Das Wichtigste in Kürze
- Die Berufsbezeichnung Arzt darf nach § 2a Bundesärzteordnung nur führen, wer approbiert ist oder eine Erlaubnis zur Berufsausübung hat; im Praktischen Jahr steht deshalb PJ-Studentin oder PJ-Student im Lebenslauf.
- Die Approbation steht unter „Ausbildung“ mit Monat und Jahr, als eigene Zeile oder direkt beim Studium der Humanmedizin.
- Im Eintrag zur aktuellen Stelle stehen das Weiterbildungsziel und jede Rotation mit ihrer Dauer in Monaten.
- Stichpunkte im Substantivstil nennen Zahlen, die auch im Logbuch stehen: Sonographien, Eingriffe als Erstoperateur, Dienste pro Monat.
- Die Gesamtnote der Ärztlichen Prüfung übernehmen Sie wie im Zeugnis, in Worten mit Zahlenwert, etwa „gut (1,83)“.
- Bis zu 2 DIN-A4-Seiten sind normal; Publikationsliste, Arbeitszeugnisse, Weiterbildungszeugnisse und Urkunden gehören in die Anlagen.
Lebenslauf als Arzt: Aufbau und Reihenfolge
Arzt ist ein reglementierter Beruf. Laut BERUFENET, der Berufsdatenbank der Bundesagentur für Arbeit, setzt er ein mit dem Staatsexamen abgeschlossenes Studium der Humanmedizin und die Approbation oder eine Erlaubnis nach der Bundesärzteordnung voraus. Nach diesen beiden Angaben sucht eine Klinik als Erstes, danach nach Ihrem Stand in der Facharztweiterbildung.
Der Lebenslauf ist tabellarisch und antichronologisch aufgebaut, die aktuelle Stelle steht oben. Für eine Bewerbung in Klinik oder Praxis passt diese Reihenfolge:
- Persönliche Daten mit Geburtsdatum, Doktorgrad vor dem Namen
- Kurzprofil mit Gebiet und Weiterbildungsstand, wenn Sie eines schreiben
- Berufserfahrung mit Abteilungen und Rotationen
- Ausbildung: Promotion, Approbation, Studium der Humanmedizin, Abitur
- Weiterbildung: Facharztanerkennung, Zusatz-Weiterbildungen, Kurse
- Kenntnisse, EDV-Kenntnisse und Sprachkenntnisse
- Ort, Datum und Unterschrift
Das Geburtsdatum zählt die Bundesagentur für Arbeit zu den üblichen persönlichen Angaben, eine Pflicht ist es nicht. Familienstand, Konfession und Kinder lassen Sie weg. Für Stellen mit Hausbesuchen oder Notarztdiensten ergänzen Sie den Führerschein Klasse B.
Kurzprofil für Ärzte: Gebiet, Weiterbildungsjahr, Schwerpunkt
Ein Kurzprofil ist im deutschen Lebenslauf freiwillig. Im Arztberuf lohnt es sich, weil 3 bis 4 Zeilen zusammenfassen, was sonst erst die Berufserfahrung zeigt: Gebiet, Weiterbildungsjahr, Rotationen und ein Verfahren, das Sie sicher beherrschen.
Formel für das Kurzprofil
Position mit Weiterbildungsziel oder Facharztbezeichnung, Weiterbildungsjahr oder Jahr der Anerkennung. Rotationen in Abteilungen. Schwerpunkt Verfahren: Zahl mit Bezugsgröße. Promotion, Zusatz-Weiterbildung oder Kurs mit Jahr.
Beispiel
Ärztin in Weiterbildung zur Fachärztin für Innere Medizin, im 4. Weiterbildungsjahr. Rotationen in Gastroenterologie, Kardiologie, Zentraler Notaufnahme und internistischer Intensivmedizin. Schwerpunkt Sonographie: rund 520 Untersuchungen des Abdomens seit 2023. Promotion 2024 an der Universität Leipzig.
Eigenschaften wie empathisch oder belastbar stehen in fast jeder Arztbewerbung und lassen sich nicht prüfen. Abteilungen, Fallzahlen und Dienste dagegen schon.
Falsch
Engagierter und empathischer Arzt mit hoher Belastbarkeit, Teamfähigkeit und Freude am Umgang mit Patienten.
Richtig
Facharzt für Allgemeinmedizin seit 2024, Weiterbildung in Innerer Medizin und Chirurgie sowie in 2 Hausarztpraxen, zuletzt rund 60 Patientenkontakte pro Sprechstundentag einschließlich Hausbesuchen.
Mit Anerkennung, Weiterbildungsstationen und Praxisalltag kann eine Praxisinhaberin etwas anfangen, mit Adjektiven nicht.
Mit wachsender Erfahrung rücken Funktion und Verantwortung nach vorn. So kann das Kurzprofil eines Oberarztes lauten:
Kurzprofil
Facharzt für Anästhesiologie mit Zusatzbezeichnung Notfallmedizin, seit 2023 Oberarzt in einem Haus der Schwerpunktversorgung mit 12 OP-Sälen. Narkoseführung bei rund 900 Eingriffen pro Jahr in Unfallchirurgie und Orthopädie, davon etwa 35 % in Regionalanästhesie. 6 Notarztdienste pro Monat auf dem Notarzteinsatzfahrzeug, verantwortlich für die Einarbeitung neuer Assistenzärztinnen und Assistenzärzte.
Berufserfahrung als Arzt: Abteilungen, Rotationen und Dienste
Jeder Eintrag nennt Position, Klinik oder Praxis mit Ort und den Zeitraum mit Monat und Jahr. Weil ein Haus viele Abteilungen hat, gehört das Fach zur Position, etwa „Assistenzärztin, Innere Medizin“. Die Bundesagentur für Arbeit empfiehlt pro Stelle 3 bis 5 kurze Stichpunkte.
Stichpunkte im Substantivstil kommen ohne ich und ohne konjugiertes Verb aus: „Versorgung von“, „Durchführung von“, „Erstoperateur bei“. Jeder nennt eine Zahl, und bei Eingriffen zählt vor allem Ihre Rolle am OP-Tisch.
Falsch
Mitarbeit im OP bei allgemein- und viszeralchirurgischen Eingriffen.
Richtig
Erstoperateur bei 48 laparoskopischen Cholezystektomien und 35 Appendektomien, Assistenz bei rund 300 weiteren Eingriffen der Allgemein- und Viszeralchirurgie.
Rolle und Fallzahl zeigen den Stand Ihrer Weiterbildung, den „Mitarbeit im OP“ offenlässt.
Rotationen innerhalb derselben Klinik bleiben ein Eintrag. Die Abteilungen und ihre Dauer nennen Sie im ersten Stichpunkt:
Berufserfahrung
- Weiterbildung zur Fachärztin für Innere Medizin, Rotationen: Gastroenterologie (20 Monate), Zentrale Notaufnahme (6 Monate), internistische Intensivstation (6 Monate), Kardiologie (seit 10/2025).
- Stationsärztliche Betreuung von 12 bis 14 Patientinnen und Patienten auf einer kardiologischen Station mit 30 Betten.
- Durchführung von rund 520 Abdomensonographien und 150 transthorakalen Echokardiographien seit 2023, dokumentiert im eLogbuch.
- Nacht- und Wochenenddienste im internistischen Bereitschaftsdienst, durchschnittlich 5 pro Monat.
Die Zahlen finden Sie in Ihrem Logbuch. Wer sich in der Facharztweiterbildung befindet, dokumentiert dort nach der Musterweiterbildungsordnung der Bundesärztekammer kontinuierlich. Die Ordnung nennt für viele Verfahren Richtzahlen, für den Facharzt für Innere Medizin etwa 400 Sonographien des Abdomens.
| Bereich | So kann es im Lebenslauf stehen |
|---|---|
| Station | Stationsärztliche Betreuung von 10 bis 12 Patientinnen und Patienten auf einer geriatrischen Station mit 24 Betten. |
| Endoskopie | Durchführung von rund 250 Gastroskopien und 90 Koloskopien seit 2024. |
| Notaufnahme | Ersteinschätzung und Erstversorgung von durchschnittlich 25 Patientinnen und Patienten pro Spätdienst. |
| Hausarztpraxis | Hausärztliche Versorgung mit rund 45 Patientenkontakten pro Tag und 8 Hausbesuchen pro Woche. |
| Lehre | Anleitung von 6 PJ-Studierenden pro Jahr im Tertial Innere Medizin. |
| Qualität | Senkung der Zeit bis zur ersten Antibiotikagabe bei Sepsisverdacht von 90 auf 45 Minuten. |
Studium, Approbation und Promotion im Lebenslauf
Das Medizinstudium umfasst laut Approbationsordnung für Ärzte 6 Jahre einschließlich des Praktischen Jahres. Im Lebenslauf steht es als eine Zeile mit Universität, Zeitraum und Abschluss, dazu die Approbation mit Monat und Jahr, als eigene Zeile oder im Studieneintrag.
Die nach Landesrecht zuständige Stelle errechnet die Gesamtnote der Ärztlichen Prüfung aus den Noten der Abschnitte auf 2 Nachkommastellen genau, und das Zeugnis nennt sie in Worten mit Zahlenwert. Übernehmen Sie beides, solange das Staatsexamen nicht länger als etwa 10 Jahre zurückliegt:
Ausbildung
Dissertation zu Risikofaktoren für eine erneute Krankenhausaufnahme bei Herzinsuffizienz. Prädikat: magna cum laude.
Abschluss: Ärztliche Prüfung (Staatsexamen), Gesamtnote: gut (1,83). Wahltertial im Praktischen Jahr: Neurologie.
Eine noch nicht abgeschlossene Promotion steht mit Thema und Beginn unter „Ausbildung“, etwa „seit 04/2024“. Das Abitur bleibt als letzte Zeile unter „Ausbildung“, seine Note lassen Sie nach dem Staatsexamen weg.
Welche Prüfungen zu Ihrem Werdegang gehören, hängt vom Jahr ab, in dem Sie studiert haben. Einzelne Abschnitte nennen Sie mit den Bezeichnungen Ihres Jahrgangs:
| Jahrgang | So steht es im Lebenslauf |
|---|---|
| PJ-Beginn ab 2014 | Erster und Zweiter Abschnitt der Ärztlichen Prüfung, dann das Praktische Jahr ab Mai oder November, dann der Dritte Abschnitt und die Approbation. |
| PJ-Beginn bis August 2013 | Erster Abschnitt, dann das Praktische Jahr ab Februar oder August und der Zweite Abschnitt als letzte Prüfung. Einen Dritten Abschnitt gibt es hier nicht. |
| Studienbeginn vor Oktober 2003 | Ärztliche Vorprüfung, danach Erster, Zweiter und Dritter Abschnitt der Ärztlichen Prüfung. |
| Ärztliche Prüfung vor Oktober 2004 | Arzt im Praktikum als eigener Eintrag, spätestens bis 09/2004, erst danach die Approbation. |
Haben Sie außerhalb der EU, des EWR und der Schweiz studiert, nennen Sie die Schritte der Anerkennung mit Datum. Dazu gehören gegebenenfalls die Erlaubnis zur vorübergehenden Ausübung des ärztlichen Berufs nach § 10 Bundesärzteordnung, die in der Regel für höchstens 2 Jahre gilt, und danach die Approbation.
Facharztweiterbildung, Zusatz-Weiterbildung und Fortbildung
Die Facharztweiterbildung zählt als Berufserfahrung und steht deshalb dort. Unter „Weiterbildung“ steht, was die Ärztekammer nach einer Prüfung anerkannt hat, dazu Kurse, jeweils mit Jahr und bei Anerkennungen mit der Kammer.
Die Mindestdauer legt die Weiterbildungsordnung Ihrer Landesärztekammer fest. Die Musterweiterbildungsordnung 2018 der Bundesärztekammer, auf der die Ordnungen der Kammern aufbauen, nennt zum Beispiel diese Zeiten:
| Facharztbezeichnung | Mindestens | Darin unter anderem |
|---|---|---|
| Facharzt für Allgemeinmedizin | 60 Monate | 24 Monate ambulante hausärztliche Versorgung, 12 Monate Innere Medizin stationär |
| Facharzt für Innere Medizin | 60 Monate | 6 Monate Notfallaufnahme, 6 Monate Intensivmedizin |
| Facharzt für Anästhesiologie | 60 Monate | 12 Monate Intensivmedizin |
| Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie | 72 Monate | 48 Monate Orthopädie und Unfallchirurgie, je 6 Monate Notfallaufnahme und Intensivmedizin |
Für die Zusatz-Weiterbildung Notfallmedizin verlangt die Musterweiterbildungsordnung 24 Monate Weiterbildung in der stationären Patientenversorgung, davon 6 in Intensivmedizin, Anästhesiologie oder Notaufnahme, außerdem einen Kurs von 80 Stunden und 50 begleitete Notarzteinsätze. Wer Röntgenuntersuchungen ärztlich verantwortet, braucht die Fachkunde im Strahlenschutz und muss sie alle 5 Jahre aktualisieren. Im Lebenslauf steht deshalb das Jahr der letzten Aktualisierung.
Das Fortbildungszertifikat der Ärztekammer belegt laut Bundesärztekammer mindestens 250 Fortbildungspunkte in 5 Jahren. So sieht der Abschnitt beim Oberarzt aus der Anästhesiologie aus:
Weiterbildung
- Fortbildungszertifikat, Ärztekammer Nordrhein, 2025
- Aktualisierung der Fachkunde im Strahlenschutz, 2024
- Zusatz-Weiterbildung Notfallmedizin, Prüfung vor der Ärztekammer Nordrhein, 2022
- Anerkennung als Facharzt für Anästhesiologie, Ärztekammer Nordrhein, 2021
- Kurs-Weiterbildung Notfallmedizin, 80 Stunden, 2021
Kenntnisse und EDV-Kenntnisse im Lebenslauf eines Arztes
Unter den Kompetenzen des Berufs führt BERUFENET neben Diagnose, Indikation und Therapie auch Entlassmanagement, Fallkodierung nach ICD und OPS sowie Krankenhausinformations- und Praxisverwaltungssysteme auf. Nehmen Sie davon nur auf, was Ihre Berufserfahrung belegt.
| Kenntnis | Wo der Beleg steht |
|---|---|
| Sonographie | Zahl der Untersuchungen unter „Berufserfahrung“, ein Sonographiekurs mit Jahr unter „Weiterbildung“. |
| Notfallversorgung | Monate in der Notaufnahme, Dienste pro Monat, Notarzteinsätze. |
| Kodierung nach ICD-10-GM und OPS | Ein Stichpunkt zu Arztbriefen und Kodierung, das Krankenhausinformationssystem unter „EDV-Kenntnisse“. |
| Aufklärung und Angehörigengespräche | Aufklärungsgespräche pro Woche oder Gespräche auf einer Palliativ- oder Intensivstation. |
| EDV-Kenntnisse | Die Systeme mit Namen, etwa ORBIS oder i.s.h.med in der Klinik, CGM MEDISTAR in der Praxis. |
Bei Sprachkenntnissen steht neben der Angabe in Worten die Stufe des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens, etwa „Englisch: fließend (B2)“. Mit einem ausländischen Abschluss gehört die bestandene Fachsprachprüfung mit der prüfenden Stelle dazu, in Nordrhein etwa die Ärztekammer, die diese Prüfung seit Januar 2014 abnimmt.
Kenntnisse
Abdomensonographie · transthorakale Echokardiographie · Notfallversorgung · Kodierung nach ICD-10-GM und OPS · Entlassmanagement
EDV-Kenntnisse: ORBIS · MS Office
Sprachkenntnisse:
Rumänisch: Muttersprache
Deutsch: verhandlungssicher (C1), Fachsprachprüfung vor der Ärztekammer Nordrhein, 2021
Englisch: fließend (B2)
Lebenslauf für die erste Assistenzarztstelle: PJ, Famulatur und Nebenjobs
Vor der Approbation dürfen Sie die Berufsbezeichnung Arzt nicht führen, auch nicht im Kurzprofil. Im Praktischen Jahr schreiben Sie „PJ-Studentin“ oder „PJ-Student“, nach dem Dritten Abschnitt steht unter dem Studium „Approbation beantragt“.
Das Praktische Jahr dauert laut Approbationsordnung 48 Wochen, beginnt in der zweiten Hälfte der Monate Mai oder November und besteht aus 3 Abschnitten von je 16 Wochen: Innere Medizin, Chirurgie sowie Allgemeinmedizin oder ein anderes klinisch-praktisches Fach. Vor dem PJ liegen 4 Monate Famulatur und 3 Monate Krankenpflegedienst. PJ und Famulaturen stehen unter „Berufserfahrung“, jeweils mit Fach, Haus und Ort:
Berufserfahrung
- Tertial Innere Medizin, 11/2025 – 03/2026: Betreuung von 4 bis 6 eigenen Patientinnen und Patienten, rund 60 Abdomensonographien unter Supervision.
- Tertial Chirurgie, 03/2026 – 07/2026: erste Assistenz bei 45 Eingriffen, Wundversorgung in der Notaufnahme.
- Wahltertial Anästhesiologie seit 07/2026: Einleitung von rund 70 Narkosen unter Aufsicht.
- Anamnese und körperliche Untersuchung bei rund 15 Patientinnen und Patienten pro Tag, 6 Hausbesuche mit dem Praxisinhaber.
Nebenjobs mit Patientenkontakt, etwa im Rettungsdienst oder in der Pflege, gehören mit Stunden pro Monat ebenfalls unter „Berufserfahrung“, ein Ehrenamt im Sanitätsdienst unter „Ehrenamt“.
Häufige Fragen zum Lebenslauf als Arzt
Gehört ein Foto in den Lebenslauf als Arzt?
Vorgeschrieben ist es nicht: Kein Arbeitgeber darf ein Foto verlangen, und ob Sie eines beilegen, entscheiden Sie. Die Bundesagentur für Arbeit bezeichnet es auf ihrer Lebenslauf-Seite als „kein Muss mehr“, während ihr Bewerbungstraining die Unterlagen weiterhin mit Foto zusammenstellt. Von Selfie, Schnappschuss und einfachem Passbild rät die Bundesagentur ausdrücklich ab, ein Bewerbungsfoto entsteht beim Fotografen.
Wie lang darf der Lebenslauf eines Arztes sein?
Höchstens 2 DIN-A4-Seiten, diese Grenze setzt die Bundesagentur für Arbeit. Mit mehreren Weiterbildungsstationen, Rotationen und Zusatz-Weiterbildungen ist die zweite Seite für Fach- und Oberärzte normal. Publikationen und Vorträge führen Sie in einer eigenen Liste in den Anlagen auf, nicht im Lebenslauf selbst.
Gehört der Doktortitel in den Lebenslauf?
Ja, an 2 Stellen: als Dr. med. vor dem Namen unter „Persönliche Daten“ und als Promotion unter „Ausbildung“ mit Universität, Thema und Prädikat. Vor den Namen gehört der Titel erst, wenn Sie die Promotionsurkunde erhalten haben.
Wie gebe ich eine Facharztweiterbildung an, die noch nicht abgeschlossen ist?
Sie steht als aktuelle Stelle unter „Berufserfahrung“, mit dem Weiterbildungsziel im ersten Stichpunkt, etwa „Weiterbildung zur Fachärztin für Innere Medizin“, und dem Weiterbildungsjahr im Kurzprofil. Unter „Weiterbildung“ erscheint die Facharztbezeichnung erst mit dem Jahr, in dem die Ärztekammer sie anerkannt hat.
Gehört die Note der Ärztlichen Prüfung in den Lebenslauf?
Ja, wenn das Staatsexamen nicht länger als etwa 10 Jahre zurückliegt. Übernehmen Sie die Gesamtnote aus dem Zeugnis, in Worten mit Zahlenwert wie „gut (1,83)“. Sind Sie promoviert, nennen Sie auch das Prädikat Ihrer Promotion. Steht nur eine der beiden Bewertungen im Lebenslauf, wirkt das selektiv.
Gehören Referenzen von Chefärzten in den Lebenslauf?
Nein. Nach § 109 Gewerbeordnung hat jeder Arbeitnehmer Anspruch auf ein schriftliches Arbeitszeugnis, und in der Facharztweiterbildung stellt der zur Weiterbildung befugte Arzt zusätzlich ein Weiterbildungszeugnis aus. Beide legen Sie in Kopie als Anlagen bei, zusammen mit Approbationsurkunde und Facharzturkunde.
Wie erkläre ich eine Lücke nach dem Staatsexamen?
Eine eigene Zeile nennt, womit Sie die Zeit verbracht haben, etwa „Fertigstellung der Dissertation“ oder „Elternzeit“. Laut Bundesagentur für Arbeit gehört jede Unterbrechung über 2 Monate in den Lebenslauf. Wenige Wochen zwischen Drittem Abschnitt, Approbation und erster Stelle brauchen keine Erklärung.
Fazit
Ein Lebenslauf als Arzt zeigt auf einen Blick Approbation, Weiterbildungsstand und die Abteilungen, in denen Sie gearbeitet haben. Stichpunkte mit Fallzahlen, Diensten und Ihrer Rolle bei Eingriffen belegen, was Sie selbstständig können. Urkunden und Zeugnisse liegen als Anlagen bei.




