Das Wichtigste in Kürze
- Unter „Ausbildung“ steht die amtliche Berufsbezeichnung Fleischer oder Fleischerin, auch wenn Ihr Betrieb Metzgerei heißt und im Arbeitsvertrag Metzger steht.
- Die Ausbildung im Handwerksbetrieb endet mit der Gesellenprüfung, die in einem Industriebetrieb mit der Abschlussprüfung vor der IHK; bei einer Prüfung aus den letzten rund 10 Jahren steht die Note in Worten mit Punkten dabei, nie als Dezimalnote.
- Wer die Ausbildung ab August 2005 begonnen hat, nennt seine 2 Wahlqualifikationen, etwa Schlachten oder Veranstaltungsservice, weil sie zeigen, wofür der Betrieb ausgebildet hat.
- Ein Stichpunkt nennt Arbeitsbereich und Menge: 12 Schweinehälften pro Woche, Brühwurst in Chargen zu 60 kg, Buffets für 120 Gäste.
- Ein Sachkundenachweis für das Schlachten steht mit Tierarten, Betäubungsverfahren und Jahr unter „Weiterbildung“; die Belehrung nach § 43 Infektionsschutzgesetz ist höchstens eine Zeile unter „Kenntnisse“ wert.
- Den Titel Fleischermeister führt erst, wer alle 4 Teile der Meisterprüfung bestanden hat, und bis dahin steht jeder bestandene Teil einzeln mit Handwerkskammer und Jahr im Lebenslauf.
Lebenslauf als Fleischer: Aufbau und was der Betrieb darin sucht
Laut BERUFENET, der Berufsdatenbank der Bundesagentur für Arbeit, arbeiten Fleischer vor allem in Betrieben des Fleischerhandwerks und in der Fleisch- und Wurstwarenindustrie, außerdem in Einzelhandelsgeschäften, Fleischgroßmärkten sowie Schlacht- und Zerlegebetrieben. Die Arbeitsplätze unterscheiden sich stark. Ein Inhaber mit 9 Beschäftigten sucht jemanden für Zerlegung, Wurstküche und Theke zugleich; ein Zerlegebetrieb besetzt einen einzelnen Platz am Band.
Der Lebenslauf selbst ist eine Tabelle mit den Zeiträumen in der linken Spalte, daneben Stelle, Betrieb und Ort, die jüngste Stelle zuoberst. Mehr als 2 DIN-A4-Seiten sollen es laut der Bundesagentur für Arbeit nicht werden; wer nach 4 Betrieben und einer Meisterprüfung die zweite Seite anbricht, liegt damit im Rahmen.
Für eine Bewerbung im Fleischerhandwerk gliedern Sie den Lebenslauf so:
- Persönliche Daten mit Anschrift, Geburtsdatum und Führerschein
- Kurzprofil, sofern Sie eines voranstellen
- Berufserfahrung
- Ausbildung mit Prüfung und Wahlqualifikationen
- Weiterbildung
- Kenntnisse, EDV-Kenntnisse und Sprachkenntnisse
- Ehrenamt und Interessen
- Ort, Datum und Unterschrift
Das Geburtsdatum führt die Bundesagentur für Arbeit unter den persönlichen Daten auf. Zwingend ist die Angabe nicht, und ein Lebenslauf ohne dieses Datum ist deshalb nicht unvollständig. Familienstand, Konfession und Staatsangehörigkeit lassen Sie weg.
Kurzprofil für Fleischer: Arbeitsbereich, Betrieb und Mengen
In Deutschland kommt ein Lebenslauf auch ohne Kurzprofil aus. Nützlich ist es für Fleischer, weil der Beruf so vielseitig ist: 3 bis 4 Zeilen stellen klar, ob Sie aus der Zerlegung, aus der Wurstküche, von der Theke oder aus dem Partyservice kommen, bevor der Inhaber die Stellen einzeln durchgeht.
Formel für das Kurzprofil
Berufsbezeichnung, Prüfung mit Jahr, Betriebsart mit Größe. Hauptarbeitsbereich: Menge pro Woche oder je Charge. Zweiter Arbeitsbereich oder Verantwortung mit Zahl. Nächster Schritt: Aufgabe, die Sie übernehmen möchten.
Beispiel
Fleischer, Gesellenprüfung 2017, seitdem in einer Bamberger Metzgerei mit 2 Filialen und 9 Beschäftigten. Wurstküche: wöchentlich rund 650 kg Brüh- und Kochwurst nach 31 Hausrezepturen. Partyservice mit Buffets für 40 bis 180 Gäste, seit 2023 Anleitung von 2 Auszubildenden. Nächster Schritt: die Leitung der Wurstküche in einem Betrieb mit eigener Schlachtung.
Wörter wie fleißig oder teamfähig kann kein Inhaber nachprüfen. Kilo, Stückzahlen und die Zahl der Filialen, die Sie beliefern, kann er dagegen mit seinem eigenen Betrieb vergleichen.
Falsch
Engagierter Metzger mit handwerklichem Geschick, Qualitätsbewusstsein und Freude am Umgang mit Kunden.
Richtig
Fleischer, seit 6 Jahren in Produktion und Verkauf einer Landmetzgerei: Zerlegung von wöchentlich 14 Schweinehälften und 2 Rinderhintervierteln, samstags Beratung an der 8-m-Bedientheke.
Arbeitsbereich und Wochenmenge machen messbar, was die Adjektive nur behaupten.
In der Industrie und an der Frischetheke eines Supermarkts ändern sich die Bezugsgrößen; der Aufbau des Kurzprofils bleibt gleich:
Kurzprofil
Fleischerin, IHK-Abschlussprüfung 2021, seit 2022 in der Feinzerlegung eines Fleischwarenherstellers mit 140 Beschäftigten. Zuschnitt von Schweinelachs und Nacken für die SB-Verpackung an einer Linie mit 6 Arbeitsplätzen, je Schicht rund 2.400 kg im Zweischichtbetrieb. Eigenkontrollen zu Temperatur und Fremdkörpern mit Eintrag ins Schichtprotokoll, Vertretung der Vorarbeiterin in deren Urlaub.
Berufserfahrung als Fleischer: Stellen mit Kilo, Stückzahlen und Arbeitsbereich
Zu jeder Stelle gehören Bezeichnung, Betrieb mit Ort und der Zeitraum in Monat und Jahr. Darunter stehen bei der aktuellen Stelle 3 bis 5 Stichpunkte; bei älteren genügen 1 oder 2. Geschrieben werden sie im Substantivstil, mit Zerlegung, Herstellung oder Beratung statt ich zerlegte, und jeder nennt eine Menge samt Bezugsgröße, etwa pro Woche oder je Charge.
Falsch
Zuständig für Zerlegung, Wurstherstellung und Verkauf.
Richtig
Grob- und Feinzerlegung von wöchentlich 12 Schweinehälften und 3 Rindervierteln, Zuschnitt der Teilstücke für die Theke und 2 Filialen.
Tierart, Menge und Abnehmer zeigen, welches Pensum Sie am Zerlegetisch allein schaffen.
Berufserfahrung
- Herstellung von wöchentlich 8 Chargen Brühwurst zu je 60 kg im Kutter, dazu Leberkäse für die heiße Theke in 2 Filialen.
- Ausbeinen und Zerlegen von 10 Schweinehälften pro Woche, Sortierung des Verarbeitungsfleischs für Wurstküche und Theke.
- Planung und Zubereitung von jährlich rund 70 Buffets des Partyservice für 40 bis 180 Gäste.
- Pökeln und Räuchern von monatlich rund 150 kg Schinken und Speck.
Mengen fallen in jedem Arbeitsbereich an, auch dort, wo niemand mitzählt. Ein Blick in Produktionsplan, Bestellliste oder Auftragsbuch liefert sie:
| Arbeitsbereich | So kann der Stichpunkt lauten |
|---|---|
| Schlachtung | Schlachtung von wöchentlich 20 Schweinen und 3 Rindern im betriebseigenen Schlachthaus, einschließlich Betäubung und Herrichten der Schlachtkörper. |
| Zerlegung | Feinzerlegung von 35 Schweineschultern je Stunde am Band, Zuschnitt nach Kundenspezifikation. |
| Wurstküche | Rohwurstherstellung nach 9 Rezepturen, monatlich rund 400 kg Salami und Mettwurst einschließlich Reifekontrolle. |
| Theke und Verkauf | Bestückung einer 6 m langen Bedientheke mit 45 Fleisch- und 60 Wurstartikeln, Beratung zu Zuschnitt und Garzeiten. |
| Partyservice | Zubereitung von Spanferkel, Braten und kalten Platten für wöchentlich 5 bis 8 Lieferaufträge. |
| Hygiene | Tägliche Temperaturmessung mit Protokoll an 7 Messstellen in Kühlräumen und Theken, 2 behördliche Kontrollen ohne Beanstandung. |
Kenntnisse im Lebenslauf als Fleischer: Zerlegung, Wurst, Hygiene und EDV
Die Begriffe unter „Kenntnisse“ sind eine Kurzfassung der Stichpunkte: Fast jeder findet sich weiter oben bei einer Stelle oder einem Lehrgang wieder. Als Anforderungen des Berufs führt BERUFENET Sorgfalt, handwerkliches Geschick, Geschicklichkeit und Verantwortungsbewusstsein auf. Im Lebenslauf werden daraus Arbeitsgänge.
| Kenntnis | Beleg im Lebenslauf |
|---|---|
| Zerlegen und Ausbeinen | Tierarten und Wochenmengen in den Stichpunkten, etwa Schweinehälften, Rinderviertel oder Lamm. |
| Wurstherstellung | Die Wurstarten beim Namen, also Brüh-, Koch- und Rohwurst, dazu Chargengröße oder Zahl der Rezepturen. |
| Pökeln und Räuchern | Erzeugnisse und Verfahren, etwa Kochschinken, Kaltrauch und Heißrauch. |
| Küchenfertige Erzeugnisse und Partyservice | Zahl der Aufträge oder Gäste; wer die Wahlqualifikation „Veranstaltungsservice“ hatte, nennt auch diese. |
| Kundenberatung | Länge der Theke, Größe des Sortiments und Kunden pro Tag. |
| Lebensmittelhygiene | Ein Stichpunkt zu den Eigenkontrollen nach dem HACCP-Konzept des Betriebs. |
| EDV-Kenntnisse | Die Systeme mit Namen: Warenwirtschaft, Kassen- und Waagensystem, Etikettierung, digitale Temperaturaufzeichnung. |
Ausbildung zum Fleischer: Gesellenprüfung, Wahlqualifikationen und Note angeben
Nach der Ausbildungsverordnung dauert die Ausbildung 3 Jahre und ist für Handwerk und Industrie zugleich anerkannt. Der Name der Prüfung richtet sich nach dem Ausbildungsbetrieb: Im Handwerksbetrieb legen Sie die Gesellenprüfung ab, in einem Betrieb der Fleischwarenindustrie die Abschlussprüfung vor der IHK. In den Lebenslauf gehört der Name, der auf Ihrem Prüfungszeugnis steht.
Seit der Neuordnung von 2005 gehören zur Ausbildung 2 Wahlqualifikationseinheiten, kurz Wahlqualifikationen, die der Ausbildungsbetrieb aus 6 auswählt: Schlachten, Herstellen besonderer Fleisch- und Wurstwaren, Herstellen von Gerichten, Veranstaltungsservice, Kundenberatung und Verkauf sowie Verpacken von Produkten. Mindestens eine stammt aus den ersten 3. Nennen Sie beide, denn zu jeder haben Sie in der praktischen Prüfung eine Aufgabe gelöst, und ein Betrieb mit eigener Schlachtung liest diese Zeile anders als ein Supermarkt.
| Ausbildung | So steht es im Lebenslauf |
|---|---|
| Beginn ab 08/2005, Handwerksbetrieb | Ausbildung zum Fleischer, Gesellenprüfung mit Jahr, dazu die 2 Wahlqualifikationen |
| Beginn ab 08/2005, Industriebetrieb | Ausbildung zum Fleischer, Abschlussprüfung vor der IHK mit Jahr, dazu die 2 Wahlqualifikationen |
| Beginn vor 08/2005 | In der Regel Fleischer mit der Fachrichtung aus dem Zeugnis; ab 1983 waren das Schlachten, Herstellen von Feinkost und Konserven sowie Verkauf |
Das Prüfungszeugnis weist Punkte und eine Note in Worten aus. In dieser Form, etwa „gut (82 Punkte)“, gehört das Ergebnis in den Lebenslauf, solange die Prüfung nicht länger als 10 Jahre zurückliegt. Für andere Abschlüsse aus diesem Zeitraum gilt dasselbe: entweder überall eine Note oder nirgends. Die prüfende Handwerkskammer oder Innung dürfen Sie dazusetzen.
Falsch
Metzgerlehre, Abschluss mit 2,0.
Richtig
Ausbildung zum Fleischer, Wahlqualifikationen: Schlachten; Kundenberatung und Verkauf. Gesellenprüfung vor der Handwerkskammer Münster, Note: gut (87 Punkte).
Die Berufsbezeichnung aus der Verordnung, die Wahlqualifikationen und die Note in der Schreibweise des Zeugnisses halten jedem Blick in Ihre Unterlagen stand.
In die Zeile unter der Berufsbezeichnung gehört der Ausbildungsbetrieb oder die Berufsschule mit Stadt. Weil 2 der 6 Wahlqualifikationen selbst ein „und“ enthalten, trennt ein Semikolon Ihre beiden besser als ein Komma.
Ausbildung
Gesellenprüfung vor der Handwerkskammer für Oberfranken, Note: gut (82 Punkte). Wahlqualifikationen: Herstellen besonderer Fleisch- und Wurstwaren; Veranstaltungsservice.
Fleischer oder Metzger: welche Berufsbezeichnung in den Lebenslauf gehört
Metzger, Schlachter und Fleischer bezeichnen je nach Region denselben Beruf, und viele Betriebe im Süden und Westen heißen Metzgerei. Amtlich gibt es nur eine Form: Die Ausbildungsverordnung kennt den Ausbildungsberuf Fleischer oder Fleischerin. Wo welches Wort steht, hängt vom Abschnitt ab.
| Abschnitt | Welches Wort dort steht |
|---|---|
| Ausbildung | Fleischer oder Fleischerin, wie im Prüfungszeugnis. |
| Berufserfahrung | Die Bezeichnung aus Arbeitsvertrag oder Arbeitszeugnis, etwa Metzger, Fleischer, Zerleger oder Vorarbeiter. |
| Kurzprofil | Das Wort aus der Stellenanzeige: Sucht der Betrieb einen Metzger, schreiben Sie „Metzger“. |
| Weiterbildung | Meisterprüfung im Fleischer-Handwerk und Fleischermeister, auch dort, wo im Alltag Metzgermeister gesagt wird. |
Innerhalb von „Berufserfahrung“ bleiben Sie bei einem Wort, wenn die Arbeit dieselbe war. Dieselbe Tätigkeit unter 3 Bezeichnungen liest sich wie 3 Berufe.
Weiterbildung für Fleischer: Meisterprüfung, Sachkundenachweis und Führerschein
Der übliche nächste Abschluss ist laut BERUFENET die Meisterprüfung mit dem Titel Fleischermeister. Die Prüfung besteht nach der Handwerksordnung aus 4 selbstständigen Teilen, und den Titel führt erst, wer alle bestanden hat. Bis dahin steht jeder bestandene Teil mit Handwerkskammer und Jahr unter „Weiterbildung“. Eine Meisterschule in Vollzeit erhält dagegen eine eigene Zeile mit Zeitraum unter „Ausbildung“, damit die Monate ohne Arbeitgeber erklärt sind.
Weiterbildung
- Meisterprüfung im Fleischer-Handwerk, Teil IV (Berufs- und Arbeitspädagogik), Handwerkskammer für Oberfranken, 2023
- Interne Schulung Allergenkennzeichnung an der Bedientheke, Metzgerei Dreigiebel, 2021
Wer Tiere betäubt oder schlachtet, muss nach § 4 der Tierschutz-Schlachtverordnung sachkundig sein. Den Sachkundenachweis erteilt auf Antrag die zuständige Behörde oder eine nach Landesrecht beauftragte Einrichtung; die Prüfung dazu bezieht sich auf bestimmte Tierkategorien und Betäubungsverfahren. Haben Sie einen, tragen Sie ihn deshalb mit genau diesen Angaben ein, etwa als „Sachkundenachweis nach § 4 TierSchlV für Schweine und Rinder, Bolzenschuss und Elektrobetäubung“, dazu Aussteller und Jahr.
Der Führerschein Klasse B steht unter „Persönliche Daten“, sobald die Stelle Fahrten einschließt: Auslieferung für den Partyservice, Belieferung der Filialen oder Fahrten mit dem Verkaufswagen zum Wochenmarkt.
Lebenslauf für die Ausbildung zum Fleischer, für Berufseinsteiger und Quereinsteiger
Rechtlich vorgeschrieben ist für die Ausbildung kein bestimmter Schulabschluss. Von den 1.146 Personen, die 2024 laut BERUFENET im Handwerk eine Ausbildung zum Fleischer begonnen haben, hatten 41 % einen Hauptschulabschluss, 29 % einen mittleren Bildungsabschluss und 10 % die Hochschulreife.
Bei der Bewerbung um den Ausbildungsplatz zählt neben dem Zeugnis der Nachweis, dass Sie einen Betrieb von innen kennen. Unter „Ausbildung“ stehen Schule, Ort und der Abschluss, den Sie haben oder anstreben, unter seinem Namen in Ihrem Bundesland. Mathematik, Biologie und Deutsch zählen laut der Datenbank zu den Fächern, in denen vertiefte Kenntnisse eine gute Voraussetzung sind; Ihre Noten darin dürfen Sie angeben, wenn sie für Sie sprechen.
Ein Praktikum in einer Fleischerei gehört unter „Berufserfahrung“, selbst wenn es nur wenige Tage waren. Halten Sie fest, woran Sie mitgearbeitet haben:
Berufserfahrung
- Würzen und Marinieren von täglich rund 15 kg Grillfleisch unter Anleitung einer Gesellin.
- Vakuumieren und Etikettieren von rund 80 Packungen Aufschnitt pro Tag, Auffüllen der Bedientheke vor Ladenöffnung.
Frisch ausgelernte Gesellen haben mehr vorzuweisen, als sie oft hinschreiben: die beiden Wahlqualifikationen und die Aufgaben der praktischen Prüfung, zu denen das Ausbeinen und Zerlegen eines Rinderhinterviertels gehört. Wer aus der Küche oder dem Lebensmittelverkauf kommt und ohne Gesellenprüfung in der Produktion arbeitet, gibt die tatsächliche Tätigkeit an, etwa Produktionsmitarbeiter in der Zerlegung. Unter „Fleischer“ versteht ein Betrieb jemanden mit bestandener Prüfung.
Häufige Fragen zum Lebenslauf als Fleischer
Gehört ein Bewerbungsfoto in den Lebenslauf als Fleischer?
Verpflichtend ist es nicht: Verlangen darf ein Arbeitgeber kein Foto, und Sie allein bestimmen, ob Ihr Lebenslauf eines enthält. Die Bundesagentur für Arbeit bezeichnet das Foto in den Hinweisen zum Lebenslauf als „kein Muss mehr“, während im Bewerbungstraining der Agentur der Lebenslauf ohne Deckblatt weiterhin ein Foto enthält. In inhabergeführten Handwerksbetrieben ist es nach wie vor verbreitet. Wer eines verwendet, lässt es professionell aufnehmen; ein Handybild in Arbeitskleidung hinter der Theke genügt nicht.
Wie viele Seiten darf ein Lebenslauf als Fleischer haben?
Er darf 2 DIN-A4-Seiten füllen; bei dieser Länge setzt die Bundesagentur für Arbeit die Obergrenze. Ein Geselle mit 3 oder 4 Betrieben, Meisterprüfungsteilen und Sachkundenachweis braucht diesen Platz, ohne dass es ihm jemand ankreidet. Vor der Ausbildung ist 1 Seite das übliche Maß.
Schreibe ich Metzger oder Fleischer in den Lebenslauf?
Unter „Ausbildung“ immer Fleischer oder Fleischerin, denn so heißt der Ausbildungsberuf in der Verordnung. Bei den Stellen übernehmen Sie das Wort aus Arbeitsvertrag oder Arbeitszeugnis, im Kurzprofil das aus der Stellenanzeige. Sucht eine Metzgerei in Bayern einen Metzger, steht dort „Metzger“.
Brauche ich Referenzen vom früheren Chef?
Nein. Namen und Telefonnummern früherer Vorgesetzter haben in einem deutschen Lebenslauf keinen Platz. Jeder Betrieb, ob Metzgerei oder Fleischwarenhersteller, muss Ihnen nach § 109 der Gewerbeordnung beim Ausscheiden ein schriftliches Zeugnis ausstellen, und diese Arbeitszeugnisse ersetzen die Referenz. Der Bewerbung liegen Kopien der letzten 2 bis 4 bei, das neueste vorn, außerdem das Zeugnis Ihrer Gesellen- oder Abschlussprüfung.
Wie gebe ich Monate ohne Anstellung zwischen zwei Betrieben an?
Sobald die Pause 2 Monate überschreitet, bekommt sie eine eigene Zeile mit Zeitraum. So rät es die Bundesagentur für Arbeit, die außerdem empfiehlt dazuzuschreiben, was Sie in der Zeit gemacht haben. Bei Fleischern sind das oft die Meisterschule in Vollzeit, die Arbeitssuche nach einer Betriebsschließung oder die Elternzeit. „Arbeitsuchend nach Betriebsschließung, Aushilfstätigkeit auf dem Wochenmarkt“ ist eine vollständige Auskunft.
Unterschreibe ich den Lebenslauf?
Sie dürfen, müssen aber nicht. Laut der Bundesagentur für Arbeit ist es nicht unbedingt notwendig, den Lebenslauf zu unterschreiben, es kann jedoch ein Vorteil sein. Ans Ende gehören in diesem Fall Ort und Datum in der Form „Bamberg, 12.10.2026“ und darunter Ihr Namenszug, bei einer Bewerbung per E-Mail eingescannt.
Fazit
3 Angaben tragen einen Lebenslauf als Fleischer: die amtliche Berufsbezeichnung mit Prüfung und Wahlqualifikationen, die Arbeitsbereiche von der Zerlegung bis zum Partyservice und die Mengen dahinter. Meisterprüfungsteile und ein Sachkundenachweis kommen hinzu, wo Sie welche haben. Arbeitszeugnisse und Prüfungszeugnis liegen der Bewerbung bei und belegen den Rest.


