Lebenslauf als Fachlagerist: 3 Beispiele und Anleitung (2026)

Mit dem Abschluss als Fachlagerist bewerben Sie sich oft neben Fachkräften für Lagerlogistik und neben Angelernten. Ihr Lebenslauf muss deshalb 2 Dinge auf den ersten Blick zeigen: den Berufsabschluss mit bestandener Prüfung und das, was Sie im Lager täglich selbst prüfen, buchen und fahren. So füllen Sie jeden Abschnitt, auch mit einem 3. Ausbildungsjahr.

Aktualisiert am 12 Min. Lesezeit

Lebenslauf-Beispiel: Fachlagerist im Stahlhandel

Das Wichtigste in Kürze

  • Im Lebenslauf steht die Bezeichnung des Prüfungszeugnisses, Fachlagerist oder Fachlageristin, und weder das verkürzte „Lagerist“ noch der dreijährige Beruf Fachkraft für Lagerlogistik.
  • Die Ausbildung dauert 2 Jahre und endet mit einer Abschlussprüfung, deren Ergebnis Sie in Punkten und Worten übernehmen, etwa „befriedigend (77 Punkte)“.
  • Nach einem bestandenen 3. Ausbildungsjahr führen Sie 2 Einträge: oben die Fortsetzung zur Fachkraft für Lagerlogistik, darunter die Ausbildung zum Fachlageristen.
  • Stichpunkte stehen im Substantivstil und enthalten eine Menge pro Schicht, Tag oder Monat: 140 Auftragspositionen, 9 Touren, 30 Paletten Nachschub.
  • Der Staplerschein gehört mit dem Jahr des Lehrgangs unter „Weiterbildung“ und nicht neben die Fahrerlaubnisklasse unter „Führerschein“.
  • Bei einem Ausbildungsbeginn vor August 2004 lautet der Abschluss in der Regel Handelsfachpacker, und dieser Titel bleibt im Lebenslauf stehen.

Aufbau: Was der Lebenslauf eines Fachlageristen enthalten muss

BERUFENET, die Berufsdatenbank der Bundesagentur für Arbeit, folgt in ihrer Beschreibung des Berufs dem Weg der Ware durch das Lager: Fachlageristen nehmen Güter an, prüfen sie anhand der Begleitpapiere, lagern sie, kontrollieren den Bestand, verpacken und beladen Lkw. Eine Lagerleitung sucht in Ihrem Lebenslauf deshalb Abschluss, Arbeitsbereich, Geräte und Mengen, und zwar in dieser Reihenfolge.

Gegliedert wird in Tabellenform, die jüngste Stelle an erster Position. Für eine Bewerbung im Lager hat der Lebenslauf diese Abschnitte:

  1. Persönliche Daten mit Anschrift, Telefon, E-Mail und Führerscheinklasse
  2. Kurzprofil, wenn Sie eines verwenden möchten
  3. Berufserfahrung, je Station 3 bis 5 Stichpunkte
  4. Ausbildung: Fachlagerist mit Prüfung und Note, zuletzt der Schulabschluss
  5. Weiterbildung: Staplerschein und weitere Lehrgänge, jeweils mit Jahr
  6. Kenntnisse, EDV-Kenntnisse und Sprachkenntnisse
  7. Ort, Datum und Unterschrift

Die Bundesagentur für Arbeit zählt das Geburtsdatum zu den persönlichen Angaben. Vorgeschrieben ist es nicht, und Familienstand oder Konfession haben im Lebenslauf keinen Platz mehr.

Kurzprofil für Fachlageristen: Abschluss, Lagerbereich, Geräte

Zu einem deutschen Lebenslauf gehört nicht zwingend ein Kurzprofil. Für Fachlageristen hat es trotzdem einen Nutzen: Der Abschluss steht dann schon in der ersten Zeile und nicht erst unter „Ausbildung“ auf der unteren Hälfte der Seite.

Formel für das Kurzprofil

Berufsbezeichnung mit IHK-Abschluss Jahr, seit Zahl Jahren im Lagerart oder Branche. Täglich im Bereich: Menge mit Bezugsgröße. Fahrpraxis auf Gerät, Buchungen System oder Gerät. Schichtmodell.

Beispiel

Fachlageristin mit IHK-Abschluss 2022, seit 4 Jahren im Zentrallager eines Getränkefachgroßhändlers. Täglich im Warenausgang: 14 bis 18 Liefertouren pro Frühschicht, kommissioniert auf Rollcontainer und Palette. Fahrpraxis auf dem Elektro-Gabelstapler, Buchungen am Handscanner. Frühschicht ab 5 Uhr, samstags im Wechsel.

Wörter wie „engagiert“ oder „sorgfältig“ kann niemand nachprüfen, eine Tagesmenge oder ein Gerät dagegen schon. Lassen Sie die Eigenschaft weg und schreiben Sie die Tatsache hin, an der sie sich zeigt.

Falsch

Engagierter Fachlagerist mit schneller Auffassungsgabe, sorgfältiger Arbeitsweise und Staplerschein sucht neue Herausforderung.

Richtig

Fachlagerist mit IHK-Abschluss 2019, seit 7 Jahren im Ersatzteillager eines Nutzfahrzeughändlers; Wareneingang für rund 60 Lieferpositionen pro Tag, tägliche Fahrpraxis auf dem Schubmaststapler.

Abschluss, Branche und Tagesmenge lassen sich im Vorstellungsgespräch überprüfen, „engagiert“ nicht.

So liest sich das Kurzprofil eines Fachlageristen aus Koblenz, der nach der Ausbildung in den Werkzeuggroßhandel gewechselt ist:

So sieht es im Lebenslauf aus

Kurzprofil

Fachlagerist, 2021 Abschlussprüfung vor der IHK Koblenz, seit 5 Jahren im Lager eines Großhändlers für Werkzeug und Befestigungstechnik. Arbeitsbereich Kommissionierung und Versand: rund 140 Auftragspositionen pro Schicht, dazu die Verladung für 9 Auslieferungstouren am Tag. Staplerschein seit 2020, Fahrpraxis auf Schubmaststapler und Niederhubwagen, Buchungen in SAP MM am MDE-Gerät.

Berufserfahrung als Fachlagerist: Stichpunkte mit Mengen pro Schicht

Zu jeder Station gehören die Position, der Zeitraum in Monat und Jahr sowie der Arbeitgeber mit Ort. Darunter folgen 3 bis 5 Stichpunkte im Substantivstil: „Kontrolle von ...“, „Verladung für ...“, ohne ich und ohne gebeugtes Verb. Jeder Stichpunkt enthält eine Menge und nennt dazu die Bezugsgröße, etwa pro Schicht oder pro Tag.

Falsch

Mitarbeit bei der Inventur.

Richtig

Zählung von rund 3.200 Lagerplätzen bei der Jahresinventur im Zweierteam, Klärung von 45 Bestandsdifferenzen vor der Buchung.

Umfang und Ergebnis zeigen, welchen Teil der Inventur Sie selbst übernommen haben.

Die Ausbildungsverordnung gliedert den Beruf in Annahme, Lagerung, Kommissionierung und Verpackung, Versand und Güterkontrolle. Für jeden dieser Bereiche gibt es eine Zahl, die Sie kennen oder an 2 bis 3 Arbeitstagen selbst mitzählen können.

Mengen für jeden Bereich des Fachlageristen
BereichSo kann es im Lebenslauf stehen
AnnahmeEntladung und Kontrolle von 12 bis 15 Anlieferungen pro Tag anhand von Lieferschein und Bestellung.
LagerungEinlagerung von rund 90 Paletten pro Schicht nach dem FIFO-Prinzip.
KommissionierungZusammenstellung von 70 Kundenaufträgen pro Tag mit durchschnittlich 6 Positionen.
VerpackungVerpackung bruchempfindlicher Ware für rund 110 Paketsendungen pro Tag, einschließlich Etikettierung.
VersandBeladung von 8 Lkw pro Spätschicht nach Tourenplan, Sicherung der Ladung mit Zurrgurten und Antirutschmatten.
GüterkontrolleAussonderung beschädigter Ware, Dokumentation von durchschnittlich 20 Transportschäden pro Monat für die Reklamation.

Die aktuelle Station des Fachlageristen aus Koblenz sieht so aus:

So sieht es im Lebenslauf aus

Berufserfahrung

Fachlagerist07/2021 – heute
Baumpieper Werkzeughandel GmbH, Koblenz
  • Kommissionierung von rund 140 Auftragspositionen pro Schicht aus Fachboden- und Palettenregal per MDE-Gerät.
  • Verladung für 9 Auslieferungstouren pro Tag zu Handwerksbetrieben der Region, Ladungssicherung eingeschlossen.
  • Nachschub aus dem Palettenregal mit dem Schubmaststapler, rund 30 Paletten pro Schicht.
  • Vertretung im Wareneingang an durchschnittlich 4 Tagen pro Monat: Kontrolle und Buchung von rund 25 Lieferungen pro Tag in SAP MM.

Kenntnisse und EDV-Kenntnisse im Lebenslauf als Fachlagerist

Zu den Kernkompetenzen des Berufs zählt die Berufsdatenbank unter anderem Warenannahme und Wareneingangskontrolle, Kommissionieren, Verpacken, Etikettieren, Bestandskontrolle und das Erstellen von Versandpapieren. Übernehmen Sie daraus, was die Stellenanzeige nennt und was eine Ihrer Stationen bestätigt.

Kenntnisse des Fachlageristen und ihr Beleg
KenntnisSo belegen Sie sie
WareneingangskontrolleLieferungen pro Tag und der Umgang mit Abweichungen, etwa die Meldung an den Einkauf.
Bedienen von FlurförderzeugenDas Gerät im Stichpunkt der Station, der Staplerschein mit Jahr unter „Weiterbildung“.
Versandpapiere und EtikettierungSendungen pro Tag, Lieferschein und Paketlabel als eigener Arbeitsschritt.
GenauigkeitFehlgriffe je 1.000 Positionen oder die Bestandsdifferenzen der letzten Inventur.
Umsicht beim FahrenJahre Fahrpraxis ohne Unfall und ohne Regalschaden.
EDV-KenntnisseDas Lagerverwaltungssystem mit Namen, dazu MDE-Gerät, Pick-by-Voice oder Pick-by-Light.

Sprachen stehen unter „Sprachkenntnisse“ mit der Einstufung in Worten und der Stufe des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens (GER), etwa „gute Kenntnisse (B1)“. BERUFENET nennt Englisch und weitere Fremdsprachen schon für die Ausbildung als gute Voraussetzung, weil im Lager auch mit ausländischen Fachkräften gesprochen wird.

So sieht es im Lebenslauf aus

Kenntnisse

Wareneingangskontrolle · Kommissionierung · Verpackung und Etikettierung · Ladungssicherung · Inventur

EDV-Kenntnisse: SAP MM · MDE-Gerät · MS Excel

Sprachkenntnisse:
Deutsch: Muttersprache
Englisch: gute Kenntnisse (B1)

Ausbildung zum Fachlageristen und IHK-Prüfung richtig angeben

Fachlagerist ist ein anerkannter, zweijähriger Ausbildungsberuf, geregelt in der Verordnung über die Berufsausbildung im Lagerbereich, die seit dem 1. August 2004 gilt. In den Lebenslauf gehört die Bezeichnung, die auf Ihrem Prüfungszeugnis steht. Welche das ist, hängt vom Beginn der Ausbildung und vom Weg zur Prüfung ab.

Die richtige Bezeichnung für Ihren Abschluss
Ihr WegSo steht es im Lebenslauf
Ausbildung mit Beginn ab 08/2004Ausbildung zum Fachlageristen oder zur Fachlageristin
Ausbildung mit Beginn vor 08/2004Die Bezeichnung des Zeugnisses, in der Regel Ausbildung zum Handelsfachpacker oder zur Handelsfachpackerin
Abschluss ohne AusbildungsvertragExternenprüfung zum Fachlageristen, mit Kammer, Jahr und Note
Ausbildung nicht beendetAusbildung zum Fachlageristen (ohne Abschluss), mit dem Zeitraum

Die Ausbildung endet mit einer Abschlussprüfung, meist vor der IHK, und auch in einem Handwerksbetrieb nie mit einer Gesellenprüfung. Nach § 10 der Verordnung besteht sie aus 4 Prüfungsbereichen: Praktische Arbeitsaufgaben, Lagerprozesse, Güterbewegung sowie Wirtschafts- und Sozialkunde. Einen Teil 1 und Teil 2 kennt sie nicht, und die Zwischenprüfung am Ende des 1. Ausbildungsjahres lassen Sie im Lebenslauf weg.

Das Zeugnis der Kammer weist das Ergebnis in Punkten mit einer Note in Worten aus. Übernehmen Sie beides unverändert, etwa „befriedigend (77 Punkte)“, und errechnen Sie daraus keine Dezimalnote.

Falsch

Lagerist (IHK), Abschluss 2,6.

Richtig

Ausbildung zum Fachlageristen, Abschlussprüfung vor der IHK Koblenz, Note: befriedigend (77 Punkte).

Die amtliche Bezeichnung steht für den zweijährigen Beruf, und Kammer und Punktzahl stimmen mit dem Zeugnis überein, das der Bewerbung beiliegt.

Unter die Bezeichnung setzen Sie den Ausbildungsbetrieb mit Ort, in die Zeile darunter Prüfung, Kammer und Note. Den Schluss des Abschnitts „Ausbildung“ bildet Ihr Schulabschluss in dem Wortlaut, den das Schulzeugnis verwendet.

So sieht es im Lebenslauf aus

Ausbildung

Ausbildung zum Fachlageristen08/2019 – 06/2021
Schwalbenwurz Baustoffe GmbH, Koblenz

Abschlussprüfung vor der IHK Koblenz, Note: befriedigend (77 Punkte).

Fachlagerist oder Fachkraft für Lagerlogistik: das 3. Ausbildungsjahr im Lebenslauf

Nach § 6 der Verordnung kann die Ausbildung zum Fachlageristen für das 3. Ausbildungsjahr im Beruf Fachkraft für Lagerlogistik fortgesetzt werden. Es bleiben 2 Berufe mit je eigener Abschlussprüfung. Im Lebenslauf steht deshalb nur der Abschluss, dessen Prüfung Sie bestanden haben, und das angehängte Jahr bekommt einen eigenen Eintrag.

Das 3. Ausbildungsjahr je nach Stand
StandSo steht es unter „Ausbildung“
Fachlagerist ohne 3. Jahr1 Eintrag: Ausbildung zum Fachlageristen mit Zeitraum, Betrieb, Prüfung und Note.
3. Jahr läuftOben „Fortsetzung der Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik (3. Ausbildungsjahr)“ mit offenem Zeitraum, darunter der Fachlagerist mit Note.
3. Jahr bestanden2 Einträge mit je eigenem Zeitraum und eigener Note, der neuere oben.
3. Jahr ohne bestandene PrüfungDie Fortsetzung mit Zeitraum und dem Zusatz „ohne Abschluss“, darunter der Fachlagerist als Ihr Berufsabschluss.

Als Position einer Station übernehmen Sie die Bezeichnung aus dem Arbeitsvertrag. Steht dort „Lagermitarbeiter“ oder „Kommissionierer“, bleibt es dabei: Ihr Abschluss ist unter „Ausbildung“ und im Kurzprofil zu finden.

Der dreijährige Abschluss lässt sich auch nach Jahren im Beruf nachholen. Zur Abschlussprüfung wird nach § 45 Abs. 2 des Berufsbildungsgesetzes auch zugelassen, wer mindestens das Eineinhalbfache der Ausbildungsdauer in dem Beruf tätig war. Bei der Fachkraft für Lagerlogistik sind das 4,5 Jahre, und Ausbildungszeiten in einem anderen einschlägigen Ausbildungsberuf gelten dabei als Berufstätigkeit.

Weiterbildung für Fachlageristen: Staplerschein, Ladungssicherung, Logistikmeister

Zum Teil fordern Arbeitgeber laut BERUFENET eine Berechtigung zum Bedienen von Gabelstaplern, und beim Umgang mit Gefahrgut muss eine Gefahrgutbescheinigung vorliegen. Solche Nachweise stehen unter „Weiterbildung“, jeder mit seinem Jahr, der jüngste an erster Stelle.

Der Staplerschein bescheinigt Ihre Ausbildung zum Fahren von Flurförderzeugen und ist keine Fahrerlaubnisklasse. Unter „Führerschein“ steht deshalb nur eine Klasse wie B oder C1. Haben Sie den Staplerschein schon während der Ausbildung erworben, nennen Sie das Jahr des Lehrgangs; bei einem Lehrgang ab 2023 können Sie „nach DGUV Grundsatz 308-001“ ergänzen.

So sieht es im Lebenslauf aus

Weiterbildung

  • Erste-Hilfe-Fortbildung für betriebliche Ersthelfer, 2025
  • Lehrgang Ladungssicherung auf Straßenfahrzeugen nach VDI 2700, 2023
  • Staplerschein, 2020

Als naheliegenden Aufstieg nennt die Berufsdatenbank die Prüfung zum Logistikmeister. Die Prüfungsverordnung gliedert sie in die Prüfungsteile „Grundlegende Qualifikationen“ und „Handlungsspezifische Qualifikationen“ und verlangt dazu den Nachweis der berufs- und arbeitspädagogischen Eignung, etwa durch die Prüfung nach der Ausbilder-Eignungsverordnung. Ein bestandener Prüfungsteil gehört mit Kammer und Jahr unter „Weiterbildung“, auch wenn der andere noch aussteht.

Lebenslauf für die Ausbildung zum Fachlageristen und für Berufseinsteiger

Eine bestimmte Schulbildung ist für die Ausbildung rechtlich nicht vorgeschrieben. Von den 5.112 Personen, die sie 2024 in Industrie und Handel begannen, hatten laut BERUFENET 57 % einen Hauptschulabschluss, 27 % einen mittleren Bildungsabschluss und 8 % keinen Hauptschulabschluss.

In der Bewerbung um den Ausbildungsplatz füllen diese Angaben die Seite:

  • Die Schule mit Zeitraum, Schulart, Name und Ort sowie der Abschluss, den Sie haben oder anstreben
  • Die Noten in Mathematik und Englisch: BERUFENET nennt beide Fächer als gute Voraussetzung, Mathematik etwa für die Berechnung des Raumbedarfs von Gütern
  • Ein Schülerpraktikum oder Ferienjob unter „Berufserfahrung“, auch wenn es nur 2 Wochen waren
  • Ein Ehrenamt, das mit Material und Ordnung zu tun hat, etwa als Gerätewart im Sportverein

Auch ein Praktikum bekommt Stichpunkte mit Zahlen: „Auspacken und Kontrolle von rund 40 Paketen pro Tag im Wareneingang eines Baumarkts“ sagt mehr als „Einblick in die Lagerarbeit“.

Direkt nach der Abschlussprüfung haben Sie über die Ausbildung mehr zu berichten als über Ihre erste Stelle. In Ihrem eigenen Lebenslauf darf die Ausbildung dann vor der Berufserfahrung stehen, bis Sie etwa 2 Jahre im Beruf sind.

Arbeiten Sie ohne Berufsabschluss im Lager, ist die Externenprüfung zum Fachlageristen der kürzeste Weg zum Abschluss. Für die Zulassung sind in der Regel 3 Jahre Tätigkeit im Beruf nötig, das Eineinhalbfache der Ausbildungsdauer. Solange die Vorbereitung läuft, steht sie als Lehrgang mit dem voraussichtlichen Prüfungsjahr unter „Weiterbildung“.

Häufige Fragen zum Lebenslauf als Fachlagerist

Kann ich mich als Fachlagerist auf eine Stelle für Fachkräfte für Lagerlogistik bewerben?

Ja, das steht Ihnen frei. Entscheidend ist, dass Ihr Lebenslauf Ihren Abschluss korrekt mit „Fachlagerist“ angibt und die Stationen die Aufgaben der Anzeige mit Mengen belegen. Planen Sie das 3. Ausbildungsjahr oder die Externenprüfung, erwähnen Sie das im Anschreiben. In den Lebenslauf kommt ein solcher Schritt erst, wenn er begonnen hat.

Wie viele Seiten darf der Lebenslauf eines Fachlageristen haben?

Als Höchstmaß gibt die Bundesagentur für Arbeit 2 DIN-A4-Seiten an. Wer nach der Ausbildung mehrere Arbeitgeber und einige Lehrgänge vorweisen kann, darf die 2. Seite nutzen und muss nichts streichen. Kurz nach der Abschlussprüfung reicht 1 Seite aus.

Brauche ich als Fachlagerist ein Foto im Lebenslauf?

Nein, vorgeschrieben ist es nicht, und verlangen darf es ein Arbeitgeber auch nicht. Die Bundesagentur für Arbeit behandelt das Foto je nach Seite anders: In ihren Hinweisen zum Lebenslauf heißt es, das Foto sei „kein Muss mehr“, im Bewerbungstraining gehört es weiterhin auf den Lebenslauf, sofern kein Deckblatt verwendet wird. Die Entscheidung treffen Sie. Verwenden Sie eines, dann ein Bild vom Fotografen und kein Selfie.

Sollte ich die Note meiner Abschlussprüfung nennen?

In den ersten rund 10 Jahren nach der Prüfung ist das üblich. Schreiben Sie die Note so, wie das Zeugnis sie ausweist, in Worten mit Punkten, zum Beispiel „befriedigend (77 Punkte)“. Haben Sie das 3. Ausbildungsjahr bestanden, nennen Sie die Note beider Prüfungen, sonst wirkt die eine wie ausgesucht.

Welche Zeugnisse lege ich der Bewerbung als Fachlagerist bei?

Das Prüfungszeugnis der Kammer, den Staplerschein und die letzten 2 bis 4 Arbeitszeugnisse in Kopie, das neueste zuoberst. § 109 der Gewerbeordnung gibt Ihnen am Ende jedes Arbeitsverhältnisses Anspruch auf ein schriftliches Zeugnis. Deshalb enthält ein deutscher Lebenslauf keine Liste von Referenzpersonen mit Telefonnummer.

Wie trage ich die Zeit zwischen Ausbildung und erster Stelle ein?

Mit einer eigenen Zeile samt Zeitraum, sobald die Pause länger als 2 Monate gedauert hat. Ab dieser Dauer sollten Unterbrechungen nach dem Rat der Bundesagentur für Arbeit im Lebenslauf stehen, zusammen mit dem, was Sie in der Zeit gemacht haben. Das kann eine Aushilfstätigkeit sein, ein Lehrgang wie der Staplerschein oder schlicht „arbeitsuchend, Bewerbungen im Raum Koblenz“.

Unterschreibe ich den Lebenslauf?

Das können Sie, zwingend ist es nicht: Die Bundesagentur für Arbeit hält die Unterschrift für nicht unbedingt notwendig, aber für einen möglichen Vorteil. Sie steht am Fuß der letzten Seite unter Ort und vollem Datum, etwa „Koblenz, 12.10.2026“. Für die Bewerbung per E-Mail scannen Sie die Unterschrift ein.

Fazit

Ein Lebenslauf als Fachlagerist ist stimmig, wenn die Bezeichnung des Prüfungszeugnisses, die Note in Punkten und ein mögliches 3. Ausbildungsjahr sauber getrennt unter „Ausbildung“ stehen. Die Stationen zeigen mit Mengen, Geräten und Buchungen, dass Sie den Beruf gelernt haben, und der Staplerschein steht mit Jahr unter „Weiterbildung“.

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