Lebenslauf als Logopäde: 3 Beispiele und Anleitung (2026)

Eine Praxis für Logopädie füllt mit Ihnen ihren Terminplan, eine Klinik besetzt ihre Schlaganfall- oder Frührehabilitation. Beide suchen im Lebenslauf dasselbe: welche Störungsbilder Sie behandeln, bei Kindern oder bei Erwachsenen, und in welchem Umfang. Hier sehen Sie mit Mustern, wohin diese Angaben gehören, von der Bewerbung an der Logopädieschule bis zur Stelle mit Leitungsaufgaben.

Aktualisiert am 13 Min. Lesezeit

Lebenslauf-Beispiel: Logopäde, Kinder und Hörstörungen

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Berufsbezeichnung Logopädin oder Logopäde setzt nach § 1 des Gesetzes über den Beruf des Logopäden eine Erlaubnis voraus, und diese steht mit Monat und Jahr unter der Ausbildung.
  • Zu jeder Stelle in der Logopädie gehören Störungsbild und Altersgruppe, etwa Aphasie und Dysphagie bei Erwachsenen oder Sprachentwicklungsstörungen bei Kindern.
  • Zahlen aus Terminplan und Praxissoftware gehören in die Stichpunkte im Substantivstil: 30 Therapien pro Woche, 9 Hausbesuche, 4 Teilnehmende je Gruppe.
  • Die staatliche Prüfung hat 3 Teile mit je einer Prüfungsnote in Worten; bis etwa 10 Jahre nach der Prüfung übernehmen Sie alle 3, statt einen Durchschnitt zu bilden.
  • Wer Sprachtherapie studiert hat und keine Erlaubnis als Logopädin besitzt, nennt im Lebenslauf Grad und Studiengang laut Urkunde.
  • Bis zu 2 DIN-A4-Seiten sind laut Bundesagentur für Arbeit zulässig; Arbeitszeugnisse, Prüfungszeugnis und Erlaubnisurkunde liegen in Kopie bei.

Aufbau: Abschnitte und Reihenfolge im Lebenslauf als Logopäde

Wer eine Stelle in der Logopädie besetzt, denkt beim Lesen an den Terminplan: Welche Verordnungen kann diese Person übernehmen, und ab wann? Die Antwort geben die Erlaubnis, die behandelten Störungsbilder und die Altersgruppen. Alle 3 sollten auf der ersten Seite stehen.

Der Lebenslauf ist tabellarisch gehalten, und in jedem Abschnitt steht oben, was am kürzesten zurückliegt. Mehr als 2 DIN-A4-Seiten sollten es laut Bundesagentur für Arbeit nicht werden; nach mehreren Stellen in Praxis und Klinik ist die zweite Seite gut gefüllt. Praxen und Kliniken finden sich in dieser Abfolge am schnellsten zurecht:

  1. Persönliche Daten mit Anschrift, Telefon, E-Mail und Geburtsdatum
  2. Kurzprofil mit Störungsbildern und Altersgruppe, falls gewünscht
  3. Berufserfahrung
  4. Ausbildung mit staatlicher Prüfung und Erlaubnis
  5. Weiterbildung
  6. Kenntnisse, EDV-Kenntnisse und Sprachkenntnisse
  7. Ehrenamt und Interessen mit Bezug zur Arbeit
  8. Ort, Datum und Unterschrift

Das Geburtsdatum steht in der Liste, die die Bundesagentur für Arbeit für die persönlichen Daten angibt. Eine Vorschrift dazu gibt es nicht, und wer das Datum weglässt, hat nichts falsch gemacht. Über Ehe, Kinder und Kirchenzugehörigkeit gibt ein Lebenslauf heute keine Auskunft.

Umfasst die Stelle Hausbesuche, etwa in Pflegeheimen oder bei Patienten nach einem Schlaganfall, gehört der Führerschein Klasse B zu den persönlichen Daten. BERUFENET, die Berufsdatenbank der Bundesagentur für Arbeit, nennt neben Praxisräumen und Krankenzimmern auch Privatwohnungen als Arbeitsort.

Kurzprofil für Logopäden: Störungsbilder, Altersgruppe, Therapieumfang

Ein Kurzprofil verlangt in Deutschland niemand; es hilft Lesern, die wenig Zeit haben. In 3 bis 4 Zeilen steht dort, was eine Praxis sonst aus mehreren Einträgen zusammensuchen müsste: seit wann Sie behandeln, welche Störungsbilder, welche Altersgruppe und in welchem Umfang.

Formel für das Kurzprofil

Berufsbezeichnung seit Jahr in Art der Einrichtung. 2 bis 3 Störungsbilder bei Altersgruppe, Zahl der Therapien pro Woche oder Tag. Besondere Aufgabe, etwa Hausbesuche, Diagnostik oder Anleitung. Fortbildung mit Jahr.

Beispiel

Logopädin seit 2019 in einer Praxis mit Kassenzulassung in Heidelberg. Sprachentwicklungsstörungen, Aussprachestörungen und Stottern bei Kindern zwischen 3 und 10 Jahren, wöchentlich rund 30 Therapien. Dazu Hausbesuche bei 4 Kindern mit Mehrfachbehinderung. 2023 Fortbildung zur Stottertherapie im Vorschulalter.

Freundlich, geduldig und kinderlieb sind Sie vermutlich, nur lässt sich das in keinem Zeugnis nachlesen. Nachlesen lassen sich das Störungsbild, das Alter der Patienten und die Therapiezahl pro Woche.

Falsch

Einfühlsame Logopädin mit viel Geduld, hoher Motivation und Freude an der Arbeit mit Kindern und Erwachsenen.

Richtig

Logopädin mit 6 Berufsjahren in der neurologischen Rehabilitation: Aphasie, Dysarthrie und Dysphagie nach Schlaganfall, täglich 8 bis 9 Einzeltherapien und Mitarbeit bei endoskopischen Schluckuntersuchungen.

An Störungsbildern und Therapiezahl erkennt eine Klinik, wo sie die Bewerberin einplanen kann; Geduld setzt jede Klinik voraus.

In einer Praxis mit erwachsenen Stimmpatienten liest sich ein Kurzprofil anders:

So sieht es im Lebenslauf aus

Kurzprofil

Logopäde mit 11 Berufsjahren, seit 2020 in einer auf Stimme spezialisierten Praxis. Behandlung funktioneller und organischer Stimmstörungen bei Erwachsenen in Sprechberufen, wöchentlich rund 28 Therapien zu 45 oder 60 Minuten. Zusammenarbeit mit 2 phoniatrischen Praxen, Leitung einer Stimmgruppe für 6 Lehrkräfte und Praxisanleitung für jährlich 2 Schülerinnen einer Logopädieschule.

Berufserfahrung als Logopäde: Stellen mit Störungsbild und Therapiezahlen

Ein Eintrag besteht aus Ihrer Bezeichnung, dem Arbeitgeber mit Ort und dem Zeitraum mit Monat und Jahr. Die Bundesagentur für Arbeit empfiehlt darunter 3 bis 5 kurze Stichpunkte; bei älteren Stellen dürfen es weniger sein.

Die Stichpunkte stehen im Substantivstil: ohne „ich“ und ohne Verb in Personalform, dafür mit einem Substantiv wie Therapie, Diagnostik, Beratung oder Anleitung und einer Zahl. Am meisten zählt das Störungsbild mit der Altersgruppe, denn „Behandlung von Patienten“ trifft auf jede Logopädin zu.

Falsch

Verantwortlich für die logopädische Behandlung von Kindern und Erwachsenen sowie für Elterngespräche.

Richtig

Therapie von Sprachentwicklungsstörungen und phonologischen Aussprachestörungen bei wöchentlich rund 22 Kindern zwischen 3 und 8 Jahren, Elternberatung in jeder 4. Sitzung.

Störungsbild, Alter und Therapiezahl beschreiben die Arbeit so genau, dass eine Praxis daraus ihren Terminplan ableiten kann.

Bei einer Logopädin aus Heidelberg, die in einer Praxis mit vielen Kindern arbeitet, sieht der Eintrag so aus:

So sieht es im Lebenslauf aus

Berufserfahrung

Logopädin11/2019 – heute
Praxis für Logopädie Papierboot, Heidelberg
  • Einzeltherapie zu 45 Minuten bei Sprachentwicklungs- und Aussprachestörungen, dazu seit 2023 Stottertherapie für 5 Kinder im Vorschulalter.
  • Eingangsdiagnostik bei monatlich 6 bis 8 neuen Patienten, unter anderem mit SETK 3-5 und PLAKSS-II, einschließlich Bericht an die verordnende Kinderarztpraxis.
  • Seit 2022 wöchentliche Hausbesuche bei 4 Kindern mit Mehrfachbehinderung, Anbahnung Unterstützter Kommunikation über Symboltafeln.

Die Zahlen liefern der Terminkalender, die Verordnungen und die Berichte, die Sie ohnehin schreiben:

Wo in der Logopädie Zahlen stecken
BereichSo kann der Stichpunkt lauten
Praxis mit KindernSprachtherapie für wöchentlich 26 Kinder, 7 davon mehrsprachig.
AkutklinikKlinische Schluckuntersuchung bei täglich 5 bis 7 Neuaufnahmen nach Schlaganfall, Kostformempfehlung an die Pflege.
RehabilitationAphasiebehandlung in 2 Gruppen mit je 4 Teilnehmenden, dazu täglich 6 Einzeltherapien.
HausbesucheWöchentlich 9 Hausbesuche in 3 Pflegeheimen, vorwiegend Schlucktherapie bei Parkinson und Demenz.
Diagnostik und BerichteMonatlich rund 12 Therapieberichte an verordnende Ärztinnen und Ärzte, bei Aphasie auf Grundlage des Aachener Aphasietests.

Der Lebenslauf soll lückenlos sein. Wer länger als 2 Monate nicht gearbeitet hat, trägt laut Bundesagentur für Arbeit den Zeitraum ein und schreibt dazu, was er in dieser Zeit gemacht hat: „Elternzeit“, „Umzug nach Freiburg, arbeitsuchend“ oder „Pflege der Mutter“.

Störungsbilder im Lebenslauf: Sprache, Sprechen, Stimme, Schlucken

Verordnet wird Logopädie nach der Heilmittel-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses. Die Richtlinie unterscheidet Stimm-, Sprech-, Sprach- und Schlucktherapie, als Einzeltherapie von 30, 45 oder 60 Minuten und als Gruppentherapie von 45 oder 90 Minuten.

Der Heilmittelkatalog ordnet die Störungsbilder Diagnosegruppen zu, von ST1 für organisch bedingte Erkrankungen der Stimme bis SC für Störungen des Schluckakts. Im Lebenslauf schreiben Sie das Störungsbild aus, weil in der Personalabteilung einer Klinik nicht jeder die Kürzel kennt. Die Praxis erkennt ihre Verordnungen auch am ausgeschriebenen Wort.

Störungsbilder nach Heilmittelkatalog und was dazu in den Eintrag gehört
StörungsbildDiagnosegruppeWas im Stichpunkt stehen sollte
SprachentwicklungsstörungSP1Alter der Kinder, Mehrsprachigkeit, Elternberatung, Austausch mit Kita oder Frühförderung.
AussprachestörungSP3Phonetisch oder phonologisch, Altersgruppe, verwendetes Therapiekonzept.
AphasieSP5Ursache wie Schlaganfall, Einzel- oder Gruppentherapie, Beratung der Angehörigen.
Dysarthrie und SprechapraxieSP6Grunderkrankung wie Parkinson oder Multiple Sklerose, Einsatz von Kommunikationshilfen.
Stottern und PolternRE1 und RE2Kinder, Jugendliche oder Erwachsene, Einzel- oder Gruppentherapie, Arbeit mit den Eltern.
StimmstörungST1 bis ST4Organisch oder funktionell, Berufsgruppen wie Lehrkräfte, Zusammenarbeit mit Phoniatrie oder HNO-Praxis.
SchluckstörungSCKlinische Schluckuntersuchung, Trachealkanülen, Kostanpassung, Abstimmung mit Pflege und ärztlichem Dienst.

Kenntnisse und EDV-Kenntnisse im Lebenslauf als Logopäde

Unter „Kenntnisse“ gehören Verfahren und Konzepte, mit denen Sie tatsächlich arbeiten. Zu den Kernkompetenzen zählt BERUFENET unter anderem die ICF, Phonetik, Schluck- und Esstherapie sowie Stottertherapie; als weitere Kompetenzen führt die Datenbank etwa Unterstützte Kommunikation, Atemtherapie und Abrechnung auf. Hinter jedem Begriff sollte ein Eintrag stehen, der ihn belegt:

Kenntnisse für Logopäden mit Beleg
KenntnisWo der Beleg steht
Diagnostik mit standardisierten TestsDie Tests mit Namen im Stichpunkt, etwa Aachener Aphasietest, SETK 3-5 oder PLAKSS-II, und die Zahl der Befunde pro Monat.
DysphagietherapieKlinische Schluckuntersuchungen und Trachealkanülenmanagement in den Stichpunkten, dazu ein Kurs unter „Weiterbildung“, falls Sie einen besucht haben.
Unterstützte KommunikationZahl der Patienten, bei denen Sie Symboltafeln oder Sprachcomputer eingeführt haben.
Beratung von Eltern und AngehörigenFeste Beratungstermine in der Therapie, Elternabende in einer Kita oder Schulungen für Pflegekräfte, jeweils mit Teilnehmerzahl.
EDV-KenntnisseDie Praxissoftware mit Namen, etwa THEORG, für Termine, Verordnungen und Berichte; in der Klinik das Krankenhausinformationssystem.

Sprachkenntnisse haben in diesem Beruf besonderes Gewicht, weil viele Familien mehrsprachig sind. Geben Sie jede Sprache mit Einstufung und GER-Niveau an, zum Beispiel „Russisch: fließend (C1)“, und erwähnen Sie im Stichpunkt, wenn Sie Elterngespräche in dieser Sprache führen.

Ausbildung zum Logopäden: staatliche Prüfung, Noten und Erlaubnis

Die Ausbildung dauert 3 Jahre und findet an einer staatlich anerkannten Schule für Logopäden statt. Die Ausbildungs- und Prüfungsordnung für Logopäden (LogAPrO) verlangt mindestens 1.740 Stunden theoretischen und praktischen Unterricht und 2.100 Stunden praktische Ausbildung. Am Ende steht die staatliche Prüfung mit einem schriftlichen, einem mündlichen und einem praktischen Teil.

Für jeden der 3 Teile wird eine Prüfungsnote in Worten gebildet, und diese Noten stehen laut LogAPrO im Zeugnis; eine Gesamtnote sieht die Verordnung nicht vor. Übernehmen Sie deshalb die 3 Prüfungsnoten und rechnen Sie nichts zusammen. Sinnvoll ist das bis etwa 10 Jahre nach der Prüfung, und wer hier Noten nennt, nennt sie auch bei anderen Abschlüssen aus diesen 10 Jahren.

Falsch

Examen Logopädie 2019, Gesamtnote 1,5.

Richtig

Ausbildung zur Logopädin. Staatliche Prüfung: schriftlich gut, mündlich sehr gut, praktisch sehr gut. Erlaubnis zur Führung der Berufsbezeichnung seit 10/2019.

Die 3 Prüfungsnoten stehen im Zeugnis, das der Bewerbung beiliegt; ein Durchschnitt steht in keinem Ihrer Dokumente.

Nach bestandener Prüfung beantragen Sie die Erlaubnis bei der zuständigen Behörde. Erst die „Urkunde über die Erlaubnis zur Führung der Berufsbezeichnung“ berechtigt nach § 1 des Gesetzes über den Beruf des Logopäden (LogopG) dazu, sich Logopädin oder Logopäde zu nennen. Im Lebenslauf reicht dafür eine Zeile mit Monat und Jahr unter der Ausbildung.

So sieht es im Lebenslauf aus

Ausbildung

Ausbildung zur Logopädin10/2016 – 09/2019
Akademie für Gesundheitsberufe Heidelberg, Schule für Logopädie

Staatliche Prüfung: schriftlich gut, mündlich sehr gut, praktisch gut. Erlaubnis zur Führung der Berufsbezeichnung seit 10/2019.

Logopädin oder Sprachtherapeutin: welche Bezeichnung Sie verwenden

BERUFENET führt neben der Ausbildung Studiengänge in Logopädie und Sprachtherapie auf, dazu Sprachtherapeutin und Sprachtherapeut als eigenen Beruf. Geschützt ist nach dem LogopG nur die Bezeichnung Logopädin oder Logopäde. Haben Sie Sprachtherapie studiert und keine Erlaubnis nach diesem Gesetz, steht unter „Ausbildung“ der Grad aus Ihrer Urkunde mit Studiengang und Hochschule, und Ihre Stellen tragen die Bezeichnung aus dem Arbeitsvertrag.

Auch ein Studium kann zur Erlaubnis führen: Nach § 8a LogopG dürfen die Länder die Ausbildung an Hochschulen durchführen; bis Ende 2024 galt dafür eine Modellklausel. Die staatliche Prüfung gehört auch zu diesem Weg. Im Eintrag stehen dann Studiengang, Hochschule, Bachelorgrad und die staatliche Prüfung.

Weiterbildung für Logopäden: Kurse, Fachwirt und Studium eintragen

Jeder Kurs steht mit dem Titel aus der Teilnahmebescheinigung, Umfang, Anbieter und Jahr unter „Weiterbildung“, der zuletzt besuchte oben. BERUFENET weist darauf hin, dass zugelassenen Leistungserbringern fachspezifische Fortbildungen vorgeschrieben sind; gemeint sind Praxen, die mit den gesetzlichen Krankenkassen abrechnen. Bewerben Sie sich auf eine Leitungsstelle, wird diese Liste besonders genau gelesen.

  • Fach- und Methodenkurse: unter „Weiterbildung“, mit Stunden oder Unterrichtseinheiten wie auf der Bescheinigung.
  • Fachwirt im Gesundheits- und Sozialwesen: ein Fortbildungsabschluss der IHK; unter „Weiterbildung“ mit prüfender Kammer und Jahr.
  • Studium nach der Ausbildung: unter „Ausbildung“, über der Logopädieausbildung, mit Studiengang, Grad, Hochschule und Zeitraum.
  • Kurs, der noch läuft: mit Stand und geplantem Ende, etwa „Weiterbildung Dysphagietherapie, 3 von 5 Modulen, Abschluss voraussichtlich 2027“.

Lebenslauf für die Logopädieschule und für Berufseinsteiger

Für den Zugang zur Ausbildung verlangt § 4 LogopG eine abgeschlossene Realschulbildung, eine gleichwertige Ausbildung oder nach dem Hauptschulabschluss eine abgeschlossene Berufsausbildung von mindestens 2 Jahren. Laut BERUFENET wählen die Schulen nach eigenen Kriterien aus, meist nach den Schulleistungen, vor allem in den Naturwissenschaften, und nach einem persönlichen Gespräch; auch eine Eignungsprüfung ist möglich.

Als gute Grundlage gelten dort Biologie, Deutsch und Pädagogik. Führen Sie deshalb neben dem Schulabschluss mit Durchschnittsnote die Noten dieser Fächer auf. Chor, Theatergruppe oder Vorlesepatenschaft gehören unter „Interessen“ oder „Ehrenamt“, weil sie zeigen, dass Sie mit Stimme und Sprache umgehen können. Ein Praktikum im sozialen Bereich steht unter „Berufserfahrung“:

So sieht es im Lebenslauf aus

Berufserfahrung

Praktikum08/2025 – 10/2025
Sprachheilkindergarten Wolkenleiter, Oldenburg
  • 12 Wochen Begleitung einer Gruppe von 8 Kindern zwischen 3 und 6 Jahren im Tagesablauf.
  • Hospitation bei wöchentlich 6 logopädischen Einzeltherapien, Vorbereitung von Bildkarten und Lautspielen nach Vorgabe der Logopädin.

Nach der Prüfung spricht die praktische Ausbildung für Sie. Von den 2.100 Stunden entfallen laut LogAPrO 1.520 auf die Praxis der Logopädie, also auf Befunderhebung, Therapieplanung und Therapie unter fachlicher Aufsicht, 340 auf Hospitationen und 240 auf die Zusammenarbeit im therapeutischen Team. Nennen Sie in der Zeile unter der Ausbildung die Störungsbilder, die Sie in dieser Zeit selbst behandelt haben, und die Einrichtungen Ihrer Praktika.

Häufige Fragen zum Lebenslauf als Logopäde

Gehört ein Bewerbungsfoto in den Lebenslauf als Logopäde?

Das bleibt Ihre Entscheidung: Ein Foto ist nicht vorgeschrieben, und keine Praxis oder Klinik darf eines verlangen. Die Bundesagentur für Arbeit schreibt in ihren Hinweisen zum Lebenslauf, ein Foto sei „kein Muss mehr“; in ihrem Bewerbungstraining steht der Lebenslauf dagegen weiterhin „mit Foto“ in der Liste der Unterlagen, sofern kein Deckblatt beiliegt. Falls Sie sich dafür entscheiden, lassen Sie ein Porträt im Studio anfertigen.

Darf der Lebenslauf als Logopäde 2 Seiten lang sein?

Ja. Die Bundesagentur für Arbeit gibt 2 DIN-A4-Seiten als Höchstmaß an, und nach Stellen in Klinik und Praxis mit einigen Kursen ist dieser Umfang üblich. Wer sich an einer Logopädieschule oder auf die erste Stelle bewirbt, kommt in der Regel mit 1 Seite aus.

Sollte ich die Noten der staatlichen Prüfung nennen?

Ja, bis etwa 10 Jahre nach der Prüfung. Die Prüfung hat einen schriftlichen, einen mündlichen und einen praktischen Teil mit je einer Prüfungsnote in Worten, und genau diese 3 übernehmen Sie aus dem Zeugnis. Eine Dezimalnote wie 1,7 wäre Ihre eigene Rechnung und kein Prüfungsergebnis. Nach vielen Berufsjahren können die Noten wegfallen.

Darf ich mich nach einem Studium der Sprachtherapie Logopädin nennen?

Nur mit der Erlaubnis nach § 1 LogopG. Diese setzt die staatliche Prüfung für Logopäden voraus, die auch zu einem Studiengang nach § 8a LogopG gehört. Ohne die Erlaubnis verwenden Sie den Grad, der in Ihrer Urkunde steht, und die Bezeichnung aus dem Arbeitsvertrag, etwa Sprachtherapeutin.

Kommen Referenzen in den Lebenslauf?

Nein, ein deutscher Lebenslauf hat keinen Abschnitt für Referenzen. Jede Praxis und jede Klinik, bei der Sie angestellt waren, muss Ihnen nach § 109 der Gewerbeordnung beim Ausscheiden ein schriftliches Zeugnis ausstellen. Kopien Ihrer letzten 2 bis 4 Arbeitszeugnisse liegen der Bewerbung bei, beginnend mit dem aktuellen, zusammen mit Prüfungszeugnis und Erlaubnisurkunde.

Sollte ich den Lebenslauf unterschreiben?

Die Bundesagentur für Arbeit hält das nicht für unbedingt notwendig, sieht darin aber einen möglichen Vorteil. Wenn Sie unterschreiben, stehen am Fuß der letzten Seite Ort und Datum, etwa „Heidelberg, 12.10.2026“, und darunter Ihr voller Name von Hand; für eine Bewerbung per E-Mail fügen Sie die Unterschrift als Scan ein.

Fazit

Im Lebenslauf eines Logopäden zählen die Erlaubnis, die 3 Prüfungsnoten und Stellen, die Störungsbild, Altersgruppe und Therapiezahl nennen. Kurse mit Anbieter und Jahr ergänzen das Bild. Für alles Persönliche, vom Grund des Wechsels bis zum Interesse an der Einrichtung, ist das Anschreiben da.

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