Das Wichtigste in Kürze
- Jede Schweißerprüfung bekommt unter „Weiterbildung“ ihre eigene Zeile mit Norm, Verfahren samt Kennnummer, Nahtart, Blech oder Rohr und dem Jahr der Prüfung oder der letzten Verlängerung.
- Unter „Ausbildung“ steht der Beruf, den Sie gelernt haben, etwa Konstruktionsmechaniker oder Fachkraft für Metalltechnik, und darunter der Schulabschluss.
- Als Bezeichnung einer Station übernehmen Sie den Wortlaut des Arbeitsvertrags, zum Beispiel Schweißer, WIG-Schweißer oder Rohrschweißer.
- Stichpunkte sind im Substantivstil geschrieben und enthalten eine Zahl, beim Schweißen außerdem Verfahren und Werkstoff.
- Weil eine Schweißerprüfung befristet gilt, führen Sie nur Prüfungen als gültig auf, deren Bescheinigung am Tag der Bewerbung nicht abgelaufen ist.
- Arbeitszeugnisse und Kopien der Prüfungsbescheinigungen liegen der Bewerbung bei und ersetzen Referenzpersonen, die ein deutscher Lebenslauf nicht nennt.
Lebenslauf als Schweißer: Aufbau, Reihenfolge und persönliche Daten
Eine Schweißaufsicht oder ein Fertigungsleiter sucht in Ihrem Lebenslauf als Erstes die Verfahren und die Prüfungen, danach die Bauteile, an denen Sie geschweißt haben. Die tabellarische Form, in der jeder Abschnitt mit dem jüngsten Eintrag beginnt, macht beides schnell auffindbar.
Für eine Bewerbung in der Schweißerei, im Behälterbau oder im Rohrleitungsbau ist diese Gliederung sinnvoll:
- Persönliche Daten mit Anschrift, Telefon, E-Mail, Geburtsdatum und Führerschein
- Kurzprofil, sofern Sie eines voranstellen
- Berufserfahrung mit Verfahren, Werkstoffen und Wanddicken
- Ausbildung mit erlerntem Beruf und Schulabschluss
- Weiterbildung mit einer Zeile je Schweißerprüfung
- Kenntnisse, EDV-Kenntnisse und Sprachkenntnisse
- Ort, Datum und Unterschrift
Die Bundesagentur für Arbeit begrenzt den Lebenslauf auf 2 DIN-A4-Seiten. Ein Schweißer, der in 4 Betrieben gearbeitet und 6 Prüfungen abgelegt hat, braucht beide, und kein Betrieb legt ihm das als Schwäche aus.
Das Geburtsdatum führt die Bundesagentur für Arbeit in ihrer Liste der persönlichen Daten auf. Eine Vorschrift dazu gibt es nicht, und manche Bewerber lassen es heute weg. Familienstand und Konfession trägt niemand mehr ein.
Der Führerschein steht mit der Klasse bei den persönlichen Daten. Laut BERUFENET, der Berufsdatenbank der Bundesagentur für Arbeit, arbeiten Schweißer meist in Werk- und Fabrikhallen, bei der Endmontage aber auch an wechselnden Arbeitsorten.
Kurzprofil für Schweißer: Verfahren, Werkstoffe, gültige Prüfungen
Zum deutschen Lebenslauf gehört ein Kurzprofil nicht unbedingt. Schweißern nützt es trotzdem oft, weil 3 bis 4 Zeilen am Seitenanfang klären, ob Verfahren und Werkstoff zur Fertigung des Betriebs passen.
Formel für das Kurzprofil
Bezeichnung laut Arbeitsvertrag mit Zahl Berufsjahren, davon Zahl in welcher Branche. Verfahren an Werkstoffen mit Wanddicken oder Abmessungen. Gültige Schweißerprüfungen nach Norm für Verfahren und Nahtarten. Schichtmodell oder Montagebereitschaft, wie in der Anzeige verlangt.
Beispiel
Schweißer mit 9 Berufsjahren, davon 7 im Druckbehälterbau. WIG- und E-Hand-Schweißen an unlegierten und nichtrostenden Stählen mit Wanddicken von 3 bis 25 mm. Gültige Schweißerprüfungen nach DIN EN ISO 9606-1 für WIG am Rohr und E-Hand am Blech, jeweils Stumpfnaht. Dreischichtbetrieb, Montageeinsätze nach Absprache.
Ob jemand sorgfältig oder belastbar ist, kann beim Lesen niemand nachmessen. Eine Wanddicke, einen Werkstoff und eine Prüfung findet die Schweißaufsicht dagegen in Ihren Bescheinigungen wieder:
Falsch
Erfahrener Schweißer, sicher in allen gängigen Verfahren, zuverlässig und flexibel im Schichtdienst.
Richtig
Rohrschweißer mit 12 Berufsjahren im Kraftwerks- und Anlagenbau: WIG-Wurzeln und E-Hand-Decklagen an Rohren von DN 50 bis DN 400, gültige Prüfungen für beide Verfahren in Position H-L045.
„Alle gängigen Verfahren“ behauptet zu viel, während Nennweiten, Lagenaufbau und Position zeigen, was Sie tatsächlich schweißen.
In der Serienfertigung aus Aluminium ersetzen Stückzahlen und Vorrichtungen die Nennweiten:
Kurzprofil
Schweißerin, seit 2020 bei einem Fahrzeugbauer mit 140 Beschäftigten, der Kipperaufbauten fertigt. MIG-Schweißen von Aluminiumprofilen mit 4 bis 12 mm Wanddicke an 2 Vorrichtungen, wöchentlich 16 bis 20 Mulden. Schweißerprüfungen nach DIN EN ISO 9606-2 für MIG, Kehl- und Stumpfnaht am Blech, zuletzt 2025 verlängert. Einrichten und Bedienen einer Roboterzelle für Längsnähte.
Berufserfahrung als Schweißer: Stichpunkte mit Verfahren, Werkstoff und Wanddicke
Eine Station besteht aus der Bezeichnung laut Arbeitsvertrag, dem Betrieb mit Ort und den Monaten von Eintritt und Austritt. Darunter folgen Stichpunkte. Die Bundesagentur für Arbeit rät zu 3 bis 5 je Station. Bei der aktuellen Station lohnt sich die volle Zahl; ältere brauchen nur 1 oder 2.
Geschrieben werden die Stichpunkte im Substantivstil, ohne ich und ohne gebeugtes Verb: „WIG-Schweißen von ...“, „Einweisung neuer ...“. Jeder Stichpunkt enthält eine Zahl. Geht es um das Schweißen, kommen Verfahren und Werkstoff hinzu.
Falsch
Verantwortlich für Schweißarbeiten an Behältern und Rohrleitungen.
Richtig
WIG-Schweißen der Stutzennähte an Druckbehältern aus nichtrostendem Stahl mit 4 bis 12 mm Wanddicke, 2025 an 64 Behältern ohne Beanstandung bei der Druckprüfung.
Verfahren, Werkstoff, Wanddicke und Prüfergebnis lassen erkennen, ob Ihre Nähte eine Abnahme bestehen.
Die folgenden Textbeispiele gehören zu einem Schweißer aus Magdeburg, der Druckbehälter fertigt:
Berufserfahrung
- WIG-Schweißen von Rund- und Stutzennähten an jährlich 70 bis 80 Druckbehältern aus nichtrostendem Stahl mit Wanddicken von 3 bis 16 mm.
- E-Hand-Schweißen der Tragpratzen und Standzargen aus S355 mit Blechdicken bis 25 mm in Position PF.
- Seit 2023 Einweisung neuer Kolleginnen und Kollegen an den 3 WIG-Arbeitsplätzen der Behälterfertigung, bisher 5 Personen.
Woher die Zahl kommt, hängt von der Fertigung ab. Schweißanweisung, Prüfprotokoll und Auftragszettel liefern sie:
| Fertigung | So kann der Stichpunkt lauten |
|---|---|
| Rohrleitungsbau | WIG-Schweißen von monatlich rund 90 Rundnähten an Edelstahlrohren DN 25 bis DN 150 für Molkereianlagen. |
| Stahlbau | MAG-Schweißen von Kehlnähten mit a-Maß 5 bis 8 mm an Stützen und Riegeln aus S355, je Schicht etwa 45 m Naht. |
| Serienfertigung | Einrichten und Bedienen von 2 Roboterzellen für Achsträger, 220 Stück pro Schicht, Nacharbeit von Hand an höchstens 3 % der Teile. |
| Reparatur | Auftragschweißen an verschlissenen Baggerzähnen und Brecherbacken, wöchentlich 12 bis 15 Teile, Vorwärmen auf 150 °C nach Schweißanweisung. |
| Montage | 4 Wochen Stillstandsmontage in einer Raffinerie: E-Hand-Schweißen von 60 Rohrnähten in Zwangslage, alle nach Durchstrahlungsprüfung ohne Reparatur. |
Schweißerprüfungen im Lebenslauf: Norm, Verfahren, Nahtart und Gültigkeit
Die Schweißerprüfung ist Ihr eigentlicher Berufsnachweis. Geprüft wird für Stahl nach DIN EN ISO 9606-1 und für Aluminium nach DIN EN ISO 9606-2. Die GSI, die Gesellschaft für Schweißtechnik International, führt daneben weitere Teile der Norm für Kupfer, Nickel und Titan auf, außerdem die DIN EN ISO 14732 für Bediener und Einrichter von Schweißanlagen.
Jede Prüfung gilt für das, was das Prüfstück abdeckt. Der Bundesverband Metall weist für Bauteile nach DIN EN 1090 darauf hin, dass Schweißer nur im Geltungsbereich der eigenen Prüfungsbescheinigung schweißen dürfen. Ein „Schweißerpass“ ohne weitere Angabe hilft dem Betrieb deshalb nicht weiter.
Übertragen Sie die Kürzel der Bescheinigung in Worte, eine Prüfung je Zeile:
| Angabe auf der Bescheinigung | So steht sie im Lebenslauf |
|---|---|
| Norm | Schweißerprüfung nach DIN EN ISO 9606-1 für Stahl, nach DIN EN ISO 9606-2 für Aluminium. |
| Schweißprozess | Der gebräuchliche Name mit der Kennnummer in Klammern: E-Hand (111), MAG (135), WIG (141). |
| Nahtart und Prüfstück | Stumpfnaht oder Kehlnaht, am Blech oder am Rohr, anstelle der Kürzel BW, FW, P und T. |
| Werkstoff | Nur wenn es kein unlegierter Baustahl ist, zum Beispiel nichtrostender Stahl. |
| Schweißposition | Bei Zwangslagen das Kürzel aus der Bescheinigung, etwa PF oder H-L045. |
| Datum | Das Jahr der Prüfung oder der letzten Verlängerung. |
Die Prüfstelle dürfen Sie vor dem Jahr ergänzen; nötig ist sie nicht. Lehrgänge und Prüfungen stehen in einer gemeinsamen Liste, die mit dem jüngsten Nachweis beginnt.
Weiterbildung
- Schweißerprüfung nach DIN EN ISO 9606-1, WIG (141), Stumpfnaht am Rohr, nichtrostender Stahl, H-L045, SLV Halle, 2026
- Schweißerprüfung nach DIN EN ISO 9606-1, E-Hand (111), Stumpfnaht am Blech, PF, SLV Halle, 2025
- Lehrgang Internationaler Schweißer (WIG), SLV Halle, 2018
Kenntnisse und EDV-Kenntnisse im Lebenslauf als Schweißer
Unter „Kenntnisse“ stehen die Arbeitsgänge rund um die Naht, die Sie selbstständig ausführen, benannt wie in der Stellenanzeige. BERUFENET beschreibt die Arbeit so: Bauteile vorbereiten und ausrichten, heften, schweißen, manchmal mit Schweißrobotern, und zum Schluss die Nähte auf Gleichmäßigkeit, Risse und andere Fehler prüfen.
Zu jeder Kenntnis gehört eine Station oder ein Nachweis als Beleg:
| Kenntnis | Beleg im Lebenslauf |
|---|---|
| Schweißverfahren | Die gültige Prüfung unter „Weiterbildung“ und ein Stichpunkt mit Werkstoff und Wanddicke. |
| Nahtvorbereitung und Heften | Ein Stichpunkt mit Fugenform, Vorrichtung oder Bauteilgröße, etwa das Ausrichten von Behälterschüssen mit 2,4 m Durchmesser. |
| Arbeiten nach Schweißanweisung | Die Unterlage, im Stichpunkt beim Namen genannt: Schweißanweisung, Isometrie oder Zusammenbauzeichnung. |
| Sichtprüfung der Nähte | Die Zahl der selbst geprüften Nähte, dazu ein Lehrgang zur Sichtprüfung, falls Sie einen besucht haben. |
| Thermisches Trennen | Brenn- oder Plasmaschneiden mit Angabe der Blechdicken. |
| Roboter und Schweißanlagen | Der Hersteller der Anlage im Stichpunkt und, falls vorhanden, eine Bedienerprüfung nach DIN EN ISO 14732 unter „Weiterbildung“. |
Unter „EDV-Kenntnisse“ gehören bei Schweißern vor allem Steuerungen und Betriebssoftware: das Bedienpanel der Stromquelle oder des Roboters mit Herstellernamen, das ERP-System für die Auftragsrückmeldung und Office-Programme, soweit Sie Protokolle damit schreiben. Bei Sprachen nennen Sie Einstufung und GER-Niveau, zum Beispiel „Englisch: Grundkenntnisse (A2)“.
Ausbildung im Lebenslauf: Schweißer ist kein Ausbildungsberuf
Einen Ausbildungsberuf „Schweißer“ mit Kammerprüfung gibt es nicht. BERUFENET beschreibt den geprüften Schweißer als Aus- und Weiterbildung in Lehrgangsform, geregelt durch Richtlinien des DVS, des Deutschen Verbandes für Schweißen und verwandte Verfahren. Wie lange sie dauert, hängt von den angestrebten Schweißberechtigungen ab.
Unter „Ausbildung“ steht deshalb der Beruf, den Sie gelernt haben, so benannt wie im Prüfungszeugnis, und darunter Ihr Schulabschluss. Als naheliegende Ausbildungsberufe mit Schweißarbeiten nennt BERUFENET den Anlagenmechaniker und den Konstruktionsmechaniker.
| Ihr Weg zum Schweißen | Eintrag unter „Ausbildung“ |
|---|---|
| Metallberuf gelernt | Der Beruf laut Prüfungszeugnis, etwa Konstruktionsmechaniker, Anlagenmechaniker oder Metallbauer, mit Kammer und Prüfungsergebnis. |
| Zweijährige Ausbildung | Ausbildung zur Fachkraft für Metalltechnik, Fachrichtung Konstruktionstechnik; den Beruf gibt es seit 2013. |
| Anderen Beruf gelernt | Dieser Beruf, unverändert. Schweißlehrgänge und Prüfungen folgen unter „Weiterbildung“. |
| Keine Berufsausbildung | Schule und Schulabschluss. Der Schweißlehrgang steht mit Bildungseinrichtung und Jahr unter „Weiterbildung“. |
Bei einer Kammerprüfung aus den letzten 10 Jahren gehört das Ergebnis dazu, in der Form des Zeugnisses: Punkte und eine Note in Worten, etwa „gut (82 Punkte)“. Nennen Sie dann auch die Note Ihres Schulabschlusses, falls dieser ebenfalls weniger als 10 Jahre zurückliegt.
Falsch
Ausbildung: Schweißer mit Schweißerpass.
Richtig
Ausbildung zur Fachkraft für Metalltechnik, Fachrichtung Konstruktionstechnik. Abschlussprüfung vor der IHK Magdeburg, Note: gut (82 Punkte).
Der erlernte Beruf steht mit Kammer und Ergebnis unter „Ausbildung“, und die Schweißerprüfungen folgen einzeln unter „Weiterbildung“.
Neben dem Zeitraum nennen Sie den Ausbildungsbetrieb mit Ort; die Berufsschule können Sie hinzufügen.
Ausbildung
Abschlussprüfung vor der IHK Magdeburg, Note: gut (82 Punkte).
Weiterbildung für Schweißer: DVS-Lehrgänge und Schweißwerkmeister
Lehrgänge an einer Schweißtechnischen Lehr- und Versuchsanstalt oder einer anderen autorisierten Einrichtung enden laut BERUFENET mit einem DVS-IIW/EWF-Zeugnis und den dazugehörenden Schweißerprüfungsbescheinigungen. Die Abschlüsse heißen je nach Lehrgang zum Beispiel „Internationaler Blechschweißer“ oder „Internationaler Rohrschweißer“.
Im Lebenslauf steht ein solcher Lehrgang mit dem Titel aus Zeugnis oder Lehrgangsbescheinigung, der Bildungseinrichtung und dem Jahr. Die Prüfungen, die Sie dabei abgelegt haben, bleiben daneben einzeln aufgeführt.
Für den nächsten Schritt nennt BERUFENET die Weiterbildung zum Schweißwerkmeister. Bei der GSI SLV umfasst der Lehrgang nach der Richtlinie DVS 1157 insgesamt 267 Stunden in 4 Teilen und setzt ein Mindestalter von 19 Jahren sowie einen bestandenen Eignungstest mit Testschweißungen voraus. Das Zeugnis lautet auf „DVS-Schweißwerkmeister“, und so tragen Sie es mit Bildungseinrichtung und Jahr unter „Weiterbildung“ ein.
Lebenslauf für Quereinsteiger, Umschüler und Berufseinsteiger im Schweißen
Rechtlich ist für die Schweißlehrgänge keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben. Die Bildungseinrichtungen legen laut BERUFENET eigene Zugangskriterien fest, zum Beispiel ein Mindestalter von 18 Jahren, einen Nachweis der gesundheitlichen Eignung und ausreichende Deutschkenntnisse im technischen Bereich.
Kommen Sie aus einem anderen Beruf, bleibt dieser unter „Ausbildung“ stehen, und der Lehrgang folgt unter „Weiterbildung“. Ob die Agentur für Arbeit oder das Jobcenter ihn mit einem Bildungsgutschein bezahlt hat, müssen Sie nicht dazuschreiben.
Anders ist es bei einem mehr als 2 Monate langen Vollzeitlehrgang zwischen 2 Stationen: Er bekommt einen eigenen Eintrag mit Monaten und Bildungseinrichtung unter „Ausbildung“, damit kein unerklärter Zeitraum bleibt. Laut Bundesagentur für Arbeit gehört in den Lebenslauf, was Sie in einer Pause von über 2 Monaten gemacht haben.
Für die ersten Stichpunkte zählt jedes Praktikum im Metallbetrieb. Schreiben Sie auf, was Sie selbst geheftet, geschweißt oder verschliffen haben:
Berufserfahrung
- Heften von 40 Geländerpfosten aus S235 und MAG-Schweißen der Kehlnähte unter Anleitung eines Gesellen.
- Verschleifen der Nähte und Sichtprüfung an 12 Treppenwangen vor dem Verzinken.
Wer nach der Ausbildung in einem Metallberuf erst seit weniger als 2 Jahren arbeitet, darf mit dem Abschnitt „Ausbildung“ beginnen und die Berufserfahrung folgen lassen. Mit wachsender Erfahrung kehrt sich die Reihenfolge um.
Häufige Fragen zum Lebenslauf als Schweißer
Brauche ich als Schweißer ein Foto im Lebenslauf?
Nein. Ein Foto ist freiwillig, kein Betrieb darf es verlangen, und die Wahl liegt bei Ihnen. Die Bundesagentur für Arbeit bezeichnet es in den Hinweisen zum Lebenslauf als „kein Muss mehr“, rechnet es im Bewerbungstraining aber weiter zur Bewerbungsmappe. In Metallbetrieben ist ein Foto noch häufig. Geeignet ist eine Aufnahme vom Berufsfotografen, kein Bild mit Schweißhelm und kein Selfie.
Wie lang darf der Lebenslauf eines Schweißers sein?
Er darf 2 DIN-A4-Seiten füllen; diese Grenze stammt von der Bundesagentur für Arbeit. Mit mehreren Betrieben und einer Liste von Schweißerprüfungen wird die zweite Seite gebraucht. Nach dem ersten Lehrgang reicht meist 1 Seite.
Schreibe ich „Schweißer“, obwohl ich Konstruktionsmechaniker gelernt habe?
Ja, bei der Station, wenn Ihr Arbeitsvertrag so lautet. Dort steht die Bezeichnung, unter der Sie eingestellt sind, etwa Schweißer, WIG-Schweißer oder Rohrschweißer. Unter „Ausbildung“ bleibt es beim erlernten Beruf, so wie ihn das Prüfungszeugnis nennt.
Welche Schweißerprüfungen gehören in den Lebenslauf?
Alle, die am Tag der Bewerbung gelten und zu den Verfahren der Stelle passen, jede in einer eigenen Zeile mit Norm, Verfahren, Nahtart und Jahr. Prüfungen für Verfahren, die der Betrieb nicht einsetzt, dürfen fehlen. Die vollständigen Angaben liefern die Kopien der Bescheinigungen, die Sie beilegen.
Gehört die Prüfstelle in die Zeile der Schweißerprüfung?
Die Prüfstelle ist eine freiwillige Angabe. Entscheidend sind Norm, Verfahren, Nahtart und Jahr, weil sie den Geltungsbereich beschreiben. Wer die Prüfstelle nennen möchte, etwa eine Schweißtechnische Lehr- und Versuchsanstalt, setzt sie vor das Jahr.
Kommen Referenzen oder Arbeitszeugnisse in den Lebenslauf?
Weder das eine noch das andere: Arbeitszeugnisse liegen als Kopie bei, und Referenzpersonen nennt ein deutscher Lebenslauf nicht. Jede Schweißerei und jeder Anlagenbauer, den Sie verlassen, muss Ihnen nach § 109 der Gewerbeordnung ein schriftliches Zeugnis ausstellen. Legen Sie die letzten 2 bis 4 in der Reihenfolge des Lebenslaufs bei, dazu die gültigen Prüfungsbescheinigungen und, falls vorhanden, das Prüfungszeugnis der Kammer.
Wie erkläre ich Monate zwischen 2 Montageverträgen?
Mit einer kurzen Angabe von Zeitraum und Tätigkeit, etwa „arbeitsuchend, Wiederholungsprüfung WIG“. Die Bundesagentur für Arbeit rät dazu, sobald eine solche Pause länger als 2 Monate ist. Kürzere Abstände zwischen befristeten Einsätzen brauchen keine Erklärung.
Kommt unter den Lebenslauf eines Schweißers eine Unterschrift?
Vorgeschrieben ist sie nicht. Unbedingt notwendig sei das Unterschreiben nicht, heißt es bei der Bundesagentur für Arbeit, es könne aber von Vorteil sein. Dazu gehören am Fuß der letzten Seite der Ort und das Datum in der Form „Magdeburg, 12.10.2026“; für die Bewerbung per E-Mail scannen Sie Ihren Namenszug ein.
Fazit
Ein Lebenslauf als Schweißer steht und fällt mit den Prüfungen: einzeln aufgeführt, mit Norm, Verfahren, Nahtart und Jahr, und nur solange sie gelten. Die Stationen ergänzen Werkstoffe, Wanddicken und Prüfergebnisse. Unter „Ausbildung“ steht der Beruf, den Sie tatsächlich gelernt haben.


