Das Wichtigste in Kürze
- Die Berufsbezeichnung im Lebenslauf lautet Augenoptiker oder Augenoptikerin, so wie sie auf dem Prüfungszeugnis steht, und nicht „Optiker“.
- Die Ausbildung im Augenoptiker-Handwerk endet mit der Gesellenprüfung, deren Note Sie in der Form des Zeugnisses übernehmen, etwa „gut (83 Punkte)“.
- Teil 1 und Teil 2 der Gesellenprüfung erscheinen im Lebenslauf nicht einzeln, sondern als eine Prüfung mit einer Gesamtnote.
- Jeder Stichpunkt unter „Berufserfahrung“ ist im Substantivstil formuliert und enthält eine Zahl: 35 Beratungen pro Woche, 12 Refraktionsbestimmungen, 30 gefertigte Brillen.
- Refraktionsbestimmung und Kontaktlinsenanpassung nennen Sie mit dem Jahr, seit dem Sie beides selbstständig durchführen; „Optometrist“ schreibt nur, wer die Prüfung dazu bestanden oder das Studium abgeschlossen hat.
- Der Lebenslauf darf bis zu 2 DIN-A4-Seiten lang sein, und anstelle von Referenzen liegen Prüfungszeugnis und Arbeitszeugnisse in den Anlagen.
Aufbau des Lebenslaufs für Augenoptiker: Reihenfolge und Umfang
Ein Augenoptikbetrieb erwartet einen tabellarischen Lebenslauf, in dem die jüngste Stelle oben steht und die älteren darunter folgen. Als Obergrenze nennt die Bundesagentur für Arbeit 2 DIN-A4-Seiten; wer nach der Gesellenprüfung in mehreren Betrieben gearbeitet und Lehrgänge besucht hat, darf diesen Platz ausnutzen.
Für Bewerbungen im Augenoptiker-Handwerk hat sich diese Abfolge bewährt:
- Persönliche Daten mit Anschrift, Telefon, E-Mail und Geburtsdatum
- Kurzprofil, sofern Sie eines verwenden
- Berufserfahrung
- Ausbildung
- Weiterbildung
- Kenntnisse und EDV-Kenntnisse
- Sprachkenntnisse
- Ehrenamt und Interessen, soweit sie etwas über Ihre Arbeit mit Menschen oder Ihr handwerkliches Geschick aussagen
- Ort, Datum und Unterschrift
Die Bundesagentur für Arbeit führt Geburtsdatum und Geburtsort unter den persönlichen Daten auf. Eine Pflicht ergibt sich daraus nicht: Auch ohne Geburtsdatum gilt Ihr Lebenslauf als vollständig. Angaben zu Familienstand, Konfession oder Kindern lassen Sie weg.
Kurzprofil für Augenoptiker: Betrieb, Schwerpunkt und eine Zahl
Deutsche Lebensläufe kommen auch ohne Kurzprofil aus. Wer sich für eines entscheidet, beantwortet in 3 bis 4 Zeilen, was eine Inhaberin oder ein Filialleiter als Erstes wissen will: aus welcher Art von Betrieb Sie kommen, wie sich Ihre Arbeit auf Verkauf und Werkstatt verteilt und was Sie ohne Rückfrage erledigen.
Formel für das Kurzprofil
Berufsbezeichnung laut Zeugnis, seit Zahl Jahren in Art und Größe des Betriebs. Schwerpunkt: Zahl mit Bezugsgröße. Was Sie selbstständig durchführen, mit Jahr. Nächstes Ziel: angestrebte Stelle in Region.
Beispiel
Augenoptikerin, seit 9 Jahren im Verkauf und in der Werkstatt eines inhabergeführten Fachgeschäfts mit 6 Beschäftigten. Schwerpunkt Gleitsichtberatung und Kontaktlinsen: fester Stamm von 140 Kontaktlinsenkundinnen und -kunden. Seit 2021 selbstständige Refraktionsbestimmung, Teile III und IV der Meisterprüfung bestanden. Nächstes Ziel: stellvertretende Filialleitung im Raum Hamburg.
Modebewusstsein und Freude am Umgang mit Menschen nimmt jede Bewerbung im Augenoptiker-Handwerk für sich in Anspruch. Nachprüfen kann ein Betrieb dagegen Berufsjahre, Betriebsgröße und die Zahl der Kundinnen und Kunden, die Sie betreuen.
Falsch
Freundliche und modebewusste Augenoptikerin mit Liebe zum Detail und Freude am Umgang mit Menschen.
Richtig
Augenoptikerin mit 5 Berufsjahren in einem Fachgeschäft mit eigener Werkstatt, an 3 Tagen pro Woche im Verkauf und an 2 Tagen am Schleifautomaten, dazu jährlich rund 200 Kontaktlinsen-Nachkontrollen.
Berufsjahre, Aufteilung der Woche und Kundenzahl kann ein Betrieb im Gespräch überprüfen, die Adjektive nicht.
Liegt Ihr Schwerpunkt in der Werkstatt, ersetzen Aufträge und Fassungsarten die Beratungsgespräche:
Kurzprofil
Augenoptiker, nach der Gesellenprüfung 2022 in die Zentralwerkstatt eines Filialbetriebs mit 9 Geschäften gewechselt. Täglich 45 bis 60 Aufträge am CNC-Schleifautomaten, von der Einstärkenbrille im Vollrand bis zur randlosen Gleitsichtbrille, einschließlich Endkontrolle am Scheitelbrechwertmesser. Nachbesserungsquote unter 2 %, Einarbeitung von 3 Auszubildenden in die Werkstattabläufe.
Berufserfahrung als Augenoptiker: Verkauf und Werkstatt in Zahlen
Zu jeder Stelle unter „Berufserfahrung“ gehören die Bezeichnung aus dem Arbeitsvertrag, der Betrieb mit Ort und der Zeitraum mit Monat und Jahr. Darunter folgen 3 bis 5 Stichpunkte im Substantivstil, ohne ich und ohne gebeugtes Verb: Beratung, Refraktionsbestimmung, Einschleifen, Anpassung. Jeder Stichpunkt enthält eine Zahl und gibt an, worauf sie sich bezieht.
Falsch
Zuständig für Kundenberatung, Verkauf und Werkstattarbeiten.
Richtig
Anpassung und Abgabe von monatlich rund 60 Gleitsichtbrillen einschließlich Videozentrierung, Nachbesserungen bei weniger als 5 % der Aufträge.
Glasart, Menge und Nachbesserungsquote zeigen, wie viel Sie verkaufen und wie genau Sie arbeiten.
Berufserfahrung
- Wöchentlich rund 35 Brillenberatungen von der Bedarfsanalyse bis zur Abgabe, davon 15 für Gleitsichtgläser.
- Seit 2021 selbstständige Refraktionsbestimmung bei durchschnittlich 12 Kundinnen und Kunden pro Woche.
- Einschleifen der Gläser für wöchentlich 25 bis 30 Brillen am CNC-Schleifautomaten, auch für randlose Fassungen, anschließend Endkontrolle.
Zählen lässt sich in diesem Beruf fast alles, vom Beratungsgespräch bis zur gelöteten Fassung:
| Bereich | So kann es im Lebenslauf stehen |
|---|---|
| Beratung und Verkauf | Täglich 8 bis 10 Beratungsgespräche zu Fassung und Glas, rund 40 % der Aufträge für Gleitsicht- oder Arbeitsplatzgläser. |
| Sehtest | Refraktionsbestimmung bei 50 bis 60 Kundinnen und Kunden im Monat, bei Auffälligkeiten Verweis an die Augenarztpraxis. |
| Kontaktlinsen | Betreuung von 180 Kontaktlinsenkundinnen und -kunden, monatlich 6 Neuanpassungen weicher und formstabiler Linsen. |
| Werkstatt | Fertigung von 40 Brillen pro Woche, davon 8 randlos oder mit Nylorfassung. |
| Reparatur | Instandsetzung von täglich 5 bis 7 Brillen, vom Schraubentausch bis zur Lötarbeit an Metallfassungen. |
Kenntnisse und EDV-Kenntnisse im Lebenslauf als Augenoptiker
Unter „Kenntnisse“ steht, was die Anzeige verlangt und was ein Stichpunkt oder ein Lehrgang in Ihrem Lebenslauf bestätigt. Die Begriffe liefert die Ausbildungsverordnung: Brillengläser bearbeiten und einfassen, Brillen optisch und anatomisch anpassen, Korrektionsbedarf ermitteln, Kunden beraten, Rechnungswesen und Kalkulation durchführen.
| Kenntnis oder Stärke | So belegen Sie sie |
|---|---|
| Glasberatung | Beratungen pro Woche und der Anteil an Gleitsicht-, Arbeitsplatz- oder Sportgläsern in einem Stichpunkt. |
| Refraktionsbestimmung | Das Jahr, seit dem Sie selbstständig messen, und die Zahl der Messungen pro Woche oder Monat. |
| Kontaktlinsen | Zahl der betreuten Kundinnen und Kunden, Neuanpassungen pro Monat und die Linsenarten. |
| Werkstatt | Aufträge pro Woche mit den Fassungsarten, dazu die Geräte: Schleifautomat, Scheitelbrechwertmesser, Videozentriersystem. |
| Sorgfalt und Kundenorientierung | Nachbesserungsquote, Anteil der Stammkundschaft oder die Zahl der bearbeiteten Reklamationen. |
| EDV-Kenntnisse | Die Branchensoftware mit Namen, etwa winIpro oder AMPAREX, und das Kassensystem des Betriebs. |
Im Abschnitt selbst genügt eine Zeile; die Belege stehen in den Stichpunkten und unter „Weiterbildung“.
Kenntnisse
Gleitsichtberatung · Refraktionsbestimmung · Anpassung weicher und formstabiler Kontaktlinsen · Randlos- und Nylormontage · Videozentrierung · Abrechnung mit Krankenkassen
Ausbildung zum Augenoptiker: Gesellenprüfung und Note richtig angeben
Die Berufsbezeichnung übernehmen Sie aus Ihrem Prüfungszeugnis: Augenoptiker oder Augenoptikerin. „Optiker“ sagt die Kundschaft; in der Ausbildungsverordnung kommt das Wort allein nicht vor. Nach dieser Verordnung dauert die Ausbildung 3 Jahre.
Augenoptiker ist ein Handwerksberuf. Die Ausbildung endet deshalb mit der Gesellenprüfung vor einem Prüfungsausschuss der Handwerkskammer oder der Innung und nicht mit einer Abschlussprüfung vor der IHK. Nach der Verordnung von 2011 besteht die Gesellenprüfung aus Teil 1 und Teil 2, die mit 30 % und 70 % in das Gesamtergebnis eingehen. Im Lebenslauf erscheint nur dieses Gesamtergebnis.
Das Zeugnis weist Punkte und eine Note in Worten aus. In dieser Form gehört die Note in den Lebenslauf, etwa „gut (83 Punkte)“, und nicht als selbst umgerechnete Dezimalnote.
Falsch
Lehre als Optikerin, Abschluss 2,0.
Richtig
Ausbildung zur Augenoptikerin. Gesellenprüfung, Note: gut (83 Punkte).
Amtliche Bezeichnung, richtige Prüfung und die Note in der Schreibweise des Zeugnisses lassen sich mit der Anlage Zeile für Zeile abgleichen.
In der Zeile unter der Berufsbezeichnung steht der Ausbildungsbetrieb oder die Berufsschule, jeweils mit Stadt. Den letzten Eintrag unter „Ausbildung“ bildet Ihr Schulabschluss mit Schule, Ort und Jahr.
Ausbildung
Gesellenprüfung, Note: gut (83 Punkte).
Weiterbildung für Augenoptiker: Meisterprüfung, Optometrist, Lehrgänge
Unter „Weiterbildung“ stehen Prüfungen und Lehrgänge mit Anbieter und Jahr, beginnend mit dem jüngsten Eintrag. Als naheliegenden Aufstieg nennt BERUFENET die Prüfung zum Augenoptikermeister; mit Hochschulzugangsberechtigung kommt demnach auch ein Bachelorstudium im Studienfach „Augenoptik, Optometrie“ in Betracht.
Die Meisterprüfung hat 4 Teile, und erst wer alle bestanden hat, führt den Titel Augenoptikermeister. Nach § 51 der Handwerksordnung darf die Bezeichnung „Bachelor Professional im Augenoptiker-Handwerk“ hinzutreten; den Meistertitel ersetzt dieser Zusatz nicht. Bereits bestandene Teile nennen Sie mit Kammer und Jahr.
| Abschluss | So steht er im Lebenslauf |
|---|---|
| Gesellenprüfung | Unter „Ausbildung“: Ausbildung zum Augenoptiker, darunter folgt die Gesellenprüfung mit Note in Worten und Punkten. |
| Meisterprüfung, bestanden | Berufsbegleitend abgelegt: unter „Weiterbildung“ als Meisterprüfung im Augenoptiker-Handwerk, Handwerkskammer mit Ort, Jahr. Nach einem Lehrgang in Vollzeit: Eintrag mit Zeitraum unter „Ausbildung“. |
| Meisterprüfung, einzelne Teile | Meisterprüfung im Augenoptiker-Handwerk mit den bestandenen Teilen, etwa Teile III und IV, Handwerkskammer, Jahr. |
| Optometrist | Die Bezeichnung so, wie das Zeugnis der Handwerkskammer sie nennt, mit Jahr. |
| Studium | Unter „Ausbildung“: Studiengang, Hochschule und Abschluss wie auf der Urkunde. |
| Lehrgänge | Titel laut Teilnahmebescheinigung, Anbieter und Jahr, etwa zu Kontaktlinsen oder vergrößernden Sehhilfen. |
Weiterbildung
- Meisterprüfung im Augenoptiker-Handwerk, Teile III und IV, Handwerkskammer Hamburg, 2025
- Interne Schulung Videozentrierung und Glasberatung, Brillenwerkstatt Haselnuss GmbH, 2023
Fachgeschäft, Filiale, Augenarztpraxis: den Lebenslauf auf die Stelle abstimmen
Als Arbeitgeber nennt BERUFENET Betriebe des Augenoptiker-Handwerks, Brillenfachgeschäfte, Kontaktlinseninstitute, den Online-Handel mit Sehhilfen, Augenarztpraxen und Augenkliniken sowie die optische und feinmechanische Industrie. Welcher Stichpunkt bei jeder Stelle ganz oben steht, hängt davon ab, wo Sie sich bewerben.
| Arbeitgeber | Was in den Stichpunkten vorn stehen sollte |
|---|---|
| Inhabergeführtes Fachgeschäft | Beratung und Werkstatt aus einer Hand, Stammkundschaft, Refraktionsbestimmung und die Vertretung der Inhaberin oder des Inhabers. |
| Filialbetrieb | Beratungen pro Tag, Kassenabschluss, Samstagsdienste und die Einarbeitung neuer Kolleginnen und Kollegen. |
| Kontaktlinseninstitut | Neuanpassungen und Nachkontrollen pro Monat, Linsenarten und die Messgeräte, an denen Sie arbeiten. |
| Augenarztpraxis oder Augenklinik | Messungen pro Tag, die Geräte dazu und die Zusammenarbeit mit dem ärztlichen Team. |
| Online-Handel mit Sehhilfen | Beratung am Telefon und im Chat, bearbeitete Aufträge pro Tag und die Endkontrolle vor dem Versand. |
Lebenslauf für die Ausbildung zum Augenoptiker und für Berufseinsteiger
Rechtlich ist für die Ausbildung keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben. Laut BERUFENET gab es 2024 insgesamt 2.406 Ausbildungsanfängerinnen und -anfänger: 57 % mit mittlerem Bildungsabschluss, 26 % mit Hochschulreife und 15 % mit Hauptschulabschluss.
In der Bewerbung um einen Ausbildungsplatz steht unter „Ausbildung“ Ihre Schule mit Zeitraum, Schulart, Ort und dem Abschluss, den Sie erreicht haben oder anstreben. Ergänzen Sie Ihre Noten in Mathematik, Physik und Biologie. BERUFENET nennt diese Fächer neben Deutsch als gute Voraussetzung, unter anderem weil die optische Wirkung von Brillengläsern berechnet wird.
Selbst ein kurzes Schülerpraktikum in einem Augenoptikbetrieb ist einen Eintrag unter „Berufserfahrung“ wert, sofern die Stichpunkte zeigen, woran Sie mitgearbeitet haben:
Berufserfahrung
- In 2 Wochen Reinigen und Ausrichten von rund 40 Kundenbrillen an der Servicetheke.
- Feilen und Polieren von 6 Übungsgläsern aus Kunststoff unter Anleitung einer Gesellin.
Wer gerade ausgelernt hat, greift auf Zahlen aus der Ausbildung zurück: Beratungen im 3. Ausbildungsjahr, Werkstattaufträge pro Woche, dazu Praktika und Nebenjobs. Samstagsarbeit ist laut BERUFENET in diesem Beruf die Regel. Ein Nebenjob, den Sie samstags im Einzelhandel hatten, passt deshalb gut in den Lebenslauf. Kommen Sie als Quereinsteiger aus dem Verkauf, gehören Beratungsgespräche und Kassenverantwortung in den ersten Stichpunkt jeder Stelle.
Häufige Fragen zum Lebenslauf als Augenoptiker
Brauche ich als Augenoptiker ein Foto im Lebenslauf?
Nein, und ob Sie eines verwenden, entscheiden Sie selbst: Ein Foto ist nicht vorgeschrieben, und ein Betrieb darf keines verlangen. Auf der Lebenslauf-Seite der Bundesagentur für Arbeit heißt es, das Foto sei kein Muss mehr, während das Bewerbungstraining der Agentur die Unterlagen weiterhin mit Foto zusammenstellt. In einem Handwerk mit täglichem Kundenkontakt ist es unverändert verbreitet. Fällt Ihre Entscheidung für ein Foto, dann nehmen Sie ein Bewerbungsfoto aus dem Studio und keinen Schnappschuss.
Wie viele Seiten darf der Lebenslauf als Augenoptiker haben?
Mit 2 DIN-A4-Seiten ist laut Bundesagentur für Arbeit das Maximum erreicht. Nach mehreren Stellen, einer Meisterprüfung und einigen Lehrgängen brauchen Sie die zweite Seite, und kein Augenoptikbetrieb stört sich daran. Direkt nach der Gesellenprüfung oder für einen Ausbildungsplatz reicht 1 Seite.
Sollte ich die Note meiner Gesellenprüfung als Augenoptiker angeben?
Ja, wenn seit der Gesellenprüfung noch keine 10 Jahre vergangen sind. Schreiben Sie die Note so ab, wie das Zeugnis sie ausweist, in Worten mit Punkten, etwa „befriedigend (71 Punkte)“. Steht bei der Gesellenprüfung eine Note, dann nennen Sie auch bei den übrigen Abschlüssen aus diesen Jahren eine.
Schreibe ich „Optiker“ oder „Augenoptiker“ in den Lebenslauf?
„Augenoptiker“ oder „Augenoptikerin“, denn so heißt der Beruf in der Ausbildungsverordnung und auf Ihrem Zeugnis. Verwendet die Stellenanzeige „Optiker“, können Sie das Wort im Anschreiben aufgreifen. Im Lebenslauf bleibt es bei der amtlichen Bezeichnung, auch in der Zeile über den Stichpunkten, sofern Ihr Arbeitsvertrag nichts anderes nennt.
Muss ich Teil 1 und Teil 2 der Gesellenprüfung einzeln aufführen?
Nein. Beide Teile ergeben ein Gesamtergebnis, in das Teil 1 nach der Ausbildungsverordnung mit 30 % und Teil 2 mit 70 % eingeht. Im Lebenslauf steht die Gesellenprüfung als eine Zeile mit dieser Gesamtnote. Läuft Ihre Ausbildung noch, schreiben Sie statt der Note den voraussichtlichen Monat des Abschlusses.
Gehören Referenzen in den Lebenslauf als Augenoptiker?
Nein, ein Block mit Namen und Telefonnummern früherer Vorgesetzter ist in Deutschland unüblich. § 109 der Gewerbeordnung gibt Ihnen beim Ende eines Arbeitsverhältnisses Anspruch auf ein schriftliches Zeugnis. Kopien Ihrer letzten 2 bis 4 Arbeitszeugnisse kommen zusammen mit dem Zeugnis der Gesellenprüfung oder dem Meisterbrief in die Anlagen, geordnet wie die Stellen im Lebenslauf.
Wie gebe ich einen Meisterkurs in Vollzeit an, ohne dass eine Lücke entsteht?
Als eigenen Eintrag mit Zeitraum unter „Ausbildung“, dazu Schule oder Kammer. Fehlen noch Teile der Prüfung, nennen Sie die bestandenen. Die Bundesagentur für Arbeit rät, Unterbrechungen von mehr als 2 Monaten im Lebenslauf anzugeben und dazuzuschreiben, was man in dieser Zeit gemacht hat. Haben Sie die Prüfung neben dem Beruf abgelegt, steht sie mit Jahr unter „Weiterbildung“.
Sollte ich den Lebenslauf unterschreiben?
Unbedingt notwendig ist das laut Bundesagentur für Arbeit nicht, es kann aber ein Vorteil sein. Die Zeile am Fuß des Lebenslaufs besteht aus Ort, vollem Datum und Unterschrift, etwa „Hamburg, 12.10.2026“. Für eine Bewerbung per E-Mail fügen Sie die eingescannte Unterschrift ein.
Fazit
Ein Lebenslauf als Augenoptiker nennt die amtliche Berufsbezeichnung, die Gesellenprüfung mit der Note des Zeugnisses und zu jeder Stelle Zahlen aus Verkauf und Werkstatt. Wer zusätzlich angibt, seit wann er Refraktionsbestimmungen und Kontaktlinsenanpassungen selbstständig durchführt, beantwortet die Frage, die im Vorstellungsgespräch sonst als erste käme.


