Das Wichtigste in Kürze
- „Busfahrer“ ist eine Tätigkeit und kein Abschluss: Unter „Ausbildung“ steht die Fachkraft im Fahrbetrieb, der Berufskraftfahrer oder Ihr erlernter Beruf, den die Grundqualifikation Personenverkehr unter „Weiterbildung“ ergänzt.
- Die Fahrerlaubnis der Klassen D und DE wird längstens für 5 Jahre erteilt und steht deshalb mit Ablaufdatum unter „Persönliche Daten“, etwa Führerschein Klasse B, D (gültig bis 04/2028).
- Die Weiterbildung nach dem Berufskraftfahrerqualifikationsgesetz umfasst 35 Unterrichtseinheiten und steht mit Jahr und dem Zusatz „Fahrerqualifizierungsnachweis gültig bis“ unter „Weiterbildung“.
- Jede Fahrerstelle beginnt mit Einsatzart und Fahrzeugen im ersten Stichpunkt und belegt die Fahrpraxis mit Zahlen: 6 Linien, 18-m-Gelenkbus, 38.000 km im Jahr.
- Wer die Klasse D besitzt, braucht keine Fahrerlaubnis zur Fahrgastbeförderung, weshalb der „P-Schein“ in der Zeile „Führerschein“ nichts verloren hat.
- Mehr als 2 DIN-A4-Seiten sieht die Bundesagentur für Arbeit für den Lebenslauf nicht vor, und Arbeitszeugnisse in Kopie erfüllen den Zweck von Referenzen.
Lebenslauf als Busfahrer: Aufbau und was Verkehrsbetriebe zuerst prüfen
Nach dem Berufskraftfahrerqualifikationsgesetz (BKrFQG) darf ein Unternehmer Fahrten im Personenkraftverkehr weder anordnen noch zulassen, wenn der Fahrer die vorgeschriebenen Voraussetzungen nicht erfüllt. Ein Verkehrsbetrieb sucht in Ihrem Lebenslauf deshalb vor allem anderen 2 Angaben: die Fahrerlaubnis der Klasse D mit Ablaufdatum und den gültigen Fahrerqualifizierungsnachweis.
Der Lebenslauf ist eine Tabelle, deren Abschnitte jeweils mit dem jüngsten Eintrag beginnen. Auf 2 DIN-A4-Seiten begrenzt ihn die Bundesagentur für Arbeit; wer in 25 Berufsjahren für 5 Betriebe gefahren ist, darf beide füllen. Für den Fahrdienst ordnen Sie die Abschnitte so:
- Persönliche Daten: Anschrift, Telefon, E-Mail, Geburtsdatum und die Zeile „Führerschein“ mit Ablaufdatum
- Kurzprofil (freiwillig)
- Berufserfahrung, beginnend mit dem aktuellen Betrieb
- Ausbildung
- Weiterbildung mit Fahrerqualifizierungsnachweis und Schulungen
- Kenntnisse, EDV-Kenntnisse und Sprachkenntnisse
- Ehrenamt und Interessen
- Ort, Datum und Unterschrift
Zum Geburtsdatum: Die Bundesagentur für Arbeit führt es samt Geburtsort unter den persönlichen Daten auf. Verlangt ist die Angabe nirgends, und auch ohne sie ist der Lebenslauf vollständig. Familienstand, Konfession und Angaben zu Kindern haben darin nichts mehr zu suchen.
Kurzprofil für Busfahrer: Klasse D, Einsatzart und Fahrpraxis
Niemand verlangt in Deutschland ein Kurzprofil, und wer darauf verzichtet, macht nichts falsch. Im Fahrdienst spart es dem Leser trotzdem Zeit, weil 3 bis 4 Zeilen zusammenziehen, was sonst in 4 Abschnitten verstreut steht: Klasse, Einsatzart, Fahrzeuge und die Gültigkeit der Nachweise.
Formel für das Kurzprofil
Berufsbezeichnung mit Führerschein Klasse D oder DE, seit Jahr im Linien-, Schüler- oder Reiseverkehr. Fahrzeuge mit einer Zahl zu Linien, Fahrten oder Kilometern. Fahrerlaubnis gültig bis Monat und Jahr, Fahrerqualifizierungsnachweis bis Monat und Jahr. Nächstes Ziel: Einsatzart bei Art des Betriebs im Raum Region.
Beispiel
Busfahrer mit Führerschein Klasse DE, seit 2015 im Reise- und Fernlinienverkehr. Dreiachsige Reisebusse und Doppeldecker, jährlich rund 30 Mehrtagesfahrten nach Italien, Kroatien und Skandinavien bei rund 70.000 km Fahrleistung. Fahrerlaubnis gültig bis Februar 2030, Fahrerqualifizierungsnachweis bis September 2028. Nächstes Ziel: Linienverkehr mit festem Dienstplan bei einem Verkehrsbetrieb im Raum Kassel.
Freundlich, pünktlich, zuverlässig: Diese Wörter kann kein Betrieb nachprüfen. Nachprüfen lassen sich dagegen Linien, Fahrzeuglängen, Kilometer und unfallfreie Jahre.
Falsch
Freundlicher und zuverlässiger Busfahrer mit langjähriger Fahrpraxis und Spaß am Umgang mit Menschen.
Richtig
Busfahrer mit Führerschein Klasse D, seit 9 Jahren im Überlandverkehr auf 13-m-Bussen und Gelenkbussen, jährlich rund 55.000 km und seit 2017 unfallfrei.
Klasse, Verkehrsart und Kilometer zeigen dem Betrieb, auf welchem Umlauf Sie nach kurzer Einweisung fahren können.
So liest sich das Kurzprofil einer Fachkraft im Fahrbetrieb aus Koblenz, die seit ihrer Ausbildung im Stadtverkehr fährt:
Kurzprofil
Fachkraft im Fahrbetrieb mit Führerschein Klasse D, seit 2019 Busfahrerin im Stadtverkehr von Koblenz. Rund 38.000 km Fahrleistung im Jahr, seit dem ersten Dienst unfallfrei. Lehrfahrerin für neue Kolleginnen und Kollegen, einsetzbar im Nacht- und Wochenenddienst. Fahrerlaubnis gültig bis April 2028, Fahrerqualifizierungsnachweis bis Juli 2029.
Berufserfahrung als Busfahrer: Linien, Fahrzeuge und Kilometer in Zahlen
Jede Fahrerstelle beginnt mit der Bezeichnung aus dem Arbeitsvertrag, dem Betrieb samt Ort und dem Zeitraum in Monat und Jahr. Darunter folgen kurze Stichpunkte im Substantivstil, das heißt ohne „ich“ und ohne gebeugtes Verb; die Bundesagentur für Arbeit rät zu 3 bis 5 je Stelle. Der erste Stichpunkt nennt Einsatzart und Fahrzeuge, im Linienverkehr mit der Zahl der Linien; die weiteren enthalten Mengen und Zusatzaufgaben.
Falsch
Verantwortlich für die sichere Beförderung von Fahrgästen im Linienverkehr.
Richtig
Fahrdienst auf 4 Überlandlinien mit 15-m-Dreiachsern, je Dienst 210 bis 260 km, Fahrscheinverkauf und Anschlusssicherung an 3 Umsteigeknoten.
Sichere Beförderung setzt jeder Betrieb voraus, während Linien, Fahrzeug und Kilometer zeigen, was Sie tatsächlich gefahren sind.
Bei der Koblenzer Busfahrerin sieht die aktuelle Stelle so aus:
Berufserfahrung
- Fahrdienst auf 6 Stadtbuslinien mit 12-m-Solobussen und 18-m-Gelenkbussen, jedes 2. Wochenende auf der Nachtlinie.
- Verkauf von 50 bis 70 Fahrscheinen pro Dienst, Abrechnung der Einnahmen am Kassenautomaten des Betriebshofs.
- Linieneinweisung als Lehrfahrerin für 7 neue Kolleginnen und Kollegen, auch auf den 4 Elektrobussen des Betriebs.
Die Zahlen dafür liegen im Betrieb vor: Dienstplan, Umlaufplan und Kassenabrechnung enthalten Linien, Kilometer und Einnahmen. Daraus lassen sich Zeilen wie diese bilden:
| Bereich | So kann der Stichpunkt lauten |
|---|---|
| Liniennetz | Einsatz auf 11 Linien eines Stadtnetzes, darunter 3 Nachtlinien am Wochenende. |
| Fahrzeuge | Fahrpraxis auf 4 Fahrzeugtypen vom 8-m-Midibus bis zum 18-m-Gelenkbus. |
| Gelegenheitsverkehr | Monatlich 10 bis 12 Tages- und Vereinsfahrten samt Gepäckverladung im Reisebus mit 49 Sitzplätzen. |
| Sicherheit | Unfallfreie Fahrleistung von rund 190.000 km zwischen 2021 und 2026. |
| Fahrgäste | Täglich 5 bis 8 Rampeneinsätze für Fahrgäste im Rollstuhl, Sicherung am Stellplatz eingeschlossen. |
Führerschein Klasse D und Fahrerqualifizierungsnachweis im Lebenslauf angeben
Nach § 23 der Fahrerlaubnis-Verordnung wird die Fahrerlaubnis der Klassen D1, D1E, D und DE längstens für 5 Jahre erteilt, die Klasse B dagegen unbefristet. In der Zeile „Führerschein“ unter „Persönliche Daten“ stehen deshalb Ihre Klassen und hinter den Busklassen das Ablaufdatum, zum Beispiel „Führerschein Klasse B, D (gültig bis 04/2028)“.
Die zweite Voraussetzung regeln das BKrFQG und die zugehörige Verordnung: eine Grundqualifikation und danach Weiterbildungen von jeweils 35 Unterrichtseinheiten. Die erste Weiterbildung ist in der Regel 5 Jahre nach der Grundqualifikation abzuschließen, jede weitere im Abstand von 5 Jahren. Darüber stellt die nach Landesrecht zuständige Behörde den Fahrerqualifizierungsnachweis aus, den im Betrieb weiterhin alle „Schlüsselzahl 95“ nennen.
| Nachweis | Abschnitt | Was dazugehört |
|---|---|---|
| Fahrerlaubnis Klasse D oder DE | „Persönliche Daten“ | Alle Klassen, hinter den Busklassen „gültig bis“ mit Monat und Jahr. |
| Weiterbildung nach BKrFQG | „Weiterbildung“ | 35 Unterrichtseinheiten, Jahr des Abschlusses und „Fahrerqualifizierungsnachweis gültig bis“ mit Monat und Jahr. |
| Grundqualifikation beim Quereinstieg | „Weiterbildung“ | Bezeichnung und Umfang laut Bescheinigung, prüfende IHK und Jahr. |
| Schulungen des Betriebs | „Weiterbildung“ | Thema, Betrieb oder Anbieter und Jahr, etwa Deeskalation oder die Einweisung auf Elektrobusse. |
Unter „Weiterbildung“ steht der neueste Eintrag oben. Bei der Fahrerin aus Koblenz hat der Abschnitt 3 Zeilen:
Weiterbildung
- Weiterbildung nach BKrFQG, 35 Unterrichtseinheiten, 2024, Fahrerqualifizierungsnachweis gültig bis 07/2029
- Einweisung auf Elektrobusse, interne Schulung, Steinmispel Verkehrsbetriebe GmbH, 2024
- Deeskalation im Fahrdienst, interne Schulung, Steinmispel Verkehrsbetriebe GmbH, 2022
Ausbildung: Fachkraft im Fahrbetrieb, Berufskraftfahrer oder Grundqualifikation
Einen Ausbildungsberuf mit dem Namen Busfahrer gibt es nicht. BERUFENET, die Berufsdatenbank der Bundesagentur für Arbeit, führt unter diesem Suchwort 2 Berufe: die Fachkraft im Fahrbetrieb und den Berufskraftfahrer. Beide Ausbildungen dauern 3 Jahre und enden mit der Abschlussprüfung vor der IHK.
„Busfahrer“ oder „Busfahrerin“ steht deshalb als Bezeichnung bei der Stelle unter „Berufserfahrung“, unter „Ausbildung“ dagegen der Abschluss aus Ihrem Prüfungszeugnis. Die Fachkraft im Fahrbetrieb ist seit 2002 staatlich anerkannt, und die Bezeichnung ist für Frauen und Männer dieselbe. Ältere Zeugnisse lauten auf Berufskraftfahrer, bei Ausbildungsbeginn bis Juli 2001 mit der Fachrichtung Personenverkehr.
| Ihr Weg | Unter „Ausbildung“ | Unter „Weiterbildung“ |
|---|---|---|
| Fachkraft im Fahrbetrieb | Ausbildung zur Fachkraft im Fahrbetrieb, Abschlussprüfung vor der IHK | Die Weiterbildungen nach BKrFQG, sobald die erste absolviert ist. Die Grundqualifikation ist mit dem Abschluss erworben. |
| Berufskraftfahrer | Ausbildung zum Berufskraftfahrer, mit Fachrichtung nur, wenn das Zeugnis eine nennt | Wie bei der Fachkraft im Fahrbetrieb. |
| Anderer Beruf, Klasse D ab dem 10.09.2008 erteilt | Der erlernte Beruf mit Abschluss | Beschleunigte Grundqualifikation Personenverkehr mit Umfang laut Bescheinigung, prüfender IHK und Jahr, dazu die späteren Weiterbildungen. |
| Anderer Beruf, Klasse D vor dem 10.09.2008 erteilt | Der erlernte Beruf mit Abschluss | Nur die Weiterbildungen nach BKrFQG, weil für diese Fahrerlaubnisse Besitzstand gilt. |
Bis etwa 10 Jahre nach der Prüfung gehört das Ergebnis dazu, in der Form des IHK-Prüfungszeugnisses: als Note in Worten mit Punkten. Später reichen Bezeichnung, Betrieb und Zeitraum. Unter der Bezeichnung steht der Ausbildungsbetrieb mit Ort:
Ausbildung
Abschlussprüfung vor der IHK Koblenz, Note: gut (88 Punkte).
Kenntnisse und EDV-Kenntnisse im Lebenslauf als Busfahrer
Laut BERUFENET verkaufen Fachkräfte im Fahrbetrieb Fahrkarten, informieren über Verbindungen und Fahrpreise, entschärfen Konfliktsituationen und kontrollieren vor Fahrtantritt die Betriebssicherheit der Fahrzeuge. Aus dieser Liste stammen die Stichwörter für den Abschnitt „Kenntnisse“. Aufgenommen wird nur, wofür eine Ihrer Stellen oder eine Schulung den Beleg liefert.
| Kenntnis oder Stärke | So belegen Sie sie |
|---|---|
| Fahrzeugtypen | Solobus, Gelenkbus, Reisebus oder Doppeldecker im ersten Stichpunkt der Fahrerstelle, mit Länge oder Antriebsart. |
| Tarif und Fahrscheinverkauf | Zahl der verkauften Fahrscheine oder Höhe der Einnahmen pro Dienst, dazu der Verkehrsverbund mit Namen. |
| Umgang mit Konflikten | Eine Schulung zur Deeskalation unter „Weiterbildung“ und Dienste auf Nachtlinien in der Fahrerstelle. |
| Barrierefreie Beförderung | Rampeneinsätze und die Sicherung von Rollstühlen als Stichpunkt mit Häufigkeit. |
| EDV-Kenntnisse | Bordrechner, Fahrscheindrucker und Betriebsleitsystem Ihres Arbeitgebers mit Herstellernamen, im Reiseverkehr der digitale Fahrtenschreiber. |
Zu jeder Sprache gehören die Einstufung in Worten und das Niveau nach dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen (GER) in Klammern, etwa „Englisch: fließend (B2)“. Auskünfte in einer Fremdsprache zählt BERUFENET schon zu den Inhalten der Ausbildung.
Linienbus, Reisebus oder Schulbus: Lebenslauf auf die Stelle abstimmen
Ein städtischer Verkehrsbetrieb und ein Reiseveranstalter suchen nicht dasselbe. Stimmen Sie deshalb Kurzprofil und Auswahl der Stichpunkte auf die Anzeige ab.
| Stelle | Was der Lebenslauf zeigen sollte |
|---|---|
| Stadtlinienverkehr | Zahl der Linien, Gelenkbus, Nacht- und Wochenenddienste, Umgang mit vollen Fahrzeugen und mit Konflikten. |
| Regional- und Überlandverkehr | Kilometer je Dienst, Fahrscheinverkauf und Tarifkenntnis, Anschlüsse, Fahrpraxis bei Schnee und Glätte. |
| Schülerverkehr | Feste Touren, Zahl der Schulen und der beförderten Kinder, geteilte Dienste, lange Betriebszugehörigkeit. |
| Reiseverkehr | Mehrtagesfahrten und Zielländer, Reisebus oder Doppeldecker, Sprachkenntnisse, Betreuung der Reisegruppe, Gepäckverladung. |
Lebenslauf als Quereinsteiger und für die Ausbildung im Fahrbetrieb
Der gängige Weg für Quereinsteiger ist die beschleunigte Grundqualifikation: 140 Unterrichtseinheiten bei einer anerkannten Ausbildungsstätte und eine theoretische Prüfung vor der IHK. Damit dürfen Sie nach dem BKrFQG ab 23 Jahren Busse der Klassen D und DE im Personenverkehr fahren, auf Linien bis 50 km Länge schon ab 21. Angegeben wird sie mit der Bezeichnung laut Bescheinigung, dem Umfang, der prüfenden IHK und dem Jahr.
Falsch
Busführerschein und alle Module vorhanden.
Richtig
Beschleunigte Grundqualifikation Personenverkehr, 140 Unterrichtseinheiten, Prüfung vor der IHK Koblenz, 2025.
Bezeichnung, Umfang und Kammer belegen die vollständige Qualifikation, während „Module“ nach einzelnen Schulungstagen klingt.
Ihre bisherigen Stellen bleiben stehen und erhalten die Stichpunkte, die zum Fahrdienst passen: Kundenkontakt und Kasse im Einzelhandel, Schichtarbeit in der Produktion, Fahrpraxis im Lieferverkehr oder im Taxi. Unter „Ehrenamt“ zählt, was mit Fahren zu tun hat, etwa der Dienst als Maschinist in der Freiwilligen Feuerwehr oder Fahrten für einen Bürgerbusverein.
Für die Ausbildung zur Fachkraft im Fahrbetrieb ist rechtlich keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben. Laut BERUFENET begannen 2024 insgesamt 513 Personen diese Ausbildung, 50 % mit mittlerem Bildungsabschluss, 27 % mit Hauptschulabschluss und 19 % mit Hochschulreife. In die Bewerbung um einen Ausbildungsplatz gehören der Schulabschluss mit Jahr, die Noten in Technik, Deutsch und Mathematik, ein Praktikum bei einem Verkehrsbetrieb und der Führerschein Klasse B, sobald Sie ihn besitzen.
Häufige Fragen zum Lebenslauf als Busfahrer
Was schreibe ich im Lebenslauf statt „Modul 95“?
Den Namen des Dokuments und sein Ablaufdatum. Unter „Weiterbildung“ steht „Weiterbildung nach BKrFQG, 35 Unterrichtseinheiten“ mit dem Jahr und dahinter „Fahrerqualifizierungsnachweis gültig bis“ mit Monat und Jahr. „Modul 95“ und „Schlüsselzahl 95“ sind Fahrerjargon, den jeder Fahrdienstleiter versteht, der aber offenlässt, ob alle 35 Unterrichtseinheiten vorliegen.
Wie viele Seiten darf der Lebenslauf eines Busfahrers haben?
Auch für Busfahrer gilt die Grenze der Bundesagentur für Arbeit von 2 DIN-A4-Seiten. Direkt nach der Ausbildung oder nach 1 bis 2 Betrieben kommen Sie mit einer Seite aus; nach mehreren Arbeitgeberwechseln brauchen Sie beide. Streichen Sie bei Platzmangel Stichpunkte alter Stellen, aber nie die Gültigkeitsdaten.
Braucht der Lebenslauf als Busfahrer ein Foto?
Nein, eine Pflicht besteht nicht, kein Betrieb darf ein Foto fordern, und Sie allein entscheiden darüber. Bei der Bundesagentur für Arbeit steht beides nebeneinander: Die Seite zum Lebenslauf nennt das Foto „kein Muss mehr“, das Bewerbungstraining beschreibt den Lebenslauf ohne Deckblatt weiter mit Foto. Selfie, Schnappschuss und Passbild scheiden aus.
Welche Anlagen ersetzen bei Busfahrern die Referenzen?
Arbeitszeugnisse. Weil Sie nach § 109 der Gewerbeordnung bei Beendigung jedes Arbeitsverhältnisses ein schriftliches Zeugnis verlangen können, enthält ein deutscher Lebenslauf keine Namen und Telefonnummern früherer Vorgesetzter. Der Bewerbung liegen Kopien Ihrer letzten 2 bis 4 Zeugnisse bei, das neueste zuerst, außerdem Kopien von Führerschein und Fahrerqualifizierungsnachweis.
Wie gebe ich eine Zeit ohne Fahrdienst oder eine Lücke an?
Mit einer Zeile, die den Zeitraum und den Grund nennt, zum Beispiel „Elternzeit“ oder „Arbeitsuche“. Was länger als 2 Monate dauert, soll laut Bundesagentur für Arbeit im Lebenslauf stehen, samt dem, was Sie in der Zeit gemacht haben. Nennen Sie nach einer längeren Zeit ohne Fahrdienst außerdem, bis wann Fahrerlaubnis und Fahrerqualifizierungsnachweis gelten.
Worauf sollten Busfahrer über 50 im Lebenslauf achten?
Auf das Ablaufdatum der Fahrerlaubnis. Nach § 24 der Fahrerlaubnis-Verordnung werden die Klassen D und DE über das 50. Lebensjahr hinaus nur verlängert, wenn der Inhaber seine Eignung zusätzlich nachweist. Ein Datum, das in der Zukunft liegt, zeigt dem Betrieb, dass dieser Nachweis erbracht ist. Das Geburtsdatum können Sie weglassen; das Ablaufdatum sollte immer dastehen.
Fazit
Ein Lebenslauf als Busfahrer zeigt zuerst, dass Sie fahren dürfen, und dann, was Sie gefahren sind: Klasse D mit Ablaufdatum, Fahrerqualifizierungsnachweis mit Gültigkeit, danach Linien, Fahrzeuge und Kilometer. Steht unter „Ausbildung“ außerdem der Abschluss aus dem Prüfungszeugnis und nicht die Tätigkeit, bleibt für die Fahrdienstleitung keine Frage offen.


