Fachverkäufer im Lebensmittelhandwerk, Schwerpunkt Konditorei, ein eigener Schwerpunkt derselben Verordnung

Laut BERUFENET dauert die Ausbildung 3 Jahre und findet in Bäckereien und in den Bäckereiabteilungen von Handelsbetrieben statt. Im Handwerksbetrieb nimmt die Handwerkskammer die Prüfung ab, in einem Handelsunternehmen kann es die IHK sein. Die Zwischenprüfung vor dem Ende des 2. Ausbildungsjahres gehört nicht in den Lebenslauf.

In der Ausbildungsverordnung heißt die Prüfung Abschlussprüfung, viele Handwerkskammern sprechen aber auch von der Gesellenprüfung. Steht dieses Wort auf Ihrem Zeugnis, übernehmen Sie es. Die Note druckt die Kammer in Worten mit Punkten, und in dieser Form gehört sie in den Lebenslauf.

Falsch

Ausbildung Bäckereifachverkäuferin, Note 2,0.

Richtig

Ausbildung zur Fachverkäuferin im Lebensmittelhandwerk, Schwerpunkt Bäckerei. Abschlussprüfung vor der Handwerkskammer für Oberfranken, Note: befriedigend (78 Punkte).

Amtlicher Titel, prüfende Kammer und die Note in der Form des Zeugnisses lassen sich mit den Anlagen sofort abgleichen.

Als Ort der Ausbildung nennen Sie den Ausbildungsbetrieb mit Stadt, darunter die Prüfung mit Kammer und Note. Den Schulabschluss führen Sie in einer eigenen Zeile unter der Ausbildung auf.

So sieht es im Lebenslauf aus

Ausbildung

Ausbildung zur Fachverkäuferin im Lebensmittelhandwerk, Schwerpunkt Bäckerei08/2017 – 06/2020
Backhaus Dinkelähre GmbH, Hannover

Abschlussprüfung vor der Handwerkskammer Hannover, Note: gut (89 Punkte).

Weiterbildung für Bäckereifachverkäufer: Verkaufsleiter, AEVO, Belehrung

Als naheliegenden Aufstieg nennt BERUFENET die Prüfung zum Verkaufsleiter im Lebensmittelhandwerk oder zum Handelsfachwirt. Der bundesweit geregelte Titel lautet seit 2016 Geprüfter Verkaufsleiter im Lebensmittelhandwerk und wird im Schwerpunkt Bäckerei, Konditorei oder Fleischerei erworben.

Zur Prüfung zugelassen wird nach der Prüfungsverordnung unter anderem, wer die Abschlussprüfung im Beruf und 1 Jahr Berufspraxis nachweist. Zum Abschluss gehören außerdem eine Prüfung der betriebswirtschaftlichen, kaufmännischen und rechtlichen Qualifikationen nach der Allgemeinen Meisterprüfungsverordnung sowie die Ausbildereignung. Unter „Weiterbildung“ stehen Lehrgänge und Prüfungen mit Anbieter und Jahr, die neueste zuerst:

So sieht es im Lebenslauf aus

Weiterbildung

  • Fortbildung zur Geprüften Verkaufsleiterin im Lebensmittelhandwerk, Schwerpunkt Bäckerei, Prüfung voraussichtlich 2027
  • Ausbildereignung nach AEVO, Handwerkskammer Hannover, 2023

Besuchen Sie für den Verkaufsleiter einen Lehrgang in Vollzeit, wird er zu einer eigenen Station mit Zeitraum unter „Ausbildung“. So bleibt keine Lücke, denn die Bundesagentur für Arbeit rät, Unterbrechungen von mehr als 2 Monaten im Lebenslauf zu erklären.

Filiale, Café oder Supermarkt: den Lebenslauf auf die Stelle abstimmen

Laut BERUFENET arbeiten Fachverkäuferinnen und Fachverkäufer vorwiegend in Bäckereien und in Einzelhandelsgeschäften. Je nach Betrieb zählt ein anderer Teil Ihrer Erfahrung am meisten, deshalb setzen Sie in jeder Station den Stichpunkt nach oben, der zur Anzeige passt.

Was je nach Stelle am meisten zählt
StelleWas oben in der Station stehen sollte
Filiale einer HandwerksbäckereiBeratung zu Brotsorten und Inhaltsstoffen, Öffnen der Filiale im Frühdienst, Kassenabrechnung.
Bäckerei mit CaféKaffeespezialitäten, Frühstücksservice am Tisch, Sitzplätze und Gäste pro Schicht.
Bäckereiabteilung im SupermarktAufbacken nach Backplan, Warenpräsentation und die Kundenzahl im Stoßgeschäft.
Tortenverkauf und KonditoreithekeTortenbestellungen, Beschriftung und Beratung für Hochzeiten, Taufen und Geburtstage.
Filialleitung und SpringerdienstDienstplan, Teamgröße, Warenbestellung, Einsätze in mehreren Filialen und der Führerschein Klasse B.
CateringBüfetts für Firmen und Feiern mit der Zahl der Personen, von der Planung bis zur Auslieferung.

Das Büfett hat im Schwerpunkt Bäckerei einen festen Platz: Nach der Ausbildungsverordnung gehört ein anlassbezogenes Büfett aus Backwaren und selbst hergestellten Snacks zu den praktischen Aufgaben der Abschlussprüfung. Wer sich auf eine Stelle mit Catering bewirbt, kann daran im Kurzprofil anknüpfen.

Lebenslauf für die Ausbildung zum Fachverkäufer und für Quereinsteiger

Einen bestimmten Schulabschluss schreibt das Recht für diese Ausbildung nicht vor. Laut BERUFENET begannen 2024 insgesamt 2.826 Personen die Ausbildung im Schwerpunkt Bäckerei, 46 % von ihnen mit Hauptschulabschluss und 22 % mit mittlerem Bildungsabschluss.

Unter „Ausbildung“ steht Ihre Schule mit Zeitraum, Schulart, Name und Ort sowie dem Abschluss, den Sie haben oder anstreben. Nennen Sie dazu Ihre Noten in Mathematik und Deutsch, denn BERUFENET hält beide Fächer für gute Voraussetzungen: Mathematik für Preise und Rabatte, Deutsch für die Beschriftung der Angebotstafeln. Solange Sie noch keine 2 Jahre im Beruf sind, darf die Ausbildung auf Ihrem eigenen Lebenslauf über der Berufserfahrung stehen.

Ein Schülerpraktikum oder ein Minijob in einer Bäckerei steht unter „Berufserfahrung“, auch wenn er nur wenige Stunden pro Woche umfasst:

So sieht es im Lebenslauf aus

Berufserfahrung

Aushilfe im Verkaufseit 09/2025
Bäckerei Leinsaat, Erfurt
  • Thekenverkauf samstags von 6 bis 12 Uhr mit rund 150 Kunden pro Schicht.
  • Einräumen von etwa 40 Blechen Kleingebäck am Morgen und Reinigung der Brotschneidemaschine nach Hygieneplan.

Häufige Fragen zum Lebenslauf als Bäckereifachverkäufer

Schreibe ich Bäckereifachverkäuferin oder Fachverkäuferin im Lebensmittelhandwerk?

Beides, an verschiedenen Stellen. Als Position unter „Berufserfahrung“ und im Kurzprofil ist Bäckereifachverkäuferin üblich und verständlich. Unter „Ausbildung“ steht der Titel aus dem Prüfungszeugnis, für einen Ausbildungsbeginn ab August 2006 also Fachverkäuferin im Lebensmittelhandwerk, Schwerpunkt Bäckerei.

Gehört ein Foto in den Lebenslauf als Bäckereifachverkäufer?

Ein Foto ist freiwillig, und kein Arbeitgeber darf es verlangen. Die Bundesagentur für Arbeit bezeichnet es auf ihrer Lebenslauf-Seite als kein Muss mehr, sieht es in ihrem Bewerbungstraining aber weiterhin im Lebenslauf vor, sofern kein Deckblatt verwendet wird. In Handwerksbäckereien ist es noch weit verbreitet. Wenn Sie eines verwenden, dann eine Aufnahme vom Fotografen statt eines Selfies.

Wie viele Seiten darf der Lebenslauf als Bäckereifachverkäufer haben?

Mehr als 2 DIN-A4-Seiten sieht die Bundesagentur für Arbeit nicht vor. Mit Ausbildung, mehreren Arbeitgebern und einer Aufstiegsfortbildung ist diese Länge angemessen. Für die Bewerbung um einen Ausbildungsplatz reicht in der Regel eine Seite.

Gehört das Gesundheitszeugnis in den Lebenslauf?

Das Wort Gesundheitszeugnis stammt aus dem Bundes-Seuchengesetz, das 2001 vom Infektionsschutzgesetz abgelöst wurde. Heute heißt der Nachweis Bescheinigung über die Belehrung nach § 43 IfSG. Er gehört mit dem Jahr der Erstbelehrung unter „Kenntnisse“, etwa „Belehrung nach § 43 IfSG, 2019“, und die Bescheinigung selbst legen Sie bei, wenn der Betrieb danach fragt.

Gehört die Prüfungsnote in den Lebenslauf einer Bäckereifachverkäuferin?

Bei einem Abschluss aus den letzten rund 10 Jahren ist das üblich. Übernehmen Sie die Note so, wie das Kammerzeugnis sie ausweist, in Worten mit Punkten, und erfinden Sie keine Kommanote. Geben Sie bei der Ausbildung eine Note an, dann auch beim Schulabschluss aus derselben Zeit.

Welche Nachweise ersetzen in der Bäckerei die Referenzen?

Ihre Arbeitszeugnisse. Nach § 109 der Gewerbeordnung steht Ihnen beim Ausscheiden ein schriftliches Zeugnis zu, und das ersetzt in Deutschland die Referenz. Legen Sie die letzten 2 bis 3 Zeugnisse als Kopie bei, das neueste zuerst, dazu das Prüfungszeugnis der Kammer. Namen und Telefonnummern früherer Vorgesetzter gehören nicht in den Lebenslauf.

Zählt ein Aushilfsjob in der Bäckerei als Berufserfahrung?

Ja, ein Minijob oder eine Aushilfstätigkeit an der Theke steht als eigene Station unter „Berufserfahrung“. Geben Sie die Wochenstunden oder die Schichten an, etwa samstags von 6 bis 12 Uhr, damit der Umfang klar ist. Für Schülerinnen und Schüler ist das oft der stärkste Abschnitt im Lebenslauf.

Fazit

Ein Lebenslauf als Bäckereifachverkäufer überzeugt, wenn er den amtlichen Ausbildungstitel mit Kammer und Note nennt und jede Station mit Zahlen aus Frühdienst, Snacktheke, Café oder Filialleitung belegt. Die Belehrung nach § 43 IfSG unter „Kenntnisse“ und eine Aufstiegsfortbildung unter „Weiterbildung“ runden das Bild für die Filialleitung ab, die ihn liest.

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