Das Wichtigste in Kürze
- Die Abschlussbezeichnung lautet Raumausstatter oder Raumausstatterin; den Schwerpunkt Ihrer Ausbildung, einen von 4 nach der Verordnung von 2004, schreiben Sie als Zusatz dahinter.
- Stichpunkte stehen im Substantivstil und nennen das Maß des Arbeitsgebiets: Quadratmeter beim Boden, Stückzahlen in der Polsterei, Fenster oder laufende Meter Stoff in der Dekoration.
- Das Ergebnis der Gesellenprüfung übernehmen Sie bis etwa 10 Jahre nach der Prüfung aus dem Zeugnis, als Note in Worten mit Punktzahl wie „gut (89 Punkte)“.
- Raumausstattermeister nennen Sie sich erst nach allen 4 Teilen der Meisterprüfung; bestandene Teile stehen vorher einzeln mit Jahr unter „Weiterbildung“.
- Fotos Ihrer Arbeiten kommen als 1 Seite Arbeitsproben in die Anlagen und nicht in den Lebenslauf.
- Mehr als 2 DIN-A4-Seiten sollte der Lebenslauf nicht haben, und Arbeitszeugnisse ersetzen jede Liste von Referenzen.
Lebenslauf als Raumausstatter: Aufbau, Reihenfolge und Länge
In den meisten Fachbetrieben liest die Inhaberin oder der Meister selbst, oft zwischen 2 Kundenterminen. Dafür ist die tabellarische Form gemacht: Zeiträume links, Angaben rechts, die jüngste Stelle oben. Auch wer als Altgeselle in vielen Betrieben gearbeitet hat, kommt mit den 2 DIN-A4-Seiten aus, die die Bundesagentur für Arbeit als Höchstmaß angibt.
Die Abschnitte folgen in dieser Ordnung aufeinander:
- Persönliche Daten: Name, Anschrift, Telefon, E-Mail, Geburtsdatum und Führerschein
- Kurzprofil mit Schwerpunkt und Arbeitsgebiet, falls Sie eines möchten
- Berufserfahrung
- Ausbildung mit Gesellenprüfung
- Weiterbildung
- Kenntnisse, EDV-Kenntnisse und Sprachkenntnisse
- Ehrenamt und Interessen, soweit sie mit Ihrer Arbeit zu tun haben
- Ort, Datum und Unterschrift
Zu den Angaben, die laut Bundesagentur für Arbeit in den Lebenslauf gehören, zählt das Geburtsdatum. Gesetzlich verlangt wird es nirgends; wer es streicht, hat nichts falsch gemacht. Familienstand, Konfession und Kinder lassen Sie weg.
Kurzprofil für Raumausstatter: Schwerpunkt, Arbeitsgebiet und Mengenangabe
Ob über der Berufserfahrung ein Kurzprofil steht, bleibt in Deutschland Ihnen überlassen. In diesem Beruf erspart es dem Leser aber die Suche nach Ihrem Arbeitsgebiet: 3 bis 4 Zeilen mit dem Schwerpunkt der Ausbildung, den Jahren im Beruf, einem Erzeugnis und seiner Menge.
Formel für das Kurzprofil
Berufsbezeichnung mit Schwerpunkt Schwerpunkt der Ausbildung, seit Zahl Jahren in der Werkstatt, auf Montage oder im Verkaufsraum. Zeitraum und Menge Erzeugnis oder Belag. Was Sie beim Kunden selbst übernehmen. Meisterteile, Lehrgang oder Führerschein.
Beispiel
Raumausstatter mit Schwerpunkt Polstern, seit 10 Jahren in der Polsterwerkstatt eines Fachbetriebs. Seit 2016 mehr als 800 neu bezogene oder aufgearbeitete Sessel, Sofas und Stühle. Aufmaß, Stoffberatung und Angebot beim Kunden in eigener Verantwortung. Führerschein Klasse B.
Dass Sie kreativ sind und ein Auge für Farben haben, nimmt ein Betrieb bei jeder Bewerbung an. Unterscheiden können Sie sich nur durch das, was sich zählen lässt: Aufträge, Stücke, Flächen.
Falsch
Kreative Raumausstatterin mit Auge fürs Detail, Gespür für Farben und Freude am Umgang mit Kunden.
Richtig
Raumausstatterin mit Schwerpunkt Raumdekoration, Licht-, Sicht- und Sonnenschutzanlagen, seit 6 Jahren im Atelier und auf Montage: 2025 Fensterdekorationen und Sonnenschutz für 9 Arztpraxen und rund 60 Privathaushalte.
Schwerpunkt, Berufsjahre und Auftraggeber lassen sich im Gespräch nachprüfen, ein Gespür für Farben nicht.
Wer Böden in Büros und Pflegeheimen verlegt, rechnet in Quadratmetern statt in Stückzahlen:
Kurzprofil
Raumausstatterin mit Schwerpunkt Boden, seit 2021 in der Objektabteilung eines Fachbetriebs mit 11 Beschäftigten. Verlegung von jährlich rund 6.500 m² Designbelag, Linoleum und Nadelvlies im Zweierteam, vor allem in Büros, Pflegeheimen und Kindertagesstätten, einschließlich Untergrundprüfung und Spachtelung. Anleitung von 2 Auszubildenden auf der Baustelle.
Berufserfahrung als Raumausstatter: Stichpunkte mit Stückzahl, Fläche und Fenstern
Über jeder Stelle stehen Ihre Bezeichnung, der Betrieb mit Ort und der Zeitraum in Monat und Jahr. Darunter empfiehlt die Bundesagentur für Arbeit 3 bis 5 kurze Stichpunkte je Station. Bei Stellen, die lange zurückliegen, reichen 1 oder 2.
Geschrieben werden sie im Substantivstil: ohne ich, ohne gebeugtes Verb, mit einem Substantiv für die Tätigkeit wie Neubezug, Verlegung oder Montage. Zu jedem Stichpunkt gehört eine Zahl mit ihrer Bezugsgröße.
Falsch
Zuständig für Polsterarbeiten, Gardinen und Bodenbeläge.
Richtig
Anfertigung und Montage von Vorhängen, Plissees und Rollos für jährlich rund 310 Fenster, je Auftrag mit Aufmaß vor Ort und Berechnung des Stoffbedarfs.
Erzeugnis, Menge und der eigene Anteil vom Aufmaß bis zur Montage stehen in einer Zeile.
So sieht die Stelle eines Osnabrücker Gesellen aus, der seit seiner Ausbildung in der Polsterwerkstatt arbeitet:
Berufserfahrung
- Neubezug und Aufarbeitung von jährlich rund 85 Polstermöbeln, vom Küchenstuhl bis zum 3-sitzigen Sofa mit Federkern.
- Klassische Polsterung mit Schnürung und Fasson, 2025 an 12 Sesseln und Stühlen der Gründerzeit für 3 Antiquitätenhändler.
- Aufmaß und Beratung für wöchentlich 4 bis 6 Privatkunden, Angebot einschließlich Stoffbedarf in laufenden Metern.
Welche Einheit zu Ihren Stichpunkten passt, hängt vom Arbeitsgebiet ab:
| Arbeitsgebiet | So kann der Stichpunkt lauten |
|---|---|
| Boden | Verlegung von 1.900 m² Linoleum in 2 Schulgebäuden, zuvor Prüfung und Spachtelung des gesamten Untergrunds. |
| Polstern | Neubezug von 48 Stühlen und 6 Sitzbänken eines Restaurants innerhalb von 3 Wochen bei laufendem Betrieb. |
| Raumdekoration | Nähen und Aufhängen von 220 laufenden Metern Verdunkelungsvorhang für 34 Hotelzimmer. |
| Sonnenschutz | Montage von 75 Plissees und 20 Lamellenvorhängen in einem Bürogebäude mit 4 Etagen. |
| Wand und Decke | Stoffbespannung von 60 m² Wandfläche in einem Konferenzraum sowie Tapezieren von 14 Gästezimmern. |
Polsterwerkstatt, Atelier oder Fachbetrieb: Lebenslauf auf die Stelle zuschneiden
Laut BERUFENET, der Berufsdatenbank der Bundesagentur für Arbeit, arbeiten Raumausstatter in Fachbetrieben des Raumausstatter-Handwerks, in handwerklichen Polsterwerkstätten und in Raumausstattungsateliers. Jeder dieser Betriebe sucht in Ihren Stichpunkten etwas anderes. Rücken Sie deshalb bei jeder Stelle den Stichpunkt nach oben, der zum Betrieb passt.
| Betrieb | Was bei der Stelle oben stehen sollte |
|---|---|
| Fachbetrieb mit Verkaufsraum | Die Breite Ihrer Arbeit: Boden, Dekoration und Polster nebeneinander, dazu Beratung im Verkaufsraum und Aufmaß beim Kunden. |
| Polsterwerkstatt | Stückzahl, Art der Polsterung, Bezugsmaterial wie Leder oder Velours und die Näharbeiten, die Sie selbst ausführen. |
| Raumausstattungsatelier | Entwurf und Stoffauswahl, Nähen und Montage von Fensterdekorationen, Arbeiten nach eigener Zeichnung. |
| Betrieb mit Objektgeschäft | Flächen und Gebäudearten wie Hotel, Praxis oder Büro, eingehaltene Termine und die Größe der Kolonne. |
Aufmaß, Lieferung und Montage finden beim Kunden statt. Der Führerschein Klasse B steht deshalb unter „Persönliche Daten“. Fahren Sie den Transporter mit Anhänger, ergänzen Sie Klasse BE.
Kenntnisse und EDV-Kenntnisse im Lebenslauf als Raumausstatter
Unter „Kenntnisse“ stehen Verfahren und Materialien als Stichworte, und was dort steht, sollte sich in den Stichpunkten der Berufserfahrung wiederfinden. Für den Beruf zählt BERUFENET diese Anforderungen auf: handwerkliches Geschick, zeichnerische Fähigkeiten und räumliches Vorstellungsvermögen, Kreativität und Sinn für Ästhetik sowie Kunden- und Serviceorientierung.
Als bloße Wörter beweisen diese Eigenschaften wenig. Belegt werden sie durch das, was Sie gemacht haben:
| Kenntnis oder Stärke | Beleg im Lebenslauf |
|---|---|
| Polstertechnik | Stückzahl und Art der Polsterung bei der Stelle, etwa klassisch mit Schnürung oder mit Schaumstoffaufbau. |
| Bodenbeläge und Untergrund | Fläche in Quadratmetern, Belagsart und die Vorarbeit: Prüfen, Spachteln, Grundieren. |
| Fensterdekoration und Sonnenschutz | Zahl der Fenster oder Anlagen, laufende Meter Stoff und die Montage beim Kunden. |
| Zeichnerische Fähigkeiten | Entwurfsskizzen, Zuschnitt- oder Verlegepläne, die Sie selbst angefertigt haben, mit der Zahl der Aufträge. |
| Sinn für Ästhetik | Stoff- und Farbberatung mit der Zahl der Kundentermine, dazu die Arbeitsproben in den Anlagen. |
| Kunden- und Serviceorientierung | Aufmaß und Beratung beim Kunden, Angebote pro Monat, bearbeitete Reklamationen. |
| EDV-Kenntnisse | Die Programme mit Namen, etwa die Branchensoftware Ihres Betriebs für Angebot und Aufmaß, ein Raumplanungsprogramm oder MS Excel. |
Kenntnisse
Klassische Polsterung mit Schnürung und Fasson · Schaumstoffaufbau · Zuschnitt gemusterter Stoffe im Rapport · Nähen von Bezügen und Kedern · Aufmaß und Stoffbedarfsrechnung · Stoffberatung
EDV-Kenntnisse: MS Excel · MS Outlook
Sprachkenntnisse:
Deutsch: Muttersprache
Englisch: gute Kenntnisse (B1)
Ausbildung zum Raumausstatter: Schwerpunkt und Gesellenprüfung im Lebenslauf
Nach der Ausbildungsverordnung von 2004 dauert die Ausbildung 3 Jahre. Weil der Beruf zum Handwerk gehört, endet sie mit der Gesellenprüfung. Die Abschlussbezeichnung lautet Raumausstatter oder Raumausstatterin, ohne Zusatz.
Diese Verordnung kennt 4 Schwerpunkte: Boden; Polstern; Raumdekoration, Licht-, Sicht- und Sonnenschutzanlagen; Wand- und Deckendekoration. Welcher für Sie gilt, steht in Ihrem Ausbildungsvertrag. Im Lebenslauf folgt er als Zusatz auf die Berufsbezeichnung.
| Ausbildungsweg | So steht es im Lebenslauf |
|---|---|
| Beginn ab 08/2004 | Ausbildung zum Raumausstatter mit dem Zusatz Schwerpunkt Boden, Schwerpunkt Polstern, Schwerpunkt Raumdekoration, Licht-, Sicht- und Sonnenschutzanlagen oder Schwerpunkt Wand- und Deckendekoration. |
| Beginn vor 08/2004 | Ausbildung zum Raumausstatter, in der Regel ohne Schwerpunkt. Einen Zusatz schreiben Sie nur, wenn Ihr Vertrag auf die neue Verordnung umgestellt wurde. |
| Zuerst Polster- und Dekorationsnäher | Die 2-jährige Ausbildung als eigener Eintrag mit eigener Prüfung, darüber die Ausbildung zum Raumausstatter mit dem Vermerk „(verkürzt)“, wenn Zeit angerechnet wurde. |
| Polsterer oder Bodenleger gelernt | Beides sind eigene Ausbildungsberufe und keine Schwerpunkte. Im Lebenslauf steht der Beruf aus Ihrem Prüfungszeugnis, auch wenn Sie heute als Raumausstatter arbeiten. |
Das Prüfungszeugnis weist eine Punktzahl und eine Note in Worten aus. In dieser Form steht das Ergebnis bis etwa 10 Jahre nach der Prüfung im Lebenslauf. Eine Zwischenprüfung erwähnen Sie nie.
Im praktischen Teil der Gesellenprüfung ist laut Verordnung in höchstens 35 Stunden eine Arbeitsaufgabe auszuführen, die einem Kundenauftrag entspricht, meist eine Raumsituation mit Polster- und Dekorationsarbeiten sowie Wand- und Bodenbelagsarbeiten. In den ersten Berufsjahren darf 1 Zeile dazu unter der Ausbildung stehen. Diese Zeile zeigt, was Sie allein geplant und ausgeführt haben.
Falsch
2019 – 2022 Lehre als Raumausstatterin (Polsterei), sehr guter Abschluss.
Richtig
Ausbildung zur Raumausstatterin, Schwerpunkt Polstern. Gesellenprüfung, Note: sehr gut (94 Punkte). Arbeitsaufgabe: Raumsituation mit Hochlehner in klassischer Polsterung, Fensterdekoration und Wandbespannung.
Bezeichnung und Schwerpunkt stimmen mit Vertrag und Zeugnis überein, das Ergebnis steht mit Punkten da, und die Arbeitsaufgabe zeigt, was Sie können.
Zum Eintrag gehört die Ausbildungsstätte: der Betrieb oder die Berufsschule, jeweils mit der Stadt. Bei dem Gesellen aus Osnabrück liegt die Prüfung 10 Jahre zurück, weshalb die Zeile zur Arbeitsaufgabe fehlt:
Ausbildung
Gesellenprüfung, Note: gut (89 Punkte).
Meisterprüfung und Weiterbildung im Raumausstatter-Handwerk
Unter „Weiterbildung“ stehen Prüfungen und Lehrgänge mit Träger und Jahr, das zuletzt Erworbene an erster Stelle. Die Prüfung zum Raumausstattermeister bezeichnet BERUFENET als naheliegend, und seit 2020 zählt sie wieder mehr: Seitdem ist das Raumausstatter-Handwerk, das 2004 zulassungsfrei geworden war, erneut zulassungspflichtig.
Die Meisterprüfung besteht aus 4 Teilen, die einzeln abgelegt werden können. Für den Lebenslauf heißt das: Jeder bestandene Teil ist ein Eintrag; der Titel folgt erst am Schluss.
| Abschluss oder Stand | So steht es im Lebenslauf |
|---|---|
| Meisterprüfung bestanden | Meisterprüfung im Raumausstatter-Handwerk mit Handwerkskammer und Jahr. Den Zusatz „Bachelor Professional im Raumausstatter-Handwerk“ dürfen Sie führen; nennen Sie den Meistertitel trotzdem an erster Stelle. |
| Einzelne Teile bestanden | Meisterprüfung im Raumausstatter-Handwerk, Teile III und IV, mit Handwerkskammer und Jahr. Den Meistertitel schreiben Sie erst nach allen 4 Teilen. |
| Meisterschule | In Vollzeit als eigener Eintrag mit Zeitraum unter „Ausbildung“, damit keine Lücke entsteht. Berufsbegleitende Kurse und ihre Prüfungen gehören unter „Weiterbildung“. |
| Gestaltungsberater | Die Fortbildungsprüfung mit ihrer vollen Bezeichnung „Geprüfter Gestaltungsberater im Raumausstatter-Handwerk“, dazu Kammer und Jahr. |
| Studium der Innenarchitektur | Mit Hochschulzugangsberechtigung möglich. Hochschule, Abschluss und Note stehen unter „Ausbildung“ über der Gesellenprüfung. |
Kürzere Lehrgänge, laut BERUFENET von der Raumgestaltung bis zur Beleuchtungstechnik, tragen Sie mit dem Titel aus der Teilnahmebescheinigung, dem Veranstalter und dem Jahr ein.
Lebenslauf für die Ausbildung zum Raumausstatter und für Quereinsteiger
Rechtlich vorgeschrieben ist für angehende Raumausstatter kein bestimmter Schulabschluss. Die 429 Auszubildenden, die 2024 laut BERUFENET anfingen, brachten sehr verschiedene Zeugnisse mit: 44 % einen mittleren Bildungsabschluss, 34 % die Hochschulreife, 19 % einen Hauptschulabschluss.
Bewerben Sie sich um einen Ausbildungsplatz, ist die Schule Ihr wichtigster Eintrag unter „Ausbildung“: Zeitraum, Schulart, Ort und der Abschluss, den Sie erreicht haben oder anstreben. Nennen Sie Ihre Noten in Mathematik, Kunst und Werken oder Technik, denn diese Fächer führt BERUFENET neben Deutsch als gute Voraussetzung für die Ausbildung auf.
Ein Praktikum im Betrieb, auch eines von nur 2 Wochen, gehört unter „Berufserfahrung“. Schreiben Sie auf, was Sie selbst zugeschnitten, genäht oder verlegt haben:
Berufserfahrung
- In 10 Arbeitstagen Zuschnitt und Nähen von 6 Kissenbezügen unter Anleitung einer Gesellin.
- Mithilfe beim Verlegen von 40 m² Teppichboden in 2 Büroräumen: Ausmessen, Zuschneiden der Randstreifen, Anbringen der Sockelleisten.
Wer Polster- und Dekorationsnäher gelernt hat, kann die Ausbildung zum Raumausstatter anschließen; laut Verordnung lässt sich die Zeit der ersten Ausbildung in vollem Umfang anrechnen. Kommen Sie aus einem anderen Beruf, etwa aus der Schneiderei oder der Tischlerei, heben Sie bei den früheren Stellen hervor, was mit Stoff, Zuschnitt, Aufmaß oder Kunden zu tun hatte. Ein Studium ohne Abschluss, zum Beispiel in Innenarchitektur, steht mit Zeitraum und dem Vermerk „(ohne Abschluss)“ unter „Ausbildung“.
Häufige Fragen zum Lebenslauf als Raumausstatter
Sollte ein Raumausstatter ein Bewerbungsfoto mitschicken?
Vorgeschrieben ist es nicht, verlangen darf es kein Betrieb, und ob eines dabei ist, bestimmen allein Sie. Bei der Bundesagentur für Arbeit steht dort, wo sie den Lebenslauf erklärt, das Foto sei „kein Muss mehr“; das dortige Bewerbungstraining führt den Lebenslauf dagegen weiterhin „mit Foto“ auf, sofern kein Deckblatt verwendet wird. In inhabergeführten Handwerksbetrieben mit Privatkundschaft ist es nach wie vor gängig. Entscheiden Sie sich dafür, lassen Sie das Bild im Fotogeschäft machen und nehmen Sie kein Handybild.
Wie viele Seiten darf der Lebenslauf eines Raumausstatters haben?
Die Bundesagentur für Arbeit gibt 2 DIN-A4-Seiten als Obergrenze an, und die reichen auch nach einer langen Laufbahn im Raumausstatter-Handwerk. Mit 3 oder 4 Betrieben, Meisterteilen und Lehrgängen brauchen Sie die zweite Seite, und kein Betrieb stört sich daran. Für einen Ausbildungsplatz oder die erste Gesellenstelle füllen Ihre Angaben meist nur 1 Seite.
Gehören Fotos meiner Arbeiten in die Bewerbung?
In die Bewerbung ja, in den Lebenslauf nicht. Legen Sie 1 Seite mit 4 bis 6 Aufnahmen als Arbeitsproben in die Anlagen, etwa von einem Polstermöbel vor und nach dem Neubezug, einer Fensterdekoration, einem verlegten Boden. Unter jedem Bild stehen Material und Ihr Anteil an der Arbeit. Räume von Privatkunden zeigen Sie nur mit deren Einverständnis.
Schreibe ich das Ergebnis der Gesellenprüfung in den Lebenslauf?
Bis etwa 10 Jahre nach der Prüfung ja, später zählen die Stellen mehr. Übernehmen Sie Punktzahl und Note in Worten aus dem Gesellenprüfungszeugnis, etwa „gut (89 Punkte)“, und rechnen Sie nichts in eine Dezimalnote um. Steht bei der Ausbildung ein Ergebnis, gehört auch zu den anderen Abschlüssen aus diesen 10 Jahren die Note.
Kann ich zufriedene Kunden als Referenz angeben?
Im Lebenslauf nicht. Jede Werkstatt, aus der Sie ausscheiden, hat Ihnen nach § 109 der Gewerbeordnung ein schriftliches Zeugnis auszustellen, und diese Arbeitszeugnisse belegen Ihre Arbeit verlässlicher als jede Kundenstimme. Legen Sie die letzten 2 bis 4 in Kopie in die Anlagen, das neueste zuerst. Waren Sie selbstständig, darf ein Kunde in einer eigenen Anlage genannt werden, wenn er vorher zugestimmt hat.
Wie gebe ich eine Pause zwischen 2 Betrieben an?
Mit einer eigenen Zeile samt Zeitraum und dem, was Sie in den Monaten gemacht haben, zum Beispiel „Meistervorbereitung in Vollzeit“, „Elternzeit“ oder „arbeitsuchend, Lehrgang zu Designbelägen“. Alles, was über 2 Monate hinausgeht, sollte laut Bundesagentur für Arbeit im Lebenslauf stehen. Kürzere Wechselzeiten brauchen keine Erklärung.
Unterschreibe ich den Lebenslauf von Hand?
Vorgeschrieben ist das nicht. Die Bundesagentur für Arbeit schreibt, die Unterschrift sei nicht unbedingt notwendig, könne aber ein Vorteil sein. Unterschrieben wird am Fuß der letzten Seite: Dort stehen Ort und Datum in der Form „Osnabrück, 12.10.2026“ und darunter Ihr handgeschriebener Namenszug, bei einer Bewerbung per E-Mail als Scan.
Fazit
Ein Lebenslauf als Raumausstatter beantwortet zuerst die Frage nach dem Arbeitsgebiet: mit dem Schwerpunkt bei der Ausbildung und mit Stichpunkten, die Stücke, Quadratmeter oder Fenster zählen. Gesellenprüfung und Meisterteile stehen so da, wie die Zeugnisse sie ausweisen. Was Ihre Arbeit sehenswert macht, zeigen die Arbeitsproben in den Anlagen.


