Lebenslauf als Werkzeugmechaniker: 3 Beispiele und Anleitung (2026)

Ein Werkzeugbauleiter will wissen, welche Werkzeuge Sie bauen oder instand halten und wie weit Sie dabei allein kommen: bis zum fertigen Einzelteil, bis zur Montage oder bis zur Freigabe an der Presse. Diese Seite zeigt Abschnitt für Abschnitt, mit welchen Angaben Ihr Lebenslauf darauf antwortet, für die Bewerbung um den Ausbildungsplatz ebenso wie für den Wechsel nach vielen Jahren im Beruf.

Aktualisiert am 13 Min. Lesezeit

Lebenslauf-Beispiel: Werkzeugmechanikerin im Formenbau

Das Wichtigste in Kürze

  • In der Ausbildungszeile steht Werkzeugmechaniker, wie im Prüfungszeugnis; „Werkzeugmacher“ passt nur als Bezeichnung einer Stelle oder zu einer Lehre nach älterer Ordnung.
  • In die Stichpunkte gehören Werkzeugart, Verfahren und Zahlen wie 16 Kavitäten, 52 HRC oder ±0,01 mm.
  • Jede Station als Werkzeugmechaniker gibt an, ob Sie Werkzeuge neu bauen oder instand halten und bis zu welchem Arbeitsschritt Ihre Verantwortung reicht.
  • In den 10 Jahren nach der Abschlussprüfung steht deren Gesamtergebnis im Lebenslauf, mit Punktzahl und Note in Worten, etwa „gut (88 Punkte)“.
  • Das Einsatzgebiet, etwa Formentechnik, ist eine freiwillige Angabe in Klammern; eine Fachrichtung führen nur Abschlüsse aus einer Ausbildung, die bis 2004 begann.
  • Mehr als 2 DIN-A4-Seiten sieht die Bundesagentur für Arbeit nicht vor; Referenzen ersetzt ein deutscher Lebenslauf durch Prüfungszeugnis und Arbeitszeugnisse.

Lebenslauf als Werkzeugmechaniker: Aufbau und Abschnitte

Wer einen Werkzeugbau leitet, sucht im Lebenslauf nach Werkzeugarten, Verfahren und Zeiträumen und will sie ohne langes Lesen finden. Die Form dafür ist die Tabelle, und jeder Abschnitt fängt mit dem jüngsten Eintrag an. Über 2 DIN-A4-Seiten soll der Lebenslauf laut Bundesagentur für Arbeit nicht hinausgehen. Mit mehreren Betrieben, einer Meisterprüfung und Schulungen brauchen Sie diesen Platz auch, während die Bewerbung um einen Ausbildungsplatz mit 1 Seite auskommt.

Für eine Stelle im Werkzeugbau passt folgende Gliederung:

  1. Persönliche Daten mit Anschrift, Telefon, E-Mail, Geburtsdatum und Führerschein
  2. Kurzprofil (kann entfallen)
  3. Berufserfahrung mit Werkzeugart, Verfahren und Arbeitsschritt
  4. Ausbildung mit Abschlussprüfung, Einsatzgebiet und Schulabschluss
  5. Weiterbildung: Meisterprüfung, Ausbildereignung, Schulungen
  6. Kenntnisse, EDV-Kenntnisse und Sprachkenntnisse
  7. Ehrenamt und Interessen, falls vorhanden
  8. Ort, Datum und Unterschrift

Geburtsdatum und Geburtsort stehen bei der Bundesagentur für Arbeit in der Liste der persönlichen Daten. Eine Vorschrift, die beides verlangt, gibt es nicht. Familienstand und Konfession führt ein heutiger Lebenslauf nicht mehr auf.

Laut BERUFENET, der Berufsdatenbank der Bundesagentur für Arbeit, arbeiten Werkzeugmechaniker gegebenenfalls auch bei Kunden. Geht ein Werkzeug im Presswerk des Abnehmers in Betrieb, fahren Sie dorthin, und deshalb gehört der Führerschein Klasse B unter „Persönliche Daten“. Am Fuß der Seite stehen Ort und Datum, etwa „Meinerzhagen, 12.10.2026“, und darunter Ihre Unterschrift. Unbedingt notwendig ist sie nach Auskunft der Bundesagentur für Arbeit nicht, sie kann aber von Vorteil sein.

Kurzprofil für Werkzeugmechaniker: Werkzeugart, Verfahren, Arbeitsschritt

Auf ein Kurzprofil können Sie verzichten, ohne dass dem Lebenslauf etwas fehlt. Es hilft dem Leser dann, wenn er Ihren Schwerpunkt sonst aus mehreren Stationen zusammensuchen müsste: Formenbau oder Stanztechnik, Neubau oder Instandhaltung, Einzelteilfertigung oder Verantwortung für das ganze Werkzeug.

Formel für das Kurzprofil

Berufsbezeichnung, bei Bedarf mit Einsatzgebiet, seit Jahr im Neubau oder in der Instandhaltung von Werkzeugart für Branche. Bauteile und Werkstoff, Verfahren, engste Toleranz, Programmierweg. Arbeitsschritte bis zur Freigabe von Zahl und Größe der Werkzeuge. Zusatzfunktion oder Weiterbildung.

Beispiel

Werkzeugmechaniker, Einsatzgebiet Formentechnik, seit 2018 im Neubau von Spritzgießwerkzeugen für die Elektroindustrie. Formeinsätze aus gehärtetem Warmarbeitsstahl, erodiert und HSC-gefräst mit Toleranzen bis ±0,01 mm, eigene Fräsprogramme in Tebis. Montage, Tuschieren und Abmusterung von bisher mehr als 80 Werkzeugen, die größten mit 16 Kavitäten. Ausbildereignung nach AEVO.

Eigenschaftswörter ohne Beleg füllen nur die Zeile. Handwerkliches Geschick schreibt sich jeder Bewerber zu; eine Werkzeugart mit Stückzahl und letztem Arbeitsschritt lässt sich im Vorstellungsgespräch nachprüfen:

Falsch

Engagierter Werkzeugmacher mit handwerklichem Geschick, hohem Qualitätsanspruch und langjähriger Erfahrung im Werkzeugbau.

Richtig

Werkzeugmechaniker mit 12 Berufsjahren im Vorrichtungsbau eines Automobilzulieferers: jährlich rund 30 Spann- und Schweißvorrichtungen als Einzelstücke, von der Fertigung der Teile bis zur Vermessung auf dem Koordinatenmessgerät.

Werkzeugart, Stückzahl und der letzte Arbeitsschritt beschreiben einen bestimmten Arbeitsplatz; die Eigenschaftswörter davor passen auf jeden.

In der Werkzeuginstandhaltung eines Serienbetriebs zählen andere Größen, nämlich der betreute Werkzeugbestand, die Zahl der Pressen und die Art der Eingriffe:

So sieht es im Lebenslauf aus

Kurzprofil

Werkzeugmechanikerin, seit 2019 in der Werkzeuginstandhaltung eines Stanzbetriebs in Plettenberg. Betreuung von 85 Folgeverbundwerkzeugen an 12 Stanzautomaten im Zweischichtbetrieb: Nachschleifen von Schneidstempeln und Matrizen, Austausch von Federn und Führungen, Fehlersuche bei Gratbildung. Flach- und Profilschleifen, Drahterodieren von Ersatzteilen aus Hartmetall. Erprobung instand gesetzter Werkzeuge an der Presse bis zur Freigabe für die Serie.

Berufserfahrung als Werkzeugmechaniker: Stichpunkte mit Werkzeugart und Zahl

Eine Station besteht aus der Bezeichnung der Stelle, dem Zeitraum mit Monat und Jahr, dem Betrieb mit Ort und, bei der aktuellen Stelle, 3 bis 5 Stichpunkten. Geschrieben werden sie im Substantivstil, also ohne Subjekt und ohne gebeugtes Verb: „Neubau von ...“, „Instandsetzung von ...“, „Abmusterung von ...“.

In jede Station als Werkzeugmechaniker gehören 3 Angaben: die Werkzeugart, die Unterscheidung zwischen Neubau und Instandhaltung und mindestens eine Zahl. Fehlen sie, liest sich die Montage einer Druckgießform von 6 t genauso wie das Nachschleifen eines Lochstempels.

Falsch

Zuständig für die Anfertigung und Reparatur von Werkzeugen.

Richtig

Neubau von 6 Folgeverbundwerkzeugen mit bis zu 14 Stufen für Kontaktteile aus Kupferband, einschließlich Drahterodieren der Schneidplatten und Erprobung an der Presse bis zur Serienfreigabe.

Aus „Werkzeugen“ wird eine benannte Bauart mit Stufenzahl, und der Leser erfährt, dass Sie bis zur Serienfreigabe dabei sind.

So sieht es im Lebenslauf aus

Berufserfahrung

Werkzeugmechaniker02/2018 – heute
Pendeluhr Formenbau GmbH, Meinerzhagen
  • Neubau von jährlich 9 bis 11 Spritzgießwerkzeugen mit bis zu 16 Kavitäten für Steckergehäuse, von der Einzelteilfertigung bis zur Abmusterung.
  • Senkerodieren und HSC-Fräsen von Formeinsätzen aus Warmarbeitsstahl 1.2343 mit 52 HRC, Toleranzen bis ±0,01 mm, eigene Fräsprogramme in Tebis.
  • Instandsetzung von monatlich 3 bis 4 Serienwerkzeugen: Austausch von Auswerfern und Schiebern, Nacharbeit der Trennebene, Funktionsprüfung vor der Rückgabe.

Werkzeugbegleitkarte, Abmusterungsbericht, Wartungsplan und Stückliste liefern die Zahlen dafür. Diese 4 Kennzahlen kommen im Werkzeugbau fast immer vor:

Kennzahlen aus dem Werkzeugbau für den Lebenslauf
KennzahlMöglicher Stichpunkt
WerkzeuggrößeMontage von 5 Druckgießformen mit einem Gewicht von bis zu 6 t, einschließlich Schiebern und Kernzügen.
StandmengeEinbau von Hartmetall-Schneidstempeln in 7 Folgeverbundwerkzeuge, Erhöhung der Standmenge je Nachschliff von 180.000 auf 420.000 Hübe.
GenauigkeitBau von 4 Prüflehren für Karosserieteile, Nachweis einer Wiederholgenauigkeit von 0,02 mm im Messprotokoll.
ErprobungAbmusterung von 8 Neuwerkzeugen an der Spritzgießmaschine, Serienfreigabe im Durchschnitt nach 2 Korrekturschleifen.

Werkzeugart und Einsatzgebiet im Lebenslauf: Formenbau, Stanztechnik, Vorrichtungsbau, Instrumente

Die Ausbildungsordnung nennt 4 Einsatzgebiete: Formentechnik, Instrumententechnik, Stanztechnik und Vorrichtungstechnik. Diese Gebiete beschreiben zugleich die Betriebe, bei denen Sie sich bewerben, und jeder dieser Betriebe achtet auf andere Angaben.

Was je nach Einsatzgebiet in die Stichpunkte gehört
EinsatzgebietTypische WerkzeugeAngaben, auf die der Betrieb achtet
FormentechnikSpritzgießwerkzeuge, Druckgießformen, Press- und PrägeformenZahl der Kavitäten, Werkzeuggewicht, Werkstoff und Härte der Formeinsätze, Erodieren und Polieren, Abmusterung
StanztechnikSchneid-, Folgeverbund- und UmformwerkzeugeZahl der Stufen, Blechdicke und Bandwerkstoff, Schneidspalt, Standmenge je Nachschliff, Erprobung an der Presse
VorrichtungstechnikSpann-, Schweiß- und Prüfvorrichtungen, LehrenEinzelstücke pro Jahr, Wiederholgenauigkeit, Pneumatik und Spanntechnik, Vermessung mit Protokoll
InstrumententechnikChirurgische und feinmechanische InstrumenteWerkstoff wie nichtrostender Stahl oder Titan, Stückzahlen, Schleifen und Polieren von Hand, Funktionsprüfung

Stellen Sie in jeder Station den Stichpunkt an den Anfang, der zum Betrieb aus der Anzeige passt.

Kenntnisse und EDV-Kenntnisse für Werkzeugmechaniker

Der Abschnitt „Kenntnisse“ ist eine Liste von Verfahren und Arbeitsgebieten, abgestimmt auf die Anzeige und gedeckt durch Ihre Stationen. Zum Berufsbild gehören laut Ausbildungsordnung unter anderem Montage und Demontage, Erprobung und Übergabe, das Programmieren von Maschinen und Anlagen sowie das Prüfen. Als Schlagwörter stehen diese Begriffe in vielen Bewerbungen; erst der Beleg unterscheidet Sie von anderen.

Kenntnisse eines Werkzeugmechanikers und wo der Beleg steht
KenntnisBeleg im Lebenslauf
Senk- und DrahterodierenWerkstoff und Härte im Stichpunkt, etwa Formeinsätze mit 52 HRC oder Schneidplatten aus Hartmetall.
CNC-ProgrammierungDas CAM-System oder die Steuerung mit Namen unter „EDV-Kenntnisse“ und im Stichpunkt die Teile, die Sie programmieren: Elektroden, Formeinsätze, Schneidplatten.
Montage, Tuschieren, PassarbeitDie Zahl der Werkzeuge, die Sie pro Jahr montieren, und der Arbeitsschritt, bis zu dem Sie dabei sind.
Messen und PrüfenDas Messmittel und das Dokument: Koordinatenmessgerät, Höhenmessgerät, Messprotokoll zum Erstmuster.
Sorgfalt und VerantwortungsbewusstseinEin Werkzeugbestand, den Sie in der Spätschicht allein betreuen, oder eine Serienfreigabe, die Sie selbst unterschrieben haben.

Unter „EDV-Kenntnisse“ gehört der Produktname des CAM-Systems und der Steuerung, nicht der Sammelbegriff CNC. Englisch brauchen Sie für Normalienkataloge und Maschinenhandbücher; geben Sie es mit dem Niveau des GER an.

So sieht es im Lebenslauf aus

Kenntnisse

Senkerodieren · HSC-Fräsen · Montage und Tuschieren · Abmusterung von Spritzgießwerkzeugen · Werkzeuginstandsetzung

EDV-Kenntnisse: Tebis · Heidenhain-Steuerungen · MS Excel

Sprachkenntnisse:
Deutsch: Muttersprache
Englisch: gute Kenntnisse (B1)

Ausbildung zum Werkzeugmechaniker: Abschlussprüfung, Note und Einsatzgebiet angeben

Werkzeugmechaniker ist ein anerkannter Ausbildungsberuf der Industrie; die Ausbildung dauert nach der Verordnung über die Berufsausbildung in den industriellen Metallberufen 3,5 Jahre. Die Abschlussprüfung legen Sie in der Regel vor der IHK ab. Bildet ein Handwerksbetrieb aus, ist die Handwerkskammer zuständig; die Prüfung bleibt auch dort eine Abschlussprüfung und wird nicht zur Gesellenprüfung.

Die Prüfung besteht heute aus 2 Teilen, von denen der erste 40 % und der zweite 60 % des Gesamtergebnisses ausmacht. In den Lebenslauf kommt nur dieses Gesamtergebnis, und zwar so, wie das Prüfungszeugnis es ausweist: als Punktzahl mit der Note in Worten. In den 10 Jahren nach der Prüfung gehört es dazu, später darf es entfallen. Das Einsatzgebiet dürfen Sie jederzeit weglassen, etwa wenn Sie inzwischen in einem anderen Bereich arbeiten.

Falsch

Lehre als Werkzeugmacher, Fachrichtung Formenbau, Note 1,7.

Richtig

Ausbildung zum Werkzeugmechaniker (Einsatzgebiet Formentechnik). Abschlussprüfung vor der IHK, Note: gut (88 Punkte).

Berufsbezeichnung, Einsatzgebiet und Punktzahl stimmen Wort für Wort mit dem Prüfungszeugnis überein, das der Bewerbung beiliegt.

Das Einsatzgebiet legt der Ausbildungsbetrieb fest, und die Verordnung lässt auch andere als die 4 genannten zu. Es gehört nicht zur Berufsbezeichnung und steht deshalb in Klammern dahinter. Bis 2004 enthielt die Berufsbezeichnung dagegen eine Fachrichtung, sodass der Beginn Ihrer Ausbildung über die Schreibweise entscheidet:

Schreibweise der Ausbildung je nach Ausbildungsbeginn
AusbildungsbeginnEintrag im Lebenslauf
Ab 01/2005Ausbildung zum Werkzeugmechaniker, auf Wunsch mit Einsatzgebiet in Klammern, etwa (Einsatzgebiet Stanztechnik)
08/2004 bis 12/2004Mit oder ohne Fachrichtung, je nachdem, was Ihr Prüfungszeugnis ausweist: In diesen Monaten waren beide Ordnungen möglich
08/1987 bis 07/2004Werkzeugmechaniker mit Fachrichtung: Formentechnik, Instrumententechnik oder Stanz- und Umformtechnik; bei Beginn bis 12/1989 kann das Zeugnis noch auf Werkzeugmacher lauten
Industrie, bis 07/1987Die Bezeichnung aus dem Prüfungszeugnis, etwa Werkzeugmacher oder Stahlformenbauer

Die 4 Zusatzqualifikationen der Verordnung gibt es seit August 2018; für den Werkzeugbau liegt „Additive Fertigungsverfahren“ am nächsten. Haben Sie eine erworben, steht sie in der Ausbildungszeile hinter der Note.

Die zweite Zeile des Eintrags nennt den Ausbildungsbetrieb mit Ort; die Berufsschule und den Namen der Kammer können Sie ergänzen. Als Berufseinsteiger können Sie außerdem das Thema Ihres betrieblichen Auftrags nennen, falls der Betrieb diese Prüfungsvariante gewählt hat: Daran ist abzulesen, welches Werkzeug Sie schon allein hergestellt, geändert oder instand gesetzt haben. Als letzter Eintrag des Abschnitts folgt der Schulabschluss mit Schule, Ort und Jahr.

So sieht es im Lebenslauf aus

Ausbildung

Ausbildung zum Werkzeugmechaniker (Einsatzgebiet Formentechnik)08/2014 – 01/2018
Pendeluhr Formenbau GmbH, Meinerzhagen

Abschlussprüfung vor der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer zu Hagen, Note: gut (88 Punkte).

Weiterbildung für Werkzeugmechaniker: Industriemeister Metall, Techniker, Schulungen

Unter „Weiterbildung“ stehen Prüfungen, Lehrgänge und Schulungen mit Anbieter und Jahr, beginnend mit dem jüngsten Eintrag. Für den beruflichen Aufstieg hält BERUFENET die Prüfung zum Industriemeister der Fachrichtung Metall für naheliegend; abgenommen wird sie von der IHK. Zur Meisterqualifikation gehört die berufs- und arbeitspädagogische Eignung, die Sie mit der Ausbildereignungsprüfung nachweisen; diese Prüfung bekommt im Lebenslauf eine eigene Zeile.

Die Alternative ist eine Fachschule für Technik: Der Abschluss lautet „Staatlich geprüfter Techniker“, etwa in der Fachrichtung Maschinentechnik, und als Aussteller steht im Lebenslauf die Fachschule, nie eine Kammer. Bei Schulungen an Erodiermaschinen, CAM-Kursen und Messtechnik-Lehrgängen schreiben Sie den Titel von der Teilnahmebescheinigung ab; bei einer Schulung im eigenen Haus ist der Betrieb der Anbieter.

So sieht es im Lebenslauf aus

Weiterbildung

  • Ausbildereignung nach AEVO, Südwestfälische Industrie- und Handelskammer zu Hagen, 2024
  • Anwenderschulung Senkerodieren, Pendeluhr Formenbau GmbH, 2022

Lebenslauf für die Ausbildung zum Werkzeugmechaniker, für Berufseinsteiger und Quereinsteiger

Eine bestimmte Vorbildung setzt die Ausbildung rechtlich nicht voraus. 2024 begannen laut BERUFENET 1.749 Personen die Ausbildung, 59 % mit mittlerem Bildungsabschluss, 22 % mit Hauptschulabschluss und 16 % mit Hochschulreife.

In der Bewerbung um den Ausbildungsplatz füllt die Schule den Abschnitt „Ausbildung“: Schulart, Name, Ort, Zeitraum und der Abschluss, den Sie haben oder anstreben, so benannt wie in Ihrem Bundesland. Fügen Sie die Noten in Werken oder Technik, Physik, Mathematik und Informatik hinzu, denn vertiefte Kenntnisse in diesen Fächern gelten der Berufsdatenbank zufolge als gute Voraussetzung.

Auch 2 Wochen Schülerpraktikum in einem Werkzeugbau zählen und stehen unter „Berufserfahrung“. Schreiben Sie dazu, woran Sie gefeilt, gebohrt und gemessen haben:

So sieht es im Lebenslauf aus

Berufserfahrung

Schülerpraktikum (2 Wochen)03/2026
Kehrreim Werkzeugbau GmbH, Halver
  • Feilen, Bohren und Senken einer Übungsplatte aus Baustahl nach Zeichnung, Maßkontrolle mit dem Messschieber auf 0,1 mm genau.
  • Zerlegen und Reinigen von 2 Spritzgießwerkzeugen unter Anleitung eines Werkzeugmechanikers.

Kommen Sie als Zerspanungsmechaniker, Feinwerkmechaniker oder Industriemechaniker in den Werkzeugbau, zählt, was Ihre bisherige Arbeit mit ihm gemeinsam hat. Stellen Sie Einzelteilfertigung nach Zeichnung, enge Toleranzen, Erodieren und die Montage von Baugruppen an den Anfang Ihrer Stichpunkte.

Häufige Fragen zum Lebenslauf als Werkzeugmechaniker

Werkzeugmacher oder Werkzeugmechaniker: Welche Bezeichnung gehört in den Lebenslauf?

In die Ausbildungszeile gehört die Bezeichnung aus Ihrem Prüfungszeugnis, bei einer Industrieausbildung seit 1987 in der Regel „Werkzeugmechaniker“. „Werkzeugmacher“ ist der ältere Berufsname und im Betrieb weiter gebräuchlich. Über einer Station dürfen Sie ihn verwenden, wenn Ihr Arbeitsvertrag die Stelle so nennt.

Braucht der Lebenslauf als Werkzeugmechaniker ein Foto?

Nein, vorgeschrieben ist es nicht, kein Betrieb darf es verlangen, und die Entscheidung treffen Sie. Die Bundesagentur für Arbeit bezeichnet das Foto auf ihrer Lebenslauf-Seite als „kein Muss mehr“, während ihr Bewerbungstraining den Lebenslauf ohne Deckblatt weiterhin mit Foto vorsieht. In mittelständischen Werkzeugbaubetrieben ist es nach wie vor verbreitet. Selfies und Schnappschüsse scheiden aus; geeignet ist allein eine Aufnahme, die eigens für Bewerbungen gemacht wurde.

Sollte ich die Note der Abschlussprüfung im Lebenslauf nennen?

In den 10 Jahren nach der Prüfung gehört das Gesamtergebnis dazu, und zwar in der Schreibweise des Prüfungszeugnisses, etwa „gut (88 Punkte)“. Eine Dezimalnote weist das Zeugnis der Kammer nicht aus, deshalb steht auch im Lebenslauf keine. Wer die Prüfungsnote angibt, nennt auch die Note des Schulabschlusses, sofern dieser höchstens 10 Jahre zurückliegt.

Gehören Referenzen oder Fotos meiner Werkzeuge in die Bewerbung?

Namen und Telefonnummern früherer Vorgesetzter führt ein deutscher Lebenslauf nicht auf. Jeder Werkzeugbau, den Sie verlassen, muss Ihnen nach § 109 der Gewerbeordnung ein schriftliches Zeugnis ausstellen. Von diesen Arbeitszeugnissen gehören die letzten 2 bis 4 als Kopie in die Bewerbung, das neueste zuerst, dazu das Prüfungszeugnis. Fotos von Werkzeugen aus Kundenaufträgen lassen Sie weg, solange der Betrieb sie nicht ausdrücklich freigegeben hat.

Wie gebe ich eine Lücke nach der Ausbildung oder zwischen zwei Betrieben an?

Mit einer eigenen Zeile samt Zeitraum, die angibt, was Sie in diesen Monaten gemacht haben, zum Beispiel „Arbeitsuchend, CAM-Schulung in Vollzeit“ oder „Elternzeit“. Die Bundesagentur für Arbeit erwartet eine solche Angabe, sobald zwischen zwei Einträgen mehr als 2 Monate liegen. Wurden Sie nach der Abschlussprüfung nicht übernommen, genügt die sachliche Angabe; eine Begründung gehört ins Anschreiben.

Fazit

Ein Lebenslauf als Werkzeugmechaniker wird konkret, sobald aus „Werkzeugen“ benannte Formen, Stanzwerkzeuge oder Vorrichtungen werden und jede Station zeigt, ob Sie neu bauen oder instand halten und bis zu welchem Arbeitsschritt. Aus diesen Angaben, der amtlichen Berufsbezeichnung und dem Prüfungsergebnis in der Schreibweise des Zeugnisses liest ein Werkzeugbauleiter ab, an welchem Platz er Sie einsetzen kann.

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