Das Wichtigste in Kürze
- Amtlich heißt der Beruf Tischler; in Bayern und Baden-Württemberg ist „Schreiner“ auch bei den Kammern üblich, und für eine Bewerbung in einer anderen Region passt „Tischler (Schreiner)“.
- Die Note der Gesellenprüfung steht wie auf dem Zeugnis in Worten mit Punkten, etwa „gut (83 Punkte)“; die Zwischenprüfung gehört nicht in den Lebenslauf.
- Eine Zeile zum Gesellenstück unter der Ausbildung zeigt, was Sie in bis zu 100 Stunden selbst entworfen und gebaut haben.
- Jeder Stichpunkt steht im Substantivstil und nennt eine Zahl: Einbaumöbel pro Jahr, eingebaute Fenster, CNC-Programme pro Woche.
- Bis zu 2 DIN-A4-Seiten sind normal. In die Anlagen kommen Arbeitszeugnisse und Fotos von Arbeitsproben; Referenzen stehen nicht im Lebenslauf.
Aufbau des Lebenslaufs für Tischler und Schreiner
Im tabellarischen Lebenslauf beginnen Sie mit der aktuellen Stelle und gehen von dort Station für Station zurück. Die Bundesagentur für Arbeit nennt maximal 2 Seiten als Grenze, und wer nach der Gesellenprüfung in 2 oder 3 Betrieben gearbeitet hat, braucht häufig auch die zweite Seite.
Laut BERUFENET, der Berufsdatenbank der Bundesagentur für Arbeit, stellen Tischler Möbel, Türen und Fenster aus Holz und Holzwerkstoffen her oder führen Innenausbauten durch. Für eine Bewerbung in diesem Beruf passt diese Reihenfolge:
- Persönliche Daten mit Geburtsdatum und Führerscheinklasse
- Kurzprofil, wenn Sie eines verwenden
- Berufserfahrung, die aktuelle Station oben
- Ausbildung mit Gesellenprüfung und Gesellenstück, eine Meisterprüfung darüber
- Weiterbildung, etwa Lehrgänge und Herstellerschulungen
- Kenntnisse, EDV-Kenntnisse und Sprachkenntnisse
- Ehrenamt, wenn es zum Handwerk passt
- Ort, Datum und Unterschrift
Das Geburtsdatum ist in Deutschland üblich, aber nicht vorgeschrieben, und ein Lebenslauf ohne diese Angabe ist ebenso vollständig. Familienstand, Konfession und Angaben zu Kindern lassen Sie weg.
Kurzprofil im Tischler-Lebenslauf: Formel und Beispiele
Ein Kurzprofil ist im deutschen Lebenslauf keine Pflicht. Schreiben Sie eines, dann nennt es in 3 bis 4 Zeilen Ihren Schwerpunkt, Ihre Berufsjahre und die Maschinen und Programme, mit denen Sie selbstständig arbeiten.
Formel für das Kurzprofil
Tischler oder Schreiner mit Zahl Jahren Erfahrung in Möbelbau, Innenausbau oder Bautischlerei. Schwerpunkt Erzeugnis: Menge pro Zeitraum. Selbstständige Arbeit an Maschine und mit Programm. Meisterprüfung, Techniker oder Führerschein, wenn die Stelle danach fragt.
Beispiel
Tischler mit 5 Jahren Erfahrung in der Bautischlerei. Schwerpunkt Fenster und Haustüren im Altbau: rund 140 ausgetauschte Holzfenster pro Jahr, vom Aufmaß bis zur Anschlussabdichtung. Selbstständige Arbeit an Kehlmaschine und CNC-Bearbeitungszentrum. Führerschein Klasse BE für Montagen mit Anhänger.
Ob Sie handwerklich geschickt oder kreativ sind, zeigt kein Adjektiv, sondern das, was Sie ohne Anleitung fertigen, mit Erzeugnis und Menge.
Falsch
Motivierter Tischler mit handwerklichem Geschick, Liebe zum Werkstoff Holz und Freude an individuellen Kundenwünschen.
Richtig
Tischler mit 6 Jahren Erfahrung im Möbelbau und Innenausbau, seit 2022 verantwortlich für den Einbau von rund 1.500 Quadratmetern Akustikdecken pro Jahr.
Schwerpunkt, Zeitraum und Menge kann ein Betrieb im Vorstellungsgespräch überprüfen, die Liebe zum Holz nicht.
In Bayern und Baden-Württemberg können Sie „Schreiner“ oder „Schreinerin“ schreiben, wenn der Betrieb den Beruf selbst so nennt:
Kurzprofil
Schreinerin mit 7 Jahren Erfahrung im hochwertigen Innenausbau. Fertigung und Montage von durchschnittlich 25 Einbaumöbeln und 8 Küchen pro Jahr, von der Planung in imos iX bis zur Übergabe beim Kunden. Sicher in Furnierverarbeitung und Lackierung. Seit 09/2025 Meistervorbereitung in Teilzeit.
Berufserfahrung als Tischler: Stationen mit Stückzahlen
Für jede Station brauchen Sie 4 Angaben: Position, Betrieb, Ort und Zeitraum mit Monat und Jahr. Darunter folgen kurze Stichpunkte im Substantivstil, bei der aktuellen Station 3 bis 5, bei älteren weniger, ohne ich und ohne konjugiertes Verb, jeder mit einer Zahl zu Umfang oder Ergebnis.
Falsch
Mitarbeit bei der Fertigung und Montage von Küchen und Einbaumöbeln.
Richtig
2025 Fertigung und Montage von 11 Einbauküchen und 18 Badmöbeln, davon 9 Küchen in alleiniger Verantwortung.
Menge, Zeitraum und der Anteil, den Sie allein verantworten, machen aus der Mitarbeit eine überprüfbare Leistung.
Berufserfahrung
- Fertigung und Montage von jährlich rund 30 Einbaumöbeln nach Aufmaß, überwiegend Dachschrägen- und Nischenschränken in Altbauwohnungen.
- Erstellung der CNC-Programme in woodWOP für durchschnittlich 5 Aufträge pro Woche.
- Senkung des Plattenverschnitts von 17 auf 12 % durch Zuschnittoptimierung.
- Montage bei Privatkunden an meist 2 Tagen pro Woche, die übrige Zeit in der Werkstatt.
Zahlen finden Sie in fast jedem Auftrag, auch wenn Ihr Betrieb keine Kennzahlen führt. Zählen Sie Erzeugnisse, Kundentermine oder Montagetage für ein Jahr zusammen:
| Arbeitsbereich | So kann es im Lebenslauf stehen |
|---|---|
| Türenmontage | Einbau von rund 90 Innentüren mit Zargen in 2 Wohnanlagen, einschließlich Beschlagmontage. |
| Treppenbau | Aufmaß, Fertigung und Einbau von 12 gewendelten Holztreppen in Einfamilienhäusern. |
| Messebau | Standbau auf 7 Messen, davon 3 im Ausland, bei Standflächen von 40 bis 180 Quadratmetern. |
| Qualitätssicherung | Seit 2024 Übergabe jeder Küche nach Checkliste, dadurch 2 statt 6 Reklamationen pro Jahr. |
Möbelwerkstatt, Bautischlerei, Messebau: Lebenslauf an den Betrieb anpassen
Tischler arbeiten bei Herstellern von Möbeln und Holzwaren, in Bautischlereien und Akustikschreinereien, im Messebau und an Theatern. Jeder dieser Betriebe sucht etwas anderes, und danach richtet sich die Reihenfolge Ihrer Stichpunkte.
| Betrieb | Typische Aufträge | Das stellen Sie nach oben |
|---|---|---|
| Möbelwerkstatt und Innenausbau | Einbauschränke, Küchen, Möbel nach Maß | Entwurf und Planung, Furnier und Oberfläche, CNC-Fertigung |
| Bautischlerei | Fenster, Haustüren, Innentüren, Treppen | Aufmaß, Einbau und Abdichtung, eingebaute Elemente pro Jahr |
| Messe- und Ladenbau | Messestände, Ladeneinrichtungen, Verkaufstheken | Auf- und Abbau unter Termindruck, Einsätze im Ausland |
| Industrielle Möbelfertigung | Korpusse, Fronten, Serienteile | Maschinenführung, Rüsten, Stückzahlen pro Schicht |
| Akustik- und Bühnenbau | Akustikverkleidungen, Kulissen, Sonderbauten | Sonderkonstruktionen und die Abstimmung mit Architekten oder Bühnenbildnern |
Größere Betriebe arbeiten oft in Schichten, und Montagen dauern häufig mehrere Tage. Wenn das auf Sie zutrifft, gehört es als Stichpunkt in die Station.
Kenntnisse für Tischler: Maschinen, Verfahren und CAD-Programme
Als Kernkompetenzen führt BERUFENET unter anderem Fenster- und Türenbau, Furnierverarbeitung, Innenausbau, Treppenbau und den Tischler-/Schreiner-Maschinenlehrgang (TSM) auf, als weitere Kompetenzen etwa CNC-Programmieren und Aufmaß. Unter „Kenntnisse“ nennen Sie davon nur, was eine Ihrer Stationen belegt.
| Kenntnis | Bereich | Beleg im Lebenslauf |
|---|---|---|
| Maschinelle Holzbearbeitung | fachlich | Die Maschinenlehrgänge aus der Ausbildung und ein Stichpunkt zu den Maschinen, an denen Sie heute selbstständig arbeiten, etwa Formatkreissäge oder Kantenanleimmaschine |
| Oberflächenbehandlung | fachlich | Verfahren und Werkstoff, etwa Lackieren in der Spritzkabine oder Ölen von Massivholz, mit der Menge |
| Aufmaß und Montage | fachlich | Kundentermine oder eingebaute Elemente pro Jahr, dazu der Führerschein in den persönlichen Daten |
| Kunden- und Serviceorientierung | persönlich | Beratungsgespräche mit Zahl, etwa gemeinsam mit den Kunden geplante Küchen |
| CAD und CNC | EDV | Programme mit Namen unter „EDV-Kenntnisse“: imos iX oder Pytha für die Planung, AutoCAD für Werkpläne, woodWOP für die CNC-Fertigung |
Ausbildung zum Tischler: Gesellenprüfung, Note und Gesellenstück
Nach der Ausbildungsverordnung von 2006 (TischlAusbV) dauert die Ausbildung 3 Jahre und endet mit der Gesellenprüfung vor der Handwerkskammer. Einen Teil 1 gibt es nicht; vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres liegt stattdessen eine Zwischenprüfung, die nicht in den Lebenslauf gehört.
„Schreiner“ ist eine übliche Bezeichnung für denselben Beruf. Welche der beiden Bezeichnungen Sie verwenden, hängt davon ab, wo Sie gelernt haben und wohin Sie sich bewerben.
| Ihre Situation | So steht es im Lebenslauf |
|---|---|
| Amtliche Bezeichnung, in jedem Bundesland richtig | Ausbildung zum Tischler oder zur Tischlerin; in Norddeutschland nie „Schreiner“ |
| Ausbildung in Bayern oder Baden-Württemberg | Ausbildung zum Schreiner oder zur Schreinerin ist ebenso richtig; die Handwerkskammer für München und Oberbayern führt den Beruf unter diesem Namen |
| Bewerbung in einer anderen Region | „Tischler (Schreiner)“, damit beide Bezeichnungen genannt sind |
| Ausbildung in der DDR zwischen 1980 und 1985 | Die Bezeichnung aus dem Zeugnis, etwa Ausbaufacharbeiter für Bautischlerarbeiten |
| Ausbildung zum Holzmechaniker | Ein eigener Ausbildungsberuf: Er steht unter seinem Namen im Lebenslauf, nie als Tischler |
Die Note übernehmen Sie so, wie das Prüfungszeugnis sie ausweist: in Worten mit Punkten, nie als Dezimalnote. Zur Prüfung gehört außerdem das Gesellenstück, in der Verordnung die Arbeitsaufgabe II: ein Erzeugnis, das einem Kundenauftrag entspricht, mit bis zu 100 Stunden Arbeitszeit und einem fertigungsreifen Entwurf, den der Prüfungsausschuss vorher genehmigt.
Falsch
Gesellenbrief Schreiner, Abschlussnote 1,8.
Richtig
Ausbildung zum Schreiner. Gesellenprüfung vor der Handwerkskammer für München und Oberbayern, Note: gut (85 Punkte). Gesellenstück: Kommode aus Nussbaum mit gezinkten Schubkästen.
Prüfung, Kammer und Note in der Form des Zeugnisses lassen sich mit den Anlagen abgleichen, und das Gesellenstück zeigt, was Sie in der Werkstatt können.
Unter der Berufsbezeichnung steht der Ausbildungsbetrieb oder die Berufsschule mit Ort, darunter Prüfung, Kammer, Note und Gesellenstück. Liegt die Prüfung mehr als 10 Jahre zurück, kann die Note entfallen.
Ausbildung
Gesellenprüfung vor der Handwerkskammer Hannover, Note: gut (88 Punkte). Gesellenstück: Sideboard aus geräucherter Eiche mit grifflosen Schiebetüren.
Wenn Sie die Maschinenlehrgänge der überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung nennen, gehören sie in diese Zeile und nicht unter „Weiterbildung“, denn sie sind Teil der Ausbildung. Bei der Handwerkskammer für München und Oberbayern sind es 3 einwöchige Lehrgänge an Säge-, Hobel- und Fräsmaschinen.
Weiterbildung für Tischler: Meisterprüfung, Techniker und Führerschein
Der naheliegende nächste Schritt ist die Meisterprüfung im Tischler-Handwerk. Für die Zulassung ist kein Vorbereitungslehrgang vorgeschrieben, und wer die Prüfung bestanden hat, darf zusätzlich die Bezeichnung „Bachelor Professional“ mit Angabe des Handwerks führen.
Das Tischlerhandwerk ist nach Anlage A der Handwerksordnung zulassungspflichtig. Für einen eigenen Betrieb brauchen Sie deshalb grundsätzlich die Meisterprüfung und die Eintragung in die Handwerksrolle.
| Abschluss | Rahmen | So steht es im Lebenslauf |
|---|---|---|
| Tischlermeister | Meisterprüfung in 4 Teilen vor der Handwerkskammer, Lehrgang in Vollzeit oder Teilzeit freiwillig | Unter „Ausbildung“ über der Gesellenprüfung: Meisterprüfung im Tischler-Handwerk, Handwerkskammer Hannover, mit Zeitraum |
| Teile der Meisterprüfung | Teil III oder IV als eigene Zeile, solange der Meistertitel fehlt | Meisterprüfung im Tischler-Handwerk, Teil III bestanden, 2025 |
| Techniker Holztechnik | Landesrechtlich geregelte Fachschule, 2 Jahre in Vollzeit oder 3 bis 4 Jahre in Teilzeit | Mit dem Titel Ihres Bundeslandes, etwa „Staatlich geprüfte Holztechnikerin“ in Bayern, dazu Schule, Ort und Jahr |
Den Führerschein Klasse B tragen Sie in die persönlichen Daten ein, denn Sie arbeiten auch auf Baustellen und bei Kunden. Ziehen Sie auf Montagen schwere Anhänger, ergänzen Sie Klasse BE.
Ohne Berufserfahrung: Lebenslauf für den Ausbildungsplatz und den Quereinstieg
Einen Mindestschulabschluss setzt die Tischlerausbildung nicht voraus. Von den 7.500 Ausbildungsanfängern des Jahres 2024 hatten laut BERUFENET 44 % einen mittleren Abschluss, 35 % die Hochschulreife und 19 % einen Hauptschulabschluss.
Unter „Ausbildung“ stehen Ihre Schule mit Zeitraum, Schulart, Ort und Abschluss, dazu Ihre Noten in Mathematik, Werken oder Technik sowie Physik oder Chemie. Diese Fächer sind eine gute Voraussetzung, weil Tischler Materialbedarf berechnen, Türen einbauen und Beschichtungen auswählen. Ein Berufsgrundbildungsjahr steht als eigene Station darüber; 21 % der Ausbildungsanfänger von 2024 hatten eines besucht.
Zwischen Abitur und Ausbildungsbeginn liegen oft einige Monate, und die Bundesagentur für Arbeit empfiehlt, Unterbrechungen von mehr als 2 Monaten im Lebenslauf anzugeben und zu erklären. Ein Praktikum in dieser Zeit schließt die Lücke:
Berufserfahrung
- Zuschnitt der Korpusteile für 2 Einbauschränke an der Formatkreissäge unter Anleitung, danach Montage beim Kunden im Zweierteam.
- Oberflächenbehandlung von 14 Massivholzfronten mit Hartwachsöl.
- Begleitung eines Gesellen bei 6 Küchenmontagen im Landkreis Freising.
Kommen Sie als Quereinsteiger aus einem verwandten Beruf wie Holzmechaniker oder Parkettleger, stellen Sie die Stichpunkte zu Holz, Maschinen und Montage nach vorn. Fehlt Ihnen trotz jahrelanger Arbeit in einer Tischlerei der Abschluss, gibt es das Validierungsverfahren: Es stellt Ihre berufliche Handlungsfähigkeit am Maßstab des Ausbildungsberufs fest.
Bei einer Gesellenprüfung, die keine 2 Jahre zurückliegt, kann die Ausbildung vor der Berufserfahrung stehen, weil der Abschluss dann mehr zählt als die kurze Zeit im Betrieb.
Häufige Fragen zum Lebenslauf als Tischler
Gehört ein Foto in den Lebenslauf als Tischler?
Das entscheiden Sie selbst: Pflicht ist ein Foto nicht, und ein Betrieb kann es auch nicht verlangen. Zwei Seiten der Bundesagentur für Arbeit gehen hier auseinander: Die Lebenslauf-Seite hält ein Foto für „kein Muss mehr“, das Bewerbungstraining sieht es ohne Deckblatt weiterhin auf dem Lebenslauf vor. In Handwerksbetrieben ist ein Foto noch verbreitet; lassen Sie es in einem Fotostudio machen, denn ein Handybild wirkt in der Bewerbung unprofessionell.
Wie lang darf der Lebenslauf eines Tischlers sein?
Als Obergrenze gibt die Bundesagentur für Arbeit 2 DIN-A4-Seiten an. Mehrere Betriebe, die Meisterschule und einige Lehrgänge füllen leicht eine zweite Seite, und das ist im Handwerk nichts Ungewöhnliches. Dass die Muster auf dieser Website auf 1 Seite passen, ist eine Entscheidung der Gestaltung und keine Regel für Ihre Bewerbung.
Gehört das Gesellenstück in den Lebenslauf?
Ja, als kurze Zeile unter der Ausbildung, mit Erzeugnis, Holzart und einer Besonderheit der Konstruktion. Das Gesellenstück ist die umfangreichste Aufgabe der Gesellenprüfung und zeigt, was Sie selbstständig entwerfen und bauen. Ein Foto davon gehört auf eine Seite mit Arbeitsproben in den Anlagen.
Muss die Note der Gesellenprüfung im Lebenslauf stehen?
Liegt die Prüfung bis zu 10 Jahre zurück, ist die Note üblich. Geben Sie sie so an, wie sie auf dem Prüfungszeugnis steht, in Worten mit Punkten wie „gut (83 Punkte)“ und nie als Dezimalnote. Wer bei einem Abschluss die Note angibt, gibt sie auch bei den anderen aus derselben Zeit an.
Welche Unterlagen kommen statt Referenzen in die Bewerbung?
Ihre Arbeitszeugnisse. Mit dem Ende jedes Arbeitsverhältnisses haben Sie Anspruch auf ein schriftliches Zeugnis (§ 109 Gewerbeordnung). Die letzten 2 bis 4 kommen als Kopie in die Anlagen, obenauf das neueste. Dazu kommen das Zeugnis der Gesellenprüfung und gegebenenfalls der Meisterbrief. Frühere Meister oder Vorgesetzte mit Namen und Telefonnummer gehören nicht in den Lebenslauf.
Wie gebe ich die Walz im Lebenslauf an?
Als eigene Station unter „Berufserfahrung“, mit Zeitraum, der Bezeichnung „Wanderschaft“ und den Orten oder Ländern, in denen Sie gearbeitet haben. In 2 oder 3 Stichpunkten nennen Sie Betriebe und Arbeiten, etwa Innenausbau, Möbelbau oder Restaurierung. So ist die Zeit lückenlos belegt, und ein Betrieb sieht die Erfahrung aus vielen Werkstätten.
Fazit
Ein Lebenslauf als Tischler überzeugt, wenn die Berufsbezeichnung zur Region passt, die Gesellenprüfung mit Kammer, Note und Gesellenstück aufgeführt ist und jede Station Erzeugnisse und Mengen nennt. Dazu kommen die Aufteilung zwischen Werkstatt und Montage, der Führerschein und, sobald bestanden, die Meisterprüfung mit Kammer und Zeitraum.


