Das Wichtigste in Kürze
- Jeder Stichpunkt nennt eine Menge mit Einheit und Bezug: Festmeter mit Baumart, Hektar mit Maßnahme, Pflanzenzahl mit Fläche.
- Forstwirte legen eine Abschlussprüfung vor einer Landwirtschaftskammer oder Landesbehörde ab, nie eine Gesellenprüfung und nie eine Prüfung vor der IHK.
- Weil das Fällen mit der Motorsäge Inhalt der 3-jährigen Ausbildung ist, führt ein gelernter Forstwirt keinen Motorsägenkurs unter „Weiterbildung“ auf.
- Forstwirtschaftsmeister und Geprüfter Forstmaschinenführer sind bundesweit geregelte Abschlüsse und stehen mit dem Wortlaut des Zeugnisses und dem Jahr unter „Weiterbildung“.
- Die Fahrerlaubnis steht mit jeder Klasse einzeln unter „Persönliche Daten“; für Schlepper im Forst ist Klasse T die wichtigste.
- Der Lebenslauf darf 2 DIN-A4-Seiten füllen; frühere Vorgesetzte treten darin nicht als Auskunftspersonen auf, weil die Arbeitszeugnisse in Kopie beiliegen.
Lebenslauf als Forstwirt: Aufbau und worauf Forstbetriebe achten
Forstbetriebe stellen für bestimmte Arbeiten ein. Im Lebenslauf suchen sie deshalb Einsatzgebiet, Mengen, Gelände und Technik: Holzernte, Pflanzung oder Pflege, wie viele Festmeter oder Hektar, an welchem Hang, mit welcher Winde oder welchem Schlepper. Dazu kommen die Nachweise, vom Prüfungszeugnis bis zur Fahrerlaubnis.
Der Lebenslauf hat die Form einer Tabelle, und jeder Abschnitt beginnt mit dem jüngsten Eintrag. Platz ist für 2 DIN-A4-Seiten; mehr lässt die Bundesagentur für Arbeit in ihren Empfehlungen nicht zu. Mit mehreren Forstbetrieben, Lehrgängen und einer Meisterprüfung werden beide voll. Die Abschnitte folgen so aufeinander:
- Persönliche Daten mit Anschrift, Geburtsdatum und jeder Führerscheinklasse
- Kurzprofil, wenn es zum Revier der Stelle passt
- Berufserfahrung mit Betrieb, Ort und Zeitraum
- Ausbildung mit Abschlussprüfung
- Weiterbildung mit Meisterprüfung, Lehrgängen und Sachkundenachweis
- Kenntnisse, EDV-Kenntnisse und Sprachkenntnisse
- Ehrenamt und Interessen mit Bezug zu Wald, Jagd oder Technik
- Ort, Datum und Unterschrift
Geburtsdatum und Geburtsort stehen in der Liste der persönlichen Daten, die die Bundesagentur für Arbeit für den Lebenslauf aufführt. Verpflichtet sind Sie zu dieser Angabe nicht; auch ohne sie ist Ihre Bewerbung bei einem Forstamt oder Forstunternehmen vollständig. Familienstand und Konfession haben im Lebenslauf eines Forstwirts nichts verloren.
Kurzprofil für Forstwirte: Einsatzgebiet, Festmeter, Technik
Viele Lebensläufe von Forstwirten haben kein Kurzprofil, und das ist in Deutschland kein Mangel. Es lohnt sich, wenn 3 bis 4 Zeilen zeigen, dass Ihre Erfahrung zum Revier der ausgeschriebenen Stelle passt. Für einen Forstwirt aus Uslar im Solling ergibt die Formel dieses Kurzprofil:
Formel für das Kurzprofil
Abschluss laut Zeugnis mit Zahl Berufsjahren, Einsatzgebiet Holzernte, Pflanzung, Pflege oder Maschine. Aktuelle Funktion mit Jahresmenge in Festmetern, Hektar oder Pflanzen in Baumarten und Gelände. Technik, die Sie selbstständig führen. Führerscheinklassen und Nachweise. Ziel: Stelle bei Art des Betriebs im Raum Ort.
Beispiel
Forstwirt mit 12 Berufsjahren, Einsatzgebiet motormanuelle Holzernte im Laubholz. Seit 2021 Vorarbeiter einer 3-köpfigen Rotte mit einem Jahreseinschlag von rund 5.700 Festmetern Buche, Eiche und Fichte in den Hanglagen des Sollings. Seilwinde und Forstschlepper in eigener Verantwortung. Führerschein der Klassen B, BE und T, Jägerprüfung 2019. Ziel: Stelle als Forstwirt bei einem kommunalen Forstbetrieb im Raum Göttingen.
Naturverbundenheit und körperliche Belastbarkeit bringt jeder mit, der sich im Forst bewirbt. Unterscheiden lassen sich Bewerber erst anhand von Baumarten, Gelände und Mengen.
Falsch
Naturverbundener, körperlich belastbarer Forstwirt mit Freude an der Arbeit im Freien und langjähriger Erfahrung in allen Waldarbeiten.
Richtig
Forstwirtin mit 6 Berufsjahren in einem Privatforstbetrieb mit 1.400 ha: Pflanzung, Jungbestandspflege und Zaunbau, außerdem Wertästung an Douglasie und Vogelkirsche bis 6 m Höhe.
Betriebsgröße, Arbeiten und Baumarten kann ein Revierleiter mit seinem eigenen Revier vergleichen.
Wer von der Motorsäge auf die Maschine gewechselt ist, stellt die Maschine und ihre Jahresleistung nach vorn. Bei einem Forstmaschinenführer aus Schmallenberg im Sauerland lautet das Kurzprofil:
Kurzprofil
Geprüfter Forstmaschinenführer, seit 2019 auf dem Harvester eines forstlichen Lohnunternehmens mit 4 Maschinen. Vollmechanisierte Holzernte in Fichte und Douglasie, zuletzt rund 21.000 Festmeter im Jahr, einschließlich täglicher Wartung und Kalibrierung der Vermessung. Zuvor 5 Jahre motormanuelle Holzernte als Forstwirt, auch als Zufäller für den Harvester am Steilhang.
Berufserfahrung als Forstwirt: Holzernte, Pflanzung und Pflege in Zahlen
Über jedem Eintrag stehen Ihre Tätigkeitsbezeichnung, der Betrieb mit Ort sowie Anfang und Ende mit Monat und Jahr. Darunter folgen Stichpunkte; die Bundesagentur für Arbeit hält 3 bis 5 kurze je Stelle für angemessen. Bei weit zurückliegenden Stellen reichen auch 1 oder 2. Geschrieben sind die Stichpunkte im Substantivstil, mit Ernte, Pflanzung, Bau oder Unterhaltung als tragendem Wort, ohne ich und ohne gebeugtes Verb, und jeder enthält eine Menge mit ihrer Einheit.
Falsch
Zuständig für Holzernte, Pflanzungen und allgemeine Waldarbeiten.
Richtig
Motormanuelle Ernte von jährlich rund 1.600 Festmetern Starkholz, vor allem Buche, an Hängen bis 45 % Neigung und mit Unterstützung durch die Seilwinde.
Menge, Baumart, Gelände und Verfahren beschreiben die Arbeit so, dass ein Forstbetrieb sie mit seinen eigenen Hieben vergleichen kann.
Die Bezeichnung über der Stelle folgt dem Arbeitsvertrag, und nach einem Aufstieg im Betrieb steht das Jahr des Wechsels in derselben Zeile. Beim Forstwirt aus Uslar sieht die aktuelle Stelle so aus:
Berufserfahrung
- Seilwindenunterstützte Fällung von Starkholz an Hängen bis 35 % Neigung, Rücken mit dem Forstschlepper bis an die Waldstraße.
- 2023 Pflanzung von 26.000 Douglasien und Traubeneichen auf 11 ha Kalamitätsfläche, Anwuchskontrolle im Folgejahr.
- Verkehrssicherung an 9 km Kreisstraße: Fällung von 140 geschädigten Eschen unter halbseitiger Sperrung.
- Bau von 3.200 m Wildschutzzaun um 6 Kulturflächen.
Die Mengen finden Sie in den Holzlisten, in den Leistungsnachweisen Ihrer Lohnabrechnung, auf den Lieferscheinen der Baumschule und in den Arbeitsaufträgen des Reviers. Für die häufigsten Arbeiten können Stichpunkte so lauten:
| Arbeit | So kann der Stichpunkt lauten |
|---|---|
| Holzernte | Zufällen für den Harvester am Steilhang, je Einsatzwoche rund 300 Festmeter Fichte. |
| Pflanzung | Voranbau von 14.000 Buchen und Weißtannen unter Fichtenschirm, Ausfall nach dem 1. Sommer unter 10 %. |
| Jungbestandspflege | Pflege von jährlich 22 ha Jungbestand mit dem Freischneider nach Vorgabe der Revierleitung. |
| Wege und Erholung | Unterhaltung von 38 km Waldwegen: Freischneiden des Lichtraumprofils, Pflege von Gräben und Durchlässen. |
| Jagdbetrieb | Bau und Instandhaltung von 24 Ansitzeinrichtungen, Einsatz bei 6 Bewegungsjagden je Saison. |
| Anleitung | Anleitung von 2 Auszubildenden im 2. und 3. Ausbildungsjahr bei Holzernte und Motorsägenwartung. |
Kenntnisse und EDV-Kenntnisse im Lebenslauf als Forstwirt
BERUFENET, die Berufsdatenbank der Bundesagentur für Arbeit, beschreibt den Beruf breit: Bestände begründen, pflegen und schützen, Holz ernten und vermessen, Wege und Erholungseinrichtungen unterhalten, Biotope pflegen, Arbeitsmittel instand halten. Unter „Kenntnisse“ gehört davon der Teil, den Sie in einer Ihrer Stellen ausgeübt haben und den die Anzeige nennt. Wählen Sie das genaue Wort: „Seilwindenunterstützte Fällung“ statt „Holzernte“.
| Kenntnis | Wo der Beleg steht |
|---|---|
| Motormanuelle Holzernte | Festmeter, Baumarten und Gelände in den Stichpunkten der Stelle. |
| Seilwinde und Rücken | Schlepper und Winde im Stichpunkt, die Fahrerlaubnis unter „Persönliche Daten“. |
| Waldbegründung und Jungbestandspflege | Pflanzenzahl, Fläche und Baumarten, bei der Pflege die Hektar pro Jahr. |
| Naturschutz und Landschaftspflege | Biotop-, Hecken- oder Gewässerpflege mit Fläche oder Länge. |
| EDV-Kenntnisse | Geräte und Programme mit ihrem Zweck: mobile Holzaufnahme, digitale Revierkarte auf dem Tablet, Bordcomputer des Harvesters. |
Ausbildung zum Forstwirt: Abschlussprüfung richtig angeben
Forstwirt ist nach der Verordnung von 1998 ein staatlich anerkannter Ausbildungsberuf mit 3 Jahren Ausbildungsdauer und ohne Fachrichtungen. Er gehört zum Ausbildungsbereich Landwirtschaft, nicht zum Handwerk. Deshalb steht am Ende eine Abschlussprüfung und keine Gesellenprüfung. Abgenommen wird sie je nach Bundesland von einer Landwirtschaftskammer oder einer Landesbehörde, nie von der IHK oder der Handwerkskammer.
Falsch
Lehre zum Forstarbeiter, Gesellenbrief.
Richtig
Ausbildung zum Forstwirt. Abschlussprüfung vor der Landwirtschaftskammer Niedersachsen.
Berufsbezeichnung und Prüfung stehen so im Lebenslauf, wie das Prüfungszeugnis sie ausweist.
Als Ausbildungsstätte nennen Sie den Ausbildungsbetrieb mit Ort; die Berufsschule können Sie ergänzen. Welche Kammer oder Behörde geprüft hat, steht auf Ihrem Prüfungszeugnis. Wer das Zeugnis gerade nicht zur Hand hat, schreibt nur „Abschlussprüfung“. Eine Note geben Sie in der Form des Zeugnisses an, ohne sie umzurechnen, und nur etwa 10 Jahre lang. Weil die Prüfung beim Forstwirt aus Uslar 12 Jahre zurückliegt, steht keine Note dabei:
Ausbildung
Abschlussprüfung vor der Landwirtschaftskammer Niedersachsen.
Wer eine Note nennt, nennt sie bei jedem Abschluss aus diesen 10 Jahren, auch beim Schulabschluss.
Weiterbildung für Forstwirte: Forstwirtschaftsmeister, Forstmaschinenführer, Führerschein Klasse T
Für den Aufstieg führt BERUFENET als nächsten Schritt die Prüfung zum Forstwirtschaftsmeister auf. Geregelt ist sie bundesweit durch eine Verordnung von 2004, und für die Zulassung ist kein Lehrgang nötig. Verlangt wird in der Regel ein Abschluss in einem landwirtschaftlichen Ausbildungsberuf wie Forstwirt samt Berufspraxis in der Forstwirtschaft; ohne einen solchen Abschluss sind es mindestens 5 Jahre Berufspraxis.
Die zweite bundesweit geregelte Prüfung ist die zum Geprüften Forstmaschinenführer, eingeführt durch eine Verordnung von 2009. Zugelassen wird nach dieser Verordnung in der Regel, wer eine gültige Fahrerlaubnis der Klasse T oder eine vergleichbare besitzt und die Abschlussprüfung zum Forstwirt bestanden hat. Mit einem anderen Ausbildungsberuf kommen mindestens 2 Jahre einschlägige Berufspraxis in der Forstwirtschaft hinzu.
Den Sachkundenachweis Pflanzenschutz stellt nach § 9 des Pflanzenschutzgesetzes die zuständige Behörde auf Antrag aus, und der Abschluss als Forstwirt steht in der Liste der Berufsabschlüsse, die die Pflanzenschutz-Sachkundeverordnung dafür anerkennt. In den Lebenslauf gehört der Nachweis erst, wenn er ausgestellt ist. Lehrgänge, etwa zur Seilklettertechnik oder zur Arbeit mit der Hubarbeitsbühne, tragen Sie unter dem Titel ein, der auf der Bescheinigung steht.
| Nachweis | Wo und wie er im Lebenslauf steht |
|---|---|
| Meisterprüfung | Unter „Weiterbildung“: Forstwirtschaftsmeister, prüfende Kammer oder Behörde laut Zeugnis, Jahr. |
| Forstmaschinenführer | Unter „Weiterbildung“: Geprüfter Forstmaschinenführer mit Jahr, die Maschinen selbst in den Stichpunkten. |
| Sachkundenachweis | Unter „Weiterbildung“: Sachkundenachweis Pflanzenschutz mit Ausstellungsjahr. |
| Lehrgang | Unter „Weiterbildung“: Titel laut Bescheinigung, Anbieter und Jahr. |
| Fahrerlaubnis | Unter „Persönliche Daten“: jede Klasse einzeln, etwa B, BE und T. |
Die Bezeichnungen stammen aus dem Zeugnis: „Forstwirtschaftsmeister“, nicht „Forstwirtmeister“ und nicht „Forstmeister“. Eine Prüfung, auf die Sie sich noch vorbereiten, steht als Lehrgang mit dem voraussichtlichen Prüfungsjahr da und nicht als Titel. Beim Forstwirt aus Uslar hat der Abschnitt 3 Einträge, das jüngste Jahr zuerst:
Weiterbildung
- Anwenderschulung Funkseilwinde, Laubdach Forstservice GmbH, 2021
- Jägerprüfung, 2019
- Sachkundenachweis Pflanzenschutz, Landwirtschaftskammer Niedersachsen, 2014
Zur Klasse T gehören nach der Fahrerlaubnis-Verordnung Zugmaschinen mit einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit bis 60 km/h, die für land- oder forstwirtschaftliche Zwecke bestimmt sind und dafür eingesetzt werden. Die Angabe „Führerschein: ja“ hilft deshalb keinem Forstbetrieb; nennen Sie jede Klasse, die in Ihrem Führerschein eingetragen ist.
Forstamt, Privatwald oder Forstunternehmen: Lebenslauf auf die Stelle abstimmen
Laut BERUFENET arbeiten Forstwirte in Forstbetrieben, bei forstwirtschaftlichen Dienstleistern sowie in Forstämtern und Forstverwaltungen des Bundes, der Länder und der Gemeinden. Diese Arbeitgeber achten im selben Lebenslauf auf Verschiedenes. Ordnen Sie die Stichpunkte jeder Stelle so, dass der zur Anzeige passende ganz oben steht.
| Arbeitgeber | Was oben stehen sollte |
|---|---|
| Forstamt oder Landesforstbetrieb | Die ganze Breite des Berufs: Holzernte, Pflanzung, Jungbestandspflege, Naturschutz und Erholungseinrichtungen, außerdem die Anleitung von Auszubildenden. |
| Kommunaler Forstbetrieb | Verkehrssicherung an Straßen und Wegen, Erholungseinrichtungen, Arbeiten nahe an Siedlungen. |
| Privater Forstbetrieb | Selbstständiges Arbeiten im Revier, Zaunbau, Wertästung und Jagdbetrieb. |
| Forstunternehmen | Festmeter pro Jahr, Maschinen, Führerschein Klasse T und die Bereitschaft zu auswärtigen Einsätzen. |
| Baumpflegebetrieb | Fällungen im Siedlungsbereich, Seilklettertechnik oder Hubarbeitsbühne mit Lehrgang und Jahr. |
Lebenslauf für die Ausbildung zum Forstwirt und für Quereinsteiger
Einen bestimmten Schulabschluss müssen Sie für die Ausbildung rechtlich nicht mitbringen. BERUFENET weist für 2024 bundesweit 834 Ausbildungsanfänger aus: 55 % mit mittlerem Bildungsabschluss, 29 % mit Hochschulreife und 15 % mit Hauptschulabschluss.
Bewerben Sie sich aus der Schule heraus, steht unter „Ausbildung“ Ihre Schule mit Zeitraum, Schulart, Ort und dem Abschluss, den Sie erreicht haben oder anstreben. Gute Noten in Biologie, Mathematik sowie Werken und Technik nennen Sie dazu, denn diese Fächer führt BERUFENET als gute Voraussetzung an. Mehr als jede Note zählt der Beleg, dass Sie die Arbeit draußen kennen: ein Praktikum im Revier, ein Freiwilliges Ökologisches Jahr in einem Forstbetrieb, Ferienarbeit bei der Pflanzung.
Auch 2 Wochen Praktikum sind ein vollwertiger Eintrag unter „Berufserfahrung“, wenn die Stichpunkte angeben, was Sie selbst getan haben:
Berufserfahrung
- Pflanzung von 800 Stieleichen mit dem Hohlspaten an 4 Tagen, gemeinsam mit 2 Forstwirten.
- Anbringen von 250 Wuchshüllen und Kontrolle von 1,2 km Kulturzaun auf Schäden.
Unter „Ehrenamt“ stehen die Freiwillige Feuerwehr, das THW oder eine Jugendgruppe im Naturschutz, jeweils mit Ihrer Aufgabe und dem Jahr des Eintritts.
Quereinsteiger, die als Helfer in einem Forstunternehmen gearbeitet haben, beschreiben diese Zeit in denselben Größen wie eine Fachkraft: Festmeter, Hektar, Maschinen. Wer 5 Jahre oder länger in der Forstwirtschaft gearbeitet hat, kann laut BERUFENET in der Regel auch ohne Berufsabschluss zur Meisterprüfung zugelassen werden.
Liegt Ihre Abschlussprüfung erst 1 oder 2 Jahre zurück, dürfen Sie in Ihrem eigenen Lebenslauf die Ausbildung über die Berufserfahrung stellen. Ausbildungsbetrieb und Prüfung zeigen dann mehr als wenige Monate im Beruf.
Häufige Fragen zum Lebenslauf als Forstwirt
Gehört ein Foto in den Lebenslauf als Forstwirt?
Sie müssen keines verwenden, und kein Forstbetrieb darf eines verlangen; ob eines dabei ist, bestimmen Sie. Die Bundesagentur für Arbeit gibt dazu 2 Antworten: Die Seite zum Lebenslauf führt das Foto als „kein Muss mehr“, während die Unterlagenliste des Bewerbungstrainings den Lebenslauf ohne Deckblatt weiterhin „mit Foto“ vorsieht. In Forstverwaltungen und im ländlichen Mittelstand ist das Foto noch üblich. Dafür taugt ein Porträt, das ein Fotograf aufgenommen hat, kein Bild in Schnittschutzhose aus dem letzten Hieb.
Wie lang darf ein Lebenslauf als Forstwirt sein?
2 DIN-A4-Seiten sind die Grenze, die die Bundesagentur für Arbeit zieht. Ein Forstwirtschaftsmeister mit mehreren Betrieben und Lehrgängen füllt sie ohne Nachteil. Für die Bewerbung um einen Ausbildungsplatz im Forst wird der Lebenslauf dagegen selten länger als 1 Seite.
Sollte ich die Note der Abschlussprüfung angeben?
Ja, in den rund 10 Jahren nach der Prüfung; danach verliert sie an Bedeutung. Schreiben Sie die Note so ab, wie das Prüfungszeugnis sie nennt, und rechnen Sie nichts um. Wenn Sie eine Note angeben, dann auch bei den übrigen Abschlüssen aus diesen 10 Jahren, den Schulabschluss eingeschlossen.
Gehören Referenzen früherer Forstbetriebe in den Lebenslauf?
Nein, kein Revierleiter und kein früherer Chef erscheint im Lebenslauf mit Namen und Telefonnummer. Jeder Forstbetrieb, den Sie verlassen, muss Ihnen nach § 109 der Gewerbeordnung ein schriftliches Zeugnis ausstellen. Legen Sie Kopien Ihrer letzten 2 bis 4 Arbeitszeugnisse in der Reihenfolge des Lebenslaufs bei, außerdem das Prüfungszeugnis.
Sollte ich den Lebenslauf unterschreiben?
Bei einem Forstamt oder einer Kommune ja: Dort wird die Unterschrift fast immer erwartet, auch wenn die Bundesagentur für Arbeit in ihr nur einen möglichen Vorteil und keine Pflicht sieht. Ans Ende gehören dann Ort und Datum in der Form „Uslar, 12.10.2026“ und darunter Ihre Unterschrift mit Vor- und Nachnamen. Für eine Bewerbung per E-Mail scannen Sie die Unterschrift ein.
Gehört der Jagdschein in den Lebenslauf?
Ja, sobald Sie die Jägerprüfung bestanden haben; eingetragen wird sie mit dem Jahr unter „Weiterbildung“. Der Jagdbetrieb gehört zwar zum Ausbildungsberufsbild des Forstwirts, eine Jägerprüfung ist die Abschlussprüfung aber nicht. Private Forstbetriebe mit eigener Jagd achten besonders darauf.
Wie gebe ich Monate ohne Anstellung an?
Als eigene Zeile zwischen den Stellen, mit Zeitraum und Inhalt: Arbeitssuche, ein Lehrgang, Arbeit im Wald der Familie. Als Schwelle nennt die Bundesagentur für Arbeit 2 Monate. Jede längere Unterbrechung soll demnach im Lebenslauf stehen, zusammen mit dem, was Sie in diesen Monaten getan haben.
Fazit
Ein Lebenslauf als Forstwirt beschreibt den Wald, in dem Sie gearbeitet haben: Baumarten, Gelände, Festmeter und Hektar bei jeder Stelle. Abschlussprüfung, Meisterprüfung und Maschinenführerprüfung stehen mit dem Wortlaut des Zeugnisses da, die Fahrerlaubnis mit jeder Klasse. Arbeitszeugnisse und Bescheinigungen in den Anlagen belegen, was die Tabelle angibt.


