Lebenslauf als Arbeitsvermittler: 3 Beispiele und Anleitung (2026)

Ob Agentur für Arbeit, Jobcenter oder private Vermittlung: Wer Ihre Bewerbung liest, kennt das Geschäft und will wissen, in welchem Rechtskreis Sie gearbeitet haben, wie viele Menschen Sie betreut haben und wie viele davon in Arbeit gekommen sind. Für jeden Abschnitt des Lebenslaufs steht hier, was hineingehört und wie Sie es formulieren.

Aktualisiert am 12 Min. Lesezeit

Lebenslauf-Beispiel: Arbeitsvermittler im Arbeitgeber-Service

Das Wichtigste in Kürze

  • Dienststellen stehen mit dem Namen der jeweiligen Jahre im Lebenslauf: Arbeitsamt bis 2003, Agentur für Arbeit ab 2004, ARGE von 2005 bis 2010 und Jobcenter ab 2011.
  • In der öffentlichen Arbeitsvermittlung nennt jede Station den Rechtskreis, SGB III oder SGB II, weil davon Kundenkreis, Instrumente und Fachbegriffe abhängen.
  • Die Stichpunkte stehen im Substantivstil und enthalten Zahlen aus dem eigenen Bestand wie 150 betreute Leistungsberechtigte oder 47 Integrationen im Jahr, nie Kennzahlen der Dienststelle.
  • Kein Einzelfall darf einen Menschen oder Betrieb erkennbar machen, denn Sozialdaten unterliegen dem Sozialgeheimnis nach § 35 SGB I.
  • Das Studium Arbeitsmarktmanagement an der Hochschule der Bundesagentur für Arbeit steht mit Grad und Zeitraum unter „Ausbildung“, ein IHK-Fortbildungsabschluss wie der Geprüfte Personalfachkaufmann mit Jahr unter „Weiterbildung“.
  • Die Bundesagentur für Arbeit setzt für den Lebenslauf höchstens 2 DIN-A4-Seiten an, und in Behörden ist die Unterschrift mit Ort und Datum am Ende üblich.

Lebenslauf als Arbeitsvermittler: Aufbau und Reihenfolge der Abschnitte

Laut BERUFENET, der Berufsdatenbank der Bundesagentur für Arbeit, arbeiten Arbeitsvermittler in den Agenturen für Arbeit auf Grundlage des SGB III, in Jobcentern nach dem SGB II sowie bei privaten Arbeitsvermittlungen, Personalberatungen und Zeitarbeitsfirmen. Ihr Lebenslauf geht deshalb fast immer an Leute vom Fach: an eine Teamleitung, die selbst vermittelt hat, oder an eine Niederlassungsleitung, die Besetzungsquoten kennt.

Der Lebenslauf ist tabellarisch, und die jüngste Station steht oben. Für eine Bewerbung in der Arbeitsverwaltung passt diese Abfolge:

  1. Persönliche Daten: Name, Anschrift, Telefon, E-Mail, Geburtsdatum
  2. Kurzprofil mit Rechtskreis und Kundengruppe
  3. Berufserfahrung, jede Dienststelle mit ihrem damaligen Namen
  4. Ausbildung mit Studium oder Berufsabschluss
  5. Weiterbildung mit Anbieter und Jahr
  6. Kenntnisse, EDV-Kenntnisse und Sprachkenntnisse
  7. Ort, Datum, Unterschrift

Die Bundesagentur für Arbeit zählt Geburtsdatum und Geburtsort zu den Angaben, die in den Lebenslauf gehören. Rechtlich vorgeschrieben ist beides nicht, und es wegzulassen ist eine zulässige Entscheidung. Zu Familienstand, Konfession und Kindern schreiben Sie nichts.

Agentur für Arbeit, Jobcenter oder private Vermittlung: Arbeitgeber und Rechtskreis angeben

Wo Sie vermittelt haben, bestimmt fast alles Weitere: den Kundenkreis, die Förderinstrumente und die Fachbegriffe. Nennen Sie deshalb bei jeder Station in der öffentlichen Arbeitsvermittlung den Rechtskreis, also SGB III oder SGB II, in der Bezeichnung oder in einem der Stichpunkte.

In einem Jobcenter, das Agentur für Arbeit und Kommune als gemeinsame Einrichtung führen, wechselt der Arbeitgeber nicht. Nach § 44g SGB II können Beamten und Arbeitnehmern der Träger Tätigkeiten dort zugewiesen werden, und ihre Arbeitsverhältnisse mit der Bundesagentur oder der Kommune bleiben davon unberührt. Genau genommen steht als Arbeitgeber deshalb die Bundesagentur für Arbeit, die Stadt oder der Landkreis im Lebenslauf, und das Jobcenter folgt als Einsatzort.

Arbeitgeber und Fachbegriffe nach Rechtskreis
Wo Sie arbeitenArbeitgeber im LebenslaufBegriffe, die dazugehören
Agentur für Arbeit (SGB III)Bundesagentur für Arbeit mit DienstortArbeitsuchende, Eingliederungsvereinbarung, Arbeitgeber-Service
Jobcenter als gemeinsame Einrichtung (SGB II)Bundesagentur für Arbeit oder Kommune, das Jobcenter als EinsatzortLeistungsberechtigte nach dem SGB II, Potenzialanalyse, Kooperationsplan
Kommunales Jobcenter (SGB II)Stadt oder LandkreisLeistungsberechtigte nach dem SGB II, Kooperationsplan, kommunaler Träger
Private ArbeitsvermittlungFirma mit Rechtsform und OrtAktivierungs- und Vermittlungsgutschein, Besetzung, Nachbetreuung

Dienststellen stehen so im Lebenslauf, wie sie in den Jahren der Station hießen. Bis 2003 war es das Arbeitsamt, seit 2004 ist es die Agentur für Arbeit. Die Arbeitsgemeinschaften von Agentur und Kommune hießen von 2005 bis 2010 ARGE, seit 2011 tragen sie wie die kommunalen Träger den Namen Jobcenter.

Auch die Leistung im SGB II hat ihren Namen gewechselt: Arbeitslosengeld II von 2005 bis 2022, Bürgergeld von Januar 2023 bis Juni 2026, seit Juli 2026 Grundsicherungsgeld. Mit „Leistungsberechtigte nach dem SGB II“ liegen Sie für jedes dieser Jahre richtig. Im Jobcenter hat der Kooperationsplan im Juli 2023 die Eingliederungsvereinbarung abgelöst, während die Agentur für Arbeit weiterhin Eingliederungsvereinbarungen schließt.

Kurzprofil für Arbeitsvermittler: Rechtskreis, Kundengruppe, eine Zahl

Niemand erwartet in einem deutschen Lebenslauf ein Kurzprofil. In der Arbeitsvermittlung spart es der Leserin trotzdem Zeit, weil 3 bis 4 Zeilen klären, was sie sonst aus mehreren Stationen zusammensuchen muss: Rechtskreis, Kundengruppe und Größenordnung.

Formel für das Kurzprofil

Berufsbezeichnung mit Zahl Jahren Erfahrung in Rechtskreis und Aufgabe. Kundengruppe mit Betreuungszahl. Ein Ergebnis mit Zahl und Jahr. Ziel: angestrebte Aufgabe in Region.

Beispiel

Arbeitsvermittler mit 7 Jahren Erfahrung in der arbeitnehmerorientierten Vermittlung nach dem SGB III. Betreuung von durchschnittlich 210 Arbeitsuchenden aus gewerblich-technischen Berufen. 2025 Vermittlung von 118 Kundinnen und Kunden in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung. Ziel: eine Aufgabe im Arbeitgeber-Service im Raum Kassel.

Auf Selbstbeschreibungen können Sie verzichten. „Empathisch“ und „kommunikationsstark“ schreibt jeder, während sich eine Betreuungszahl und eine Kundengruppe im Gespräch überprüfen lassen.

Falsch

Engagierte Arbeitsvermittlerin mit viel Einfühlungsvermögen, Freude am Umgang mit Menschen und hoher Beratungskompetenz.

Richtig

Arbeitsvermittlerin im Rechtskreis SGB II mit 5 Jahren Erfahrung in der Betreuung junger Menschen unter 25 Jahren, zuletzt 95 Leistungsberechtigte im Bestand und jährlich 34 Vermittlungen in Ausbildung.

Rechtskreis, Altersgruppe und 2 Zahlen zeigen, was 4 Eigenschaften nur behaupten.

So kann das Kurzprofil einer Arbeitsvermittlerin aus dem kommunalen Jobcenter in Münster aussehen:

So sieht es im Lebenslauf aus

Kurzprofil

Arbeitsvermittlerin im kommunalen Jobcenter, seit 2020 in der Vermittlung von Leistungsberechtigten ab 25 Jahren im Rechtskreis SGB II, im Bestand durchschnittlich 150 Kundinnen und Kunden. Schwerpunkt Alleinerziehende und Wiedereinstieg nach der Familienphase. Feste Ansprechpartnerin für Betriebe aus Pflege und Lagerlogistik. Davor 4 Jahre in der Leistungssachbearbeitung.

Berufserfahrung als Arbeitsvermittler: Stationen mit eigenen Zahlen

Eine Station beginnt mit Bezeichnung, Zeitraum mit Monat und Jahr, Arbeitgeber und Ort. Darunter folgen kurze Stichpunkte zu Ihren Aufgaben; die Bundesagentur für Arbeit empfiehlt 3 bis 5 je Station.

Die Stichpunkte stehen im Substantivstil, ohne „ich“ und ohne gebeugtes Verb: „Beratung von“, „Besetzung von“, „Aufbau eines“. Jeder enthält eine Zahl aus Ihrer eigenen Arbeit, etwa Ihre Betreuungszahl, Ihre Integrationen oder die Stellen, die Sie besetzt haben.

Falsch

Verantwortlich für die Betreuung von Arbeitgebern und die Besetzung offener Stellen.

Richtig

Betreuung von 85 Betrieben aus Handwerk und Einzelhandel im Arbeitgeber-Service, 2025 Besetzung von 140 der 205 gemeldeten Stellen.

Betriebe, Branchen und besetzte Stellen machen aus einer Zuständigkeit ein Ergebnis.

Die Zahlen dafür finden Sie in Ihrem Bestand und in Ihren eigenen Auswertungen. Diese 5 Größen kennt jede Leserin aus der Arbeitsvermittlung:

Zahlen, die Vermittlungsarbeit im Lebenslauf belegen
GrößeSo kann der Stichpunkt lauten
BetreuungszahlBeratung von durchschnittlich 175 Arbeitsuchenden ab 50 Jahren im Rechtskreis SGB III.
Integrationen2024 Integration von 52 Leistungsberechtigten nach dem SGB II in Arbeit oder Ausbildung.
StellenbesetzungBesetzung von 64 Stellen bei 30 Betrieben der Gastronomie, in 41 Fällen mit Bewerberinnen und Bewerbern aus dem eigenen Bestand.
FörderungInnerhalb eines Jahres Ausgabe von 37 Bildungsgutscheinen für Umschulungen und Teilqualifizierungen.
EinarbeitungEinarbeitung von 3 neuen Vermittlungsfachkräften als Patin im Team.

Bei der Vermittlerin aus Münster sieht die aktuelle Station so aus:

So sieht es im Lebenslauf aus

Berufserfahrung

Arbeitsvermittlerin im kommunalen Jobcenter (SGB II)04/2020 – heute
Stadt Münster
  • Seit 2023 Erstellung von Kooperationsplänen mit jährlich rund 120 Leistungsberechtigten nach dem SGB II.
  • 2025 Integration von 47 Kundinnen und Kunden in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung, 19 davon Alleinerziehende.
  • Aufbau fester Kontakte zu 14 Betrieben aus Pflege und Lagerlogistik, daraus 26 besetzte Stellen in 2 Jahren.

Kenntnisse und EDV-Kenntnisse für Arbeitsvermittler

Als Kernkompetenzen führt BERUFENET für Arbeitsvermittler unter anderem Arbeitsförderungsrecht, Arbeitsrecht, Berufskunde, Bewerberauswahl und Kundenberatung auf. Weitere Kompetenzen sind dort Bewerbertraining, Arbeitsmarktpolitik und VerBIS, das Vermittlungs-, Beratungs- und Informationssystem der Bundesagentur für Arbeit.

Im Abschnitt „Kenntnisse“ reichen Stichworte. Glaubwürdig werden sie durch das, was in Ihren Stationen und unter „Weiterbildung“ steht.

Kenntnisse für Arbeitsvermittler und womit Sie sie stützen
KenntnisArtWomit Sie sie stützen
Arbeitsförderungsrecht (SGB III, SGB II)fachlichRechtskreis der Station, bewilligte Förderungen mit Anzahl
Berufskunde und regionaler ArbeitsmarktfachlichBerufsgruppen und Branchen, die Sie betreut haben
Bewerberauswahl und StellenbesetzungfachlichBesetzte Stellen und Zahl der betreuten Betriebe
Beratung in schwierigen LebenslagenpersönlichKundengruppe und Betreuungszahl, dazu eine Beratungsqualifizierung, falls Sie eine abgeschlossen haben
Verhandlung mit ArbeitgebernpersönlichProbearbeiten, Eingliederungszuschüsse oder Einstellungen, die Sie vereinbart haben
VerBIS und TabellenkalkulationEDVUnter „EDV-Kenntnisse“ mit Namen, das Fachverfahren eines kommunalen Jobcenters ebenfalls mit Produktnamen

Sprachkenntnisse sind in der Vermittlung ein Arbeitsmittel, sobald Sie Zugewanderte beraten. Jede Sprache steht mit Einstufung und GER-Niveau da, etwa „fließend (B2)“. Bei einem Vermittler der Agentur für Arbeit kann der Abschnitt so aussehen:

So sieht es im Lebenslauf aus

Kenntnisse

Arbeitnehmerorientierte Vermittlung · Arbeitsförderungsrecht (SGB III) · Berufskunde gewerblich-technischer Berufe · Bewerbertraining · Beratung von Zugewanderten

EDV-Kenntnisse: VerBIS · MS Excel · MS Outlook

Sprachkenntnisse:
Deutsch: Muttersprache
Englisch: fließend (B2)
Russisch: gute Kenntnisse (B1)

Ausbildung und Weiterbildung: Studium an der HdBA, Fachangestellte, IHK-Fortbildung

Für die Arbeit in Agenturen für Arbeit und Jobcentern wird laut BERUFENET in der Regel das Studium Arbeitsmarktmanagement an der Hochschule der Bundesagentur für Arbeit (HdBA) vorausgesetzt. Private Arbeitsvermittlungen erwarten demnach häufig eine kaufmännische Weiterbildung im Personalwesen oder ein entsprechendes Studium, zum Beispiel im Personalmanagement.

Das duale Bachelorstudium an der HdBA dauert 3 Jahre und besteht aus 9 Trimestern: 5 an der Hochschule in Mannheim oder Schwerin, 4 in der Praxis. Als Zugangsberufe nennt die Datenbank unter anderem den Geprüften Personalfachkaufmann und den Geprüften Personaldienstleistungsfachwirt.

Abschlüsse in der Arbeitsvermittlung und wo sie im Lebenslauf stehen
AbschlussAbschnittSo steht es im Lebenslauf
Studium ArbeitsmarktmanagementAusbildungBachelor of Arts, Studiengang Arbeitsmarktmanagement, Hochschule der Bundesagentur für Arbeit (HdBA), mit Zeitraum
Ausbildung in der Arbeitsverwaltung, Beginn ab 08/2012AusbildungAusbildung zur Fachangestellten für Arbeitsmarktdienstleistungen, dazu die ausbildende Dienststelle
Ausbildung in der Arbeitsverwaltung, Beginn vor 08/2012AusbildungDie Bezeichnung laut Prüfungszeugnis, in der Regel Fachangestellte für Arbeitsförderung
Geprüfter PersonalfachkaufmannWeiterbildungGeprüfte Personalfachkauffrau, prüfende IHK und Jahr
Geprüfter PersonaldienstleistungsfachwirtWeiterbildungGeprüfter Personaldienstleistungsfachwirt, prüfende IHK und Jahr

Die Note eines Studiums schreiben Sie mit Komma, wie sie auf dem Zeugnis steht. Nennen Sie die Abschlussnote, solange das Studium nicht länger als etwa 10 Jahre zurückliegt, und dann bei jedem Abschluss aus diesem Zeitraum. Studiengang und Schwerpunkt übernehmen Sie wörtlich aus Ihrer Urkunde, denn die Schwerpunkte des Studiengangs wurden mehrfach umbenannt.

So sieht es im Lebenslauf aus

Ausbildung

Bachelor of Arts, Studiengang Arbeitsmarktmanagement09/2016 – 08/2019

Hochschule der Bundesagentur für Arbeit (HdBA), Mannheim

Note: 2,1.

Unter „Weiterbildung“ stehen Fortbildungsabschlüsse, Zertifikatslehrgänge und interne Qualifizierungen mit Anbieter und Jahr, geordnet vom neuesten zum ältesten Eintrag. Übernehmen Sie den Titel wörtlich aus dem Zertifikat. Hausinterne Kürzel schreiben Sie aus, weil sie außerhalb Ihrer Behörde niemand versteht.

Berufseinstieg, Quereinstieg und private Arbeitsvermittlung im Lebenslauf

Direkt nach dem Studium an der HdBA bestehen Ihre Stationen aus den Praxistrimestern. Führen Sie die wichtigsten mit Dienststelle, Team und Zeitraum auf und beschreiben Sie, was Sie selbst übernommen haben: Erstgespräche, Stellensuchläufe, Arbeitgeberkontakte.

Wer aus dem Vertrieb, dem Personalwesen oder einem Fachberuf in die Vermittlung wechselt, stellt in der letzten Station alles nach vorn, was mit Personalauswahl, Einarbeitung oder Kundenkontakt zu tun hatte. Kennen Sie die Branche, in die Sie künftig vermitteln, aus eigener Arbeit, gehört sie ins Kurzprofil.

In der privaten Arbeitsvermittlung zählen Besetzungen und Gutscheine. Seit April 2012 heißt das Papier Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein, kurz AVGS, davor Vermittlungsgutschein. Nach § 45 SGB III wird die Vergütung für eine Vermittlung in 2 Raten gezahlt, nach 6 Wochen und nach 6 Monaten Beschäftigung. Wie viele Ihrer Vermittlungen die 6 Monate erreicht haben, ist deshalb die Zahl, nach der eine Niederlassungsleitung fragt.

So sieht es im Lebenslauf aus

Berufserfahrung

Arbeitsvermittler02/2019 – 12/2023
Weberschiffchen Personalvermittlung GmbH, Bielefeld
  • Vermittlung von jährlich rund 70 Arbeitsuchenden mit Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein in Lager, Produktion und Gebäudereinigung.
  • Gewinnung von 45 Betrieben in Ostwestfalen durch eigene Akquise, mehrere Einstellungen bei 28 von ihnen.
  • Nachbetreuung in den ersten 6 Monaten, Fortbestand von 81 % der Beschäftigungsverhältnisse über diese Frist hinaus.

Die Trägerzulassung nach der AZAV gehört dem Unternehmen, nicht Ihnen. Im Lebenslauf erwähnen Sie sie nur, wenn Sie am Zulassungsverfahren mitgearbeitet haben, etwa bei der Vorbereitung eines Audits.

Häufige Fragen zum Lebenslauf als Arbeitsvermittler

Wie lang darf der Lebenslauf eines Arbeitsvermittlers sein?

Bis zu 2 DIN-A4-Seiten: Diese Grenze zieht die Bundesagentur für Arbeit. Nach mehreren Dienststellen und Qualifizierungen brauchen Sie die zweite Seite meist, und ein Mangel ist das nicht. Direkt nach dem Studium kommen Sie mit 1 Seite aus.

Gehört ein Foto in den Lebenslauf als Arbeitsvermittler?

Ein Foto darf kein Arbeitgeber fordern; ob Ihr Lebenslauf eines zeigt, legen Sie selbst fest. Auf der Lebenslauf-Seite der Bundesagentur für Arbeit heißt es dazu „kein Muss mehr“, im Bewerbungstraining derselben Behörde gehört das Foto dagegen weiter zu den Unterlagen. Im öffentlichen Dienst ist ein Bewerbungsfoto noch verbreitet. Von Selfie, Schnappschuss und Passbild rät die Behörde ab.

Schreibe ich für eine Station vor 2011 „Jobcenter“ oder „ARGE“?

„ARGE“, wenn Sie zwischen 2005 und 2010 in einer Arbeitsgemeinschaft von Agentur für Arbeit und Kommune gearbeitet haben. Einheitlich und amtlich heißen die gemeinsamen Einrichtungen und die kommunalen Träger erst seit 2011 Jobcenter. Trug Ihre Arbeitsgemeinschaft den Namen schon vorher, übernehmen Sie die Bezeichnung aus Ihrem Arbeitszeugnis. Lief Ihre Station über den Jahreswechsel 2010/2011, stehen beide Namen mit ihren Jahren im Eintrag.

Gehören Referenzen von Arbeitgebern in den Lebenslauf?

Nein, auch dann nicht, wenn Betriebe Ihre Arbeit ausdrücklich gelobt haben. Als Nachweis dient hierzulande das Arbeitszeugnis, auf das Sie nach § 109 der Gewerbeordnung beim Ende eines Arbeitsverhältnisses Anspruch haben. Legen Sie die letzten 2 bis 4 Zeugnisse in Kopie bei und beginnen Sie mit dem aktuellsten.

Braucht der Lebenslauf für eine Behörde eine Unterschrift?

Vorgeschrieben ist sie nicht, zu empfehlen schon. Die Bundesagentur für Arbeit hält die Unterschrift für nicht unbedingt notwendig, sieht darin aber einen möglichen Vorteil, und in Behörden gehört sie zum gewohnten Bild. Ans Ende setzen Sie Ort und vollständiges Datum, etwa „Münster, 12.10.2026“, darunter Ihre Unterschrift, bei einer Online-Bewerbung als Scan.

Wie gebe ich einen Wechsel des Teams oder eine Abordnung an?

Als eigenen Eintrag mit Monat und Jahr, sobald sich Ihre Aufgabe geändert hat. Ein Wechsel aus der Vermittlung nach dem SGB III ins Jobcenter oder in den Arbeitgeber-Service bringt eine andere Kundengruppe und andere Instrumente mit sich. Eine Abordnung von wenigen Wochen passt dagegen als Stichpunkt in die laufende Station.

Wie erkläre ich Elternzeit oder eine Pause zwischen zwei Stationen?

Mit einem kurzen Eintrag samt Zeitraum, etwa „Elternzeit“ oder „Berufliche Neuorientierung, Lehrgang im Arbeitsrecht“. Die Bundesagentur für Arbeit rät, Pausen aufzuführen, sobald sie länger als 2 Monate dauern, und dazuzuschreiben, was Sie in der Zeit gemacht haben. Als Vermittler wissen Sie, wie eine unerklärte Lücke im Gespräch wirkt.

Fazit

Ein Lebenslauf als Arbeitsvermittler nennt bei jeder Station Kundengruppe und Zahlen aus dem eigenen Bestand, in der öffentlichen Vermittlung dazu den Rechtskreis, und er führt jede Dienststelle unter dem Namen ihrer Zeit. Studium oder Fortbildung stehen mit Anbieter und Jahr dabei, Einzelfälle bleiben unkenntlich. Die Begründung für den Wechsel gehört ins Anschreiben, und die Arbeitszeugnisse liegen als Nachweis bei.

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