Das Wichtigste in Kürze
- Über jedem Eintrag steht die Bezeichnung aus dem Arbeitsvertrag: Schulbegleiter, Integrationshelfer, Teilhabeassistent und Individualbegleiter stehen laut BERUFENET für dieselbe Tätigkeit.
- Ein Einzelfall wird mit Förderbedarf, Klassenstufe, Schulform und bewilligten Wochenstunden beschrieben, etwa 24 Stunden in Klasse 7 einer Oberschule.
- Das Kind bleibt unerkennbar: kein Name, keine Klasse mit Buchstabe, und die Schule nur als Schulform mit Ort.
- Unterricht erteilen die Lehrkräfte, und Ihre Stichpunkte nennen deshalb Assistenz, Strukturierung, Pflege und Abstimmung, jeweils im Substantivstil und mit einer Zahl.
- Unter „Ausbildung“ steht Ihr Abschluss im Wortlaut des Zeugnisses, auch aus einem ganz anderen Beruf, und ein Qualifizierungskurs zur Schulbegleitung gehört mit Stundenumfang unter „Weiterbildung“.
- Erweitertes Führungszeugnis und Masernschutznachweis legen Sie bei der Einstellung vor und erwähnen sie im Lebenslauf nicht.
Lebenslauf als Schulbegleiter: Aufbau und Blick des Trägers
Schulbegleiter unterstützen laut BERUFENET, der Berufsdatenbank der Bundesagentur für Arbeit, Schüler mit körperlichen, seelischen oder geistigen Behinderungen beim Schulbesuch: im Unterricht, in den Pausen, auf dem Schulweg und bei Ausflügen. Angestellt sind sie häufig bei einem Träger der Behinderten- oder Jugendhilfe, der sie einem Kind oder einer kleinen Gruppe zuteilt. Wer dort die Einsätze plant, entnimmt Ihrem Lebenslauf vor allem, zu welchem Kind Sie passen.
Eine besondere Form braucht es dafür nicht. Üblich ist die zweispaltige Tabelle, links der Zeitraum und rechts der Inhalt, in der jeder Abschnitt beim jüngsten Eintrag beginnt. Für die Schulbegleitung passt diese Abfolge:
- Persönliche Daten mit Anschrift, Telefon, E-Mail und Geburtsdatum
- Kurzprofil mit Qualifikation und bisherigen Einzelfällen (freiwillig)
- Berufserfahrung mit Träger, Förderbedarf, Schulform und Wochenstunden
- Ausbildung mit Abschluss und Schulabschluss
- Weiterbildung mit Stundenumfang und Jahr
- Kenntnisse, EDV-Kenntnisse und Sprachkenntnisse
- Führerschein, falls vorhanden
- Ehrenamt und Interessen
- Ort, Datum, Unterschrift
Die Bundesagentur für Arbeit rechnet Geburtsdatum und Geburtsort zu den persönlichen Angaben eines Lebenslaufs. Eine Pflicht folgt daraus nicht. Familienstand, Konfession und eigene Kinder lassen Sie weg, auch wenn Sie über die eigene Familie zur Schulbegleitung gekommen sind.
Für die Länge nennt die Bundesagentur für Arbeit eine Grenze von 2 DIN-A4-Seiten. 15 Jahre in einem anderen Beruf vor dem Wechsel in die Schulbegleitung füllen beide; ein Freiwilligendienst und ein Schulabschluss kommen mit der ersten aus.
Kurzprofil für Schulbegleiter: Qualifikation, Einzelfälle, Stundenumfang
Auf ein Kurzprofil können Sie verzichten; in Deutschland folgt in manchem Lebenslauf auf die persönlichen Daten sofort die Berufserfahrung. In der Schulbegleitung lohnt es sich dennoch, weil der Abschnitt „Ausbildung“ bei Quereinsteigern in die Irre führt. Ganz oben soll stehen, dass Sie Kinder durch den Schultag begleiten, und nicht, dass Sie Floristin gelernt haben.
Formel für das Kurzprofil
Bezeichnung laut Arbeitsvertrag seit Jahr, pädagogischer Abschluss oder Qualifizierungskurs. Bisher Zahl Einzelfälle an Schulformen: Förderbedarf und Klassenstufen. Derzeit Wochenstunden, bewilligt vom Kostenträger. Führerschein oder Sprache.
Beispiel
Integrationshelferin seit 2020, Staatlich geprüfte Kinderpflegerin. Bisher 3 Einzelfälle an 2 Grundschulen und 1 Gesamtschule: Förderschwerpunkte Lernen sowie emotionale und soziale Entwicklung, Klassen 1 bis 6. Derzeit 22 Wochenstunden, bewilligt vom Jugendamt. Führerschein Klasse B.
BERUFENET nennt für die Tätigkeit Einfühlungsvermögen, Verantwortungsbewusstsein und Belastbarkeit. Als Selbstbeschreibung helfen diese Wörter trotzdem nicht, weil ein Träger sie bei jeder Bewerbung voraussetzt.
Falsch
Einfühlsame und geduldige Schulbegleiterin mit Herz für Kinder und Freude an der Inklusion.
Richtig
Schulbegleiterin seit 5 Jahren, bisher 3 Einzelfälle an Grundschulen: 2 Kinder mit dem Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung sowie 1 Kind mit dem Förderschwerpunkt Hören.
Dauer, Zahl der Kinder und Förderbedarf zeigen dem Träger, für welche Anfrage er Sie einplanen kann.
Ein pädagogischer Abschluss gehört an den Anfang des Kurzprofils. So liest es sich bei einem Heilerziehungspfleger aus Darmstadt, der als Teilhabeassistent arbeitet:
Kurzprofil
Staatlich anerkannter Heilerziehungspfleger, seit 2019 als Teilhabeassistent an Darmstädter Schulen im Einsatz. Seit 2023 Fachkraft für eine Poolgruppe an einer Grundschule: 4 Kinder der Klassen 1 bis 4, Förderschwerpunkt geistige Entwicklung, im Team mit 2 Assistenzkräften. Erfahrung in Unterstützter Kommunikation und in der Grundpflege. Ziel: die Koordination eines Schulbegleitdienstes.
Berufserfahrung als Schulbegleiter: Einzelfall, Wochenstunden und Zahlen
Jeder Eintrag beginnt mit der Bezeichnung aus dem Arbeitsvertrag und dem Zeitraum, für den Monat und Jahr genügen; in der Zeile darunter stehen der Arbeitgeber und sein Ort. Arbeitgeber ist häufig ein Träger und nicht die Schule. Wechselt das Kind oder die Schule, bleibt es ein Eintrag, solange der Arbeitgeber derselbe ist.
Darunter folgen die Aufgaben, bei der aktuellen Stelle in 3 bis 5 kurzen Stichpunkten, wie die Bundesagentur für Arbeit sie empfiehlt. Geschrieben werden sie als Wortgruppe um ein Substantiv und nicht als Satz: „Begleitung eines Schülers ...“ statt „Ich begleitete einen Schüler ...“. Zu einem Einzelfall, den Sie nennen, gehören möglichst 4 Angaben: Förderbedarf, Klassenstufe, Schulform und bewilligte Wochenstunden.
Falsch
Zuständig für die Betreuung eines Kindes mit Förderbedarf im Schulalltag.
Richtig
Begleitung einer Schülerin mit dem Förderschwerpunkt Sehen in den Klassen 7 und 8 einer Realschule, wöchentlich 20 Stunden: Vergrößern von Arbeitsblättern, Vorlesen von Tafelbildern und Orientierungshilfe bei Raumwechseln.
Die 4 Angaben stehen vor dem Doppelpunkt, und die 3 Tätigkeiten dahinter zeigen, woraus die Assistenz bestand.
Wer die Stunden bewilligt hat, dürfen Sie in Worten dazuschreiben. Bei seelischer Behinderung ist es das Jugendamt (§ 35a SGB VIII), bei körperlicher oder geistiger Behinderung der Träger der Eingliederungshilfe; § 112 SGB IX sieht dafür Hilfen zu einer Schulbildung vor. Der Leser erkennt daran, ob Sie das Hilfeplanverfahren des Jugendamts kennen.
Bei einer Schulbegleiterin aus Osnabrück, die 2021 aus einem anderen Beruf gewechselt ist, sieht der Eintrag so aus:
Berufserfahrung
- Seit dem Schuljahr 2024/25 Begleitung eines Schülers mit Autismus-Spektrum-Störung an einer Oberschule, heute in Klasse 7, bewilligt mit wöchentlich 24 Stunden.
- Einführung eines Tagesplans mit Bildkarten nach dem TEACCH-Ansatz, Rückgang der Auszeiten außerhalb des Klassenraums von täglich 3 auf wöchentlich 2 innerhalb eines Schuljahres.
- Teilnahme an 2 Hilfeplangesprächen pro Schuljahr, dazu je Halbjahr ein Entwicklungsbericht für das Jugendamt.
- Von 2021 bis 2024 Assistenz für eine Schülerin im Rollstuhl in den Klassen 2 bis 4 einer Grundschule, wöchentlich 18 Stunden: Raumwechsel, Umkleiden für den Sportunterricht und Toilettengang.
Zählen lässt sich in der Schulbegleitung mehr, als es zunächst scheint: Stunden, Schultage, Gespräche, Berichte und Kinder.
| Bereich | So kann der Stichpunkt lauten |
|---|---|
| Pflege und Mobilität | Assistenz beim Mittagessen und bei täglich 3 Transfers aus dem Rollstuhl, nach Einweisung durch die Physiotherapeutin. |
| Abstimmung | Wöchentliche Kurzabsprache mit der Klassenlehrerin und 4 Elterngespräche pro Schuljahr an der Seite der Förderschullehrkraft. |
| Dokumentation | Verlaufsnotiz nach jedem Schultag, rund 190 Einträge pro Schuljahr, als Grundlage der Berichte an den Kostenträger. |
| Klassenfahrt | Begleitung auf einer 5-tägigen Klassenfahrt mit 26 Kindern, dort auch Assistenz am Abend und in der Nacht. |
| Poolgruppe | Assistenz für 3 Kinder einer 2. Klasse im Wechsel, eingeteilt nach dem Wochenplan der Klassenleitung. |
Verschwiegenheit im Lebenslauf: Kind, Diagnose und Schule ohne Namen
Was Sie über Diagnose, Familie und Verhalten eines Kindes wissen, haben Sie im Dienst erfahren, und Arbeitsverträge in der Schulbegleitung verpflichten in aller Regel zur Verschwiegenheit darüber. Im Lebenslauf darf das Kind deshalb für niemanden wiederzuerkennen sein.
Dafür genügen 3 Regeln. Erstens steht dort kein Name, auch kein Vorname. Zweitens nennen Sie den Förderbedarf mit einem allgemeinen Begriff, etwa als sonderpädagogischen Schwerpunkt, wie ihn die Kultusministerkonferenz verwendet: Lernen, Sprache, Hören, Sehen, geistige Entwicklung, körperliche und motorische Entwicklung, emotionale und soziale Entwicklung. Drittens erscheinen die Schule als Schulform mit Ort und die Klasse als Stufe, also „3. Klasse einer Grundschule in Osnabrück“ statt Schulname und „Klasse 3b“.
Falsch
Betreuung von Leon (8 Jahre, Asperger-Syndrom und ADHS, Eltern getrennt) in der 3b.
Richtig
Begleitung eines Schülers mit Autismus-Spektrum-Störung in der 3. Klasse einer Grundschule, wöchentlich 22 Stunden im Unterricht und in beiden Hofpausen.
Die zweite Fassung enthält alles, was ein Träger für die Zuteilung braucht, und nichts, woran Mitschüler oder Nachbarn das Kind erkennen.
Dieselbe Zurückhaltung gilt für alles, was Sie aus dem Elternhaus wissen: Trennung, Pflegefamilie oder Klinikaufenthalte eines Kindes gehören in keinen Stichpunkt.
Kenntnisse und EDV-Kenntnisse im Lebenslauf als Schulbegleiter
Unter „Kenntnisse“ stehen Fähigkeiten, die ein Träger bei der Zuteilung braucht: Förderbedarfe, mit denen Sie Erfahrung haben, dazu Hilfsmittel und Methoden. BERUFENET zählt zu den Kompetenzen der Tätigkeit unter anderem Leichte Sprache, Unterstützte Kommunikation, Grundpflege, Lernbegleitung, Elternarbeit und Dokumentation. Übernehmen Sie davon, was Sie in einem Einzelfall angewandt haben.
| Kenntnis | Art | Woran der Leser sie erkennt |
|---|---|---|
| Begleitung bei Autismus-Spektrum-Störung | fachlich | Ein Einzelfall mit Klassenstufe und Stunden, dazu eine Schulung unter „Weiterbildung“ |
| Unterstützte Kommunikation | fachlich | Das Hilfsmittel im Stichpunkt, etwa Symbolkarten oder ein Talker |
| Grundpflege und Mobilität | fachlich | Transfers, Toilettengang oder Essensbegleitung mit Häufigkeit |
| Dokumentation | fachlich und EDV | Berichte und Verlaufsnotizen mit ihrem Rhythmus; das Programm unter „EDV-Kenntnisse“ |
| Nähe und Distanz | persönlich | Mehrere Schuljahre mit demselben Kind bei sinkendem Stundenumfang; die Beurteilung selbst steht im Arbeitszeugnis |
Unter „EDV-Kenntnisse“ gehören die Programme, die Sie im Schulalltag nutzen: die Schulplattform, der digitale Vertretungsplan, die Textverarbeitung für Berichte und bei manchen Trägern eine Dokumentationssoftware. Nennen Sie jedes mit seinem Produktnamen. Bei der Osnabrücker Schulbegleiterin ergeben sich daraus diese Zeilen:
Kenntnisse
- Schulbegleitung bei Autismus-Spektrum-Störung
- Strukturierungshilfen nach dem TEACCH-Ansatz
- Assistenz bei Mobilität und Toilettengang
- Entwicklungsberichte für das Hilfeplanverfahren
EDV-Kenntnisse: IServ · WebUntis · MS Word
Ausbildung, Qualifizierung und Nachweise im Lebenslauf als Schulbegleiter
Für die Schulbegleitung ist laut BERUFENET kein bestimmter Bildungsgang vorgeschrieben; eine erzieherische oder pädagogische Ausbildung kann von Vorteil sein. Das Gesetz kennt trotzdem 2 Gruppen: Leistungserbringer der Eingliederungshilfe beschäftigen nach § 124 Abs. 2 SGB IX Fachpersonal und anderes Betreuungspersonal, und das Fachpersonal braucht eine abgeschlossene berufsspezifische Ausbildung. Ihr Abschnitt „Ausbildung“ zeigt dem Träger, zu welcher Gruppe Sie gehören.
| Ihr Hintergrund | So steht es im Lebenslauf |
|---|---|
| Pädagogischer oder pflegerischer Abschluss | Die Abschlussbezeichnung im Wortlaut des Zeugnisses, etwa Staatlich anerkannte Erzieherin oder Staatlich anerkannter Heilerziehungspfleger, mit Schule, Ort und Zeitraum. |
| Abschluss in einem anderen Beruf | Ebenfalls im Wortlaut des Zeugnisses und ohne Erklärung. Die Verbindung zur Schulbegleitung stellen Kurzprofil und „Weiterbildung“ her. |
| Laufendes Studium oder laufende Fachschulausbildung | Studiengang oder Bildungsgang mit Hochschule oder Schule und dem voraussichtlichen Abschlussjahr, zum Beispiel „Abschluss voraussichtlich 2028“. |
Eine Abschlussnote können Sie nennen, solange seit dem Abschluss nicht mehr als 10 Jahre vergangen sind, und zwar in der Form, in der das Zeugnis sie ausweist. Steht bei einem Abschluss aus dieser Zeit eine Note, dann auch bei den übrigen.
Unter „Weiterbildung“ stehen Kurse mit Anbieter und Jahr, die neuesten oben. Bei einem Qualifizierungskurs zur Schulbegleitung gehört der Umfang dazu, in Unterrichtseinheiten oder Stunden, wie ihn Ihre Bescheinigung nennt. Ein einheitliches Maß für solche Kurse gibt es nicht, und erst die Zahl macht Ihren Kurs für den Leser vergleichbar.
Weiterbildung
- Erste-Hilfe-Fortbildung, Schulassistenz Tafelschwamm gGmbH, 2025
- Interne Schulung „Autismus im Schulalltag“, Schulassistenz Tafelschwamm gGmbH, 2024
- Qualifizierung „Grundlagen der Schulbegleitung“, 80 Unterrichtseinheiten, Schulassistenz Tafelschwamm gGmbH, 2021
Daneben verlangt die Arbeit an einer Schule Nachweise, die keine Weiterbildung sind:
| Nachweis | Platz in der Bewerbung |
|---|---|
| Erweitertes Führungszeugnis | Keine Zeile im Lebenslauf. Leistungserbringer der Eingliederungshilfe sollen es sich nach § 124 Abs. 2 SGB IX vor der Einstellung und danach in regelmäßigen Abständen vorlegen lassen; für die Jugendhilfe regelt § 72a SGB VIII die Vorlage. |
| Masernschutznachweis | Keine Zeile im Lebenslauf. Wer nach dem 31.12.1970 geboren ist und in einer Schule tätig wird, legt ihn der Leitung der Einrichtung nach § 20 Abs. 9 des Infektionsschutzgesetzes vor Beginn der Tätigkeit vor. |
| Führerschein Klasse B | Unter „Führerschein“ als eigene Zeile. Laut BERUFENET ist er zum Teil notwendig, etwa um das betreute Kind zur Schule zu fahren. |
Lebenslauf als Schulbegleiter ohne Erfahrung: Quereinstieg, Studium und Freiwilligendienst
Kommen Sie aus einem anderen Beruf, muss Ihr Lebenslauf eine Frage beantworten, die sich bei einer Erzieherin nicht stellt: Wo haben Sie schon Verantwortung für Kinder oder für Menschen mit Behinderung übernommen?
Geben Sie dieser Erfahrung einen Eintrag mit Zeitraum und Organisation: einem Freiwilligen Sozialen Jahr oder einem Bundesfreiwilligendienst unter „Berufserfahrung“, der Übungsleitung im Sportverein, der Ferienfreizeit oder der Hausaufgabenhilfe unter „Ehrenamt“. Frühere Stellen in einem anderen Beruf bleiben stehen und werden auf 1 bis 2 Stichpunkte gekürzt, die zur neuen Arbeit passen: Kundenkontakt mit Familien, Anleitung von Auszubildenden, Dienst nach festem Plan.
Ein Bundesfreiwilliger aus Halle (Saale) schreibt den Eintrag so:
Berufserfahrung
- Begleitung eines Erstklässlers mit dem Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung an 5 Vormittagen pro Woche, insgesamt 20 Stunden.
- Unterstützung beim Spiel mit anderen Kindern in täglich 2 Hofpausen und Begleitung auf dem Weg zum Hort.
- Nach jeder Schulwoche schriftliche Rückmeldung an die Fallverantwortliche des Trägers, 36 Berichte im Dienstjahr.
Studierende der Sozialen Arbeit, der Heilpädagogik oder eines Lehramts nennen das Studium unter „Ausbildung“ und die Schulbegleitung als Teilzeitstelle unter „Berufserfahrung“. Wer gerade erst einsteigt, darf im eigenen Lebenslauf „Ausbildung“ vor „Berufserfahrung“ setzen.
Häufige Fragen zum Lebenslauf als Schulbegleiter
Gehört ein Foto in den Lebenslauf als Schulbegleiter?
Das bleibt Ihre Entscheidung: Verlangen darf ein Träger das Foto nicht, und fehlen darf es auch. Die Bundesagentur für Arbeit schreibt auf der Seite zum Lebenslauf „kein Muss mehr“; in den Texten zum Bewerbungstraining führt sie den Lebenslauf dagegen weiterhin „mit Foto“ auf, wenn kein Deckblatt dabei ist. Fällt Ihre Wahl auf ein Foto, lassen Sie es im Studio machen; Selfies und Passbilder stuft die Bundesagentur als Fehler ein.
Schulbegleiter, Integrationshelfer oder Teilhabeassistent: Welche Bezeichnung verwende ich?
Die aus Ihrem Arbeitsvertrag. BERUFENET führt Individualbegleiter, Integrationshelfer und Teilhabeassistent als übliche Bezeichnungen für dieselbe Tätigkeit auf. Verwendet die Stellenanzeige ein anderes Wort als Ihr Vertrag, bleibt der Eintrag unverändert, und das Wort der Anzeige kommt einmal im Kurzprofil vor.
Wie gebe ich Verträge an, die jeweils mit dem Schuljahr enden?
Als einen Eintrag, solange der Träger derselbe bleibt, mit dem ersten Vertragsbeginn und dem letzten Vertragsende. Liegen zwischen 2 Einträgen mehr als 2 Monate, erwartet die Bundesagentur für Arbeit dazu eine Angabe im Lebenslauf, und zwar mit dem, was Sie in dieser Zeit gemacht haben. Die Sommerferien zwischen 2 Schuljahren bleiben unter dieser Grenze.
Sollte ich die Eltern des begleiteten Kindes als Referenz nennen?
Nein. Telefonnummern von Fürsprechern erwartet in einem deutschen Lebenslauf niemand, und mit den Eltern würden Sie zugleich das Kind erkennbar machen. Ihr Nachweis ist das Arbeitszeugnis: Jeder Träger der Schulbegleitung, der Sie beschäftigt hat, ist nach § 109 der Gewerbeordnung zu einem schriftlichen Zeugnis verpflichtet, sobald das Arbeitsverhältnis endet. Der Bewerbung liegen Kopien der 2 bis 4 neuesten Zeugnisse bei.
Gehört die Erfahrung mit dem eigenen Kind in den Lebenslauf?
In den Lebenslauf gehört sie nicht, ins Anschreiben schon. Der Lebenslauf enthält keine Angaben zu eigenen Kindern. Was sich aus dieser Erfahrung ergeben hat, etwa die Mitarbeit in einer Elterninitiative oder in einer Selbsthilfegruppe, steht mit Ort und Zeitraum unter „Ehrenamt“.
Fazit
Ein Lebenslauf als Schulbegleiter beschreibt Einzelfälle so genau, dass ein Träger Sie zuteilen kann, und so zurückhaltend, dass kein Kind darin zu erkennen ist. Förderbedarf, Klassenstufe, Schulform und Wochenstunden leisten das Erste, der Verzicht auf Namen das Zweite. Ihr Abschluss steht unverändert unter „Ausbildung“, gleich aus welchem Beruf er stammt.


