Das Wichtigste in Kürze
- Ingenieur ist eine geschützte Berufsbezeichnung: Laut BERUFENET setzt sie ein abgeschlossenes technisches oder naturwissenschaftliches Studium von mindestens 6 theoretischen Semestern voraus.
- Unter „Ausbildung“ steht der Grad wie auf der Urkunde, etwa Bachelor of Engineering oder Diplom-Ingenieur (FH), dazu Studiengang, Hochschule und bei jüngeren Abschlüssen die Note mit Komma.
- Jeder Stichpunkt ist im Substantivstil formuliert und nennt eine Kennzahl zu Leistung, Stückzahl, Kosten, Termin oder Prüfumfang.
- Software und Normen stehen mit Namen unter „EDV-Kenntnisse“ und „Kenntnisse“, und eine Station zeigt, wo Sie damit gearbeitet haben.
- Berufseinsteiger belegen ihre Praxiserfahrung mit Praxissemester, Werkstudentenstelle und Abschlussarbeit im Unternehmen.
- Für erfahrene Ingenieure sind bis zu 2 DIN-A4-Seiten üblich, und statt Referenzen liegen Arbeitszeugnisse als Anlagen bei.
Aufbau: Welche Abschnitte in den Lebenslauf als Ingenieur gehören
Der Lebenslauf ist tabellarisch und antichronologisch aufgebaut, mit der aktuellen Station oben. Wer ihn liest, will nach wenigen Sekunden drei Dinge wissen: Fachrichtung, Abschluss und Tätigkeitsfeld. Diese Angaben gehören deshalb ins Kurzprofil oder in die erste Station und nicht erst auf Seite 2.
Für eine Ingenieurstelle hat sich diese Reihenfolge bewährt:
- Persönliche Daten mit Geburtsdatum, bei Reisetätigkeit auch mit Führerschein
- Kurzprofil, wenn Sie eines schreiben
- Berufserfahrung, einschließlich Praxissemester und Werkstudententätigkeit
- Ausbildung: das Studium, darunter der Schulabschluss
- Weiterbildung mit Anbieter und Jahr
- Kenntnisse, EDV-Kenntnisse und Sprachkenntnisse
- Erfolge wie Patente oder Veröffentlichungen, falls vorhanden
- Ort, Datum und Unterschrift
Die Bundesagentur für Arbeit zählt das Geburtsdatum zu den Angaben, die in den Lebenslauf gehören. Gesetzlich vorgeschrieben ist es nicht, und ein Lebenslauf ohne Geburtsdatum ist ebenfalls korrekt. Familienstand und Konfession lassen Sie weg.
Kurzprofil als Ingenieur: Formel, Beispiel und typischer Fehler
Ein Kurzprofil ist im deutschen Lebenslauf freiwillig. Für Ingenieure lohnt es sich, weil hinter derselben Stellenbezeichnung ganz Unterschiedliches stecken kann: Ein Entwicklungsingenieur für Messgeräte und einer für Fahrwerke haben wenig gemeinsam, und 3 bis 4 Zeilen klären, welcher von beiden Sie sind.
Formel für das Kurzprofil
Position mit Grad und Fachrichtung und Zahl Jahren Erfahrung in Tätigkeitsfeld für Produkt oder Branche, zuletzt verantwortlich für Umfang mit Zahl. Fachgebiete: 2 bis 3 Themen. Sprache mit Stufe oder Reisebereitschaft.
Beispiel
Inbetriebnahmeingenieur mit Bachelor in Elektrotechnik und 8 Jahren Erfahrung in der Automatisierung von Abfüll- und Verpackungslinien, zuletzt verantwortlich für 14 Inbetriebnahmen in 7 Ländern. Fachgebiete: SPS-Programmierung, Antriebstechnik und Schulung des Bedienpersonals. Englisch verhandlungssicher (C1), Reisebereitschaft bis 50 %.
Eigenschaften wie lösungsorientiert oder innovativ stehen in fast jeder Ingenieurbewerbung und beweisen deshalb nichts. Fachrichtung, Produkt und Größenordnung kann die Fachabteilung dagegen im Vorstellungsgespräch prüfen.
Falsch
Motivierter und lösungsorientierter Ingenieur mit Leidenschaft für Technik und Innovation.
Richtig
Verfahrensingenieur (M.Sc.) mit 4 Jahren in der Prozessentwicklung für Batteriezellen, zuletzt Übertragung eines Beschichtungsprozesses vom Labor auf eine Pilotlinie mit einer Bahngeschwindigkeit von 20 Metern pro Minute.
Nach dieser Zeile weiß die Fachabteilung, ob Ihr Prozesswissen zu ihrer Anlage passt.
Aus der Hardwareentwicklung für Messgeräte könnte ein fertiges Kurzprofil so lauten:
Kurzprofil
Entwicklungsingenieurin (M.Sc.) mit 5 Jahren Erfahrung in der Hardwareentwicklung für elektronische Messgeräte. Verantwortlich für die Mess- und Leistungsplatinen von 2 Generationen tragbarer Netzanalysatoren, vom Schaltplan bis zur Serienfreigabe. Schwerpunkte: analoge Messtechnik, galvanische Trennung und Sicherheitsprüfungen nach DIN EN 61010.
Berufserfahrung als Ingenieur: Produkte, Anlagen und Kennzahlen
Jede Station nennt Position, Arbeitgeber mit Ort und den Zeitraum mit Monat und Jahr. Darunter folgen 3 bis 5 Stichpunkte im Substantivstil, die etwa mit „Auslegung“, „Erprobung“ oder „Serienbetreuung“ beginnen und jeweils das Produkt oder die Anlage samt einer Zahl nennen.
Die häufigste Schwäche ist der Stichpunkt, der nur die Zuständigkeit beschreibt. Er passt auf jeden Kollegen derselben Abteilung und sagt nichts über Ihren Anteil.
Falsch
Verantwortlich für die Entwicklung neuer Produkte und die Betreuung der Serie.
Richtig
Entwicklung einer Sensorplatine in 3 Kundenvarianten bis zur Serienfreigabe und Senkung der Feldausfallrate von 0,9 % auf 0,2 % nach Analyse von 120 Rückläufern.
Varianten, Freigabe und Ausfallrate zeigen Ihren eigenen Beitrag, während die erste Zeile nur die Abteilung beschreibt.
Berufserfahrung
- Hardwareentwicklung für 2 Generationen tragbarer Netzanalysatoren, vom Schaltplan in Altium Designer bis zum Serienanlauf mit 3.500 Geräten im ersten Jahr.
- Planung und Begleitung von 4 Sicherheitsprüfungen nach DIN EN 61010 in einem externen Prüflabor, jeweils ohne Nachprüfung.
- Senkung der Materialkosten je Messmodul um 12 % durch Umstellung der Leiterplatte von 6 auf 4 Lagen.
Fast jede Ingenieuraufgabe lässt sich beziffern, nur die passende Kennzahl wechselt:
| Kennzahl | Beispiel für einen Stichpunkt |
|---|---|
| Stückzahl | Serienanlauf einer Steuergeräteplatine mit 40.000 Einheiten pro Jahr in 2 Werken. |
| Kosten | Senkung der Herstellkosten eines Pumpengehäuses um 9 % durch Umstellung von Guss auf eine Schweißkonstruktion. |
| Zeit | Verkürzung der Inbetriebnahme je Anlage von 15 auf 9 Arbeitstage durch vorab im Werk getestete Software. |
| Prüfumfang | Planung und Auswertung von 1.800 Prüfstandsstunden für die Dauerlauferprobung eines Getriebes. |
| Qualität | Senkung der Reklamationsquote einer Baureihe von 1,4 % auf 0,5 % nach Einführung einer kamerabasierten Endprüfung. |
Lebenslauf nach Tätigkeitsfeld: Entwicklung, Versuch, Inbetriebnahme, Vertrieb
BERUFENET, die Berufsdatenbank der Bundesagentur für Arbeit, nennt für Elektroingenieure die Einsatzbereiche Entwicklung, Fertigung, Vertrieb und Management, und jedes dieser Felder wird an anderen Zahlen gemessen. Ordnen Sie die Stichpunkte jeder Station deshalb so, dass der zum Feld der Ausschreibung passende an erster Stelle steht.
| Tätigkeitsfeld | Was oben in der Station steht |
|---|---|
| Entwicklung und Konstruktion | Ausgelegte Baugruppen, Serienfreigaben, Stückzahlen, Kostenziele und die angewandten Normen. |
| Versuch und Prüfung | Prüfpläne, Prüfstunden, Zulassungen und die Befunde, die in die Entwicklung einflossen. |
| Produktion und Fertigung | Linien und Anlagen, Ausbringung, Ausschussquote, Stillstandszeiten und Instandhaltung. |
| Inbetriebnahme und Service | Anlagen, Länder, Abnahmen durch den Kunden und die Zahl der Schulungen vor Ort. |
| Technischer Vertrieb | Angebote, Auftragswerte, betreute Kunden und technische Klärungen vor Auftragserteilung. |
Für Inbetriebnahme und Vertrieb gehört der Führerschein Klasse B unter „Persönliche Daten“. BERUFENET nennt für die Installation beim Kunden häufige Abwesenheit vom Wohnort, und eine Angabe zur Reisebereitschaft im Kurzprofil erspart dann eine Rückfrage.
Kenntnisse und EDV-Kenntnisse: Software, Normen und Messtechnik
Als Kernkompetenzen von Elektroingenieuren führt BERUFENET unter anderem CAD- und CAE-Systeme, Dimensionierung, Mess-, Steuer- und Regeltechnik sowie die Sicherheitsanforderungen für Niederspannungs-Schaltanlagen nach DIN EN 61439 auf. Unter „Kenntnisse“ stehen solche Themen als Stichworte, unter „EDV-Kenntnisse“ die Programme mit ihrem Namen.
| Bereich | Beispiele | Beleg in der Station |
|---|---|---|
| Berechnung und Simulation | MATLAB/Simulink, ANSYS, LTspice | Ausgelegtes Bauteil und Zahl der gerechneten Varianten |
| Konstruktion und Schaltplan | Creo, SolidWorks, EPLAN, Altium Designer | Baugruppe oder Anlage bis zur Freigabe |
| Normen und Zulassung | DIN EN 61010, DIN EN 61439, CE-Kennzeichnung | Prüfung oder Zulassung mit Ergebnis |
| Mess- und Prüftechnik | Oszilloskop, Prüfstand, LabVIEW | Prüfstunden, Messreihen oder Prüfzeit |
| Automatisierung | SPS-Programmierung, Siemens TIA Portal | Programmierte Anlagen und Inbetriebnahmen |
Sprachkenntnisse geben Sie mit Beschreibung und GER-Stufe an, etwa „Englisch: verhandlungssicher (C1)“. Als verhandlungssicher geben Sie eine Sprache nur an, wenn internationale Projekte, Inbetriebnahmen im Ausland oder ein Auslandssemester diese Stufe belegen.
Studium im Lebenslauf: Grad, Hochschule, Note und Abschlussarbeit
Unter „Ausbildung“ steht der Grad genau so, wie ihn die Urkunde nennt, der Studiengang daneben: Bachelor of Engineering, Studiengang Elektrotechnik, nicht „Bachelor Elektrotechnik (B.Eng.)“. Ob Ihr Abschluss Bachelor of Engineering oder Bachelor of Science heißt, legt die Hochschule fest und nicht das Fach.
| Abschluss | Typisch für | So steht es im Lebenslauf |
|---|---|---|
| Diplom einer Universität | Studienabschlüsse bis in die 2000er-Jahre, an einigen Universitäten wie der TU Dresden bis heute | Diplom-Ingenieur, Studiengang Verfahrenstechnik |
| Diplom einer Fachhochschule | Studienabschlüsse bis in die 2000er-Jahre, vereinzelt bis heute | Diplom-Ingenieur (FH), Studiengang Elektrotechnik, immer mit dem Zusatz (FH) |
| Bachelor | Erster Abschluss seit der Bologna-Umstellung, 6 bis 8 Semester | Bachelor of Engineering oder Bachelor of Science, Studiengang Maschinenbau |
| Master | Aufbauender Abschluss, 2 bis 4 Semester | Master of Science oder Master of Engineering, Studiengang Elektrotechnik und Informationstechnik |
Ein Diplom und ein Master aus demselben Studium schließen sich aus, eingetragen wird nur der verliehene Grad. Die Hochschule nennen Sie mit dem Namen, den sie im Jahr Ihres Abschlusses trug, denn viele frühere Fachhochschulen heißen heute Hochschule oder Technische Hochschule.
Liegt der Abschluss nicht länger als etwa 10 Jahre zurück, gehört die Note als Kommanote wie auf dem Zeugnis dazu, und zwar bei jedem Abschluss aus dieser Zeit. Das Thema der Abschlussarbeit zu nennen lohnt sich, wenn es zur Stelle passt, denn für eine Fachabteilung ist es oft der erste Hinweis auf Ihr Fachgebiet.
Ausbildung
Note: 1,4. Masterarbeit: Galvanisch getrennte Strommessung für tragbare Messgeräte.
Note: 1,9. Praxissemester und Bachelorarbeit in der Messgeräteentwicklung.
Wer ausbildungsintegriert dual studiert hat, führt Studium und Ausbildung als 2 getrennte Einträge auf. Die Kammerprüfung steht dann in der Form ihres Zeugnisses, also mit Punkten und Note in Worten wie „gut (88 Punkte)“, der Studienabschluss mit Kommanote.
Berufsbezeichnung Ingenieur: Titelschutz, Techniker und ausländischer Abschluss
Die Berufsbezeichnung Ingenieur ist durch die Ingenieurgesetze der Länder geschützt. Führen darf sie laut BERUFENET, wer ein technisches oder naturwissenschaftliches Studium von mindestens 6 theoretischen Semestern abgeschlossen hat. Das gilt für die Position über jeder Station ebenso wie für das Kurzprofil.
Ein staatlich geprüfter Techniker oder ein Meister ist deshalb kein Ingenieur, auch wenn er in der Entwicklung dieselben Aufgaben übernimmt. Die Position heißt dann etwa Entwicklungstechniker oder Konstrukteur, und der Abschluss steht im Lebenslauf so, wie er auf dem Zeugnis heißt.
Falsch
Elektroingenieur Hardwareentwicklung. Abschluss: Staatlich geprüfter Techniker, Fachrichtung Elektrotechnik.
Richtig
Entwicklungstechniker Hardware. Abschluss: Staatlich geprüfter Techniker, Fachrichtung Elektrotechnik.
Die Aufgaben bleiben dieselben, doch nur die zweite Zeile hält dem Blick in die Anlagen stand.
Mit einem Studium im Ausland dürfen Sie in Deutschland grundsätzlich ohne Anerkennung eine Stelle antreten. Die Bezeichnung Ingenieur führen Sie laut BERUFENET aber erst, wenn die zuständige Stelle die Gleichwertigkeit festgestellt hat, je nach Bundesland etwa die Ingenieurkammer oder eine Bezirksregierung. Bis dahin wählen Sie eine Positionsbezeichnung ohne dieses Wort, etwa Entwickler Elektronik.
Der Titel hat auch rechtliche Folgen: Nach § 7 des Arbeitssicherheitsgesetzes darf als Sicherheitsingenieur nur bestellt werden, wer die Berufsbezeichnung Ingenieur führen darf und sicherheitstechnische Fachkunde besitzt. Die Bestellung steht als Stichpunkt in der Station, der Lehrgang dazu unter „Weiterbildung“.
Beratender Ingenieur darf sich laut BERUFENET nur nennen, wer mehrjährige Fachpraxis nachweist, Mitglied einer Länderingenieurkammer ist und in deren Liste der Beratenden Ingenieure steht. Angestellte Ingenieure in der Industrie sind in der Regel nicht Mitglied einer Kammer, und ihrem Lebenslauf fehlt dadurch nichts.
Lebenslauf als Ingenieur ohne Berufserfahrung: Praxissemester, Werkstudent, Abschlussarbeit
Praxissemester und Werkstudententätigkeit stehen als eigene Stationen unter „Berufserfahrung“, mit Arbeitgeber, Ort, Zeitraum und Stichpunkten wie jede andere Stelle. Nach einigen Berufsjahren genügt dafür ein Halbsatz beim Studium.
Beschreiben Sie bei einer Werkstudentenstelle, was Sie selbst aufgebaut, gemessen oder ausgewertet haben:
Berufserfahrung
- Aufbau eines automatisierten Prüfplatzes in LabVIEW für 3 Steuergerätevarianten und Senkung der Prüfzeit je Gerät von 12 auf 4 Minuten.
- Auswertung von rund 900 Messreihen aus Dauerlauftests für die wöchentliche Entwicklungsbesprechung.
Haben Sie die Abschlussarbeit in einem Unternehmen geschrieben, nennen Sie es unter „Ausbildung“ beim Thema. Wer weniger als etwa 2 Jahre im Beruf ist, kann den Abschnitt „Ausbildung“ vor die Berufserfahrung rücken. Nach den ersten Berufsjahren kehrt sich die Reihenfolge um.
Haben Sie vor dem Studium eine Ausbildung abgeschlossen, etwa zum Elektroniker oder Industriemechaniker, bleibt sie als eigener Eintrag unter „Ausbildung“ stehen.
Häufige Fragen zum Lebenslauf als Ingenieur
Wie lang darf der Lebenslauf eines Ingenieurs sein?
Bis zu 2 DIN-A4-Seiten sind laut Bundesagentur für Arbeit in Ordnung. Für einen erfahrenen Ingenieur ist die zweite Seite normal. Die Muster auf dieser Website passen auf 1 Seite, das ist eine Gestaltungsentscheidung und keine Regel für Ihren Lebenslauf.
Gehört ein Foto in den Lebenslauf als Ingenieur?
Ein Foto ist keine Pflicht, kein Arbeitgeber darf es verlangen, und die Entscheidung liegt bei Ihnen. Die Bundesagentur für Arbeit bezeichnet es auf ihrer Lebenslauf-Seite als „kein Muss mehr“, in ihrem Bewerbungstraining gehört es aber weiter zu den Unterlagen. In Industrie und Mittelstand ist ein professionelles Bewerbungsfoto noch verbreitet, bei Start-ups und in der Softwarebranche seltener.
Brauche ich für eine Ingenieurstelle einen Master?
Nicht für den Einstieg. Laut BERUFENET genügt in der Regel ein abgeschlossenes grundständiges Studium wie ein Bachelorstudium. Für Führungspositionen und spezialisierte Aufgaben wird meist ein Master erwartet, für die Forschung häufig eine Promotion.
Gebe ich die Abiturnote noch an?
Nein, sobald ein Studienabschluss vorliegt, entfällt die Abiturnote. Die Schule steht weiter als letzte Zeile unter „Ausbildung“, mit Zeitraum, Name, Ort und Abschluss, etwa Allgemeine Hochschulreife.
Wohin gehören Patente und Veröffentlichungen?
Unter „Erfolge“, jeweils mit Titel und Jahr. Nennen Sie Patentanmeldungen, in denen Sie als Erfinder benannt sind, und Fachaufsätze oder Konferenzbeiträge, an denen Sie mitgeschrieben haben. Bei einer langen Liste stehen die 3 bis 4 wichtigsten im Lebenslauf und die vollständige Liste in den Anlagen.
Wie erkläre ich die Zeit zwischen Studium und erster Stelle?
Mit einer eigenen Zeile, die angibt, womit Sie die Zeit verbracht haben, etwa „Bewerbungsphase und Online-Kurs zu Leistungselektronik“. Laut Bundesagentur für Arbeit gehört jede Unterbrechung von mehr als 2 Monaten in den Lebenslauf. Mit dieser Zeile wirkt eine kurze Stellensuche nach dem Abschluss nicht wie eine Lücke.
Gehören Referenzen von Professoren oder Vorgesetzten in den Lebenslauf?
Nein. Nach § 109 der Gewerbeordnung steht Ihnen am Ende jedes Arbeitsverhältnisses ein schriftliches Arbeitszeugnis zu, und diese Zeugnisse liegen der Bewerbung in Kopie bei. Fehlen sie noch, dürfen Berufseinsteiger eine Referenz, etwa die Betreuerin der Abschlussarbeit, im Anschreiben oder in einer eigenen Anlage nennen, wenn die Person vorher zugestimmt hat.
Fazit
Ein Lebenslauf als Ingenieur überzeugt, wenn Titel und Grad stimmen, jede Station Produkt, Anlage und Kennzahl nennt und die Programme unter „EDV-Kenntnisse“ in den Stichpunkten wieder auftauchen. Die Begründung, warum Sie gerade diese Stelle wollen, gehört ins Anschreiben.




