Das Wichtigste in Kürze
- Zuständig für Ausbildung und Abschlussprüfung ist die Tierärztekammer, keine IHK; deren voller Name gehört in die Ausbildungszeile.
- Wer die Ausbildung vor August 2006 begonnen hat, hat in der Regel als Tierarzthelferin abgeschlossen und übernimmt diese Bezeichnung aus dem Prüfungszeugnis.
- Zu jeder Praxis oder Klinik nennen Sie Praxisart und Tierarten, weil eine Pferdepraxis andere Handgriffe verlangt als eine Kleintierklinik.
- Stichpunkte stehen im Substantivstil und enthalten eine Zahl: Patienten pro Tag, Eingriffe pro Woche, Röntgenaufnahmen oder Laborproben pro Monat.
- Liegt Ihre Bescheinigung über die Kenntnisse im Strahlenschutz mehr als 5 Jahre zurück, steht unter „Weiterbildung“ die letzte Aktualisierung mit Jahr.
- Die Obergrenze der Bundesagentur für Arbeit liegt bei 2 DIN-A4-Seiten; statt Referenzen kommen Arbeitszeugnisse und Prüfungszeugnis in die Anlagen.
Lebenslauf als Tiermedizinische Fachangestellte: Aufbau und Abschnitte
Tabellarisch und mit der jüngsten Stelle zuerst: So erwartet eine Tierarztpraxis den Lebenslauf, und so sind auch alle weiteren Abschnitte geordnet. Als Obergrenze nennt die Bundesagentur für Arbeit 2 DIN-A4-Seiten; nach mehreren Praxen und einigen Fortbildungen dürfen Sie die zweite ruhig nutzen.
Diese Reihenfolge passt für die Bewerbung in Praxis und Klinik:
- Persönliche Daten mit Geburtsdatum
- Kurzprofil, falls Sie eines verwenden
- Berufserfahrung mit Praxisart und Tierarten
- Ausbildung mit der prüfenden Tierärztekammer
- Weiterbildung mit Jahr und Stundenzahl
- Kenntnisse, EDV-Kenntnisse und Sprachkenntnisse
- Führerschein, wichtig bei Hof- und Stallbesuchen der Pferde- oder Großtierpraxis
- Ort, Datum und Unterschrift
Das Geburtsdatum zählt die Bundesagentur für Arbeit zu den Angaben, die in den Lebenslauf gehören. Gesetzlich verlangt ist es nicht. Familienstand, Konfession und Kinder lassen Sie weg, und das eigene Haustier hat seinen Platz höchstens unter „Interessen“.
Kurzprofil als TFA: Praxisart, Tierarten und Schwerpunkt
Ob Sie ein Kurzprofil voranstellen, bleibt Ihnen überlassen; üblich ist beides. Wenn Sie eines schreiben, beantworten 3 bis 4 Zeilen, was eine Praxisinhaberin als Erstes wissen will: in welcher Art von Praxis Sie arbeiten, mit welchen Tierarten und worin Sie die meiste Routine haben.
Formel für das Kurzprofil
Berufsbezeichnung seit Jahr, derzeit in einer Praxisart mit Zahl der Tierärztinnen und Tierärzte in Ort. Schwerpunkt 2 bis 3 Aufgaben bei Tierarten, Zahl pro Woche oder Monat. Verwaltungsaufgabe. Fortbildung oder Stand im Strahlenschutz mit Jahr.
Beispiel
Tiermedizinische Fachangestellte seit 2023, derzeit in einer Kleintierpraxis mit 3 Tierärztinnen in Köln. Schwerpunkt OP-Vorbereitung und Narkoseüberwachung bei Hund und Katze, wöchentlich 12 bis 15 Eingriffe. Abrechnung nach GOT und Bestellwesen der tierärztlichen Hausapotheke. 2025 insgesamt 26 anerkannte Fortbildungsstunden zu Anästhesie und Zahnbehandlung.
Tierliebe setzt jede Praxis voraus; im Kurzprofil belegt sie nichts. Aussagekraft haben Praxisart, Tierarten und die Tätigkeiten, bei denen Sie ohne Anleitung arbeiten.
Falsch
Tierliebe und engagierte TFA mit Teamgeist, Einfühlungsvermögen und großer Freude an der Arbeit mit Tieren.
Richtig
Tiermedizinische Fachangestellte mit 6 Berufsjahren in einer Tierklinik mit Notdienst, Schwerpunkt stationäre Versorgung von Hund und Katze sowie Röntgen mit monatlich rund 90 Aufnahmen.
Wer das liest, weiß nach einem Satz, an welchem Arbeitsplatz der Klinik Sie sofort einsetzbar sind.
In einer Tierklinik kommen Schichtdienst, stationäre Patienten und oft die Anleitung von Auszubildenden hinzu. So liest sich das Kurzprofil einer erfahrenen TFA aus einer solchen Klinik:
Kurzprofil
Tiermedizinische Fachangestellte mit 11 Berufsjahren, davon 7 in einer Tierklinik mit 24-Stunden-Notdienst. Narkoseüberwachung bei Weichteil- und Knochenoperationen, Versorgung von bis zu 18 stationären Patienten pro Schicht und Anleitung von 3 Auszubildenden. Kenntnisse im Strahlenschutz zuletzt 2024 aktualisiert.
Berufserfahrung als TFA: Stichpunkte mit Zahlen aus Sprechstunde, OP und Labor
Zu jeder Stelle gehören Ihre Bezeichnung, der Zeitraum mit Monat und Jahr sowie die Praxis oder Klinik mit Ort. Darunter stehen 3 bis 5 Stichpunkte; diese Spanne empfiehlt die Bundesagentur für Arbeit.
Geschrieben werden die Stichpunkte als Substantivgruppen, das heißt ohne „ich“ und ohne gebeugtes Verb: „Lagerung der Patienten beim Röntgen“, „Pflege der Impferinnerungen“. Eine Zahl in jedem Stichpunkt zeigt, wie viel davon in Ihrem Alltag anfällt.
Falsch
Mitarbeit im OP und im Labor.
Richtig
OP-Vorbereitung und Narkoseüberwachung bei wöchentlich rund 20 Eingriffen, überwiegend Kastrationen und Zahnsanierungen.
Art und Zahl der Eingriffe zeigen, wie selbstständig Sie im OP arbeiten.
So kann die Stelle einer TFA aussehen, die nach der Abschlussprüfung in der Kölner Ausbildungspraxis geblieben ist:
Berufserfahrung
- Anmeldung, Terminvergabe und Behandlungsassistenz in einer Praxis mit 3 Tierärztinnen und täglich 45 bis 55 Patienten, überwiegend Hunden, Katzen und Heimtieren.
- Vorbereitung des OP und Überwachung der Narkose bei 12 bis 15 Eingriffen pro Woche.
- Anfertigung von monatlich rund 70 Röntgenaufnahmen unter tierärztlicher Aufsicht, einschließlich Lagerung der Patienten.
- 2024 Einführung von Impferinnerungen per E-Mail, Anstieg der wahrgenommenen Impftermine von 61 auf 74 %.
Die Zahlen dafür liefert meist die Praxissoftware: Terminkalender, Leistungsstatistik und Laborbuch. Diese Zahlen lassen sich in fast jeder Praxis ermitteln:
| Bereich | So kann der Stichpunkt lauten |
|---|---|
| Anmeldung und Telefon | Annahme von täglich rund 60 Anrufen und Einschätzung der Dringlichkeit nach dem Notfallschema der Praxis. |
| OP und Narkose | Instrumentieren und Führen des Narkoseprotokolls bei 6 orthopädischen Operationen pro Woche. |
| Röntgen | Lagerung und Aufnahmetechnik bei monatlich 110 Röntgenaufnahmen, Wiederholungsquote unter 5 %. |
| Labor | Blutbild, klinische Chemie und Harnuntersuchung bei 15 Proben pro Tag, Versand von wöchentlich 25 Proben an ein Fremdlabor. |
| Stationäre Patienten | Versorgung von bis zu 12 stationären Hunden und Katzen pro Schicht nach Behandlungsplan. |
| Hausapotheke | Bestellung, Wareneingang und Verfallskontrolle für rund 480 Arzneimittel sowie monatliche Bestandsaufnahme. |
| Abrechnung | Rechnungsstellung nach GOT für täglich 40 Behandlungen, dazu Mahnwesen bei monatlich 30 offenen Posten. |
Kleintierpraxis, Tierklinik oder Pferdepraxis: den Lebenslauf auf die Stelle zuschneiden
Als Arbeitgeber nennt BERUFENET, die Berufsdatenbank der Bundesagentur für Arbeit, in erster Linie Tierarztpraxen, Tierkliniken und Tierparks. Was dort täglich anfällt, unterscheidet sich stark; für die Auswahl zählt deshalb, mit welchen Tierarten Sie Routine haben.
Stellen Sie bei jeder Praxis die Stichpunkte nach oben, die zur Anzeige passen. Je nach Arbeitsplatz sind das andere:
| Arbeitsplatz | Das gehört nach oben |
|---|---|
| Kleintierpraxis | Behandlungsassistenz bei Hund, Katze und Heimtieren, Impfsprechstunde, Praxislabor, Beratung der Tierhalter zu Fütterung und Parasitenschutz. |
| Tierklinik mit Notdienst | Schicht- und Bereitschaftsdienst, Narkoseüberwachung, Versorgung stationärer Patienten, Assistenz bei Ultraschall und Endoskopie. |
| Pferdepraxis und Pferdeklinik | Umgang mit Pferden bei Untersuchung und Verbandwechsel, Röntgen am stehenden Pferd, Vorbereitung der Praxisfahrzeuge, Führerschein Klasse B. |
| Großtier- und Gemischtpraxis | Hausapotheke und Arzneimittelabgabe an landwirtschaftliche Betriebe, Dokumentation der Bestandsbesuche, Probenversand, Tourenplanung. |
| Labor und Tierpark | Im Labor die Untersuchungsverfahren mit Probenzahlen, im Tierpark die betreuten Tierarten und die Zusammenarbeit mit der Tierpflege. |
Kenntnisse und EDV-Kenntnisse: Behandlungsassistenz, Labor, Praxissoftware
Die Ausbildungsverordnung führt im Berufsbild unter anderem Hygiene und Infektionsschutz, Laborarbeiten, Röntgen und Strahlenschutz, die tierärztliche Hausapotheke, das Abrechnungswesen und das Notfallmanagement auf. Unter „Kenntnisse“ stehen davon die Punkte, nach denen die Anzeige fragt und hinter denen ein Stichpunkt Ihrer Berufserfahrung steht.
| Kenntnis | Art | Nachweis im Lebenslauf |
|---|---|---|
| Narkoseüberwachung | fachlich | Zahl und Art der Eingriffe pro Woche im Stichpunkt zur Stelle |
| Röntgen | fachlich | Aufnahmen pro Monat, dazu der Stand der Kenntnisse im Strahlenschutz |
| Abrechnung nach GOT | fachlich | Behandlungen oder Rechnungen pro Tag, die Sie selbst abrechnen |
| Ruhe bei ängstlichen Tieren und besorgten Haltern | persönlich | Ein Stichpunkt zur Anmeldung, zum Notfalltelefon oder zur Begleitung von Euthanasien, nicht das Wort „einfühlsam“ |
| Praxissoftware | EDV | Das Programm mit Namen unter „EDV-Kenntnisse“, dazu digitales Röntgen |
Die Praxissoftware nennen Sie mit Produktnamen, etwa easyVET oder Vetera, weil ein Wechsel des Programms Einarbeitung kostet. Sprachkenntnisse geben Sie mit Einstufung und Niveau nach dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen an, etwa „gute Kenntnisse (B1)“.
Kenntnisse
Narkoseüberwachung · OP-Vorbereitung · Röntgen bei Hund und Katze · Blutentnahme · Praxislabor · Abrechnung nach GOT · Hausapotheke
EDV-Kenntnisse: easyVET · digitales Röntgen · MS Office
Sprachkenntnisse:
Deutsch: Muttersprache
Englisch: gute Kenntnisse (B1)
Ausbildung zur Tiermedizinischen Fachangestellten: Tierärztekammer, Prüfung und Note
Die Ausbildung dauert laut Ausbildungsverordnung 3 Jahre und läuft dual in Praxis und Berufsschule. Für die Fachangestellten der Gesundheitsdienstberufe erklärt § 71 Abs. 6 Berufsbildungsgesetz die Kammern der jeweiligen Berufe für zuständig, hier die Tierärztekammer. Vor dieser Kammer legen Sie die Abschlussprüfung ab, und von dort stammt Ihr Prüfungszeugnis.
Die Verordnung für Tiermedizinische Fachangestellte gilt seit dem 1. August 2006. Wer davor begonnen hat, hat in der Regel den Abschluss „Tierarzthelferin“ oder „Tierarzthelfer“ erworben. Maßgeblich ist die Bezeichnung aus Ihrem Prüfungszeugnis, und sie steht ohne Erläuterung im Lebenslauf.
Falsch
Ausbildung zur Tierarzthelferin (IHK), 2021 – 2024, Note 2.
Richtig
Ausbildung zur Tiermedizinischen Fachangestellten, 08/2021 – 06/2024, Abschlussprüfung vor der Tierärztekammer Nordrhein, Note: gut (2,1).
Richtig sind die Bezeichnung aus dem Prüfungszeugnis, die prüfende Kammer, Monat und Jahr sowie die Note in der Form des Zeugnisses.
Wie die Note aussieht, regelt jede Kammer in ihrer Prüfungsordnung. Bei der Tierärztekammer Nordrhein zum Beispiel nennt das Prüfungszeugnis das Gesamtergebnis in Worten und die Dezimalnote in Klammern, etwa „gut (1,9)“. Schreiben Sie die Note so ab, wie sie auf Ihrem Zeugnis steht.
Die Zwischenprüfung lassen Sie weg; eine Abschlussprüfung in Teil 1 und Teil 2 sieht die Verordnung nicht vor. Unter der Ausbildung steht die Berufsschule oder die Ausbildungspraxis mit Ort. Nennen Sie die Schule, folgt die Ausbildungspraxis in der Anmerkung darunter:
Ausbildung
Ausbildungspraxis: Kleintierpraxis Ginsterheide, Köln; Abschlussprüfung vor der Tierärztekammer Nordrhein, Note: gut (1,9)
Weiterbildung für TFA: Strahlenschutz und anerkannte Fortbildungsstunden
Unter „Weiterbildung“ stehen Kurse mit Thema und Jahr, der neueste zuerst. Für Tiermedizinische Fachangestellte zählen 2 Einträge besonders: die Kenntnisse im Strahlenschutz und Fortbildungen, die der Gehaltstarifvertrag anrechnet.
Nach § 146 der Strahlenschutzverordnung darf die technische Durchführung beim Röntgen in der Tierheilkunde unter anderem übernehmen, wer die erforderlichen Kenntnisse im Strahlenschutz hat und unter ständiger Aufsicht einer fachkundigen Tierärztin oder eines fachkundigen Tierarztes arbeitet. Diese Kenntnisse sind mindestens alle 5 Jahre zu aktualisieren. Die Aktualisierung steht im Lebenslauf als „Aktualisierung der Kenntnisse im Strahlenschutz“ mit Jahr.
Fortbildungen für TFA erkennt eine Arbeitsgemeinschaft aus dem Bundesverband Praktizierender Tierärzte und dem Verband medizinischer Fachberufe an. Laut dem Verband medizinischer Fachberufe umfasst eine anerkannte Fortbildungsstunde 45 Minuten; für die Tätigkeitsgruppe II des Gehaltstarifvertrags sind 24 Stunden nötig, für die Tätigkeitsgruppe III 96. Übernehmen Sie deshalb bei anerkannten Fortbildungen die Stundenzahl aus der Teilnahmebescheinigung:
Weiterbildung
- Seminar Narkoseüberwachung bei Hund und Katze, 16 anerkannte Fortbildungsstunden, 2025
- Seminar Zahnbehandlung in der Kleintierpraxis, 10 anerkannte Fortbildungsstunden, 2025
Lebenslauf für den Ausbildungsplatz als TFA und für den Quereinstieg
Einen bestimmten Schulabschluss verlangt die Ausbildung rechtlich nicht. Die Mitbewerber sind trotzdem gut vorgebildet: Von den 2.820 Auszubildenden, die 2024 begonnen haben, hatten laut BERUFENET 48 % die Hochschulreife, 39 % einen mittleren Bildungsabschluss und 8 % einen Hauptschulabschluss.
Unter „Ausbildung“ steht Ihre Schule mit dem Abschluss, den Sie haben oder demnächst erreichen. Nennen Sie Ihre Noten in Biologie, Chemie, Mathematik und Deutsch; diese 4 Fächer führt BERUFENET als gute Grundlage für die Ausbildung an.
Am meisten zählt ein Praktikum in einer Tierarztpraxis. Es zeigt, dass Sie Blut, Gerüche und kranke Tiere erlebt haben und den Beruf trotzdem wollen. Reitbeteiligung oder Hundesport gehören unter „Interessen“, die Mitarbeit im Tierheim unter „Ehrenamt“. Beschreiben Sie beim Praktikum nur, was Sie tatsächlich getan haben:
Falsch
Praktikum beim Tierarzt, Einblick in alle Bereiche.
Richtig
Schülerpraktikum (2 Wochen) in einer Kleintierpraxis: Halten von Hunden und Katzen bei täglich 8 bis 12 Impfungen, Reinigung der Behandlungstische nach jedem Patienten.
2 genaue Tätigkeiten mit Zahl sagen mehr als ein Überblick über die ganze Praxis.
Quereinsteiger kommen über die Ausbildung oder eine Umschulung in den Beruf. Wer schon lange ohne Abschluss in einer Praxis mitarbeitet, kann nach § 45 Abs. 2 Berufsbildungsgesetz zur Abschlussprüfung zugelassen werden, wenn er mindestens das Eineinhalbfache der Ausbildungszeit, hier 4,5 Jahre, im Beruf tätig war.
Häufige Fragen zum Lebenslauf als Tiermedizinische Fachangestellte
Tierarzthelferin oder Tiermedizinische Fachangestellte: Welche Bezeichnung gehört in den Lebenslauf?
Unter „Ausbildung“ die Bezeichnung aus Ihrem Prüfungszeugnis. Ausgebildet wird seit dem 1. August 2006 zur Tiermedizinischen Fachangestellten; wer davor angefangen hat, hat in der Regel als Tierarzthelferin abgeschlossen. Unter „Berufserfahrung“ steht dagegen, wie Ihre Stelle im Arbeitsvertrag heißt.
Gehört ein Foto in den Lebenslauf als TFA?
Das entscheiden Sie selbst, denn ein Foto ist nicht vorgeschrieben, und keine Praxis darf es verlangen. Auf der Lebenslauf-Seite der Bundesagentur für Arbeit heißt es „kein Muss mehr“; im Bewerbungstraining derselben Behörde gehört das Foto bei Unterlagen ohne Deckblatt weiterhin in den Lebenslauf. Wenn Sie eines verwenden, dann ein Porträt vom Fotografen und kein Bild mit Ihrem Hund.
Wie lang darf der Lebenslauf einer Tiermedizinischen Fachangestellten sein?
Bis zu 2 Seiten im Format DIN A4, mehr sieht die Bundesagentur für Arbeit nicht vor. Wer in 3 Praxen gearbeitet und regelmäßig Fortbildungen besucht hat, füllt die zweite Seite ohne Mühe. Für die Bewerbung um einen Ausbildungsplatz reicht 1 Seite aus.
Soll die Note der Abschlussprüfung im Lebenslauf stehen?
Üblich ist die Note etwa bis zum 10. Jahr nach der Prüfung; danach zählt die Berufserfahrung mehr. Übernehmen Sie das Gesamtergebnis in der Form Ihres Prüfungszeugnisses, bei der Tierärztekammer Nordrhein etwa „gut (1,9)“. Steht bei der Ausbildung eine Note, gehört auch zum Schulabschluss eine.
Brauche ich Referenzen früherer Praxen im Lebenslauf?
Nein. Was eine frühere Praxis über Ihre Arbeit sagt, steht im Arbeitszeugnis, und darauf haben Sie nach § 109 Gewerbeordnung am Ende jedes Arbeitsverhältnisses Anspruch. Legen Sie Ihre letzten 2 bis 4 Arbeitszeugnisse in Kopie bei, dazu das Prüfungszeugnis der Tierärztekammer und die Bescheinigungen Ihrer Fortbildungen.
Wie gebe ich eine Elternzeit oder eine Pause zwischen 2 Praxen an?
Als eigene Zeile mit Zeitraum und Anlass, zum Beispiel „Elternzeit“ oder „Arbeitsuchend, Fortbildung zur Zahnbehandlung beim Kleintier“. Dauert die Unterbrechung länger als 2 Monate, sollte sie laut Bundesagentur für Arbeit im Lebenslauf erscheinen, und zwar mit einem Hinweis darauf, was Sie in den Monaten gemacht haben.
Gehören eigene Tiere in den Lebenslauf?
Nur unter „Interessen“ und nur kurz, etwa „Hundesport“ oder „Pferdehaltung“. Für eine Praxis ist der eigene Hund kein Beleg für berufliche Eignung. Aussagekräftiger sind ein Praktikum, die Mitarbeit im Tierheim oder Erfahrung mit einer Tierart, die in der Sprechstunde oft vorkommt.
Fazit
Ein Lebenslauf als Tiermedizinische Fachangestellte nennt zu jeder Praxis die Tierarten und beziffert, was Sie in Sprechstunde, OP, Labor und Abrechnung leisten. Unter „Ausbildung“ stehen die Bezeichnung aus dem Prüfungszeugnis und die Tierärztekammer, unter „Weiterbildung“ der Stand im Strahlenschutz und Ihre Fortbildungsstunden. Warum es gerade diese Praxis sein soll, gehört ins Anschreiben.


